Haartransplantation bei Tonsur: Informationen und Lösungen

Eine Haartransplantation bei einer Tonsur ist für viele Männer ein entscheidender Schritt, um sich endlich wieder wohler im eigenen Körper zu fühlen. Wenn sich auf Deinem Oberkopf eine runde kahle Stelle bildet, handelt es sich wahrscheinlich um eine Tonsur. Anfangs fällt der Wirbelbereich auf, später breitet sich die kahle Fläche weiter aus. Was zu Beginn noch kaum auffällt, kann sich im Laufe der Zeit zu einer deutlich sichtbaren Glatze ausweiten. Eine Haarverpflanzung bietet genau hier die Möglichkeit, verlorenes Haar dauerhaft zurückzubringen und die Haardichte wieder aufzufüllen.

Mit Mützen, Caps oder verschiedenen Frisuren kann man den Haarverlust in anfänglichen Stadien noch etwas kaschieren. Wenn Du Dir dauerhaft wieder volles Haar am Oberkopf wünschst, kann eine Haartransplantation helfen.

Was ist eine Tonsur?

Die Tonsur wird umgangssprachlich auch als Mönchsglatze bezeichnet, da sie früher hauptsächlich von Geistlichen getragen wurde. In vielen verschiedenen Religionen wie zum Beispiel dem Christentum, dem Hinduismus oder dem Buddhismus ist die Tonsur bekannt. Dem heutigen Schönheitsideal entspricht die Mönchsglatze allerdings nicht mehr und wird daher von vielen betroffenen Männern als sehr störend empfunden.

Viele Männer leiden unter dem Verlust Ihrer Haare. Häufig handelt es sich dabei insbesondere um den Ausfall der Haare im Bereich der Tonsur. Diese ist eine ganz klassische Problemzone bei Haarverlust. Das charakteristische einer Tonsur ist, dass sie meist von vorne nicht direkt auffällt. Wird der Kopf jedoch nach hinten oder seitlich bewegt, wird die kahle Stelle an der Kopfhaut sichtbar. Im Laufe der Zeit prägt sich diese immer weiter aus.

In der Regel entsteht eine Tonsur durch androgenetische Alopezie (erblich bedingter Haarausfall). Testosteron wird in der Kopfhaut in seine aktive Form umgewandelt, nämlich in das Hormon Dihydrotestosteron. Die Haarwurzeln reagieren darauf äußerst empfindlich und produzieren nur noch eingeschränkt Haare. Da dieser Zustand eine starke Belastung sein kann, ist die Möglichkeit einer Behandlung eine der am häufigsten gestellten Fragen.

Von vielen Betroffenen wird zunächst häufig versucht, die kahle Stelle am Kopf mit den noch vorhandenen Haaren abzudecken. Dies gelingt jedoch meist mehr schlecht als recht. Auch der Versuch kräftige Haare durch die Einnahme von Haarwuchsmitteln und Medikamenten zu erlangen kann nach hinten losgehen. Diese Optionen sind alle keine dauerhafte Lösung bei einer fortschreitenden Glatze. Also was tun?

Wie funktioniert eine Haartransplantation bei Tonsur?

Bei der Haarimplantation werden Haarwurzeln aus dem Hinterkopf entnommen. Die Entnahme der Haarwurzeln erfolgt heute fast ausschließlich mit der FUE-Methode. Die entnommenen Grafts werden dann in den kahlen Bereich auf dem Oberkopf eingesetzt. Der Oberkopf ist eine der anspruchsvollsten Zonen bei einer Haartransplantation. Die Fläche ist oft groß und liegt gut sichtbar im Zentrum des Kopfes.

Nach der Entnahme geht es an die Implantation. Bei der Tonsur ist dabei besonders wichtig, dass die Haare in der richtigen Richtung eingesetzt werden. Deshalb ist bei einer Haartransplantation im Tonsurbereich wichtig, dass diese von erfahrenen Spezialisten durchgeführt wird. Weil die Tonsur meist gut sichtbar ist, wünschen sich viele ein besonders stimmiges Ergebnis. Und das ist mit einer Haartransplantation grundsätzlich möglich.

Die eingesetzten Haarwurzeln stammen aus dem Hinterkopf und sind genetisch stabil. Schwieriger wird es, wenn der Haarverlust im Bereich der Tonsur sehr ausgeprägt ist und das Haar im Spenderbereich nicht ausreichend dicht ist. Häufig verbinden sich mit der Zeit die Tonsur mit der zurückweichenden Hairline und den Geheimratsecken und bilden so eine sehr große kahle Stelle am Oberkopf. Wenn der Haarschwund so weit fortgeschritten ist, kann eine Haartransplantation in der Regel nicht durchgeführt werden.

Wenn die Implantation und die Verteilung der Haare gut geplant ist und die Grafts sauber eingesetzt wurden, hält das Ergebnis dauerhaft. Direkt nach dem Eingriff brauchst Du etwas Geduld und die Ergebnisse zeigen sich nicht sofort. In den ersten Wochen nach der Transplantation können die neu eingesetzten Haare wieder ausfallen. Das ist ein normaler Prozess und wird “Shock Loss” genannt. Es betrifft aber nur die Haare und nicht die neu verpflanzten Wurzeln.

Ab dem dritten oder vierten Monat fangen die neuen Haare an zu sprießen. Anfangs sind Deine Haare noch etwas dünner und feiner, aber mit der Zeit werden sie immer kräftiger. Gerade im Bereich der Tonsur ist Präzision besonders wichtig. Die kreisrunde Form, die oft tief im Oberkopf liegt, erfordert ein besonders genaues Vorgehen bei Entnahme und Einsetzung der Haarwurzeln.

Die FUE-Methode ist eine moderne Technik für die Entnahme der Grafts. Dabei werden die Haarfollikel einzeln und punktuell mit einer feinen Hohlnadel aus dem Spenderbereich entnommen. Nach der Entnahme geht es darum, die Haarwurzeln möglichst schonend und exakt in die Tonsur einzusetzen. Dabei kommt in der Regel die aktuell modernste DHI-Technik zum Einsatz.

Kaum Haare nach Haartransplantation im Tonsurbereich

Eine Haarverpflanzung ist grundsätzlich ein sicherer Eingriff. In den ersten Tagen nach der OP kann Deine Kopfhaut empfindlich reagieren. Diese Reaktionen klingen meist schnell wieder ab. Dauerhafte oder schwerwiegende Nebenwirkungen sind sehr selten, wenn Du Dich in einer seriösen und professionellen Klinik handeln lässt. Achte also darauf, dass Du Dich in professionelle Hände begibst.

Eine vollständige Auffüllung ist grundsätzlich möglich, solange genug gesunde Haarwurzeln transplantiert werden können. Nach dem Eingriff solltest Du Deinen Kopf gut schonen und körperliche Anstrengung vermeiden, den Kopf nicht berühren und vor allem Sonne, Schweiß und Schmutz fernhalten.

FUE-Technik (Follicular Unit Extraction)

Bei der modernen FUE Methode (Follicular Unit Extraction) werden im Gegensatz zur veralteten FUT Technik einzelne Haarfollikel aus dem Spenderbereich entnommen, statt ein ganzer Hautstreifen. Dank dieser schonenden FUE Technik hinterlässt die Haarverpflanzung daher keine großen Narben am Hinterkopf und der Heilungsprozess läuft schnell und unkompliziert ab.

FUT-Technik (Follicular Unit Transplantation)

Die FUT-Technik ist, neben der FUE-Methode, die zweite der heutzutage anerkannten Methoden und medizinischen Techniken in der modernen Haartransplantation. FUT steht für Follicular Unit Transplantation und bezieht sich insbesondere auf die Entnahme der follikulären Einheiten am Hinterkopf. Denn das Spenderhaar wird in diesem Fall durch einen einzigen, etwa 1 bis 1,5cm hohen Hautstreifen bzw. Strip aus dem Spenderbereich entnommen.

Nach erfolgter Entnahme des Hautstreifens, auf dem zugunsten eines optimalen ästhetischen Ergebnisses bis zu 3.000 follikuläre Einheiten (Grafts) sitzen können, wird dieser durch speziell ausgebildete Eigenhaartechniker unter hochauflösenden Stereo-Mikroskopen in seine einzelnen Haarfollikel zerlegt.

DHI-Technik (Direct Hair Implantation)

Die Direct Hair Implantation (seltener Direct Hair Transplantation), kurz DHI oder DHT, gilt als besonders innovative Technik. Der behandelnde Arzt entnimmt dabei die Haare mithilfe eines speziellen Implantierstifts und pflanzt diese direkt in die Kopfhaut ein.

Studien zeigen: Je kürzer sich die Transplantate außerhalb des Körpers befinden, desto höher ist ihre Überlebensrate - und damit der Erfolg der Haarverpflanzung. Die DHI punktet außerdem mit einer höheren Haardichte und einer schnelleren Heilung.

Kosten einer Haartransplantation im Tonsurbereich

Die Kosten für eine Haartransplantation im Tonsurbereich hängen von verschiedenen Faktoren ab. In vielen Kliniken sind die Kosten gebunden an die Anzahl der benötigten Grafts und die gewählte Methode. In der Bio Hair Clinic bieten wir Dir einen All Inclusive Festpreis von 2.900 € an, unabhängig von der Anzahl der Grafts.

Die Kosten variieren je nach Umfang der Transplantation, Technik und Klinik. Im Schnitt belaufen sich die Kosten in Deutschland auf etwa 2500 bis 8000 Euro.

Risiken und Heilungsprozess

Mögliche Haartransplantation Risiken umfassen Infektionen, Schwellungen und vorübergehenden Haarausfall (Schockverlust). Die ersten Tage ist die Kopfhaut etwas empfindlich. Nach etwa 10-14 Tagen ist die äußere Heilung abgeschlossen. Bis die neuen Haare anfangen zu wachsen, vergehen rund 3-4 Monate.

In den ersten Tagen nach der Haartransplantation sollten Sie eine Kopfbedeckung als Schutz vor Sonne und anderen äußeren Einflüssen tragen. Einige Tage nach der Haarverpflanzung können Sie Ihre Haare wieder selbst waschen.

Nach der Haartransplantation bildet sich zunächst ein Wundschorf, der sich nach etwa fünf bis sieben Tagen ablöst. Kratzen Sie bitte den Schorf nicht ab, auch wenn es juckt; dadurch stören Sie lediglich den Heilungsprozess und erleichtern Bakterien das Eindringen ins Gewebe.

Halten Sie die mit einer Naht verschlossene Entnahmestelle bis zur Wundheilung trocken. Verwenden Sie zum Waschen spezielle, wasserundurchlässige Duschpflaster. Diese erhalten Sie zum Beispiel in der Apotheke. Die Fäden werden frühestens zwei Wochen nach der Operation gezogen.

Erschrecken Sie nicht, wenn die gerade transplantierten Haare ausfallen. Da die Haut durch die Operation zeitweise nur schlecht mit Sauerstoff versorgt wurde, werden die Haare zunächst abgestoßen - nicht aber die Haarwurzeln! Aus diesen wachsen etwa acht bis zwölf Wochen nach der Haartransplantation neue Haare. Das Endergebnis lässt sich erst nach acht bis zehn Monaten beurteilen.

Weitere Informationen und Beratung

Eine Glatze am Oberkopf kann für Männer zur schweren psychischen Belastung werden. Im kostenlosen und unverbindlichen Beratungsgespräch beantworten Ihnen die Experten von Elithair Ihre Fragen und beraten Sie zu Ihrer individuellen Haarsituation.

Die spezialisierten Ärztinnen und Ärzte von S-thetic Hair untersuchen und beraten Sie jederzeit gern persönlich. Wenn Sie sich für eine Transplantation interessieren und Fragen haben, melden Sie sich bitte per Telefon oder Kontaktformular. Wir vereinbaren dann einen individuellen Termin mit Ihnen.

Gerne empfängt Sie das KÖ-HAIR Team zu einem kostenlosen, unverbindlichen Beratungstermin. Rufen Sie uns an, nutzen Sie unsere Online-Beratung oder das Kontaktformular.

FAQ zur Haartransplantation

  • Ist eine Haartransplantation bei erblich bedingtem Haarausfall sinnvoll? Ja, besonders bei erblich bedingtem Haarausfall kann eine Transplantation eine dauerhafte Lösung sein.
  • Wie lange dauert es, bis die Kopfhaut verheilt ist? Die ersten Tage ist die Kopfhaut etwas empfindlich. Nach etwa 10-14 Tagen ist die äußere Heilung abgeschlossen.
  • Wann wachsen die neuen Haare? Bis die neuen Haare anfangen zu wachsen, vergehen rund 3-4 Monate.
  • Kann eine Tonsur erfolgreich behandelt werden? Oft ja. In den meisten Fällen ist eine Tonsur die Folge von erblich bedingtem Haarausfall, der durch das Hormon DHT ausgelöst wird.
  • Funktioniert eine Haartransplantation bei einer Glatze am Oberkopf? Ja, das funktioniert sehr gut, solange ausreichend Spenderhaare zur Verfügung stehen.

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