Lasertherapie für Haarwachstum: Ein umfassender Überblick

Die Lasertechnologie hat in der Medizin breite Anwendung gefunden, und auch im Bereich der Haarmedizin erweisen sich Laserbehandlungen in einigen Fällen als wirksames Mittel zur Behandlung von Haarausfall. Hochmoderne Laser werden heute von spezialisierten Fachärzten gegen eine Vielzahl von Haut- oder Kopfhautproblemen eingesetzt.

Neuerdings stehen mit dem Low-Level Diodenlaser und dem fraktionierten Erbium-Glass-Laser zwei Lasersysteme zur Verfügung, mit denen nicht nur bestehender Haarausfall deutlich verbessert, sondern darüber hinaus bei Vorliegen bestimmter Haarprobleme sogar deutlich sichtbares Neuwachstum von Haaren angeregt werden kann. Insgesamt stellen Laserbehandlungen gegen Haarausfall eine sehr effektive Möglichkeit dar, durch Einbringen von hochenergetischer Strahlung in tiefe Schichten der Kopfhaut die Haarwurzeln nicht nur zu stabilisieren, sondern darüber hinaus auf maximale Weise zum Neuwachstum anzuregen.

Laserbehandlungen können allein eingesetzt oder mit anderen Therapieoptionen kombiniert werden. Wir beraten Sie gerne und zeigen Ihnen die verschiedenen Therapiemöglichkeiten auf.

Wie funktioniert die Lasertherapie bei Haarausfall?

Um verkümmerte Follikel zu stimulieren, das Fortschreiten von Haarausfall zu stoppen und das Neuwachstum anzuregen, wird hochmoderne Low-Level-Laserenergie eingesetzt.

Der Low-Level Diodenlaser besteht aus einer Vielzahl von (bis zu 200) Laserdioden, die ähnlich einer Trockenhaube beim Friseur in einer Art Hohlspiegel dicht oberhalb der Kopfhaut positioniert werden. Diese Dioden strahlen Laserlicht aus dem Infrarot-Wellenlängenbereich tief in die Kopfhaut ein und regen hierdurch die Mitochondrien (= „Kraftwerke“ des Mikromotors Haarwurzel) zu maximaler Aktivität an.

Hierdurch erhöht sich die Stoffwechselaktivität der einzelnen Haarwurzeln dramatisch, was einerseits zu einer Kräftigung der Haarwurzeln führt und somit einer leichten Ausziehbarkeit der Haare oder Haarausfall entgegenwirkt. Zum anderen wird hierdurch die Wachstumsgeschwindigkeit der einzelnen Haare nachweislich gefördert, sodass es nach einer bestimmten Anzahl von Sitzungen zu einer sichtbaren Haarverdichtung auf der Kopfhaut kommen kann.

Eine vollständig andere Technik nutzt der fraktionierte Erbium-Glass-Laser, welcher insbesondere beim kreisrunden Haarausfall (Alopezia areata) eingesetzt wird und beeindruckende Wirkungen zeigt. Dieser Laser sendet hunderte von feinsten, hochenergetischen Lichtstrahlen wie Nadelstiche tief in die Kopfhaut bis in die Ebene der Haarwurzeln.

Dort werden mikroskopisch feine, winzige Verletzungen gesetzt, welche die Aktivität der Haarwurzeln maximal anregen. Hier nutzt man die Tatsache aus, dass die Haarwurzeln bei Verletzungen der Haut, z.B. durch Verbrennungen, fast komplett die Reparaturmechanismen übernehmen und neue Hautzellen der heilenden Haut überwiegend aus den Haarfollikeln entstehen.

Ablauf der Behandlung

In mehreren Sitzungen wird die Kopfhaut mit dem leistungsstarken Laser mit einer Wellenlänge von 650 Nanometern bestrahlt. Im Laufe von mehreren Monaten regeneriert die Laserenergie nach und nach die Haarfollikel und lässt das Haar gesünder, dicker und voller nachwachsen.

Die Behandlung mit dem HAIRestart® Laser dauert etwa 15 - 20 Minuten und wird ambulant durchgeführt. Während der Behandlung bemerken Patienten meist eine Wärmentwicklung auf der Kopfhaut. Das Laserlicht verletzt die Hautoberfläche jedoch nicht.

Für wen ist die Lasertherapie geeignet?

Die Methode ist vor allem für Frauen und Männer mit Haarausfall im Frühstadium geeignet. Der Theradome LH80 PRO ist sowohl für Männer als auch für Frauen mit Haarproblemen und für verschiedene Arten von Haarausfall geeignet. Der Helm ist für verschiedene Stufen des Haarausfalls konzipiert.

Die Laserbehandlung ist nicht-invasiv, schmerzarm und jederzeit durchführbar. Im Anschluss haben Sie keinerlei Ausfallzeiten. Die Laserbehandlung kommt für die meisten Patienten problemlos infrage.

Die Low-Level-Laser-Therapie (LLLT) ist eine Behandlung, bei der schwaches Laserlicht eingesetzt wird, um Haarausfall zu reduzieren und das Haarwachstum anzuregen. Sie kann also als Methode zur Behandlung von genetisch bedingtem Haarausfall eingesetzt werden. Forschungsergebnisse deuten auch darauf hin, dass sie sich positiv auf die Alopecia areata auswirkt.

Vorbereitung und Nachsorge

Eine aufwendige Vorbereitung ist nicht notwendig. Vor der Laserbehandlung sollte die Haut allerdings keiner intensiven UV-Strahlung ausgesetzt werden.

Eine besondere Nachsorge ist nach der Lasertherapie nicht notwendig. Die Kopfhaut kann etwas gerötet sein und in der Folge bilden sich kurzzeitig Schuppen. Sie dürfen dennoch wie gewohnt Haare waschen.

Mit Ausfallzeiten muss nicht gerechnet werden. Einige Tage nach der Sitzung kommt es lediglich zur Krustenbildung des behandelten Bereichs. Dies lässt sich in der Regel mit dem darüber liegenden Deckhaar bestens kaschieren. Das Auftragen eines hohen Lichtschutzfaktors im Bereich der Stirn-Haar-Grenze ist in der ersten Zeit nach der Behandlung unerlässlich.

Bereits zwei Tage nach dem Bestrahlen können die Haare wieder wie gewohnt gewaschen werden.

Ergebnisse und Wirksamkeit

Wissenschaftliche Untersuchungen zeigen beeindruckende Ergebnisse, insbesondere des Diodenlasers gegen den diffusen und hormonell bedingten Haarausfall bei Frauen und Männern. Auch beobachten wir deutliche Stimulationen des Haarneuwachstums, wobei hierfür eine Mindestzahl von 10 bis 12 Sitzungen erforderlich ist, bis die ersten neuen Haare sichtbar werden.

Zur vollständigen Stimulation des Haarneuwachstums sind 5 bis 8 Sitzungen im Abstand von jeweils 4 Wochen erforderlich. Die Haarfollikel werden durch das Laserlicht in die Wachstumsphase versetzt. Bis sich jedoch Haare auf der Hautoberfläche zeigen, brauchen Patienten ein wenig Geduld.

Der Effekt der Fotona HAIRestart® Laserbehandlung stellt sich nach etwa 3-5 Sitzungen ein. Die Ergebnisse sind bei den meisten Patienten nach einigen Wochen sichtbar und verbessern sich mit jeder weiteren Behandlung.

Die Erfolgsraten bei Haarausfallbehandlungen liegen bei über 90%.

Kosten und Behandlungsdauer

Die Behandlung wird in der Anfangsphase zweimal pro Woche durchgeführt. Im weiteren Verlauf reduziert sich die Notwendigkeit der Laserbestrahlung auf circa einmal pro Monat. Die Gesamtbehandlungsdauer kann je nach Behandlung 1 bis 1,5 Jahre dauern. An Kosten muss man circa 60 € pro Sitzung rechnen.

Ist die Lasertherapie bei männlichem Haarausfall wirksam

Die Kosten für eine Low-Level-Lasertherapie-Behandlung beginnen bei 300 € und können um individuelle Komponenten erweitert werden. Im Falle einer Haartransplantation bietet sich eine Kombination mit regenerativen Therapien an.

Nebenwirkungen und Risiken

Nebenwirkungen sind extrem selten und beschränken sich beim Diodenlaser auf eine leichte, aber nicht unangenehme Erwärmung der Kopfhaut. Beim fraktionierten Erbium-Glass-Laser wird während der Behandlung ein leichtes Brennen empfunden und im Anschluss an die Lasertherapie können die behandelten Flächen vorübergehend gerötet sein.

Die Lasertherapie kennt keine Nebenwirkungen und stellt eine völlig sichere Behandlung dar. Sie funktioniert allein auf der Basis von Licht, das die Haut bestrahlt.

Zusätzliche Informationen

  • Low-Level-Laser-Therapie (LLLT):

    • Verbesserte Blutzirkulation in der Kopfhaut
    • Anregung des Haarwachstumszyklus
    • Reduziert Entzündungen
  • Studienlage:

    • Signifikante Zunahme der Gesamthaardichte und der Vellushaare
    • Wirksamkeit bei androgenetischer Alopezie (AGA) in fast 80 % der Fälle
    • Stimulierung der epidermalen Stammzellen in den Haarfollikeln

Paradoxe Hypertrichose

In den vergangenen 20 Jahren haben sich immer wieder Kunden vorgestellt, bei denen sich nach einer Haarentfernung mit Laser, IPL oder anderen lichtbasierten Epilationsgeräten der Haarwuchs an den behandelten Arealen verstärkt hat. Auch in Kollegenkreisen wird dieses Phänomen häufiger diskutiert. Dabei fallen immer wieder Gemeinsamkeiten bei den Betroffenen auf, z. B. die Haut- und Haarfarbe.

So wurde z. B. bereits in 2005 in der Zeitschrift "JOURNAL OF THE AMERICAN ACADEMY OF DERMATOLOGY" veröffentlicht, dass es in einer dermatologischen Klinik in Vancouver zu einem vermehrten Haarwuchs nach der Lasertherapie an den behandelten Körperstellen kam. Insgesamt wurden 489 Frauen wegen übermäßigem Haarwuchs mit einem Alexandrit-Laser behandelt. Bei drei der 489 Frauen (0,6%) führte die Behandlung zu einer paradoxen Hypertrichose. Schon damals wurde der paradoxe Effekt häufiger bei Frauen mit dunklem Hauttyp und dunklen Körperhaaren beobachtet. Es wurde vermutet, dass das Wachstum der Haare, angeregt durch die Laserbehandlung, synchronisiert wird.

Die Annahme ist berechtigt, dass sowohl der Laser als auch die Photoepilation zur Haarentfernung das Risiko von verstärktem Haarwuchs als Folge der Behandlung in sich bergen und zwar anwenderunabhängig. Auf einer Schweizer Internetseite habe ich den Hinweis gefunden, dass zu niedrig dosierte Laserepilationen im unglücklichsten Fall einen sogenannten paradoxen Haarwuchs auslösen können.

Die "Deutsche Apotheker Zeitung" warnt 2018, dass bei Frauen aus dem Mittelmeerraum und dem mittleren Osten die Fotoepilation mit Vorsicht angewendet werden sollte, da eine paradoxe Hypertrichose auftreten kann.

Interessant ist allerdings die prozentuale Entwicklung des Risikos einer paradoxen Hypertrichose. Nach meinen Beobachtungen und denen meiner Kolleginnen scheint der Zusammenhang mit dem dunklen und olivfarbenen Hauttyp zuverlässig. Fast alle Betroffenen, die sich in den vergangenen 20 Jahren in meiner Praxis vorgestellt haben, gehörten diesem Hauttyp an. Auch vermuten wir eine nicht unerhebliche Dunkelziffer an betroffenen Frauen und Männern.

Trotz Aufklärungsverpflichtung gemäß "Verordnung zum Schutz vor schädlichen Wirkungen nichtionisierender Strahlung bei der Anwendung am Menschen", scheinen insbesondere Anbieter aus der Kosmetikbranche mit der Problematik wenig vertraut. Immer wieder kontaktieren mich Betroffene, die berichten, dass die Lichtepilation auch bei Familienangehörigen zum gleichen Phänomen geführt hat. Und nicht selten wurden die Anbieter gewechselt, in der Hoffnung das Problem sei anwenderspezifisch.

Weitere Behandlungsoptionen

Wer unter wenig Haar und lichten Stellen leidet, kann auch von einer Mesotherapie oder einer Eigenblutbehandlung (PRP-Behandlung) profitieren. Beide Verfahren arbeiten mit Injektionen in die Kopfhaut. Bei einer Mesotherapie kommen unterschiedliche Wirkstoffe zum Einsatz, die wir individuell zusammenstellen.

Auch Migräne kann durch die hohe Muskelspannung für Haarausfall verantwortlich sein. Eine präzise Botox-Injektion entspannt die Muskulatur und kann auf diese Weise Migräne und Haarausfall verringern.

Kombinationsbehandlungen

Die Low-Laser-Therapie gegen Haarausfall ist deutlich wirksamer, wenn sie mit anderen Behandlungen kombiniert wird. Zudem kann die Phototherapie helfen, die Nebenwirkungen (bspw. Rötungen, Schwellungen) anderer Behandlungen zu reduzieren.

Daher kombinieren wir die Lasertherapie standardmäßig mit PRP- und Mesotherapie:

  • PRP-Therapie: Zunächst wird dem Patienten eine kleine Menge Blut entnommen und aufbereitet. Die besonders wertvollen Bestandteile werden separiert und in die vom Haarausfall betroffenen Stellen injiziert.
  • Mesotherapie: Kern dieser Therapie ist die Stärkung der Haarwurzeln mit Nähr- und Wirkstoffen.

Im Falle einer Haartransplantation bietet sich eine Kombination mit regenerativen Therapien an.

Laserhelm für zu Hause

Aufgrund des Erfolges des Laserkamms ist die Laser-Therapie zur Behandlung von Haarausfall immer beliebter geworden. Viele Menschen, die bemerken, dass ihr Haar sich lichtet, wollen ihr Haarwachstum ohne unangenehme Nebenwirkungen verbessern.

Ein Laserhelm, ein mit Lasern in klinischer Stärke ausgestatteter Helm, löst dieses Problem durch die gleichzeitige und gleichmäßige Bestrahlung der gesamten Kopfhaut. Darüber hinaus enthalten Laserkämme nur 9 Laser, während ein moderner Laserhelm mit 50 bis sogar 80 Lasern eine wesentlich leistungsfähigere Behandlung bietet.

Ein Laserhelm ist geeignet für Männer und Frauen mit allen Stufen des Haarausfalls und schütter werdendem Haar. Verwende den Laserhelm ca. 2 bis 3 Mal pro Woche für je etwa 20 Minuten.

tags: #Haarwachstum #Lasertherapie

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