Die Augen einer Katze haben etwas Geheimnisvolles, Mystisches. Wenn ein Schleier aus Tränen den klaren Katzenblick trübt oder Flüssigkeit aus dem inneren Augenwinkel eines oder gar beider Augen läuft, sollte nach der Ursache geforscht werden. Zwar ist der etwas zähflüssige Tränenfilm wichtig für den Schutz der Augen und die scharfe Sicht, eine übermäßige Produktion oder eine Veränderung des eigentlich klaren Sekrets deutet aber auf krankhafte Veränderungen hin.
Katzen haben Wimpern. Allerdings sind diese auf den ersten Blick nicht immer gleich erkennbar. Die Wimpern von Katzen übernehmen die gleiche Funktion wie bei anderen Säugetieren. Die Härchen sollen das Katzenauge vor Schmutz, Staub oder Wasser schützen und verhindern, dass dieses gereizt wird.
Es ist ein Bild des Jammers: Die sonst so großen, ausdrucksvollen Augen sind gerötet und zugeschwollen, eine klebrige Flüssigkeit läuft in kleinen Rinnsalen heraus. Hinter den Symptomen bei der Katze kann eine Bindehautentzündung stecken, eine der häufigsten Katzenkrankheiten. Du hast es vielleicht schon selbst einmal durchlitten: Eine Bindehautentzündung, medizinisch Konjunktivitis, kann ziemlich quälend und lästig sein.
Verklebte Wimpern und brennende, juckende Augen, aus denen eine wässrige oder eitrige Flüssigkeit rinnt, machen dem Betroffenen arg zu schaffen. Katzen geht’s da nicht anders!
Die Übeltäter, die eine Bindehautentzündung bei Katzen verursachen, sind meist Viren oder Bakterien. Vor allem bei jungen Katzen kann die Bindehautentzündung aus einer Infektion mit Katzenschnupfen resultieren. Die betroffenen Tiere zeigen dann neben entzündeten Augen oft noch weitere Symptome wie Fieber, Abgeschlagenheit und Niesen. Die Übertragung erfolgt über feinste Tröpfchen. Falls noch andere Katzen in Deinem Haushalt leben, trenne diese so lange von dem kranken Artgenossen, bis er wieder genesen ist.
In sehr seltenen Fällen steckt hinter einer infektiösen Bindehautentzündung bei Katzen auch ein Befall mit Parasiten oder Pilzen.
Mechanische Verletzungen, vor allem durch Raufereien mit Artgenossen, kommen ebenfalls als Auslöser der Bindehautentzündung infrage. In diesen Fällen ist sie nicht ansteckend. Das gilt auch für eine Fremdkörpereinwirkung, etwa durch Pflanzenteile oder Staubpartikel, die eine Bindehautentzündung zur Folge hat. Größtenteils ist dann nur ein Auge betroffen. Zu guter Letzt sind auch unsere Katzen nicht vor Allergien gefeit. So kann es sein, dass Deine Katze beispielsweise überempfindlich auf Pollen oder andere Allergene reagiert.
Eine harmlose Reizung mit eher milden Symptomen geht oft nach wenigen Tagen von allein wieder vorüber. Sind die Augen, oder manchmal auch nur ein einzelnes, jedoch stark gerötet und zugeschwollen, tränen sie unentwegt und der Augapfel ist kaum noch zu sehen, solltest Du Dich mit dem tierischen Patienten zeitnah auf den Weg zum Tierarzt machen. Der Grund: Als Laie kannst Du nur mutmaßen, was eine Bindehautentzündung bei Deiner Katze verursacht hat. Mit seiner Fachkenntnis und durch spezielle Untersuchungen ist es dem Tiermediziner hingegen möglich, eine präzise Diagnose zu stellen und eine gezielte Behandlung zu empfehlen. Im Zweifelsfall sollte er daher immer die erste Anlaufstelle sein.
Abhängig von der Diagnose stehen unterschiedliche Therapien zur Heilung der Bindehautentzündung zur Verfügung. Bei bakteriellen Infektionen verordnet der Tierarzt antibiotische Augentropfen oder -salben. Diese musst Du nach tierärztlicher Anweisung mehrmals täglich verabreichen. Zur Bekämpfung von viralen Infektionen kommen dagegen entsprechend virostatische Medikamente zum Einsatz.
Ist ein Fremdkörper schuld an der Entzündung, entfernt der Tierarzt diesen sorgsam. Unter Umständen auch unter Narkose. Im Anschluss folgt noch für einige Tage die Behandlung der Augen mit entzündungshemmenden und regenerierenden Salben.
Die folgende Tabelle zeigt beispielhafte Kosten für Augenbehandlungen bei Katzen, basierend auf der Gebührenordnung für Tierärzte (GOT):
| Tierarztleistungen | 1-facher GOT-Satz | 2-facher GOT-Satz | 3-facher GOT-Satz | 4-facher GOT-Satz |
|---|---|---|---|---|
| Augenuntersuchung, neurologisch | 28,56 € | 57,12 € | 85,68 € | 114,24 € |
| Elektroretinogramm (ERG), je Auge | 108,99 € | 217,98 € | 326,97 € | 435,96 € |
| sonstige elektrophysiologische Untersuchungen am Auge, je Auge | 232,10 € | 464,20 € | 696,30 € | 928,40 € |
| Linsenverlagerung, chirurgische Behandlung | 281,14 € | 562,28 € | 843,42 € | 1.124,56 € |
| Injektion in den Glaskörper, je Auge | 34,82 € | 69,64 € | 104,46 € | 139,28 € |
GOT = Gebührenordnung für Tierärzte. Welcher Satz verlangt wird, liegt im Ermessen des Tierarztes und ist u.a. abhängig davon, wie kompliziert eine Behandlung ist und ob sie zu den üblichen Geschäftszeiten erfolgt.
Wenn sich die Beschwerden nicht innerhalb weniger Tage bessern oder gar verschlimmern, zögere nicht lange, sondern suche besser rasch den Tierarzt auf. Verfügst Du über eine Katzenkrankenversicherung (ab 9,80 € im Monat), stehen einem schnellen Tierarztbesuch keine finanziellen Bedenken im Wege. Die Kosten für die Untersuchung und Behandlung sind bereits über die Versicherung abgedeckt. Du kannst Dich also ganz der Genesung Deiner Katze widmen.
Die Prognose, also die Heilungschancen einer Bindehautentzündung bei Katzen hängt von mehreren Faktoren ab. Wichtig ist, was sie verursacht hat. Ebenfalls ausschlaggebend ist, wie schnell die Behandlung erfolgt ist. Ein frühzeitiger Besuch beim Tierarzt minimiert in jedem Fall das Risiko, dass sich die Entzündung der Bindehaut auf andere Teile des Auges ausbreiten, diese schädigen und im schlimmsten Fall zur Erblindung der Katze führen kann. Eine rechtzeitige Diagnose und die sorgfältige Behandlung der Bindehautentzündung können auch deren Dauer positiv beeinflussen.
Bei einer nur sehr schwachen Bindehautreizung kannst Du versuchen, die Augen Deiner Katze mit einem sauberen, in lauwarmes Wasser getränkten Tuch sanft zu reinigen. So linderst Du den Juckreiz ein wenig und verschaffst Deinem Liebling Erleichterung. Aber bitte Finger weg von Kamillentee oder anderen Arzneimitteltees! Die im Tee enthaltenen Partikel könnten beim Spülen der Augen eher zu zusätzlichen Reizungen führen.
Als weitere Möglichkeit kannst Du Deiner Katze homöopathische, frei verkäufliche Augentropfen (Wirkstoff Euphrasia/Echter Augentrost) verabreichen. Bei harmlosen Entzündungen mit klarem, flüssigem Augensekret können diese durchaus die erwünschte Wirkung erzielen. Anders ist es, wenn die Tränenflüssigkeit eine zähe, schleimige Konsistenz hat und dunkler als sonst ist. Hier lautet die Empfehlung: Schnell mit der Katze zum Tierarzt!
Du kannst eine Bindehautentzündung bei Deiner Katze nicht vollständig vermeiden. Das Eindringen von Fremdkörpern oder mechanische Verletzungen etwa kannst Du nur schwer verhindern. Mit einer regelmäßigen Impfung gegen das Feline Herpesvirus und andere Erreger des Katzenschnupfens kannst Du Deinen Liebling aber zumindest vor manchen Viren, die unter anderem eine Bindehautentzündung auslösen können, schützen.
Auch deshalb gilt: Ein regelmäßiger Check beim Tierarzt ist wichtig für Deine Katze, und bestimmt nicht für die Katz‘! Eine Katzenkrankenversicherung übernimmt die Kosten hierfür.
Wenn bei der Katze Augenausfluss beobachtet wird, kann es dafür viele unterschiedliche Gründe geben. Der Krankheitsverlauf bei tränenden Augen der Katze hängt ebenfalls von der vorliegenden Grunderkrankung ab. Sehr wichtig ist es aber, dass die vom Tierarzt verschriebenen Medikamente regelmäßig und nach genauer Anleitung von Dir verabreicht werden. Das ist bei Katzen nicht immer einfach, denn das Einbringen von Augentropfen oder -salbe lässt sich nicht jede Katze ohne Widerstand gefallen. Am besten geht das, wenn man zu Zweit ist. Einer kann die Katze halten, der Andere bringt das Medikament in das Auge ein.
Bei einer gesunden Katze ist das Auge klar und das Fell rundherum sauber und trocken. Wenn Deine Katze häufig blinzelt, sich mit den Pfoten über die Augen reibt, die Augenlider gerötet oder geschwollen sind und/oder das Fell rund um die Augen, vielleicht sogar die Augenlider nass oder verklebt sind, solltest Du das vom Tierarzt untersuchen lassen.
Der Tierarzt wird je nach Vorbericht und erkennbaren Symptomen weitere Untersuchungen an der Katze durchführen, um den Grund für den vermehrten Augenausfluss zu finden. Dazu werden verschiedene Methoden und Geräte eingesetzt, mit denen zum Beispiel Hornhautverletzungen sichtbar gemacht oder ein erhöhter Augeninnendruck gemessen werden können. Auch Abstriche für einen gezielten Erregernachweis helfen bei der Auswahl der richtigen Medikamente.
Entzündliche Prozesse am Auge werden größtenteils mit speziellen Augentropfen oder Augensalben behandelt, die gezielt die nachgewiesenen Erreger bekämpfen. Ist der Tränen-Nasen-Kanal verstopft, kann durch das Einbringen einer Flüssigkeit über eine spezielle Kanüle der Gang wieder frei gespült werden. Mechanische Ursachen wie ein eingerolltes Augenlid (Entropium) oder Verletzungen der Augenlider können meist nur durch eine Operation behoben werden.
Augenerkrankungen bei der Katze kannst Du als Tierhalter nur schwer vorbeugen, da es so viele verschiedene Ursachen dafür gibt. Natürlich solltest Du verhindern, dass Dein Tier starker Zugluft oder gar chemischen oder mechanischen Reizen ausgesetzt ist. Wenn Deine Katze zu einer kurznasigen Rasse gehört und durch diese genetische Disposition ständig unter vermehrtem Tränenfluss leidet, solltest Du regelmäßig die Augenlider und die direkte Umgebung des Auges vorsichtig mit einem sauberen, in warmem Wasser angefeuchteten Tuch reinigen.
Wenn Du bei Deinem Stubentiger Anzeichen erkennst, die auf ein Augenproblem hinweisen, solltest Du nicht lange zögern und das Tier zur genauen Untersuchung einem Tierarzt vorstellen. Augenerkrankungen sind nicht nur unangenehm, sondern können, beispielsweise bei einer Hornhautverletzung oder Glaukom, auch extrem schmerzhaft ein. Mit den richtigen Medikamenten kann in vielen Fällen eine schnelle Linderung erzielt werden. Mit der Verwendung von Hausmittelchen solltest Du bei Augenproblemen aber vorsichtig sein, solange nicht die eigentliche Ursache gefunden wurde.
Hunde und Katzen haben im Gegensatz zum Menschen keine Wimpern. Aus dem Lidrand wachsende Haare nennt man Distichien und haben oft Kontakt zur Hornhautoberfläche. Sie können dort zu Verletzungen führen. Im Lidrand befinden sich kleine TalgproduzierendeDrüsen (Meibomschedrüsen). Aus diesen Drüsen können einzelne oder auch im Büschel Haare, sog. Disitichien, wachsen.
Als Ektropium bezeichnet man ein nach Außen gerolltes Augenlid. Vor allem relevant am Unterlid und bei unseren Hunden häufig infolge eines Zuchtziels das einen Große Lidspalte zum Ziel hat. Ein Entropium ist ein nach innen eingerolltes Augenlid. Dies kann sowohl das Ober- als auch das Unterlid betreffen, wobei ein Unterlidentropium häufiger vorkommt.
Die falsch wachsenden Wimpern können mit Geschick mit einer Wimpernpinzette unter lokaler Betäubung gezupft werden. Damit wird der Reiz auf die Hornhaut sofort weggenommen und die Entzündung kann abheilen. Wenn Sekret das Auge verkleben sollte, dann können Sie dies zuhause mit abgekochtem erkaltetem Wasser abwaschen und dann erst die frische Salbe auftragen.
Die Tasthaare (Vibrissen) von Hauskatzen sind aus Zellen und Geweben zusammengesetzte Teile des Körpers, die eine Einheit mit bestimmten Funktionen bilden. Die Tasthaare haben eine Sinnesfunktion und sind speziell als Sinnes- und Tastorgan zu werten. Jedes der steifen, langen Tasthaare besitzt einen eigenen, sensibel innervierten spezialisierten Haarfollikel. Neben den Tasthaaren im Gesicht verfügen Katzen über karpale Tasthaare. Die Vibrissen unterstützen Katzen in der Wahrnehmung ihrer Umgebung und ihrer eigenen Körperposition und sind essentiell für die Orientierung der Katzen.
Sie liefern Informationen über die Position des Körpers und informieren über die kleinsten Luftwirbel, die von den Gegenständen zurückgeworfen werden, oder über schwache Luftströme, die beim Aufprall auf ein Hindernis entstehen. Die Vibrissen im Gesicht üben eine Schutzfunktion, insbesondere der Augen, aus. Dort funktionieren sie wie Wimpern. Die Vibrissen im Gesicht sind mit intrinsischer Muskulatur ausgestattet, mit denen die Katzen die Tasthaare bewegen können. Das erlaubt ihnen, den Raum und die Oberflächen um sie herum genau und kontrolliert zu erfassen, auch bei wenig Licht. Insbesondere in dem finalen Stadium des Beutefangs, wenn das Beutetier im Mund gehalten wird, bewegen Katzen die Vibrissen. Die nach vorne gerichteten Vibrissen umarmen die Beute fast.
Fehlende oder veränderte Vibrissen können zu Verletzungen und Einschränkungen des arttypischen Verhaltens führen. Fehlende Möglichkeit bei Schmerzen das sogenannte Schmerzgesicht vollständig auszudrücken. Die Stellung der Vibrissen spielt bei der Katze neben anderen Beurteilungskriterien (z.B. Das autosomal rezessiv vererbte Syndrom ist durch angeborene Hypotrichose und eine kurze Lebenserwartung gekennzeichnet. Betroffenen Tieren fehlt der Thymus, die Schweißdrüsen sind hypoplastisch.
Den Lymphknoten und dem lymphatischen Gewebe in Milz und Darm fehlen die T-Zell vermittelten Lymphozyten. Es entwickelt sich ein dünnes, verkürztes und brüchiges Fell mit veränderten oder fehlenden Vibrissen. Die Haut ist faltig und sieht fettig aus. Betroffene Katzen leiden unter Schmerzen, Leiden und Schäden. Die Infektionen durch das fehlende Immunsystem können das Wohlbefinden der Tiere erheblich beeinträchtigen.
Entscheidungen über Zucht- oder Ausstellungsverbot sollten im Zusammenhang mit der Belastungskategorie (BK) getroffen werden. Ausschlaggebend für ein Zuchtverbot kann je nach Ausprägung und Befund sowohl der schwerste, d.h. das Tier am meisten beeinträchtigende Befund, und dessen Einordnung in eine der Belastungskategorien (BK) sein, oder auch die Zusammenhangsbeurteilung, wenn viele einzelne zuchtbedingte Defekte vorliegen.
Ausstellungsverbot mindestens für alle Tiere mit sichtbaren Defektmerkmalen, insbesondere mit fehlenden oder funktionsbeeinträchtigten Vibrissen. Bei dem Tier besteht aufgrund der sichtbaren Veränderung der begründete Verdacht einer Qualzucht gem. §11b TierSchG, deshalb wird die Vorstellung des Tieres zur Bewertung und Ausstellung untersagt (ggf. Maßnahmen der zuständigen Behörde müssen erkennbar geeignet sein, auch in die Zukunft wirkend Schaden von dem betroffenen Tier und/oder deren Nachzucht abzuwenden.
Gem. erblich bedingt Körperteile oder Organe für den artgemäßen Gebrauch fehlen oder untauglich oder umgestaltet sind und hierdurch Schmerzen, Leiden oder Schäden auftreten (§ 11b Abs. 1 Nr. 1 TierSchG), mit Leiden verbundene erblich bedingte Verhaltensstörungen auftreten (§ 11b Abs. 1 Nr. 2 TierSchG), jeder artgemäße Kontakt mit Artgenossen bei ihnen selbst oder einem Artgenossen zu Schmerzen oder vermeidbaren Leiden oder Schäden führt (§11b Abs. 1 Nr. 3 TierSchG) oder die Haltung nur unter Schmerzen oder vermeidbaren Leiden möglich ist oder zu Schäden führt (§ 11b Abs. 1 Nr. 4 TierSchG), erfüllt den Tatbestand der Qualzucht.
Die Zucht mit Katzen, die unter folgenden Defektmerkmalen und den damit verbundenen Problemen leiden oder dafür genetisch prädisponiert sind, ist als Qualzucht zu qualifizieren, wenn z.B. Der Leitfaden „Qualzuchtmerkmale bei unseren Haustieren“ der niederösterreichischen Landesregierung führt dazu aus: „Katzen mit vollständiger oder partieller Haarlosigkeit oder mit gekräuselten Körperhaaren besitzen keine funktionsfähigen Vibrissen. Tasthaare sind aber ein wesentliches Sinnesorgan für die Katze. Sie haben v.a. im Dunkeln eine Bedeutung zur Orientierung, aber auch zum Fangen und Abtasten der Beute und anderer Gegenstände sowie zur sozialen Kontaktaufnahme.
Bei den drei oben genannten Begriffen wachsen bzw. entspringen Wimpern bzw. Haare, die ums Auge wachsen, unphysiologisch und irritieren in der Folge das Auge. Per Definition handelt es sich bei der Distichiasis um zusätzliche wimpernartige Haare (Distichien), die aus den Talgdrüsen des Augenlids (den Meibomschen Drüsen) entspringen und meist in Richtung des Auges wachsen. Ektopische Zilien sind eine Variation der Distichiasis. Dies sind sogenannte versprengte Wimpern, die ebenfalls aus den Meibomschen Drüsen entspringen und durch die Bindehaut Richtung Auge wachsen. Bei der Trichiasis handelt es sich um Wimpern oder Haare im Bereich der Augen, die zwar einen physiologischen Ursprung aufweisen, jedoch im Verlauf Richtung Auge wachsen.
Meistens treten diese sogenannten Wimpernanomalien bei Hunden auf, können jedoch selten auch Katzen betreffen. Häufig betroffene Hunderassen sind z.B.: Cocker Spaniel, Boxer, Collie, Pekinese, Mops, Shi Tzu, Sheltie und Tibet Terrier. Bei Katzen können alle Rassen betroffen sein, häufig zu finden ist die kopfformbedingte Trichiasis bei Persern und anderen brachyzephalen (kurzköpfigen) Rassen.
Alle drei Krankheitsbilder haben gemeinsam, dass die Haare zu Irritationen am Auge und zu Verletzungen der Hornhaut führen können. Sie können ein Auge oder beide Augen betreffen und kommen sowohl am Ober- als auch am Unterlid vor, wobei das Oberlid öfter betroffen ist.
Wichtig ist, dass das Auge Ihres Tieres gründlich untersucht wird. Oftmals sieht man diese Haare nur mit Vergrößerung. Bei sehr wehrhaften Tieren ist sogar eine Sedation nötig. Werden die Haare, die das Auge irritieren nicht adäquat entfernt, so wird Ihr Tier immer wieder Probleme mit den Augen haben. Mittlerweile gibt es viele verschiedene Methoden, wie diese Haare dauerhaft entfernt werden können. Die Wahl der Methode hängt einerseits von der Art der Anomalie sowie der Lokalisation ab. Grundsätzlich ist zu sagen, dass die Prognose bei korrekter Diagnose und adäquater Therapie als sehr gut anzusehen ist.
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