Geheimratsecken sind nicht nur ein männliches Problem, sondern können auch bei Frauen auftreten. Bei vielen Betroffenen, sowohl Männern als auch Frauen, sind Geheimratsecken und eine zurückweichende Haarlinie durch erblich bedingten Haarausfall bedingt. In diesem Fall reagieren die Haarwurzeln überempfindlich auf Dihydrotestosteron (DHT), ein Stoffwechselprodukt des männlichen Sexualhormons Testosteron.
Es gibt verschiedene Ursachen für Haarausfall. Manchmal wird Haarverlust aber auch durch dauerhaften Stress, mangelhafte Ernährung und bei Frauen auch durch Schwangerschaft oder Menopause verursacht. Bei diesen Auslösern reicht meist eine Änderung der Lebens- und Ernährungsgewohnheiten beziehungsweise eine Behandlung mit Hormonen, um das Voranschreiten der Geheimratsecken zu stoppen.
Prinzipiell ist erblich bedingter Haarausfall keine Krankheit und muss nicht behandelt werden. Wer stark unter seinem Haarausfall leidet, kann jedoch Hilfe bei einem Haarexperten suchen. Mithilfe verschiedener Techniken kann diesem Leiden ein Ende gesetzt und das Haarwachstum regeneriert werden.
Eine Haartransplantation bei Geheimratsecken ist prinzipiell nur sinnvoll, wenn der Haarverlust gestoppt wurde und nicht weiter fortschreitet. Bei einigen Patienten kommt der Haarausfall von selbst zum Stillstand. Bei wem das nicht so ist, dem kann zum Beispiel mit bio-regenerativen Methoden geholfen werden, das Haar wieder zu aktivieren und den Haarverlust zu stoppen.
Bei erblich bedingtem Haarausfall ist es sinnvoll, die Transplantation erst durchführen zu lassen, wenn der Haarausfall beendet ist und das individuelle „Endstadium“ erreicht ist. Wie weit der eigene Haarausfall voranschreiten wird, lässt sich im Vorfeld nämlich nicht bewerten. Die transplantierten Haare fallen zwar nicht wieder aus, wohl aber die umliegenden unverpflanzten Haare. Es können somit unschöne Haarinseln entstehen, die eine weitere Haarverpflanzung notwendig machen.
Es gibt unterschiedliche Methoden der Haartransplantation:
Die in Deutschland am häufigsten angewandte Methode ist das FUT-Verfahren (FUT= Follicular Unit Transplantation). Dabei wird aus dem Hinterkopf ein ellipsenförmiger Hautlappen ausgeschnitten und die entstandene Lücke vernäht. Der Hautlappen wird in einzelne Einheiten zerlegt und in kleine vorgebohrte Empfangslöcher implantiert. Nachteil dieser Streifenmethode der Haarverpflanzung ist eine deutliche Narbenbildung, die zu Haarausfall an der Entnahmestelle führen kann.
Es handelt sich bei der IFUE-Methode um einen minimal-invasiven Eingriff, bei dem mit einer Hohlnadel einzelne follikuläre Einheiten entnommen werden. Als Spenderbereich kommen dichte Haarregionen infrage - das kann der Hinterkopf sein, aber auch der Bart oder andere Körperhaare. Da die entnommenen follikulären Einheiten nur eine kurze Zeit außerhalb des Körpers in einer Kochsalzlösung zwischengelagert werden und dann sofort wieder in den Empfängerbereich verpflanzt, sind die Anwuchsraten besonders hoch. Durch die minimal-invasive Technik gibt es keine sichtbare Narbenbildung, kaum Schmerzen und ein sehr natürliches Endergebnis.
Eine Haartransplantation unterliegt als medizinischer Eingriff der GOÄ (Gebührenordnung für Ärzte) und bewegt sich damit in einem definierten Preisrahmen. Der genaue Preis hängt von der Anzahl der benötigten Transplantate ab. Berechnet werden 2,33 Euro pro Graft/Haar oder 4,66 Euro pro follikulärer Einheit.
Bei mäßig ausgebildeten Geheimratsecken müssen etwa 1000 Haare oder 500 follikuläre Einheiten transplantiert werden. Dies würde einem Preis von 2.330 Euro entsprechen. Für begleitende bio-regenerative Methoden entstehen zusätzliche Kosten, die wir individuell mit Ihnen besprechen. So könnten beispielsweise fünf PRP-Behandlungen begleitend Sinn ergeben.
Die Kosten variieren je nach Ausprägung der Geheimratsecken und beginnen etwa bei 2500€, jedoch ist oft eine begleitende Therapie sinnvoll für die weitere Kosten anfallen. Die meisten durchgeführten Haartransplantationen kosten zwischen 2.500 - 12.000 Euro ohne den Einsatz eines Haarroboters und 3.500 - 14.500 Euro bei Durchführung mit Haarroboter. Der Preis ist stets abhängig von der verpflanzten Graftzahl.
Hinweis: Durch die haarerhaltende Therapie regenerieren sich oftmals Haarfollikel von selbst. Dadurch ist die Haartransplantation teilweise unnötig oder fällt kleiner aus. Diese Beispielrechnung der Haartransplantation der Geheimratsecken trifft für Männer und Frauen zu. Die Bezahlung kann auf Wunsch auch in monatlichen Raten erfolgen.
| Behandlung | Kosten (ungefähre Angaben) |
|---|---|
| Haartransplantation (FUE/FUT) | 2.500 - 12.000 € |
| Haartransplantation mit Haarroboter | 3.500 - 14.500 € |
| PRP-Therapie | Zusätzliche Kosten |
Ja, es gibt verschiedene Möglichkeiten, auch ohne OP volleres und gesünderes Haar zu erlangen. Ein Beispiel dafür ist die PRP-Haarwurzelbehandlung, bei welcher der Haarwuchs mittels Eigenblut angekurbelt wird. Bei Kurzhaarfrisuren bis hin zur Glatze kann auch eine Microhaarpigmentierung helfen. Bei dieser Methode wird mit einer speziellen Tätowierung gearbeitet, mithilfe derer eine Kurzhaarfrisur optisch kaschiert werden kann.
Die frisch transplantierten Haare an den Geheimratsecken brauchen in den ersten ein bis zwei Wochen Schonung. Sie sollten keiner Zugbelastung oder Scherkräften ausgesetzt werden. Auch Fremdmaterial sollte in dieser Zeit vom Kopf ferngehalten werden. Dazu gehören sowohl Mützen und Kappen als auch das Kopfkissen - sonst besteht die Gefahr, dass die Transplantate mit dem Stoff verkleben und beschädigt oder herausgerissen werden.
Es ist ganz normal und kein Grund zur Sorge, dass die transplantierten Haare nach ein bis vier Wochen zunächst ausfallen. Danach beginnen die Haarwurzeln mit der Bildung neuer Haare. Nach etwa drei Monaten beginnt das normale Haarwachstum, die Haare wachsen dann etwa 1,5 Zentimeter im Monat. Je nach Länge der Frisur ist nach sechs bis zwölf Monaten mit einer "normalen" Frisur zu rechnen.
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