Welche Haartransplantation ist die beste Methode? Eine umfassende Übersicht

Haarausfall ist ein weit verbreitetes Problem, das viele Frauen und Männer betrifft. Die Ursachen dafür sind vielfältig und reichen von erblicher Veranlagung bis hin zu Nährstoffmangel und Stress. Eine Haartransplantation kann hier Abhilfe schaffen und das optische Erscheinungsbild verbessern. Wenn Sie unter Haarverlust leiden oder Ihre Geheimratsecken auffüllen möchten, stehen Ihnen verschiedene Methoden zur Auswahl. In diesem Artikel werfen wir einen Blick auf die gängigsten Verfahren und helfen Ihnen, die beste Entscheidung für Ihre individuellen Bedürfnisse zu treffen.

Die Ursachen für Haarausfall

Erbliche Veranlagung, Nährstoffmangel, hormonelle Veränderungen, Erkrankungen und Stress: Es gibt verschiedene Haarausfall-Auslöser. Der anlagebedingte Haarausfall, auch androgenetische Alopezie genannt, ist die häufigste Ursache für Haarausfall: Sie betrifft bis zu 70 Prozent der Männer und 40 Prozent der Frauen.

Bei anlagebedingtem Haarausfall verlieren Männer vor allem im Bereich der Stirn (Geheimratsecken) und des oberen Hinterkopfes (Tonsurbereich) Haare. Bei Frauen fallen die Haare vor allem in der Scheitelregion und im vorderen Kopfbereich verstärkt aus.

Die Ursache für erblich bedingten Haarausfall ist eine zunehmende Empfindlichkeit der Haarwurzeln gegenüber Dihydrotestosteron, kurz DHT. Das Abbauprodukt des männlichen Sexualhormons Testosteron verursacht bei hormonempfindlichen Haarfollikeln Entzündungsprozesse. Die Haarwurzeln nehmen Schaden und sterben schließlich ab.

Die Haare wachsen zunächst nur noch sehr langsam und dünn nach - und irgendwann gar nicht mehr. Der Schaden an den Haarfollikeln ist dauerhaft. Eine Alterserscheinung ist diese Form des Haarausfalls nicht: Bei manchen Männern und Frauen setzt der Haarausfall bereits um das 30.

Überblick über die Haartransplantationsmethoden

Wenn Sie eine Haartransplantation in Betracht ziehen, werden Sie bei Ihrer Recherche zur Auswahl des Anbieters auf unterschiedliche Methoden stoßen. Dennoch gibt es beträchtliche Unterschiede zwischen den verschiedenen Techniken, die wir Ihnen hier näher beschreiben werden: Neben der DHI Methode (Direct Hair Implantation) werden heutzutage insbesonders die FUT-Methode (Follicular Unit Transplant) und FUE-Methode (Follicular Unit Extraction) angeboten.

Die zwei am häufigsten durchgeführten Methoden zur Behandlung von Haarausfall sind die FUE- und die FUT-Technik. Beide liefern sichere Resultate und sind medizinisch bestens etabliert.

Dabei setzen alle bewährten Methoden der Haartransplantation auf die aufwendige Verpflanzung eigenen Haars. Die beiden wichtigsten Methoden zur Eigenhaartransplantation sind die FUE- und die FUT-Technik. Sie gelten als Maß der Dinge bei der modernen Haarverpflanzung und werden auf der ganzen Welt erfolgreich eingesetzt.

FUT vs. FUE Haartransplantation: Welche ist besser? [VOLLER VERGLEICH]

FUT-Haartransplantation: Die traditionelle Methode

FUT steht für „Follicar Unit Transplantation“. Sie stellt eine weit verbreitete operative Form der Haartransplantation dar. Dabei werden die benötigten gesunden Haare in einem Hautstreifen am Hinterkopf der Patientin bzw. des Patienten entnommen. Eine Rasur im Spenderbereich ist dabei nicht notwendig.

Aus diesem Hautstreifen werden im Anschluss einzelne gesunde Haarwurzeln oder zusammenstehende Haargruppen entnommen. Diese Grafts müssen für die Implantation vorbereitet und sortiert werden, eine aufwendige Arbeit, welche unter hochauflösenden Mikroskopen erfolgt. Nach dieser Aufbereitung erfolgt die Implantation.

Bei der FUT-Haartransplantation wird ein einzelner ellipsenförmiger Haarstreifen aus dem Spenderbereich, z.B. dem Hinterkopf, entnommen. Darum wird FUT auch als Streifen- bzw. Strip-Technik bezeichnet.

Die FUT-Technik gilt zum Vergleich zur FUE immer noch als Goldstandard, weil es sich am Hautstreifen etwas besser und genauer arbeiten lässt. Auch lassen sich die Streifen besser in die verschiedenen Grafts mit ein, zwei oder drei Haaren aufteilen. Letztlich sind das eher Feinheiten.

Anfang des 20. Jh. erfand der japanischen Arzt Tamura die FUT Methode, die auch als Streifenmethode (Stripe Method) bekannt ist, da ein behaarter Hautstreifen aus dem Geberbereich, meist vom Hinterkopf, entnommen wird.

Anschließend wird der Hautstreifen in einzelne follikuläre Einheiten zergliedert und präpariert, die danach in die Empfängerlöcher im Empfängerbereich eingesetzt werden. Je nach Bedarf kann der längliche Hautstreifen bis zu 20 cm lang und 1 cm breit sein.

Der Hautstreifen wird in den meisten Fällen im sog. okzipitoparietalen Bereich (zwischen den Ohrmuscheln) entnommen. Unter dem Mikroskop wird der Hautstreifen in kleine Streifen sog. Donorstrips zerteilt, die dann abermals in die einzelnen follikulären Einheiten zergliedert werden.

Große Transplantatmenge: Im Vergleich zur FUE Methode können in kurzer Zeit eine größere Transplantatmenge gewonnen werden.

FUE-Haartransplantation: Die moderne Methode

FUE steht für „Follicular Unit Extraction“. Dieses Verfahren gilt als modernste Methode der Haarverpflanzung. Die Entnahme der Grafts erfolgt einzeln nach Rasur des Spenderbereichs mittels einer Hohlnadel am Hinterkopf.

Die entnommenen Haarfollikel werden sorgfältig geprüft und ausgewählt, bevor sie dann über winzige Einschnitte im Auffüllbereich wieder eingesetzt werden. Auf diese Weise wird eine präzise Platzierung der Grafts möglich.

Bei der FUE Haartransplantation steht FUE für Follicular Unit Extraction. Diese Methode bezeichnet die Entnahme einzelner Haarwurzelgruppen für eine moderne Haartransplantation mit Eigenhaar.

Mit der FUE-Methode kann die Haarlinie, aber auch die Fülle der Haare optimiert werden kann. Die FUE-Methode ist eine schonende, häufig eingesetzte Technik der modernen Haartransplantation. Dabei wird eigenes Körperhaar vom Hinterkopf ohne Narbenbildung entnommen.

Bei der FUE-Methode handelt es sich um eine narbenfreie Entnahme von Haarwurzelgruppen aus dem Hinterkopf. Im Haartransplantation Vergleich ist die FUE Haartransplantation in Verbindung mit einer PRP Behandlung die beste Haartransplantation Behandlung.

Die Haartransplantation nach der FUE Methode ist der Goldstandard in der Haarverpflanzung und ein sehr effizienter Eingriff.

Mit Hilfe eines speziellen Instrumentes werden hunderte kleine kreisförmige Einschnitte in die Haut gemacht, um die Follikel-Einheiten einzeln direkt aus der Kopfhaut zu entnehmen.

Diesen Prozess wiederholt man solange, bis die für die Behandlung gewünschte Anzahl an Haarwurzeln entnommen wurden. Die Entnahme der Grafts (Einzelhaare) erfolgt mittels eines kleinen, per Motor getriebenen Bohrers von 0,6 bis 0,8 mm Durchmesser.

Zuerst wird die Extraktionsnadel entsprechend der Wuchsrichtung des Haares über die natürliche Haargruppe gestülpt und durch kreisende Bewegungen der Nadel wird die Haargruppe freigelegt.

Gewebeschonend: Im Gegensatz zur FUT Methode ist die Gefahr des sog.

DHI-Methode (Direct Hair Implantation)

DHI ist eine Weiterentwicklung der FUE-Methode. DHI steht für Direct Hair Implantation. Der Unterschied zur FUE liegt in der Haarimplantation, also dem Einsetzen. Anders als bei FUE oder FUT wird das direkt aus einem speziellen Stift, dem Choi-Pen, in die Kopfhaut implantiert.

Es gibt zwischen Entnahme und Einpflanzung keinen Zwischenschritt. Und wie bei FUE werden alle Haare einzeln, hier mit dem Stift, herausgeholt.

Bei der DHI-Haartransplantation werden die Haarfollikel an der Spitze des Implantationsstifts platziert und direkt in die Haut transplantiert. Dieser einstufige Ablauf hilft dabei Blut, Krusten, Blutergüssen und Ödeme zu verhindern.

Das sanfte, einstufige Verfahren mit DHI Implanter (ohne Skalpell) ist sehr schonend - die (oft empfindliche) Kopfhaut wird je eingesetztem Follikel nur 1 Mal und auch nur minimal invasiv berührt.

Jedes Follikel wird genauso eingesetzt, wie es entnommen wurde, was zu einer optimalen Einwuchsrate führt: Follikel mit z.B. 2 oder 3 Haaren bleiben also genauso auch nach der Transplantation bestehen.

Der behandelnde Arzt kann mit dem Implanter die Tiefe, den Winkel und die Richtung des einzupflanzenden Haares optimal kontrollieren und so ein natürlicheres Ergebnis erzielen.

FUE vs. FUT: Welche Methode ist zu empfehlen?

Zu den gängigen Varianten der Haartransplantation zählen die FUT- sowie die FUE-Methode. Welche der beiden Verfahren ist zu empfehlen?

Bereits auf den ersten Blick wird klar, dass die FUE-Haartransplantation bedeutende Vorzüge mit sich bringt.

FUE-Methode auf einen Blick:

  • modernes, schonendes Verfahren
  • einzeln entnommene Haarfollikel
  • große Anzahl an Grafts
  • minimale Narbenbildung
  • natürliche und ästhetische Ergebnisse
  • geringere postoperative Beschwerden
  • schnellere Genesung
  • geeignet bei Kurzhaarfrisuren

FUT-Methode auf einen Blick:

  • Entnahme eines Hautstreifens
  • lineare, auffällige Narbenbildung
  • begrenzte Anzahl an Grafts
  • erhöhtes Risiko postoperativer Spannungsprobleme
  • aufwendige erforderliche Trennung der Follikel im Labor
  • längere Genesungszeit
  • eher ungeeignet bei Kurzhaarfrisuren

Weitere Techniken und Methoden

Neben den genannten Methoden gibt es noch weitere Techniken, die bei Haartransplantationen Anwendung finden:

  • I-FUE (Intermittend Follicular Unit Extraction): Hier werden komplette Follikuläre Einheiten aus der Haut extrahiert und ohne längere Verweildauer außerhalb des Körpers in andere Körperbereiche transplantiert.
  • IG-Technik (Instant Growth): Ein Großteil der versetzten Haare geht aufgrund der IG-Technik in direktes Wachstum über.
  • Saphir-FUE-Haartransplantation: Hier bereiten die Haarexperten die winzigen Empfangsschlitze für die Haartransplantation mit einer speziellen Saphirklinge vor.
  • Long Hair Methode: Es handelt sich hierbei um eine FUE-Haartransplantation, bei der die Haare nicht in voller Länge in den Empfängerbereich transplantiert werden, sondern auch die Haare der “Donor Area” bis ca. 8 cm lang gelassen werden können.
  • Body Hair Transplantation (BHT): Wenn nicht mehr genügend Haare im Spenderbereich zur Verfügung stehen, können Körperhaare vor allem in weniger sichtbare Bereiche eingesetzt werden.

Die Kosten einer Haartransplantation

Die Kosten für eine FUE Haartransplantation in Düsseldorf hängen stark vom medizinischen Befund ab. D.h. je größer der bisherige Haarverlust ist, um so mehr Haarwurzeln (Grafts) werden benötigt, um alle Bereiche, wie z.B. Oberkopf, Stirnbereich etc. zu implantieren.

Daher fangen die FUE Kosten für eine FUE Haartransplantation bei 3.500 € - 5.500 € je nach Graftanzahl.

Meistens ist mit Kosten zwischen 4000 und 6500 Euro zu rechnen - es kann auch etwas weniger oder mehr sein.

Die Kosten der verschiedenen Methoden zur Haartransplantation richten sich in erster Linie nach dem Umfang des Eingriffs, der Anzahl der zu verpflanzenden Haare, der hierfür benötigten Zeit sowie der Art der Entnahmetechnik und Betäubung. Alle diese Preise werden individuell kalkuliert.

Vor- und Nachteile der verschiedenen Methoden

Jede Methode hat Ihre Vor- und Nachteile, bzw. Chancen und Risiken. Die FUT Methode eignet sich insbesondere für Patienten mit starkem Haarausfall. Das FUE Verfahren ist dafür gewebeschonender und hinterlässt keine sichtbaren Narben.

MethodeVorteileNachteile
FUTGrößere Transplantatmenge in kurzer ZeitLineare, auffällige Narbenbildung, längere Genesungszeit
FUEMinimale Narbenbildung, schnellere Genesung, natürliche ErgebnisseLängere Entnahmephase
DHIPräzise Platzierung der Grafts, geringere postoperative BeschwerdenZeitaufwändig, geringere Graftanzahl

Wichtige Hinweise vor und nach der Haartransplantation

Vor der Haartransplantation müssen Medikamente, welche den Blutdruck beeinflussen oder die Blutgerinnung herabsetzen, unter ärztlicher Begleitung abgesetzt werden. Ein sorgsames Vorgehen ist in einem solchen Fall von besonderer Bedeutung.

Die ersten Tage nach der Haartransplantation sollten Sie nur lauwarmes Wasser nutzen, welches Sie sanft und ohne Druck der Brause über Ihren Kopf fließen lassen. Die erste richtige Haarwäsche mit einem speziellen Shampoo sollte frühestens vier Tage nach der Haartransplantation erfolgen.

Nach der Haartransplantation sind die verpflanzten Haarfollikel empfindlich. Daher sollten Sie Sonneneinstrahlung auf dem Kopf für mindestens drei Monate vermeiden, um die Transplantate zu schonen. Das gilt auch für Schwitzen auf dem Kopf nach der Haartransplantation.

Nach etwa zwei bis drei Wochen können Sie eine Kopfbedeckung nutzen, um Ihre Transplantate vor Sonne und UV-Strahlung zu schützen.

Nach der Haartransplantation sollten Sie starkes Schwitzen vermeiden. Nicht nur, dass Schweiß die Haut aufquellen lässt. Das enthaltene Salz reizt die Kopfhaut und kann Juckreiz und unter Umständen auch Entzündungen begünstigen.

Warten Sie mit dem Sport nach der Haartransplantation daher einige Wochen. Mit leichtem Sport, beispielsweise Walken, können Sie nach frühestens 14 Tagen vorsichtig wieder einsteigen. Intensiverem Sport sollten Sie erst nach etwa vier Wochen wieder nachgehen.

tags: #welche #haartransplantation #ist #die #beste #methode

Populäre Artikel:

Diese Website verwendet Cookies. Durch die weitere Nutzung der Seite stimmst du der Verwendung von Cookies zu. Weitere Informationen

Die Cookie-Einstellungen auf dieser Website sind auf "Cookies zulassen" eingestellt, um das beste Surferlebnis zu ermöglichen. Wenn du diese Website ohne Änderung der Cookie-Einstellungen verwendest oder auf "Akzeptieren" klickst, erklärst du sich damit einverstanden.

Schließen