Viele Frauen wünschen sich volleres Haar. Die Gründe dafür, das eigene Haarwachstum anregen zu wollen, sind vielfältig: Einige leiden unter Haarausfall, während andere ihr Selbstwertgefühl verbessern möchten. Hier erfahren Sie, welche Möglichkeiten es gibt, das Haarwachstum zu fördern.
Der sichtbare Teil des Haares ist der Haarschaft, der in den Haarfollikel eingebettet ist. Im Haarfollikel befinden sich Haarwurzel, -zwiebel und -papille. Die Haarpapille ist ein gut durchbluteter Knoten, der entscheidend am Haarwachstum beteiligt ist.
An der Grenze zwischen Haarzwiebel und -papille werden ständig neue Haarzellen produziert. Diese Zellen verkleben und verhornen, wodurch ein Hornstrang entsteht, der das gesamte Haar bildet. Unsere Haare wachsen, weil sich ständig Zellen an das Haar ankleben und verhornen, wodurch sie aus der Kopfhaut geschoben werden. Im Durchschnitt wachsen Haare monatlich etwa einen Zentimeter.
Das Wachstum der Haarwurzeln kann gefördert werden, indem eine optimale Versorgung mit Nährstoffen und körpereigenen Wachstumsfaktoren sichergestellt wird.
Die Wachstumsphase (Anagenphase) ist nur eine von drei Phasen im Haarzyklus. Nach der Anagenphase folgt die Übergangsphase (Katagenphase), in der sich die Wurzel von der Papille ablöst. Anschließend kommt die Ruhephase (Telogenphase), an deren Ende die Haare ausfallen. Danach beginnt der Kreislauf von vorne, indem sich im "leeren" Haarfollikel wieder neue Zellen vermehren.
Zu einem übermäßigen Haarausfall kommt es, wenn bereits während der Wachstumsphase eine Schädigung der Haarwurzeln stattfindet oder viele Haare gleichzeitig in die Ruhephase übergehen. Wenn keine neuen Haare mehr nachwachsen, bilden sich nach und nach kahle Stellen.
Wenn Ihre Haare nicht mehr wachsen, kann dies unterschiedliche Ursachen haben:
Hormonelle Veränderungen haben unmittelbare Auswirkungen auf die Haare. Bei Frauen tritt Haarausfall gehäuft während der Pubertät, nach der Schwangerschaft und in den Wechseljahren auf. Während der Schwangerschaft steigt der Spiegel des Hormons Östrogen im Körper an, wodurch das Haarwachstum angeregt wird. Doch auch die Stillzeit kann mit Haarausfall einhergehen, da das Hormon Prolactin die Wachstumsphase der Haare verkürzt.
Im Klimakterium verändert sich die hormonelle Zusammensetzung im weiblichen Körper grundlegend.
Eine Unterversorgung mit bestimmten Nährstoffen könnte ein Grund dafür sein, wenn die Haare nicht wachsen oder vermehrt ausfallen. Insbesondere ein Eisenmangel kann Haarausfall verursachen oder das Wachstum des Kopfhaars verlangsamen. Aber auch bestimmte Eiweiße, Aminosäuren, Vitamine - allen voran Vitamine der B-Gruppe (Vitamin B6 und B12) - und auch Biotin sowie Spurenelemente wie Zink sind wichtige Bauteile für das Haarwachstum.
Ein Vitaminmangel oder eine Unterversorgung mit anderen essenziellen Mineral- und Nährstoffen kann die Haarbildung beeinträchtigen. Dies zeigt sich beispielsweise durch ein verlangsamtes Wachstum der Haare und eine geschwächte Haarstruktur, was möglicherweise zu brüchigem Haar sowie Haarausfall führt.
Zu den wichtigsten Nährstoffen für das Haarwachstum zählen:
Ruhe- und Entspannungsphasen sind wichtig. Bei zu wenig Schlaf oder zu viel Stress produziert der Körper Botenstoffe, die das Entzündungsrisiko an den Haarfollikeln erhöhen können. In der Folge sterben vermehrt Zellen ab, was die Wachstumsphase der Haare unterbricht - die Haare wachsen nicht oder es kommt zu verfrühtem Haarausfall.
Es gibt verschiedene Möglichkeiten, das Haarwachstum anzuregen und die Haargesundheit zu fördern.
Eine ausgewogene Ernährung mit den richtigen Nährstoffen kann das Haarwachstum fördern. Hier sind einige wichtige Nährstoffe und Lebensmittel, die dazu beitragen können:
Tatsächlich können Sie über die Ernährung Mikronährstoffe aufnehmen, die das Wachstum Ihrer Haare ankurbeln. Biotin, auch Vitamin B7 oder Schönheitsvitamin genannt, wird für den Aufbau von Keratin benötigt, dem Grundbaustein der Haare. Zink ist ebenfalls an der Kollagenproduktion beteiligt und übernimmt wichtige Funktionen im Zellwachstum.
Eine gute Versorgung mit wertvollen Mikronährstoffen ist wichtig, um das Haarwachstum zu fördern.
| Nährstoff | Lebensmittel | Wirkung |
|---|---|---|
| Biotin (Vitamin B7) | Leber, Sonnenblumenkerne, Nüsse, Eier, Sojabohnen, Pilze, Haferflocken | Aufbau von Keratin, mehr Haardichte |
| Zink | Rindfleisch, Schweinefleisch, Eier, Milch, Käse, Cashewnüsse, Pekannüsse, Weizenkeime, Roggenkeime | Kollagenproduktion, Zellwachstum, Wundheilung |
| Eisen | Grünes Blattgemüse, Hülsenfrüchte, rotes Fleisch | Wichtig für den Sauerstofftransport zu den Haarwurzeln |
| Vitamin A | Süßkartoffeln, Karotten, Spinat | Produktion von Talg für gesunde Kopfhaut |
| Proteine | Eier, Fisch, Hülsenfrüchte, Nüsse | Bausteine für das Haarwachstum |
| Vitamin B5 (Panthothensäure) | Avocado, Brokkoli, Pilze | Stärkung der Haarstruktur |
| L-Cystin | Fleisch, Fisch, Eier, Milchprodukte | Bestandteil von Keratin, fördert die Haarelastizität |
| Kupfer | Nüsse, Samen, Vollkornprodukte | Wichtig für die Pigmentierung der Haare |
| Vitamin B9 (Folsäure) | Grünes Blattgemüse, Hülsenfrüchte, Zitrusfrüchte | Zellwachstum und -teilung |
Eine gut durchblutete Kopfhaut kann das Haarwachstum fördern. Gezielt können Sie dafür Folgendes tun:
Regelmäßige kreisende Bewegungen mit den Fingerkuppen sorgen dafür, dass der Kopf besser durchblutet wird. Der ausgeübte Druck darf sanft, aber dennoch stimulierend sein. Alternativ erzielt auch Bürsten einen massierenden Effekt.
Bei Frisuren wie beispielsweise einem straffen Zopf oder Dutt liegen die Haare größtenteils entgegengesetzt zu ihrer natürlichen Wuchsrichtung. Zudem verringert die Spannung die Durchblutung der Kopfhaut. Verzichten Sie also lieber darauf, die Haare zu stark zusammenzubinden.
Die Maßnahmen sollen es den Haarfollikeln ermöglichen, die Mikronährstoffe, die über das Blut dorthin gelangen, besser aufzunehmen. Zudem können die Haarwurzeln besser mit Sauerstoff versorgt werden.
Eine regelmäßige Massage der Kopfhaut kann die Durchblutung anregen und so das Haarwachstum fördern. Außerdem kann eine Massage Verspannungen lösen und für Entspannung sorgen, was sich ebenfalls positiv auf die Haargesundheit auswirken kann. Die Massage kann mit den Fingerspitzen oder mit speziellen Kopfhautmassagegeräten durchgeführt werden.
Es gibt auch verschiedene Öle, die auf die Kopfhaut aufgetragen werden und dort das Haarwachstum anregen können - wie beispielsweise Rosmarinöl.
Haarpflege ist das A und O, wenn es darum geht, die Gesundheit der Haare aufrechtzuerhalten und das Haarwachstum anzuregen. Insbesondere nach der Anwendung von Färbemitteln braucht Ihr Kopf intensive Pflege. Verwenden Sie milde Shampoos ohne chemische Zusätze und wählen Sie ein Shampoo, das zu Ihrem Haartyp passt.
Besonders die Haarspitzen sollten Sie pflegen, denn diese sind - besonders bei langem Haar - bereits jahrelangen Belastungen wie Färben, Hitzestyling und UV-Strahlen ausgesetzt. Wenn sie splissig und brüchig werden, können sie leicht abbrechen. Verwenden Sie daher regelmäßig Conditioner, verwöhnen Sie Ihre Haare mit einer Haarmaske und verteilen Sie am besten täglich vor dem Schlafengehen ein wenig Haaröl in den Längen.
Sowohl zu starke Hitze beim Föhnen als auch regelmäßiges Trocknen an der Luft sind nicht gut für Ihre Mähne. Durch zu große Hitze wird das Haar auf Dauer brüchig, weil sich die Schuppenschicht, die jedes einzelne Haar umgibt und schützt, immer wieder öffnet. Daher verwenden Sie beim Föhnen oder anderem Hitzestyling unbedingt einen pflegenden Hitzeschutz. Föhnen Sie Ihre Haare also lieber bei niedriger Temperatur trocken und verwöhnen Sie es zeitgleich mit einem Haaröl oder einem feuchtigkeitsspendenden Spray. So bleibt Haare föhnen eine schonende Angelegenheit.
Damit die Haare unbeschädigt erhalten bleiben und neue gesunde Haare (nach-)wachsen, ist beim Föhnen, Glätten und Co. Vorsicht geboten. Genauso sollten Sie aufpassen, wenn Sie sich im Sommer draußen aufhalten. Folgende Ratschläge helfen Ihnen bei der Vorbeugung von Hitzeschäden:
Bei hormonell bedingtem Haarausfall hat die Schulmedizin meist nur Hormontherapien zu bieten. Doch immer mehr Frauen besinnen sich auf alte Heilmittel und wagen den Blick über den kulturellen Tellerrand. Zu den wichtigsten Hormonpflanzen zählen Yamswurzel, Mönchspfeffer, Bockshornklee, Nachtkerze, Schafgarbe, Frauenmantel, Rotklee, Passionsblume, Hopfen und Traubensilberkerze.
Es gibt je nach Befund Medikamente, die von Fachärzten verschrieben werden können. Jedoch sollte man dabei bedenken, dass die Haare in vielen Fällen nachwachsen, sobald Sie die Arzneimittel nicht mehr einnehmen.
Der Wirkstoff Minoxidil, der eigentlich zur Senkung des Blutdrucks entwickelt wurde, kann an die Haarwurzel andocken und dort die Durchblutung verbessern. Dadurch wird die Haarwurzel beispielsweise optimaler mit Mikronährstoffen versorgt. Das Haar ist mit der besseren Versorgung zufriedener und verbleibt länger in der Wachstumsphase. Minoxidil ist übrigens der einzige „Haarwuchswirkstoff“, der in einer Leitlinie vertreten ist, und zwar in der europäischen S3-Leitlinie zur Behandlung der androgenetischen Alopezie (erblich bedingter Haarausfall).
Bei nicht krankheitsbedingtem Haarausfall und dünner werdendem Haar versorgt Priorin® Liquid mit seinem pflanzlichen Inhaltsstoffkomplex und Pro-Vitamin B5 sowohl Ihre Kopfhaut als auch die Haarwurzeln.
Als effektivste und dauerhafte Lösung der Haarentfernung gilt die Laser-Behandlung, bei der ein konzentrierter Lichtstrahl die Haarfollikel schädigt. Beschädigte Haarfollikel können keine Haare mehr produzieren. Für die dauerhafte Haarentfernung mittels Laser sind in der Regel fünf bis sieben Behandlungen notwendig. Diese effiziente Methode entfernt unerwünschte Behaarung im Gesicht, unter den Achseln, an Armen und Beinen, am Rücken sowie im Intimbereich. Auch der Hals kann problemlos gelasert werden.
Auch regenerative Therapien (bspw. Eigenblutplasma-Therapie) lassen sich die Haarwurzeln stärken und das Dickenwachstum des Haars nimmt zu.
Das Internet und Zeitschriften sind voll von Tipps, die versprechen, das Haarwachstum zu fördern und zu beschleunigen. Was ist dran an der Wirkung von Kopfmassagen, Kräutern oder Koffeinshampoos?
Es gibt durchaus Hausmittel wie Bier oder Ei, die einen pflegenden Effekt besitzen sollen. Schädlich sind sie für die Kopfhaut oder das Haar nicht, sie leisten aber auch keinen bahnbrechenden Beitrag zur Haarpflege. Ein Hausmittel, das sich für fast jeden Kopf eignet und durchaus sinnvoll erscheint, ist Heilerde. Einmal bis zweimal im Monat angewendet, entfernt sie überschüssiges Fett und kann die Kopfhaut beruhigen.
Viele Menschen versuchen beispielsweise, die Haare mit Zitrone aufzuhellen, oder erhoffen sich von Roter Bete einen färbenden Effekt. Das Ergebnis ist fraglich und auch natürliche Stoffe sind nicht frei von Risiken. Wer eine sehr empfindliche Kopfhaut besitzt, kann nach der Anwendung von Zitronensäure ein sogenanntes Kontaktekzem entwickeln.
Es kursieren vor allem im Internet viele Empfehlungen, um die Haare mit Hausmitteln aufzuhellen. Wer trotzdem nicht auf Farbe im Haar verzichten möchte, kann sich Strähnchen machen lassen. Dabei kommt die Haarfärbung im besten Fall nicht mit der Kopfhaut in Berührung. Auch eine Haartönung ist eine mögliche Alternative, denn dabei legt sich die Farbe um das Haar herum, das erfordert nicht so aggressive Stoffe wie bei der Haarfärbung.
Sollten Sie solche Anzeichen bei sich bemerken, ist es ratsam, eine Hautarztpraxis aufzusuchen. Je nach individueller Situation ist es auch möglich, dass eine Frauenarztpraxis oder andere Fachärzt*innen die richtige Anlaufstelle sind.
Wer unter dünnem oder brüchigem Haar und Haarausfall leidet, sollte sich professionelle Hilfe suchen.
Volumen und Fülle unserer Haarpracht sind immer auch Ausdruck von Vitalität und Jugendlichkeit. Zeigen sich Lücken oder kahle Stellen, nagt das natürlich am Selbstbewusstsein. Geheimratsecken werden zwar häufig als rein männliches Problem wahrgenommen, aber auch jede dritte Frau in Deutschland ist von Formen des Haarausfalls betroffen.
Glücklicherweise stehen mittlerweile neben ästhetischen Methoden wie dem Umstyling der Haare oder einer Veränderung der Lebens- und Ernährungsgewohnheiten, zahlreiche wissenschaftlich fundierte Therapien zur Verfügung, um Haarausfall, der sich z. B. in Form von Geheimratsecken zeigen kann, dauerhaft entgegenzuwirken.
Sprechen Sie daher am besten mit Ihrem Dermatologen, welche Therapie bei Ihnen Aussicht auf Erfolg haben kann.
tags: #haarwachstum #frauen #anregen #ursachen
Diese Website verwendet Cookies. Durch die weitere Nutzung der Seite stimmst du der Verwendung von Cookies zu. Weitere Informationen
Die Cookie-Einstellungen auf dieser Website sind auf "Cookies zulassen" eingestellt, um das beste Surferlebnis zu ermöglichen. Wenn du diese Website ohne Änderung der Cookie-Einstellungen verwendest oder auf "Akzeptieren" klickst, erklärst du sich damit einverstanden.