Viele Patienten erschrecken, wenn nach einer Haartransplantation plötzlich Haare ausfallen. Doch keine Sorge - in den meisten Fällen ist dies ein normaler Teil des Heilungsprozesses. In diesem Artikel erfahren Sie, warum dieser Haarverlust auftritt, wann er unbedenklich ist und welche Maßnahmen den Heilungsprozess unterstützen.
Viele Patienten bemerken einige Wochen nach ihrem Eingriff verstärkten Haarverlust - ein Phänomen, das als „Shock Loss“ bekannt ist. Der temporäre Haarverlust nach einer Verpflanzung ist sehr häufig und betrifft 60-80 % der Patienten. Dieser Zustand ist meist harmlos und wächst sich von selbst wieder aus.
Es gibt mehrere Gründe, warum Haare nach einer Haarverpflanzung ausfallen. Nach dem Eingriff fallen die verpflanzten Haare oft zunächst aus, bevor sie dauerhaft nachwachsen. Die Kopfhaut wird während des Eingriffs belastet - sowohl durch die Entnahme als auch durch die Implantation der Grafts.
Nach einer Haartransplantation tritt der sogenannte Shock Loss meist innerhalb der ersten zwei bis acht Wochen auf. Dabei fallen die transplantierten Haare vorübergehend aus, da die Haarfollikel in eine Ruhephase (Telogenphase) übergehen.
Viele Patienten sorgen sich, wenn der Haarverlust anhält oder das Wachstum zunächst spärlich erscheint. Doch der Heilungsprozess benötigt Zeit - das endgültige Ergebnis zeigt sich erst nach bis zu 12 Monaten.
Der Verlust der Haare nach einer Eigenhaarverpflanzung ist in den meisten Fällen ein ganz normaler Teil des Heilungsprozesses.
Haarverlust nach dem Eingriff ist in den meisten Fällen kein Grund zur Sorge. Wichtig ist es, zwischen diesem normalen Haarverlust und möglichen Komplikationen wie anhaltendem oder ungleichmäßigem Haarschwund zu unterscheiden.
Viele Patienten erleben nach ihrer Haartransplantation zunächst Unsicherheit, wenn die transplantierten Haare vorübergehend ausfallen. Ein typisches Beispiel ist Frederik G., der nach seiner Haartransplantation in den ersten Wochen deutlichen Haarverlust bemerkte. Er machte sich Sorgen, ob die Behandlung erfolgreich war. Doch nach drei Monaten begann das neue Haarwachstum, und innerhalb eines Jahres hatte er eine volle Haarlinie.
Vorher-Nachher-Bilder belegen, dass der Heilungsverlauf individuell verläuft, aber langfristig zu einem sichtbaren Erfolg führt. Wer sich bewusst macht, dass der Shock Loss nur eine Phase ist, kann gelassener mit dem Übergang umgehen.
Direkt nach einer Haartransplantation kann es zu einem temporären Haarausfall kommen, der insbesondere die transplantierten Haare betrifft. Dieses Phänomen ist medizinisch bekannt als „Shedding“ und tritt meist innerhalb der ersten Wochen nach dem Eingriff auf. Grund dafür ist die Reaktion der Haarfollikel auf den operativen Eingriff.
Wenn der Haarausfall erst Monate oder Jahre nach der Transplantation erneut einsetzt, kann dies verschiedene Ursachen haben. Häufig sind folgende Szenarien zu beobachten:
Die bei einer Haartransplantation verpflanzten Haarwurzeln stammen in der Regel aus dem sogenannten „sicheren Spenderbereich“ am Hinterkopf, der meist nicht vom erblich bedingten Haarausfall betroffen ist. Diese transplantierten Haare wachsen in der Regel dauerhaft an.
Androgenetische Alopezie
Wenn nach der Haartransplantation wieder Haarverlust einsetzt, ist eine frühzeitige und gezielte medizinische Betreuung entscheidend.
Haartransplantationen gewinnen immer mehr an Beliebtheit. Es ist eine erfolgsversprechende Methode gegen fortschreitenden Haarausfall. Und die guten Ergebnisse einer Haartransplantation sprechen für sich. Erstaunliche Resultate begeistern immer mehr Menschen.
Nicht bei allen Formen des Haarausfalls ist eine Haartransplantation die beste Wahl! Denn bei Haarausfall können viele verschiedene Ursachen verantwortlich sein, die zunächst abgeklärt werden sollten. Patient:innen, die an erblich bedingten Haarausfall leiden, profitieren am meisten von einer Haartransplantation. Vor allem Männer sind an dieser Art von Haarausfall betroffen.
Merke: Ein kreisrunder Haarausfall (Alopecia areata) wird durch eine Haartransplantation nicht behandelt. Beim diffusen Haarausfall kann die Entscheidung für oder gegen eine Haartransplantation mit Spezialist:innen abgewogen werden.
Der erblich bedingte Haarausfall kann auch als androgenetische Alopezie bezeichnet werden. Manche Haarwurzeln reagieren sehr empfindlich auf DHT (Dihydrotestosteron). Manche Haarwurzeln reagieren sehr empfindlich auf DHT, teilweise ist auch eine zu hohe Menge an DHT in der Kopfhaut nachzuweisen. Eine zu hohe Konzentration oder eine Überstimulierung des Rezeptors kann folglich zum Haarausfall führen.
Das besondere an unseren Haaren ist, dass nicht jedes Haarfollikel gleich sensibel auf das Androgen DHT reagiert. Die Haare an Bart und Hinterkopf sind dem DHT resistent gegenüber und bleiben von diesem männlichen Geschlechtshormon völlig unbeeindruckt.
Merke Dir: Auch wenn unsere Haarfollikel am gesamten Kopf auf den ersten Blick alle gleich aussehen, haben sie je nach Lokalisation andere Eigenschaften! Einige Haare reagieren besonders sensibel auf DHT, andere wiederum nicht. Und ja, auch Frauen haben das Androgen DHT und können ebenso (nur in geringerem Maße) sensibel auf das Hormon reagieren und an Haarausfall leiden.
Der erblich bedingte Haarausfall gilt etwa zwischen dem 30.- 45. Lebensjahr als beendet. Wann jedoch der richtige Zeitpunkt für eine Haartransplantation ist, sollte mit Spezialist:innen abgeklärt werden. Du kannst bei ihnen eine individuelle Haaranalyse durchführen lassen, welche Aufschluss geben kann, wie weit der Haarausfall bei Dir bereits vorangeschritten ist.
Sobald Du verstanden hast, wie der erblich bedingte Haarausfall verursacht wird, kannst Du Dir sicherlich schon denken, welche Haare als Spenderhaare in Frage kommen. Richtig! Und zwar die Haare, die von dem DHT ganz unbeeindruckt bleiben: Die Haarkranzhaare. Man kann sie vom Hinterkopf entnehmen und an die gewünschte Stelle implantieren.
Bei der Entnahme von Haaren im Spenderbereich gibt es verschiedene Möglichkeiten: Einerseits kann man einen Hautstreifen am Hinterkopf entnehmen. Dabei werden viele Haare auf einmal entnommen. Man präpariert folglich den Hautstreifen, indem man die enthaltenen Haare voneinander trennt und sogenannte “follikuläre Einheiten“ aufbereitet.
Anstelle eines ganzen Hautstreifens kann man auch die follikulären Einheiten vom Kopfhaar einzeln entnehmen. Wie Du Dir sicherlich vorstellen kannst, entstehen anstelle einer großen langen Narbe (Entnahme eines Hautstreifens), viele winzig kleine Narben. Die Entnahme vieler kleiner follikulärer Einheiten ist heute meist die bevorzugte Variante, da die kleinen Mikronarben im Gesamtbild kaum auffallen.
Wenn die Haare entnommen wurden, können Spezialist:innen sich für eine geeignete Implantationstechnik entscheiden. Bei der Implantation werden die entnommenen Haare an einer anderen Kopfstelle wieder "verpflanzt". Meist wird dabei zuvor ein Kanal bzw. eine schmale Öffnung vorbereitet, in welchen/welche das Haar eingeführt werden kann. Und schon nach etwa 10 Tagen kann man davon ausgehen, dass das Haar an der neuen Stelle fest verwachsen ist.
Wie Du Dir schon denken kannst, gibt es hier keine pauschale Antwort. Denn hierbei kommt es ganz auf den Haarbefund an. Bei kleinen Arealen braucht man nur etwa 500 Grafts, manchmal können jedoch auch bis zu 6000 Grafts notwendig sein. In den allermeisten Fällen wird sich die Anzahl der Transplantate zwischen 1500- 3000 Grafts befinden.
Um ein möglichst natürliches Ergebnis zu erzielen, sollten einige wichtige Aspekte eingehalten werden. Lass Dich nur von Ärzt:innen operieren, die eine langjährige Erfahrung vorweisen können. Eine unnatürliche Haarlinie oder Haare, die falsch in alle Richtungen wachsen, sollten möglichst vermieden werden.
Auf folgende drei Aspekte sollte daher dringend geachtet werden:
Nach einer Haartransplantation muss man sich einige Zeit gedulden, bis das endgültige Ergebnis zu sehen ist! Glücklicherweise sind die Wunden nach etwa 10 Tagen schon verheilt, die Krusten fallen ab und ein erster Gesamteindruck wird erstmals sichtbar. Langfristige Ergebnisse sind jedoch erst nach einiger Zeit zu erwarten: Nach etwa einem halben Jahr sind 60-70% des zu erwartenden Ergebnisses sichtbar, und nach ca. einem Jahr kann man dann die neue Haarpracht in Gänze bewundern.
Eine Haartransplantation ohne Rasur ist leider nicht immer möglich. Gerade, wenn der Haarausfall schon weit fortgeschritten ist, sollte eine komplette Rasur in Erwägung gezogen werden. Eine Haartransplantation ohne Rasur kommt dann in Frage, wenn nur kleinere kahle Stellen aufgefüllt werden müssen.
Ja! Das ist durchaus möglich und wird auch oft in der Praxis umgesetzt. Echt faszinierend, wie Narbenbereiche mit Haaren erfolgreich versorgt werden können.
Falls Du Dich gerade in dieser Situation befindest, wollen wir Dich beruhigen. Es ist kein Grund zur Panik. In den meisten Fällen fehlt es Deiner Kopfhaut lediglich an Feuchtigkeit. Die Risse sind nämlich nur eine vorrübergehende Erscheinung, die aufgrund einer trockenen und spröden Kopfhaut auftritt.
Ein Leben lang. Einmal gut verpflanzte Haare fallen in der Regel nicht wieder aus. Leider gibt es dennoch keine Garantie, dass kein zweiter Eingriff nötig sein könnte. Denn Areale, von denen man glaubte, sie seien vom genetischen Haarausfall verschont geblieben, können nach einiger Zeit leider noch ausfallen.
Die Kosten belaufen sich in Deutschland im Schnitt auf etwa 2500 bis 8000 Euro. Dabei kommt es ganz darauf an, wie viele Transplantate verwendet wurden und welche Zusatzleistungen von Patient:innen noch erwünscht sind.
Eine erfolgreiche Haartransplantation ist nicht nur ein einmaliger Eingriff, sondern ein ganzheitlicher Prozess. Entscheidend für den langfristigen Erfolg ist eine individuelle, medizinisch begleitete Nachsorge.
Shock Loss nach einer Haar-OP ist nicht zu verwechseln mit dem sogenannten Shedding. Denn Shedding ist ein normaler Vorgang nach einer Haartransplantation, der bei den allermeisten Patienten auftritt. Nur etwas 5% sind nach der Haar-OP nicht davon betroffen.
Als Shedding wird der Haarausfall im Empfängerbereich bezeichnet, der nach zwei bis sechs Wochen nach der Haartransplantation auftritt. Shedding wird durch den vorübergehenden Nähr- und Sauerstoffmangel verursacht, dem die Haarfollikel im Zeitraum zwischen der Entnahme und dem Einsetzen ausgesetzt sind. Dadurch geht die Haarwurzel in eine Ruhephase über und die verpflanzten Haare fallen wieder aus. Wie bereits erwähnt, ist dies jedoch kein Grund zur Sorge. Denn die Haarfollikel selbst sind bereits angewachsen und produzieren nach etwa zwei bis drei Monaten wieder neue Haare.
In nahezu allen Fällen ist der Shock Loss nach einer Haartransplantation reversibel. Lediglich in Fällen, wo das Gewebe außergewöhnlich stark geschädigt ist (beispielsweise nach einem Unfall), kann es sein, dass die Haare nicht wieder vollständig nachwachsen.
Alle anderen von Shock Loss Betroffenen können das Wachstum ihrer Haare unterstützen, indem sie Stress vermeiden und auf Rauchen sowie ungesunde Ernährung verzichten. Zudem können Sie Ihr Haarwachstum nach einer Haar OP mit der Anwendung bestimmter Wirkstoffe unterstützen. Besonders hervorzuheben sind hier Minoxidil und Redensyl.
Die beste Lösung ist selbstverständlich, die Gefahr für einen Shock Loss zu minimieren. Daher sollten Sie sich für Ihre Haartransplantation für eine gute Fachklinik entscheiden, in der die Haar OP ausschließlich von erfahrenen Haarchirurgen durchgeführt wird.
Wie vieles andere Lebendige auch besitzt das Haar einen Lebenszyklus: Es wächst, ruht, ist erschöpft und stirbt. Im Normalfall wird es dann durch ein neues Haar ersetzt. Bis zu 20 dieser Zyklen durchläuft das Haar einer einzigen Haarwurzel während eines Menschenlebens.
| Phase | Dauer | Anteil der Haare | Beschreibung |
|---|---|---|---|
| Papillarhaar (Anagenphase) | 2 bis 6 Jahre | 85 bis 90 % | Wachstumsphase |
| Beethaar (Katagenphase) | 2 bis 3 Wochen | ca. 1 % | Übergangsphase, kein Wachstum mehr |
| Kolbenhaar (Telogenphase) | 2 bis 4 Monate | Variabel | Regenerationsphase, neues Haar wird gebildet |
Bis zu 100 Haare fallen einem Menschen täglich aus. Bei den rund 100.000 Kopfhaaren, die wir im Normalfall besitzen, macht sich das optisch nicht bemerkbar. Ist das Wachstum jedoch gestört, werden die Haare dünner, verlieren ihre Widerstandskraft und gehen früher aus. Das Nachwachsen der Haare ist eingeschränkt oder unterbleibt völlig.
Die Ursachen für Haarausfall sind vielfältig. Bei Haarproblemen sollten Sie einen erfahrenen Arzt zu Rate ziehen.
Bei der Haartransplantation werden zwei Techniken unterschieden: die Follicular Unit Transplantation (FUT-Technik) und die Follicular Unit Extraction (FUE-Technik).
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