Lange Haare sind der Traum vieler Frauen. Zugegeben, so einfach es auch in Grimms Märchen klingt, die Realität sieht leider oft anders aus und der Traum von einer langen Wallemähne rückt in weite Ferne. Fakt ist: Haare wachsen durchschnittlich 1 bis 1,2 Zentimeter pro Monat, daran lässt sich nichts rütteln. Und auch wie lang Haare werden können sowie die Haarstruktur, ist erblich festgelegt.
Allerdings können wir durch bestimmte Faktoren und Wirkstoffe eine gesunde Kopfhaut und damit ein gesundes Haarwachstum fördern und Haarausfall vorbeugen. Und dafür müsst ihr nicht zu einem chemischen Haarwuchsmittel (Serum oder Tabletten) greifen. Es geht auch einfacher zum Beispiel mit diesen Tipps, die jeder ganz einfach und sofort umsetzen kann.
Für ein gesundes Haarwachstum ist eine ausgewogene, nährstoffreiche Ernährung essentiell. Leidet der Körper jedoch an einem Nährstoffmangel, hat das wiederum negativen Einfluss auf die Entstehung von Haarausfall und Haarverlust wird begünstigt. Für ein gesundes Haarwachstum ist es super wichtig, seine Essgewohnheiten zu überprüfen, um eine ausreichende Nährstoffversorgung zu gewährleisten und Haarausfall vorzubeugen.
Die wichtigsten Nährstoffe im Überblick:
Wer seine Kopfhaut regelmäßig massiert, fördert die Durchblutung und stimuliert die Haarfollikel, in denen die Haarwurzel gebildet wird, zum Wachstum an. So eine Massage muss auch gar nicht aufwendig sein. Einfach beim Waschen der Haare die Kopfhaut mit den Fingerspitzen für einige Minuten massieren. Das regt übrigens nicht nur die Durchblutung an, sondern reduziert auch Stress - einer der Hauptfaktoren für Haarausfall. Einen ähnlich durchblutungsfördernden Effekt hat übrigens auch das Haarekämmen.
Hier eine Kur, da ein Serum, dort ein Styling-Schaum: Viel hilft viel, könnte man zumindest meinen. Leider wird hier oft falsch gedacht. Denn anstatt für geschmeidiges, gesundes und langes Haar zu sorgen, überfrachten wir den Schopf regelrecht mit Wirkstoffen. Am besten verzichtet ihr auf Produkte mit dem Wirkstoff Silikon, da diese die Haarfolikel verstopfen und Haarausfall begünstigen können. Weitere Regel: Conditioner und Haarkuren niemals auf die Haarwurzel geben.
Das Haar fettet zudem schneller nach, wird beschwert und verliert an Volumen. Das Produkt lieber in den Längen verteilen, so kann es die Schuppenschicht schließen und die Haare zum Glänzen bringen. Ebenfalls wichtig: Minimiert das Hitzestyling mit Föhn und Glätteisen. Zu hohe Temperaturen strapazieren und schädigen die Struktur des Haares und sorgen für Spliss und Haarbruch.
Viele Frauen vermeiden den Gang zum Friseur, weil sie ja eigentlich die Haare wachsen lassen möchten und um jeden Zentimeter ihrer Mähne fürchten. Falsch! Denn nur wer alle zwei bis drei Monate zum Spitzen schneiden zum Friseur geht, beugt Spliss sowie Haarbruch vor und fördert ein gesundes Haarwachstum.
Reich an essentiellen Fettsäuren sowie Vitamin E, unterstützt es eine gesunde Kopfhaut und damit den Haarwuchs. In Kombination mit einer anregenden Kopfhautmassage und unter Berücksichtigung der anderen vier Punkte kommt ihr dem Traum von einer Mähne à la Rapunzel schon ein gutes Stück näher. Das goldgelbe Elixier am besten mit Kokosöl, Olivenöl oder Mandelöl vermischen, gut einmassieren und etwa eine halbe Stunde einwirken lassen. Anschließend das Haar wie gewohnt mit einem Shampoo gründlich waschen.
Bei Frauen besteht häufig der Wunsch nach vollerem Haar. Die Motive dafür, das eigene Haarwachstum anregen zu wollen, sind ganz unterschiedlich: Viele Menschen leiden unter Haarausfall, bei manchen geht es womöglich um ein besseres Selbstwertgefühl. Welche Möglichkeiten Du hast, um das Haarwachstum zu fördern, erfährst du hier.
Der sichtbare Teil eines Haares heißt Haarschaft. Er ist in den Haarfollikel eingebettet, der direkt unter der Hautoberfläche liegt. Im Haarfollikel liegen die Haarwurzel, -zwiebel und -papille. Letztere ist ein winziger gut durchbluteter Knoten, der entscheidend am Haarwachstum beteiligt ist.
An der Grenze zwischen Haarzwiebel und -papille werden ununterbrochen neue Haarzellen produziert. Die frischen Zellen verkleben untereinander und verhornen dabei. Daraus entsteht ein Hornstrang, aus dem sich das ganze Haar zusammensetzt. Unsere Haare wachsen deshalb, weil sich ständig Zellen an das Haar ankleben und verhornen. Dadurch schieben sie sich gleichzeitig aus der Kopfhaut heraus. Auf diese Art und Weise verlängern sich die Kopfhaare kontinuierlich. Damit sie so gut gedeihen können, ist es wichtig, dass sie stets gut mit essenziellen Nährstoffen versorgt sind.
Im Durchschnitt werden sie monatlich einen Zentimeter länger - die restliche Körperbehaarung wächst langsamer!
Das liegt daran, dass die Wachstumsphase (Anagenphase) nur eine von drei verschiedenen Phasen darstellt, die jedes Haar im sogenannten Haarzyklus durchläuft. Nach ihr folgt die Übergangsphase (Katagenphase), in der sich die Wurzel von der Papille ablöst. Daran schließt sich die Ruhephase (Telogenphase) an, an deren Ende die Haare ausfallen. Schließlich startet der Kreislauf wieder von vorne, indem sich im nun „leeren“ Haarfollikel wieder neue zu vermehren beginnen.
Zu einem übermäßigen Haarausfall kommt es dann, wenn bereits während der Wachstumsphase eine Schädigung der Haarwurzeln stattfindet oder viele Haare gleichzeitig in die Ruhephase übergehen. Falls keine neuen Haare mehr nachwachsen, bilden sich nach und nach kahle Stellen.
Damit die Haare unbeschädigt erhalten bleiben und neue gesunde Haare (nach-)wachsen, ist beim Föhnen, Glätten und Co. Vorsicht geboten. Genauso solltest Du aufpassen, wenn Du Dich im Sommer draußen aufhältst. Folgende Ratschläge helfen Dir bei der Vorbeugung von Hitzeschäden:
Auch das begünstigt langfristig Trockenheit, indem es der Kopfhaut Fette entzieht. Um das natürliche Gleichgewicht Deiner Kopfhaut zu erhalten, empfiehlt es sich, die Haare nur dann zu waschen, wenn es nach Deinem persönlichen Empfinden unbedingt nötig ist.
Je häufiger Du Farbe aufträgst, desto mehr strapazierst Du Deine Haare. Wenn chemische Mittel die natürliche Schutzschicht der Haare zerstören, werden sie spröde und neigen zu Spliss sowie Bruch. Vor allem Aufhellen trocknet die Haare stark aus und wirkt daher besonders strapaziös. Im Optimalfall hältst Du also Abstand von Haarfärbemitteln und setzt auf Natürlichkeit.
Um den Haarwuchs anzukurbeln, kann es helfen, die Durchblutung der Kopfhaut anzuregen. Gezielt kannst Du dafür Folgendes tun:
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