Haben Pferde Augenbrauen oder Wimpern? Und was sind Tasthaare?

Pferdeaugen sind faszinierend und laden immer wieder zu Spekulationen ein.

Equiden haben von allen Säugetieren die größten Augen und faszinieren den Menschen schon immer. Pferdeaugen sind nicht nur schön, sondern auch ein Stimmungsbarometer. Sie verraten uns viel über den Gemüts- und Gesundheitszustand des Pferds. Darum schauen Ausbilder, Züchter, Tierärzte und Verhaltensexperten gerne tief in die Augen, um herauszufinden, wie das Pferd gerade drauf ist.

Viele fragen sich, ob Pferde Augenbrauen oder Wimpern haben. Die meisten Säugetiere haben - wie wir auch - Wimpern. Vogel haben keine Wimpern, aber häufig kaum sichtbare kurze Borstenfedern an den Lidrändern. Augenbrauen sind ja quasi kleine Stopper, damit Wasser und Schweiß nicht in die Augen fließt, sondern herumgeleitet wird.

Neben Wimpern haben Pferde auch Tasthaare an den Augen. Diese langen Haare können bis zu den Nüstern reichen und bei manchen Pferdebesitzern die Frage aufwerfen, ob man sie kürzen darf.

Die Bedeutung der Tasthaare beim Pferd

Vibrissen werden auch Sinushaare oder Pili tactiles genannt und zieren den Kopf der meisten Hunderassen. Vielen Hundehaltern werden diese Haare eher unter Namen wie Tasthaare oder Schnurrhaare geläufig sein. Im Unterschied zum Rest des Hundefells und anderen Körperhaaren sind die Vibrissen nicht nur wesentlich dicker und größer. Sie haben darüber hinaus weitere Merkmale, die sie besonders und äußerst empfindlich machen.

Die Vibrissen beim Hund unterstützen die Riechfunktion des Vierbeiners und helfen ihm, seine Umgebung besser wahrzunehmen.

Manch ein Hund hat Tasthaare unterm Kinn, bei anderen sitzen die feinen Härchen zum Beispiel an der Ober- und Unterlippe, an der Kehle und den Wangen oder am oberen Augenlid.

Im Gegensatz zu den Körperhaaren sind die Follikel, die die Tasthaare umgeben, mit großen Blutkammern durchsetzt. Man nennt diese Kammern kavernöser Sinus oder Ringsinus. Darüber hinaus haben die Schnurrhaare von Hunden eine eigene Muskulatur. Im Gegensatz zu normalen Haaren besteht diese aus glatten Muskeln (Skelettmuskulatur), sodass Ihr Hund sie bewusst bewegen kann.

Tasthaare haben eine besondere Struktur und verfügen über zahlreiche Sinneszellen. Diese ermöglichen es Ihrem Hund, feinste Berührungen wahrzunehmen.

Es ist ganz normal, dass die Tasthaare beim Hund ab und zu ausfallen oder abbrechen. Das ist kein Grund zur Sorge, denn Vibrissen wachsen nach. Der Körper Ihres Hundes sorgt dafür, dass alte Vibrissen im richtigen Augenblick durch neue ersetzt werden. Das Besondere an Tasthaaren ist außerdem, dass sie nicht saisonal ausfallen, sondern in einem individuellen Rhythmus. Sie überleben also den jahreszeitlichen Fellwechsel.

Anders als der Mensch kann der Hund nicht nach Dingen greifen, um sie zu ertasten. Außerdem verdeckt seine große Nase die Sicht auf alles, was darunter liegt. Genau dafür hat die Natur Ihren Hund mit den hilfreichen Vibrissen ausgestattet. Sie haben die wichtige Aufgabe, verschiedene Sinne des Vierbeiners zu unterstützen.

Wie der Name schon vermuten lässt, helfen die Tasthaare Ihrem Hund dabei, verschiedene Strukturen tastend wahrzunehmen. Das ist ziemlich wichtig - denn so kann er in Kombination mit dem Seh- und Geruchssinn zum Beispiel besser beurteilen, ob etwas zum Fressen geeignet ist oder nicht.

Die Tasthaare geben Ihrem Hund außerdem die notwendige Orientierung im Raum, wenn er nichts sehen kann. Dies ist zum Beispiel bei blinden Hunden der Fall, oder wenn Ihr Vierbeiner sich in einem dunklen Raum aufhält.

Alle Tipps und Tricks beim Pferdescheren

Mit dem Wissen über die wichtige Funktion der Vibrissen wird klar, dass sie viel mehr sind als nur eine optische Besonderheit und anders behandelt werden müssen als andere Körperhaare. Die Tasthaare sind Teil eines komplexen Systems zur Sinneswahrnehmung. Entsprechend sollten sie mit besonderer Vorsicht behandelt werden.

Manche Friseure kürzen dabei auch die Vibrissen von Hunden. Da die Tasthaare allerdings zu den sensorischen Apparaten zählen, lautet die Antwort auf die Frage, ob man Vibrissen bei Hunden schneiden oder entfernen kann: nein. Dies würde Ihrem Tier Schaden zufügen. Denn damit wäre seine Sinneswahrnehmung zumindest vorübergehend auf den Kopf gestellt.

Schmerzhaft wäre es für den Hund allerdings, wenn man ihm die Tasthaare ausreißen würde. Denn auch wenn die Haare keine Schmerzsensoren besitzen, befinden sich in der Haarwurzel zahlreiche Schmerzrezeptoren.

Das Tierschutzgesetz wertet das Entfernen von Tasthaaren als vorübergehende Amputation. Es gelten nur wenige Ausnahmen, zu denen zum Beispiel eine medizinische Indikation gehört. Das Entfernen, aber auch das Kürzen von Vibrissen ist damit laut Gesetz tierschutzwidrig. Hundefriseuren und Haltern ist es ganz untersagt, Vibrissen zu verändern. Nur der Tierarzt darf die Tasthaare entfernen oder kürzen, wenn es medizinisch notwendig ist.

Die Verletzung der Vibrissen gilt übrigens nicht nur bei Hunden, sondern auch bei Pferden oder Katzen als tierschutzwidrig.

Deshalb ist es am besten, wenn Sie die Vibrissen Ihres Hundes unangetastet lassen und sie so behutsam wie alle anderen Sinnesorgane der Vierbeiner behandeln.

Generell ist das verboten. die um die augen dürfen auf normale länge gekürzt werden. zu rechtfertigen ist das damit, dass ein hängenbleiben an ausrüstung oder auch im stallbereich für das pferd EXTREM schmerzhaft ist und durch die reaktion des pferdes auf diesen schmerz schwere unfälle passieren können. die haare der nüstern- und maulpartie dürfen hingegen NICHT gekürzt werden. auch wenn sie bei importpferden häufig komplett rasiert werden. pferde mit gekürzten oder rasierten tasthaaren im maul- nüsternbereich und ausrasierten ohren sind in der regel extrem kopfscheu.

auch die überlangen 2 - 3 haare dürfen nich unter das mass der anderen tasthaare gekürzt werden. ich würde sie sogar 3 - 4 cm länger lassen als die andern haare. werden die tasthaare an den augen zu sehr gekürzt, drohen beim fressen oder grasen oder auch nur beim freien herumlaufen des pferdes schwere stich- und stossverletzungen für das auge.

Grundsätzlich nicht erlaubt. Nur unter ärztlicher Anordnung.

Was Pferdeaugen über den Charakter verraten

Pferdeaugen sind nicht nur schön, sondern auch ein Stimmungsbarometer.

Sie verraten uns viel über den Gemüts- und Gesundheitszustand des Pferds. Darum schauen Ausbilder, Züchter, Tierärzte und Verhaltensexperten gerne tief in die Augen, um herauszufinden, wie das Pferd gerade drauf ist.

Einige schließen sogar von Augenformen und Lage der Augen am Kopf auf bestimmte Charaktermerkmale."Wissenschaftlich untersucht hat das allerdings noch keiner", sagt Dr. Ursula Pollmann, Fachtierärztin für Verhaltenskunde aus Freiburg. "Wir können an Pferdeaugen nur positive oder negative Empfindungen ablesen."

Um den Charakter des Pferds zu bestimmen, sind die Augen nur ein kleines Mosaiksteinchen des Gesamtbildes und eine reine Momentaufnahme."Der Charakter setzt sich aus der Summe aller Eigenschaften zusammen", sagt Dr. Pollmann. "Ohne den Rest des Körpers zu sehen und die momentane Situation zu kennen, fällt es schwer, über den aktuellen Gemütszustand eine Aussage zu machen", sagt die Verhaltensexpertin.

Pferdeaugen verraten hinsichtlich ihres Gemütszustands deutlich weniger als Menschenaugen. Beim Menschen signalisieren die Augen mehr als sechs verschiedene Gemütszustände. Bei Pferden lässt sich das auf nur wenige Empfindungen reduzieren.

"Ist das Auge glänzend, der Blick aufmerksam, nach außen gerichtet, und auf einen bestimmten Punkt fixiert, geht es dem Pferd normalerweise gut", sagt Dr. Pollmann. Es ist an seiner Außenwelt interessiert und reagiert neugierig.

Wirken die Augen dagegen ausdruckslos, stumpf und nach innen gekehrt, ist das Pferd vielleicht krank oder hat gerade Schmerzen. Allerdings haben dösende Pferde auch einen ausdruckslosen, nach innen gekehrten Augenausdruck, ohne dass es ihnen schlecht geht. Sie wirken dann einfach abwesend, und ihre Augenlider stehen meistens auf Halbmast.

Erregte Pferde reißen die Augen weit auf. Dann blitzt auch das Weiß der Lederhaut (Sklera) hervor. Dieser Zustand hat zu dem Mythos geführt, man solle die Finger von Pferden lassen, bei denen das Weiß im Auge zu sehen sei. Sie wären unberechenbar. Vielmehr reißen Pferde meistens aus Angst die Augen soweit auf und können dadurch unberechenbar werden.

Pferde haben so unterschiedliche Augenfarben wie Fellfarben. Je nach Lichteinfall scheinen sie schwarz bis dunkelbraun oder sogar blau oder grün. Am häufigsten haben Pferde schwarze bis dunkelbraune Augen.

Haarausfall bei Kindern und Jugendlichen

Haare zu verlieren ist völlig normal. Erst wenn über einen längeren Zeitraum täglich mehr als 100 Haare ausfallen, spricht man von krankhaftem Haarverlust.

Ein Haarverlust kann für Kinder extrem schlimm sein. Sie fühlen sich nicht mehr hübsch und können an Selbstbewusstsein verlieren. Die Reaktionen des Umfelds können die Situation weiter verschlimmern.

Sind Kinder oder Jugendliche von Haarausfall betroffen, ist es ratsam, zeitnah ärztliche Hilfe in Anspruch zu nehmen. Von Selbstversuchen sollte Abstand genommen werden, da vor der richtigen Behandlung die zugrunde liegende Ursache gefunden werden muss.

Wenn Sie feststellen, dass Ihr Kind unter Haarausfall leidet, ist das sicherlich beunruhigend. Es gibt jedoch viele Ursachen für Haarausfall bei Kindern und Jugendlichen, von denen viele harmlos und leicht zu behandeln sind.

Ursachen für Haarausfall bei Kindern und Jugendlichen

  • Alopecia areata: Von der Alopecia areata oder kreisrundem Haarausfall sind in Deutschland über 1,5 Millionen Menschen betroffen, darunter fast ein Drittel Kinder. Kreisrunder Haarausfall bei Kindern kommt bei etwa 1 von 1000 jungen Menschen vor. Es entstehen kreisförmige oder ovale komplett kahle Stellen am Kopf. Diese Areale können von der Mitte aus immer größer werden. Die Kopfhaut kann dabei kurz vor dem Haarausfall oder während dem Haarausfall jucken oder brennen.
  • Artifizielle Alopezien: Unter artifiziellen Alopezien versteht man einen selbst herbeigeführten Haarverlust. Es handelt sich dabei weniger um ein Problem der Haare selbst als um ein psychologisches Krankheitsbild. Das Bekannteste davon ist die Trichotillomanie. Dabei reißen sich die Kinder zwanghaft ihre eigenen Haare aus. Es entstehen unscharf begrenzte lichte Stellen. Bei der Trichotemnomanie schneiden die Kinder oder Jugendlichen selbst mit einer Schere einzelne Haarsträhnen ab.
  • Infektiöse Erkrankungen der Kopfhaut: Zusätzlich kommen bei Kindern infektiöse Erkrankungen der Kopfhaut besonders häufig vor. Insbesondere Pilzerkrankungen wie die Tinea capitis oder Ringelflechte sind verbreitet. Dabei entstehen trockene, gerötete, schuppige Hautveränderungen, die wie eine Entzündung aussehen können.
  • Traktionsalopezie: Bei der Traktionsalopezie entsteht ein Haarverlust durch regelmäßige feste Frisuren, die an den Haaren ziehen. Auch Dreadlocks, das Tragen von Haarextensions, Wimpernextensions oder zu fest sitzende Haargummis können die Ursache für den Haarverlust sein. Die lichten Stellen entstehen dabei vor allem an den Haarrändern, insbesondere an der Stirn und an den Schläfen.
  • Genetischer Haarausfall: Sog. genetischer Haarausfall wird von den Eltern auf die Kinder vererbt, von der Mutter auf die Tochter und vom Vater auf den Sohn. Nicht selten tritt der genetische Haarausfall bereits in der Pubertät auf. Bei Mädchen kommt es zu einer Ausdünnung im Mittelscheitel-Bereich und bei Jungen zu einer leichten Ausdünnung am Oberkopf, mit Bildung von Geheimratsecken.
  • Nährstoff- oder Vitaminmangel: Sehr häufig führen auch Nährstoff- oder Vitaminmangel zu einem Haarausfall. Die Ursache kann in einer Bulimie, Magersucht oder in einer einseitigen Ernährung liegen. Bei einer einseitigen oder unzureichenden Ernährung fehlen dem Körper wichtige Nährstoffe. Insbesondere zu wenig Eisen oder Zink im Körper können das Haarwachstum beeinträchtigen und für Haarausfall bei Kindern sorgen.
  • Hormonschwankungen und Wachstumsschübe: Während der Pubertät macht der Körper viele Veränderungen durch, darunter Hormonschwankungen und Wachstumsschübe, die sich auch auf den Haarzyklus auswirken können.
  • Erkrankungen: Einige medizinische Bedingungen wie Schilddrüsenerkrankungen oder Alopecia areata können Haarausfall verursachen. Auch Pilzerkrankungen wie Tinea capitis können das Haarwachstum stören und zu Haarausfall führen.
  • Psychologische Ursachen: Starker Stress, Psychische Störungen wie Depressionen, Angstzustände und Zwangsstörungen können sich ebenfalls das Haarwachstum auswirken. Diese Umstände können auch dazu führen, dass sich das Kind selbst die Haare ausreißt.

Diagnose und Behandlung

Wenn ein Kind unter Haarausfall leidet, sollte zur Diagnose und Behandlung ein Arzt aufgesucht werden. Der Arzt kann eine körperliche Untersuchung durchführen und Fragen zu den Symptomen, der Krankengeschichte, der Ernährung, dem Lebensstil und der Familiengeschichte stellen.

Mögliche Untersuchungen:

  • Blutuntersuchungen
  • Allergietest: Ein Allergietest kann durchgeführt werden, um allergische Reaktionen auf Haarpflegeprodukte oder andere Substanzen auszuschließen.

In den allermeisten Fällen wachsen die Haare bei Kindern wieder nach, wenn die Ursache des Haarausfalls behandelt wird. Wenn es zu einer Narbenbildung oder dauerhafte Schädigung der Haarfollikel kommt, können dort keine Haare mehr ausgebildet werden.

Es ist zudem wichtig, dass Eltern ihr Kind in dieser schwierigen Phase unterstützen, indem sie ihm helfen, gesunde Gewohnheiten beizubehalten, ihm Mut zusprechen und das Selbstbewusstsein stärken.

Häufigkeit von Haarausfallursachen bei Kindern:

Ursache Häufigkeit
Alopecia areata ca. 1 von 1000 Kindern
Pilzerkrankungen häufig
Nährstoffmangel sehr häufig

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