Eine Haartransplantation ist ein Eingriff, bei dem gesunde Haarwurzeln des Patienten entnommen und an kahlen oder dünn behaarten Körperstellen wieder eingesetzt werden. Da die Haarwurzeln vom Patienten selbst stammen, bezeichnet man das Verfahren auch als Eigenhaartransplantation. Es handelt sich dabei um einen kosmetischen Eingriff, eine medizinische Notwendigkeit besteht in der Regel nicht.
Neue Haarwurzeln können in die Kopfhaut oder im Bereich der Augenbrauen, Barthaare oder Schamhaare eingepflanzt werden. Für eine Fläche von 50 Quadratzentimetern muss der Chirurg 500 bis 1000 Haare transplantieren. Genaue Angaben lassen sich nicht machen, da Haare individuelle Strukturen aufweisen und dadurch bei jedem Menschen unterschiedlich „voll“ aussehen.
Ursache für Haarausfall bei Männern ist in den meisten Fällen das männliche Sexualhormon Testosteron. Eines seiner Abbauprodukte, das Dihydrotestosteron (DHT), verkürzt in der Kopfhaut die Wachstumsphase der Haare und lässt die Haarwurzeln (Follikel) absterben. Follikel am Hinterkopf reagieren in der Regel weniger empfindlich auf DHT, so dass bei den meisten Männern am Haarkranz bis ins hohe Alter viele Haare sprießen.
"Etwa die Hälfte der Haare aus dem Haarkranz lassen sich entnehmen, ohne dass der Verlust offensichtlich wird", sagt Dr. Frank Neidel, Präsident des Verbandes Deutscher Haarchirurgen. Bei einer Haartransplantation werden die aktiven Follikel dieser mit Haaren dicht besiedelten Region entnommen und an die kahlen Stellen am Ober- und Vorderkopf verpflanzt.
Dort, wo die Haare einpflanzt werden sollen, werden unter örtlicher Narkose Löcher in die Kopfhaut gestanzt.
Es gibt verschiedene Methoden zur Haartransplantation, die sich hauptsächlich in der Art der Entnahme der Haarfollikel unterscheiden.
Heutzutage wird vor allem die sogenannte FUE-Haartransplantation (Follicular Unit Extraction) angewendet, das derzeit einzige minimalinvasive und daher schonende Verfahren zur Haartransplantation. Der sogenannte Hair Pen ist nichts anderes als ein Haarstift, in den die zuvor entnommenen Haare (Grafts) eingelegt und in die Kopfhaut implantiert werden.
Die Haare müssen für die Operation runter: Der Kopf wird rasiert, und darauf werden die Bepflanzungszonen eingezeichnet. Damit der Roboter die Kopfhaut umgraben kann, werden Betäubungsspritzen in den Hinterkopf injiziert. Die Roboter-Nadel dringt tief in die Kopfhaut ein, um Haarfollikel zu entnehmen.
Nach einer kurzen Pause und noch mehr Betäubungsspritzen (diesmal in die Stirn) beginnt der Chirurg, weitere Löcher in den Kopf zu ritzen. Jeder einzelne Follikel wird per Hand in die vorgestanzten Löcher gesetzt. Die gepflückten Haarfollikel werden in einer Nährlösung zwischengelagert
Die Technik, einzelne Follikel zu entnehmen, heißt FUE-Methode (Follicular Unit Extraction, auf Deutsch: Extraktion von Follikel- Einheiten). Sie verdrängt die alternative Streifentechnik FUT (Follicular Unit Transplantation), bei der ein ganzer Haarstreifen aus dem Hinterkopf herausgeschnitten wird.
Der Klinikchef Dr. Darius Alamouti erklärt: "Diese Technologie verhindert Narben und garantiert Anwuchsraten von 98 Prozent." Hanneken ergänzt: "Was Artas kann, schafft kein Mensch. Der Roboter scannt den Entnahmebereich, bewertet jedes Graft, also die Haarfollikel-Einheiten mit 1 bis 6 Haaren, sucht die Sahnestücke heraus und stanzt sie an, ohne sie zu verletzen."
Mit Blutkrusten und Verband am Kopf werden Sie für 1 bis 2 Tage von Mitmenschen, sagen wir mal, ein wenig skeptisch beäugt. Ab dem 2. Tag beginnt das große Kribbeln. Der Kopf juckt, und das vorzugsweise nachts. Kratzen ist jedoch nicht erlaubt, denn 4 bis 5 Wochen lang gilt: keine mechanische Belastung des Kopfes - sonst können sich Grafts lösen. Der Super-GAU!
Ab dem 3. Tag geht die Schwellung am Kopf zurück, das Gewebewasser wandert über die Augen- und Wangenpartie langsam nach unten - das verleiht Ihnen von Stunde zu Stunde einen neuen putzigen bis erschreckenden Anblick. Aber keine Sorge, nach ein paar Tagen ist der Spuk wieder vorbei.
Etwa 9 Monate später: Ja, die Haare sprießen. Von vorne, von oben, von der Seite deutlich zu sehen. Von hinten, im Tonsur-Bereich, leider nicht. Aber: Anstatt Wunder zu erwarten, müsste wohl eine 2. Transplantation durchführen. Und: "12 Monate nach der Operation können Sie mit 95 Prozent des sichtbaren Ergebnisses rechnen, der Rest kommt dann nach und nach", erklärt Hanneken.
Die moderne Technik hat ihren Preis: Eine halbe Million Euro kostet Artas, plus Lizenzkosten und Verbrauchsmaterial. Je nach Follikel-Anzahl zahlt ein Patient für die OP zwischen 3500 und 7000 Euro. Plus Mehrwertsteuer. Die Krankenkassen übernehmen die Kosten nicht.
Das Scannen und Anstechen dauert knapp 1,5 Stunden, im Anschluss greifen 3 Helferinnen zu Pinzetten und ernten eine weitere Stunde lang die angestochenen Follikel ab.
Erfolgsgarantien gibt es nicht. Etwa 12 Monate nach der Verpflanzung kann man den sichtbaren Erfolg der Haarverpflanzung abschätzen. Zu den Risiken gehört, dass Follikel abgestoßen werden, sodass der Nach-Wuchs ausbleibt. Auch können sich Wunden entzünden und dadurch Narben auf der Kopfhaut bilden.
Bevor man sich zu einer Haarverpflanzung entschließt, erprobt man in der Regel andere Behandlungsarten. Mittel und Methoden gegen Geheimratsecken & Co gibt es inzwischen viele:
| Behandlung | Beschreibung | Kosten (ca.) |
|---|---|---|
| Minoxidil Tinktur | Lösung zur lokalen Anwendung auf der Kopfhaut | Ab 20 Euro pro Monat |
| Finasterid Tabletten | Rezeptpflichtiges Medikament gegen erblich bedingten Haarausfall | Um 110 Euro für 3 Monate |
| Toupet (Skinlight) | Abnehmbares Haarteil | Um 1500 Euro (hält bis 2 Jahre) |
| Toupet (Contact Skin) | Permanentes Haarteil | Ab 330 Euro (hält bis 6 Wochen) |
PRP bedeutet „Plättchen-reiches Plasma“ (engl: Platelet-Rich Plasma). Unser Blut enthält verschiedenste lebende Zellen. Bei PRP handelt es sich um das konzentrierte, angereichertes Blutplasma des Patienten. Diese Therapie wurde bereits mehrfach publiziert und ist eine Standardtherapie bei Haarausfall geworden.
Es ist bekannt, dass insbesondere in den eigenen Blutplättchen viele Wachstumsfaktoren wie der „epidermale Wachstumsfaktor, der Platelet-derived growth factor“, der „Platelet-activating factor“ die umgebenen Epithelzellen eines Haarfollikels direkt zu stimulieren vermögen. Das PRP kann an der Haarwurzel in der Kopfhaut eine Verjüngung und Zell-Regeneration anregen. Diese sog. autologe Zellregeneration kann Haarausfall stoppen und das Haarwachstum anregen.
Vor der Behandlung wird dem Patienten eine kleine Menge Blut entnommen, die anschließend direkt zentrifugiert und das daraus gewonnene PRP mit den enthaltenen Wachstumsfaktoren mittels kleiner Injektionen in die gewünschten Kopfhautareale injiziert wird. PRP stimuliert die Stammzellen der Haarwurzeln. PRP verbessert die Blutzirkulation des jungen Haares und der Haarwurzeln und regeneriert absterbende Haarwurzeln. Der Haarausfall wird verlangsamt und das Wachstum neuer Haare beschleunigt.
Wir empfehlen 5 Sitzungen im Abstand von jeweils 4 Wochen. Aufgrund der kurzen Regenerationszeit können Sie direkt danach Ihren alltäglichen Aufgaben wie gewohnt nachgehen.
Im Jahr 2022 konnten wir im Zentrum für moderne Haartransplantation einen besonderen Erfolg feiern. Normalerweise fallen Haare nach dem Eingriff innerhalb von wenigen Wochen wieder aus. Unserem ärztlichen Leiter und seinem Team ist nun ein bahnbrechender Erfolg gelungen. Unsere Patienten können sich ab sofort über noch schnellere und bessere Transplantationsergebnisse freuen.
Bislang fielen bei Haartransplantationen (egal welcher Methode), die versetzten Haare nach wenigen Wochen wieder aus und das normale Wachstum setzte erst nach einigen Monaten ein. Dank der IG-Methode liegt unsere Rate zwischen 70 - 100 %. Unser ärztlicher Leiter Reza Azar und sein Team sind stolz auf diese Sensation in der Haarchirurgie.
Durch die IG-Haartransplantation sparen Sie sich bis zu 6 Monate Wartezeit auf die Traumfrisur!
tags: #Haartransplantation #Funktionsweise
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