Wer sich regelmäßig rasiert, kennt sie meist: Rasierpickel. Von kleinen roten Pickelchen bis hin zu größeren eitrigen Beulen reicht das Spektrum nach dem Rasieren. Vor allem der Intimbereich ist anfällig für Rasierpickel, da die Haut dort besonders empfindlich ist.
Das A und O beim Rasieren ist die richtige Vorbereitung und Technik. Denn jede Rasur strapaziert die Haut. Wer es dazu noch an Pflege mangeln lässt oder schlicht die falsche Rasiertechnik anwendet, der schafft beste Voraussetzungen für Rasierpickel. Doch wie entstehen Rasierpickel eigentlich?
Rasierpickel sind Entzündungen, die von Bakterien ausgelöst werden. Sie bilden sich infolge von winzigen Hautverletzungen, die beim Rasieren rasch entstehen und den Mikroorganismen den Weg unter die Haut frei machen. Rasierpickel sehen nicht nur unschön aus, sie quälen zudem häufig mit Juckreiz, Brennen und Nässen.
Einer der häufigsten Gründe für die Entstehung von Pickeln nach der Rasur sind eingewachsene Haare. Denn manchmal wachsen kurz abgeschnittene Haare beim Nachwachsen nicht gerade aus der Haut heraus. Stattdessen wachsen sie unter der Hautoberfläche weiter, worauf der Körper mit einer Entzündung im Haarfollikel reagiert. Besonders anfällig hierfür sind Haare mit einer dicken oder lockigen Haarstruktur.
Auch eine sogenannte Hyperkeratose begünstigt das Einwachsen von Haaren. Bei einer Hyperkeratose handelt es sich um eine Verhornungsstörung der Haut, bei der zu viele Hornzellen produziert werden. Diese verdicken die obere Hautschicht, wodurch es den nachwachsenden Haaren erschwert wird, durch die Hautoberfläche zu dringen.
Begünstigt werden Rasierverletzungen zum Beispiel durch stumpfe Klingen. Diese schneiden die Haare nicht sauber ab, sondern reißen Sie aus, was die Haut verletzt. Besonders trockene Haut ist anfällig für Verletzungen bei der Rasur - sie neigt zu Rissen und ist weniger geschmeidig.
Weitere Faktoren, die Rasierpickel fördern, sind:
Grundsätzlich entstehen an allen Körperstellen Rasierpickel. Beine, Achseln und auch das Gesicht können gleichermaßen davon betroffen sein. Auch die Schamregion ist nicht ausgeschlossen, dort bilden sich sogar besonders schnell Rasierpickel - Intimbereich und Bikinizone besitzen eine empfindliche Haut, die rasch zu Irritationen neigt.
Zudem ist der Intimbereich mit seinem feucht-warmen Klima ein idealer Nährboden für Bakterien, die bei Hautverletzungen entsprechend zahlreich in die Haut eindringen können. Das Resultat sind Pickel nach der Rasur im Intimbereich.
Eine Intimrasur ist für viele Menschen heute selbstverständlich. Entstehen danach Eiterpickel im Intimbereich, ist dies nicht nur unästhetisch, sondern oft auch besonders schmerzhaft. Wenn Sie die Schamhaare lange nicht mehr oder vielleicht noch nie rasiert haben, sollten Sie diese vorher mit der Schere kürzen. Denn zu lange Haare verfangen sich schnell im Rasierer und werden dann ausgerissen statt abrasiert, was wiederum die Haut verletzen kann. Die Folge: Rasierpickel. Bikinizone und die Innenseiten der Oberschenkel sollten ebenfalls vor der Rasur von allzu langen Haaren befreit werden.
Probieren Sie aus, wie häufig die Intimrasur für Ihre Haut am besten verträglich ist. In vielen Fällen muss sie sich erst an die Rasur gewöhnen. Nach einiger Zeit wird sie strapazierfähiger und reagiert dementsprechend weniger sensibel. Bei vielen Menschen braucht Haut zwischen den Rasuren ausreichend Zeit, um sich zu erholen. Dann reagiert sie nach und nach gelassener auf die Rasur und bildet weniger Rasierpickel.
Wer zu Rasierpickeln neigt, sollte sich lieber nass als trocken rasieren, denn die Trockenrasur beansprucht die Haut generell stärker. Vorbeugen können Sie außerdem, indem Sie Ihre Haut vor der Rasur mit warmem Wasser und einer antibakteriellen Seife reinigen. Das öffnet die Poren und befreit die Haut von entzündungsfördernden Bakterien. Zusätzlich können Sie eine spezielle Pre-Shave-Lotion verwenden, um die Haut weich und geschmeidig zu machen.
Für die Rasur selbst sollten Sie immer scharfe Klingen sowie Rasierschaum beziehungsweise -gel benutzen und am besten mit der Wuchsrichtung arbeiten. Rasieren Sie gegen den Wuchs, kommt die Klinge direkt mit der Haut in Kontakt, was wiederum schneller zu Verletzungen führen kann.
Nach der Rasur kühlen Sie die Haut am besten kurz mit kaltem Wasser, so dass sich die Poren schließen. Anschließend mit einem Kosmetiktuch vorsichtig trocken tupfen und ein mildes, nicht alkoholisches Pflegeprodukt auftragen.
Tragen Sie zumindest direkt nach der Intimrasur Baumwollunterwäsche, die nicht zu eng anliegt, damit ausreichend Luft an die Haut gelangen kann.
Auch wenn Sie gerade in sonnigwarmen Zeiten gern täglich glatte, schöne Beine & Co. hätten, gilt leider: Je seltener Sie sich rasieren, desto besser ist es für Ihre Haut. Gerade wer zu Rasierpickelchen, Rötungen und Juckreiz neigt, sollte vor jeder Rasur überlegen, ob es wirklich nötig ist.
Beachten Sie folgende Hinweise, um nach der Intimrasur pickelfrei zu bleiben.
Sind trotz aller Sorgfalt nach dem Rasieren Pickel entstanden, sollten Sie die betroffenen Hautpartien zunächst mit Wasser oder Eiswürfeln kühlen. Diese Hausmittel reduzieren die Schwellungen und lindern Begleiterscheinungen wie Jucken und Brennen. Danach ist Pflege angezeigt - behandeln Sie die Rasierpickel mit einer feuchtigkeitsspendenden, nicht fettenden, hautberuhigenden Creme oder Lotion.
Versuchen Sie bitte nicht, entzündete Pickel auszudrücken. Damit reizen Sie die Haut noch mehr. Im schlimmsten Fall bildet sich ein Abszess, der langwierig behandelt werden muss. Wenn Sie regelmäßig unter eitrigen Rasierpickeln leiden, sollten Sie einen Hautarzt konsultieren.
Behandele die betroffene Stelle mit einem milden Peeling oder einer weichen Bürste, um abgestorbene Hautzellen zu entfernen. Trage nach der Rasur eine feuchtigkeitsspendende Creme oder ein Aftershave auf die betroffene Stelle auf, um die Haut zu beruhigen. Achte auf Produkte, die Inhaltsstoffe wie Kamille, Vitamin E oder Aloe vera enthalten.
Lege vor der Rasur eine warme Kompresse auf die betroffene Stelle, um die Haarfollikel zu öffnen. Enge Kleidung kann die betroffenen Stellen durch die Reibung noch mehr reizen.
Frei verkäufliche Produkte mit Inhaltsstoffen wie Salicylsäure oder Benzoylperoxid können helfen, die Haut zu peelen und die Entzündung zu verringern. Wenn du chronische oder schwere Rasierpickel hast, solltest du einen Dermatologen aufsuchen.
In manchen Fällen lohnt es sich, langfristige Alternativen zu suchen. Wenn Rasierpickel immer wieder auftreten, kann eine Laserhaarentfernung sinnvoll sein.
Denke daran, dass es einige Zeit dauern kann, bis die Rasierpickel vollständig abgeheilt sind. Wenn du diese Schritte konsequent durchführst, kannst du Rasierpickel langfristig reduzieren.
Sollte sich das Problem trotz dieser Tipps verschlimmern oder weiterhin bestehen, raten wir die, einen Dermatologen aufzusuchen.
Hier eine Übersicht über die wichtigsten Tipps zur Vermeidung und Behandlung von Rasierpickeln:
| Maßnahme | Beschreibung |
|---|---|
| Vorbereitung | Haut reinigen, warmes Wasser, Peeling |
| Rasur | Scharfe Klingen, Rasierschaum/Gel, Haarwuchsrichtung |
| Nachsorge | Kühlen, Feuchtigkeitspflege, Aftershave |
| Hausmittel | Teebaumöl, Aloe Vera, Kamille |
| Ernährung | Ausreichend Wasser, Vitamine, Omega-3-Fettsäuren |
tags: #Pickel #nach #Rasur #vermeiden
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