Ein voller, natürlicher Bart gilt seit jeher als Zeichen von Männlichkeit und ist in zahlreichen Varianten im Trend - vom Schnäuzer über den Dreitagebart bis hin zum Vollbart. Ein Bart verleiht einem Männergesicht Konturen und Schärfe und kann das Selbstbewusstsein stärken.
Viele Männer, deren Bartwuchs im Oberlippenbereich und/oder an den Wangen sehr spärlich ist oder sogar große haarlose Lücken aufweist, leiden dementsprechend darunter. Mit einer Barthaartransplantation kann diesen Männern geholfen werden.
Ergebnisse einer Barttransplantation können beeindruckend sein.
Bei den meisten Männern, deren Bart ungleichmäßig oder asymmetrisch wächst, ist eine genetische Veranlagung die Ursache. Bei dieser Form des Haarausfalls reagieren die Haarwurzeln der Barthaare überempfindlich auf das männliche Sexualhormon Dihydrotestosteron (DHT). Diese Überempfindlichkeit löst eine biochemische Reaktion aus, die zu einer verkürzten Wachstumsphase der Barthaare führt.
Erblich bedingter Haarausfall kann aber nicht die einzige Ursache von unregelmäßigem Bartwuchs sein. Gerade bei Verletzungen und daraus resultierenden Narben im Gesicht zeigt sich an diesen Stellen häufig ein lückenhafter Bart. In allen Fällen ist die Barthaartransplantation ein bewährtes Verfahren, um Bart zu transplantieren.
Eine Barthaartransplantation ist grundsätzlich eine Eigenhaarverpflanzung. Das bedeutet, dass als Voraussetzung für eine erfolgreiche Behandlung geeignete Spenderhaare vorhanden sein müssen. Diese entnehmen die Haarchirurgen bei den meisten Patienten vom Hinterkopf.
Durch die Entwicklung der FUE-Methode bei der Haartransplantation ist es grundsätzlich möglich, Haarfollikel auch von anderen Bereichen des Körpers zu entnehmen. Bei der FUE-Haartransplantation werden einzelne Haarfollikel oder Grafts aus dem Spenderareal entnommen, nach Haaranzahl und Wuchsrichtung sortiert und anschließend in die kahlen Stellen der Kopfhaut transplantiert. Diese besondere Technik ermöglicht es, bei Männern beispielsweise auch Bart- oder Brusthaare zu transplantieren.
Die BHT wird in der Regel angewandt, wenn der Patient nur wenig Spenderhaar auf der Kopfhaut zur Verfügung hat oder wenn eine herkömmliche Haartransplantation auf der Kopfhaut nicht in Frage kommt.
Barthaar ist aufgrund seiner Dicke gut für Körperhaartransplantationen geeignet. Allerdings können nur bis zu 1.000 Grafts entnommen werden, da ansonsten unschöne Lücken im Bart entstehen. Zudem sind Barthaare sehr fest und starr, was sie ungeeignet für eine Haartransplantation am Haaransatz macht. Sie würden dort sehr unnatürlich aussehen. Für die mittlere oder obere Region der Kopfhaut hingegen eignen sie sich hervorragend als Ergänzung zu Kopfhaartransplantationen.
Die FUE-Technik ermöglicht eine präzise Entnahme und Verpflanzung der Haarfollikel.
Die Barttransplantation findet unter örtlicher Betäubung statt, eine Vollnarkose ist nicht notwendig. Zunächst wird Ihnen eine Lokalanästhesie in die Kopfhaut injiziert. Sobald dies wirkt, beginnen die Haarexperten mit der Entnahme der Spenderhaarfollikel, die im Fachjargon als Grafts bezeichnet werden.
Dazu werden zwei unterschiedliche Verfahren angewendet, die FUT und die FUE. Bei der FUT-Methode wird ein feiner Hautstreifen vom Hinterkopf entnommen, aus dem anschließend die Grafts extrahiert werden. Die Wunde wird fein vernäht und die dünne Narbe verschwindet später unsichtbar unter dem längeren Deckhaar. Bei der FUE-Variante werden die Haarfollikel mit einer Hohlnadel einzeln vom Hinterkopf entnommen. Der Vorteil dieser Variante ist die sehr feine Narbenbildung, die mit bloßem Auge nicht zu erkennen ist. Allerdings muss der Entnahmebereich bei der FUE kurz rasiert werden, um die Grafts entnehmen zu können.
Im Anschluss an die Entnahme präparieren die Spezialisten die Barthaartransplantate so, dass sie eine perfekte Ausrichtung erhalten und so von natürlichem Barthaar nicht mehr zu unterscheiden sind.
Jetzt werden die Transplantate sorgfältig in kahle Stellen eingeführt. Sowohl Bart als auch Schnurrbart werden behandelt, überall dort, wo unzureichende Haare wachsen. Dieser bedeutende Schritt wird durch erfahrene Teams durchgeführt, die mit mikroskopischer Präzision arbeiten und die Wuchsrichtung und den natürlichen Winkel der Barthaare berücksichtigen - für ein optimal abgestimmtes und natürlich wirkendes Resultat.
Die Operation besteht aus drei Teilen:
Seien Sie sich jedoch darüber bewusst, dass es sich hierbei noch nicht um das eigentliche Behandlungsergebnis handelt. Denn rund 90 Prozent der Transplantate fallen in den ersten Tagen bis Wochen nach der Barthaartransplantation wieder aus - das ist vollkommen normal und kein Grund zur Sorge. Die Transplantate konnten in dieser Phase dennoch ihre genetischen Informationen an die Haarwurzeln weitergeben, sodass diese nach einigen Monaten selbst wieder Haare produzieren.
In den ersten Wochen nach der Behandlung sind Schonung und Hygiene entscheidend. Eine gesunde Ernährung, empfohlene Kopfhautpflege und der Schutz vor Sonneneinstrahlung sind in der Heilungsphase fördernd und wirken sich positiv auf Ihr Endresultat aus.
Generell ist aber zu sagen, dass empfohlen wird, das Gesicht 5 Tage lang trocken zu halten. Dies unterstützt die Aufrechterhaltung des korrekten Anwuchswinkels. Ab dem sechsten Tag darf das Gesicht vorsichtig mit Wasser und Seife gewaschen werden, wobei sich auch die Krusten nach und nach lösen, die keinesfalls „mit Gewalt“ entfernt werden dürfen.
Rasieren ist frühestens ab dem 10. Tag wieder erlaubt. Die Haut kann noch einige Tage, vielleicht noch ein paar Wochen gerötet sein, was nach und nach nachlässt. Es kann sein, dass die transplantierten Barthaare teilweise nach einiger Zeit ausfallen. Das Bartwachstum der transplantierten Haare setzt nach ca. 4 bis 6 Monaten ein.
Die ersten Ergebnisse sind nach ca. 3 Monaten sichtbar.
Wie auch bei einer Haartransplantation, gehören bei der Barttransplantation Wundheilungsstörungen, Infektionen und Narben zu wahrscheinlichsten Risiken. Da Sie sich jedoch in die Hände erfahrener Haarchirurgen und deren Teams begeben, sind diese Risiken auf ein Minimum reduziert. Wenn Sie zudem alle Pflegehinweise nach der Barthaarverpflanzung befolgen, steht einem reibungslosen Heilungsprozess nichts im Weg.
Bei unsachgemäßer Nachsorge oder Überlastung können selten Entzündungen oder Narben entstehen. Bei einigen Patienten tritt der sogenannte Shedding-Effekt ein, bei dem die implantierten Barthaare rund zwei Wochen nach der Behandlung ausfallen - dies betrifft jedoch nur die Haare, nicht die Wurzeln.
Die Antwort auf diese Frage hängt stark von Ihren individuellen Voraussetzungen sowie den benötigten Grafts für eine erfolgreiche Barthaartransplantation ab. Einen Pauschalpreis zu nennen ist daher unmöglich. Sie sollten jedoch mindestens 3.500 Euro an Behandlungskosten einplanen.
Neben den eigentlichen Behandlungskosten beinhaltet dieser Preis auch die Lokalanästhesie, die komplette Vor- und Nachsorge sowie Ihr privates Zimmer und Verpflegung am Behandlungstag.
| Leistung | Kosten |
|---|---|
| Barthaartransplantation (mindestens) | 3.500 Euro |
| Lokalanästhesie | Inklusive |
| Vor- und Nachsorge | Inklusive |
| Privates Zimmer und Verpflegung | Inklusive |
Grundsätzlich sind Barthaartransplantationen in jedem Alter möglich. Jeder Mann, sofern er nicht unter einer Autoimmunerkrankung oder einer anderen Kontraindikation leidet, kann den minimalinvasiven Eingriff vornehmen lassen. Bei ungeklärtem Haarverlust, Autoimmunerkrankungen oder fehlenden Spenderarealen wird die Transplantation jedoch nicht empfohlen, da hier die verpflanzten Haarwurzeln möglicherweise nicht anwachsen und ausfallen könnten.
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