Haarwachstum anregen: Natürliche Hausmittel für Frauen

Lange Haare sind der Traum vieler Frauen. Zugegeben, so einfach es auch in Grimms Märchen klingt, die Realität sieht leider oft anders aus und der Traum von einer langen Wallemähne rückt in weite Ferne. Fakt ist: Haare wachsen durchschnittlich 1 bis 1,2 Zentimeter pro Monat, daran lässt sich nichts rütteln. Und auch wie lang Haare werden können sowie die Haarstruktur, ist erblich festgelegt.

Allerdings können wir durch bestimmte Faktoren und Wirkstoffe eine gesunde Kopfhaut und damit ein gesundes Haarwachstum fördern und Haarausfall vorbeugen. Und dafür müsst ihr nicht zu einem chemischen Haarwuchsmittel (Serum oder Tabletten) greifen. Es geht auch einfacher zum Beispiel mit diesen Tipps, die jeder ganz einfach und sofort umsetzen kann.

1. Die richtige Ernährung für gesundes Haarwachstum

Für ein gesundes Haarwachstum ist eine ausgewogene, nährstoffreiche Ernährung essentiell. Leidet der Körper jedoch an einem Nährstoffmangel, hat das wiederum negativen Einfluss auf die Entstehung von Haarausfall und Haarverlust wird begünstigt. Für ein gesundes Haarwachstum ist es super wichtig, seine Essgewohnheiten zu überprüfen, um eine ausreichende Nährstoffversorgung zu gewährleisten und Haarausfall vorzubeugen.

Die wichtigsten Nährstoffe im Überblick:

  • Proteine: Gelten als Basis für die Bildung von Keratin, dem Hauptbestandteil menschlicher Haare. Gute Eiweißquellen sind Joghurt, Quark, Hähnchen- und Putenfleisch, Linsen- und Hülsenfrüchte.
  • Biotin oder Vitamin B7: Schützt uns vor Haarausfall. Biotin steckt unter anderem in Soja-Produkten, Nüssen vor allem Mandeln und Haselnüssen, Eiern und Milch.
  • Vitamin C: Enthält jede Menge Antioxidantien, die die Haarwurzeln stärken, den Haarwuchs fördern und in Zitrusfrüchten oder gelber Paprika enthalten sind.
  • Omega-3-Fettsäuren: Sind ein weiteres natürliches Haarwuchsmittel, regen unter anderem die Durchblutung an, sorgen für volleres Haar und schützen vor Haarausfall. Reichlich davon findet ihr zum Beispiel in Lachs, Leinsamen, Chia Samen und Walnüssen.
  • Selen: Ist neben Eisen, Zink, Kupfer und Magnesium ein Mineral, das den Körper bei der Bildung und Verarbeitung von Proteinen unterstützt und in Paranüssen, Fisch oder Schalentieren zu finden ist.

2. Kopfhautmassage zur Förderung der Durchblutung

Wer seine Kopfhaut regelmäßig massiert, fördert die Durchblutung und stimuliert die Haarfollikel, in denen die Haarwurzel gebildet wird, zum Wachstum an. So eine Massage muss auch gar nicht aufwendig sein. Einfach beim Waschen der Haare die Kopfhaut mit den Fingerspitzen für einige Minuten massieren. Das regt übrigens nicht nur die Durchblutung an, sondern reduziert auch Stress - einer der Hauptfaktoren für Haarausfall. Einen ähnlich durchblutungsfördernden Effekt hat übrigens auch das Haarekämmen.

3. Weniger ist mehr: Die richtige Haarpflege

Hier eine Kur, da ein Serum, dort ein Styling-Schaum: Viel hilft viel, könnte man zumindest meinen. Leider wird hier oft falsch gedacht. Denn anstatt für geschmeidiges, gesundes und langes Haar zu sorgen, überfrachten wir den Schopf regelrecht mit Wirkstoffen. Am besten verzichtet ihr auf Produkte mit dem Wirkstoff Silikon, da diese die Haarfolikel verstopfen und Haarausfall begünstigen können. Weitere Regel: Conditioner und Haarkuren niemals auf die Haarwurzel geben.

Das Haar fettet zudem schneller nach, wird beschwert und verliert an Volumen. Das Produkt lieber in den Längen verteilen, so kann es die Schuppenschicht schließen und die Haare zum Glänzen bringen. Ebenfalls wichtig: Minimiert das Hitzestyling mit Föhn und Glätteisen. Zu hohe Temperaturen strapazieren und schädigen die Struktur des Haares und sorgen für Spliss und Haarbruch.

4. Regelmäßiger Friseurbesuch

Viele Frauen vermeiden den Gang zum Friseur, weil sie ja eigentlich die Haare wachsen lassen möchten und um jeden Zentimeter ihrer Mähne fürchten. Falsch! Denn nur wer alle zwei bis drei Monate zum Spitzen schneiden zum Friseur geht, beugt Spliss sowie Haarbruch vor und fördert ein gesundes Haarwachstum.

5. Rizinusöl für eine gesunde Kopfhaut

Reich an essentiellen Fettsäuren sowie Vitamin E, unterstützt es eine gesunde Kopfhaut und damit den Haarwuchs. In Kombination mit einer anregenden Kopfhautmassage und unter Berücksichtigung der anderen vier Punkte kommt ihr dem Traum von einer Mähne à la Rapunzel schon ein gutes Stück näher. Das goldgelbe Elixier am besten mit Kokosöl, Olivenöl oder Mandelöl vermischen, gut einmassieren und etwa eine halbe Stunde einwirken lassen. Anschließend das Haar wie gewohnt mit einem Shampoo gründlich waschen.

Weitere Tipps für volleres Haar

Bei Frauen besteht häufig der Wunsch nach vollerem Haar. Die Motive dafür, das eigene Haarwachstum anregen zu wollen, sind ganz unterschiedlich: Viele Menschen leiden unter Haarausfall, bei manchen geht es womöglich um ein besseres Selbstwertgefühl. Welche Möglichkeiten Du hast, um das Haarwachstum zu fördern, erfährst du hier.

Haarzyklus: Wie ist ein Haar aufgebaut und wie wächst es?

Der sichtbare Teil eines Haares heißt Haarschaft. Er ist in den Haarfollikel eingebettet, der direkt unter der Hautoberfläche liegt. Im Haarfollikel liegen die Haarwurzel, -zwiebel und -papille. Letztere ist ein winziger gut durchbluteter Knoten, der entscheidend am Haarwachstum beteiligt ist.

An der Grenze zwischen Haarzwiebel und -papille werden ununterbrochen neue Haarzellen produziert. Die frischen Zellen verkleben untereinander und verhornen dabei. Daraus entsteht ein Hornstrang, aus dem sich das ganze Haar zusammensetzt. Unsere Haare wachsen deshalb, weil sich ständig Zellen an das Haar ankleben und verhornen. Dadurch schieben sie sich gleichzeitig aus der Kopfhaut heraus. Auf diese Art und Weise verlängern sich die Kopfhaare kontinuierlich. Damit sie so gut gedeihen können, ist es wichtig, dass sie stets gut mit essenziellen Nährstoffen versorgt sind.

Im Durchschnitt werden sie monatlich einen Zentimeter länger - die restliche Körperbehaarung wächst langsamer!

Warum fallen dann täglich Haare aus?

Das liegt daran, dass die Wachstumsphase (Anagenphase) nur eine von drei verschiedenen Phasen darstellt, die jedes Haar im sogenannten Haarzyklus durchläuft. Nach ihr folgt die Übergangsphase (Katagenphase), in der sich die Wurzel von der Papille ablöst. Daran schließt sich die Ruhephase (Telogenphase) an, an deren Ende die Haare ausfallen. Schließlich startet der Kreislauf wieder von vorne, indem sich im nun „leeren“ Haarfollikel wieder neue zu vermehren beginnen.

Störungen des Haarwachstums - verstärkter Haarausfall (Effluvium)

Zu einem übermäßigen Haarausfall kommt es dann, wenn bereits während der Wachstumsphase eine Schädigung der Haarwurzeln stattfindet oder viele Haare gleichzeitig in die Ruhephase übergehen. Falls keine neuen Haare mehr nachwachsen, bilden sich nach und nach kahle Stellen.

Achtung beim Stylen oder in der Sonne: Vermeide Haarschäden durch Hitze

Damit die Haare unbeschädigt erhalten bleiben und neue gesunde Haare (nach-)wachsen, ist beim Föhnen, Glätten und Co. Vorsicht geboten. Genauso solltest Du aufpassen, wenn Du Dich im Sommer draußen aufhältst. Folgende Ratschläge helfen Dir bei der Vorbeugung von Hitzeschäden:

  • Verzichte auf zu hohe Temperaturen: Starke Hitze ist gefährlich für die Haarstruktur. Versuche daher, den Hitzegrad Deines Föhns so gering wie möglich einzustellen. Zudem ist es sinnvoll, vor dem Föhnen einen Hitzeschutz aufzutragen, um möglichst schonend zu trocknen oder stylen.
  • Benutze Styling-Geräte mit Bedacht: Sie trocknen Deine Haare aus, wodurch sie brüchig werden. Je seltener Du für Dein Haarstyling ein Glätteisen oder einen Lockenstab einsetzt, desto besser beugst Du Schäden vor.
  • Trage in der Sonne eine Kopfbedeckung: Direkte Sonneneinstrahlung raubt Deinen Haaren ebenfalls Feuchtigkeit und macht sie strohig. Schütze sie in der heißen Jahreszeit mit einem Hut, Cap oder Kopftuch. Damit vermeidest Du auch einen Sonnenbrand Deiner Kopfhaut an den Stellen, wo Dein Haar sehr dünn ist.

Vermeide tägliches Haarewaschen

Auch das begünstigt langfristig Trockenheit, indem es der Kopfhaut Fette entzieht. Um das natürliche Gleichgewicht Deiner Kopfhaut zu erhalten, empfiehlt es sich, die Haare nur dann zu waschen, wenn es nach Deinem persönlichen Empfinden unbedingt nötig ist.

Verzichte auf Färbemittel, wenn Du Dein Haarwachstum fördern möchtest

Je häufiger Du Farbe aufträgst, desto mehr strapazierst Du Deine Haare. Wenn chemische Mittel die natürliche Schutzschicht der Haare zerstören, werden sie spröde und neigen zu Spliss sowie Bruch. Vor allem Aufhellen trocknet die Haare stark aus und wirkt daher besonders strapaziös. Im Optimalfall hältst Du also Abstand von Haarfärbemitteln und setzt auf Natürlichkeit.

Gezielte Maßnahmen zur Förderung des Haarwachstums

Um den Haarwuchs anzukurbeln, kann es helfen, die Durchblutung der Kopfhaut anzuregen. Gezielt kannst Du dafür Folgendes tun:

  • Sanfte Kopfmassage: Regelmäßige kreisende Bewegungen mit den Fingerkuppen sorgen dafür, dass der Kopf besser durchblutet wird. Der ausgeübte Druck darf sanft, aber dennoch stimulierend sein. Alternativ erzielt auch Bürsten einen massierenden Effekt.
  • Offene Haare: Bei Frisuren wie beispielsweise einem straffen Zopf oder Dutt liegen die Haare größtenteils entgegengesetzt zu ihrer natürlichen Wuchsrichtung. Zudem verringert die Spannung die Durchblutung der Kopfhaut. Verzichte also lieber darauf, die Haare zu stark zusammenzubinden.

Hausmittel, die das Haarwachstum fördern können

  • Rosmarin und Thymian: Wahlweise in Form von Auszügen und Ölen, gelten als hilfreich gegen Haarausfall und sollen für Kraft und Glanz sorgen.
  • Reiswasser: Es stellt sich nur die Frage, ob und wie unsere Haare die Nährstoffe aus dem Reiswasser tatsächlich aufnehmen können.
  • Aloe Vera: Gel aus Extrakten der Pflanze oder direkt ein aufgeschnittenes Blatt sollen auf den Haaransatz aufgetragen werden und so für volles und kräftiges Haar sorgen.

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