Narben sind Schönheitsfehler, die das ästhetische Empfinden vieler Menschen stören. Sie entstehen meist nach Verletzungen oder Operationen und reichen bis in tiefe Schichten der Haut. Es handelt sich bei ihnen um eine Art Ersatzgewebe, welches oft empfindlicher als normale Haut ist und sich optisch von dieser unterscheidet. Als Lösung bietet sich eine Haartransplantation auf Narbengewebe an.
Eine Haartransplantation bei Narben stellt für Haarspezialisten eine besondere Herausforderung dar und ist dennoch oft möglich. Denn sobald im Rahmen einer Eigenhaarverpflanzung geeignete Haarfollikel auf Ihrer Kopfhaut entnommen und in kahlen Bereichen eingesetzt werden, kann Narbengewebe außergewöhnlich reagieren. Prinzipiell ist die voraussichtliche Reaktion des Narbengewebes auf transplantiertes Spenderhaar schwer einzuschätzen. Dementsprechend besteht eine gewisse Unsicherheit über die Auswirkungen der Vernarbungen.
Die Art einer Narbe entscheidet darüber, ob eine Eigenhaarbehandlung in Ihrem persönlichen Einzelfall prinzipiell sinnvoll ist. Zunächst sollte das Narbengewebe relativ klein sein, damit Haarimplantationen ohne hohe Risiken gelingen können. Darüber hinaus ist vor allem die Ursache für die Vernarbung ein zentrales Kriterium. Falls die Kopfhaut beispielsweise immer noch entzündet ist, müssen Sie unbedingt zuerst diese Ursache behandeln lassen. Die Wiederherstellung der Kopfgesundheit genießt immer Vorrang. Wer ernsthafte Erkrankungen auf der Kopfhaut einfach ignoriert, riskiert die Entstehung von sehr gefährlichen Folgeerkrankungen.
Gute Kandidaten für eine Haarverpflanzung müssen über Spenderhaar mit ausreichenden Mengen verfügen. Spezialisten aus einer Haarklinik klären nach der Untersuchung der Kopfhaut mit Ihnen im Detail, welche Verfahren wie die FUE Methode (Follicular Unit Extraction) konkret in Frage kommen und nicht noch neue Narben entstehen lassen. Generell sollten Sie sich bereits frühzeitig über die einzelnen Risiken und die potenziellen Komplikationen einer angestrebten Haarimplantation umfassend informieren. Die Erfolgsrate kann variieren, ist jedoch oft etwas niedriger als bei Transplantationen auf gesunder Haut.
Die erfahrenen Mediziner von KÖ-HAIR prüfen individuell, ob dem Patienten mit einer derartigen Haarverpflanzung geholfen werden kann. Dies hängt ab von Faktoren wie der Narbentiefe, dem Anteil an Bindegewebe oder wie stark das Gewebe durchblutet ist. Verfügt der Betroffene über eine ausreichend üppige Haarfläche zum Verpflanzen, können auf fast allen mittelgroßen Narben dank transplantierter Haarwurzeln dauerhaft Haare wachsen. Bei großflächigen Narben zum Beispiel durch Brandverletzungen ist die Therapie schwieriger.
Eine Eigenhaartransplantation auf Narbengewebe bietet eine Reihe von Vorteilen für Menschen, die durch Unfälle, chirurgische Eingriffe oder Krankheiten Narben auf der Kopfhaut haben. Diese spezialisierte Form der Haartransplantation kann sowohl ästhetische als auch psychologische Verbesserungen mit sich bringen.
Damit auch die allermeisten Betroffenen eine effektive Behandlung bekommen, arbeitet KÖ-HAIR mit einer speziellen, mikrochirurgischen Technik. Mittels besonderer Skalpelle entnehmen die Mediziner winzige Gewebeeinheiten aus dem Haarkranz und bepflanzen die betroffene Narbenstelle mit Eigenhaar. Egal mit welcher Methode, die Haarchirurgen von KÖ-HAIR analysieren jede Narbe und jedes zu transplantierende Haarteil sorgfältig und entscheiden sich anschließend für eine ideale und möglichst schonende Therapie.
Die beiden heute am häufigsten verwendeten Transplantationsmethoden sind die Follicular Unit Transplantation (FUT) und die Follicular Unit Extraction (FUE). Eine Alternative in der Haartransplantation stellt die FUE Methode, welche auf der FUE aufbaut.
Anfang des 20. Jh. erfand der japanischen Arzt Tamura die FUT Methode, die auch als Streifenmethode (Stripe Method) bekannt ist, da ein behaarter Hautstreifen aus dem Geberbereich, meist vom Hinterkopf, entnommen wird. Anschließend wird der Hautstreifen in einzelne follikuläre Einheiten zergliedert und präpariert, die danach in die Empfängerlöcher im Empfängerbereich eingesetzt werden. Je nach Bedarf kann der längliche Hautstreifen bis zu 20 cm lang und 1 cm breit sein. Der Hautstreifen wird in den meisten Fällen im sog. okzipitoparietalen Bereich (zwischen den Ohrmuscheln) entnommen. Unter dem Mikroskop wird der Hautstreifen in kleine Streifen sog. Donorstrips zerteilt, die dann abermals in die einzelnen follikulären Einheiten zergliedert werden.
Der Chirurg entfernt einen Streifen Haut vom Hinterkopf, in der Regel einige Zentimeter breit, und entnimmt die Follikel. Anschließend werden die Follikel in winzige Schnitte an den kahlen Stellen der Kopfhaut eingesetzt. Dieser Eingriff wird ambulant durchgeführt. Der Chirurg näht den Spenderbereich zusammen, und diese Nähte sollten etwa 10 Tage lang halten. Nach der Entfernung der Fäden bleibt jedoch eine sichtbare Narbe zurück.
Vorteile der FUT-Methode:
Nachteile der FUT-Methode:
Bei der minimalinvasiven FUE Methode (Follicular Unit Extraction) werden mithilfe einer sehr dünnen Hohlnadel natürliche Haargruppen, die aus einer bis zu vier einzelnen Haarwurzeln bestehen, aus dem Geberbereich entnommen und danach an den gewünschten Stellen eingesetzt. Diese Methode wird i.d.R. Zuerst wird die Extraktionsnadel entsprechend der Wuchsrichtung des Haares über die natürliche Haargruppe gestülpt und durch kreisende Bewegungen der Nadel wird die Haargruppe freigelegt.
Der Chirurg verwendet ein präzises Mikrostanze-Instrument, um einzelne Follikeltransplantate sorgfältig zu entnehmen. Diese Technik kann eine große Anzahl winziger Narben auf der Kopfhaut erzeugen - Hunderte, möglicherweise Tausende. Während durch die FUT Methode (Follicular Unit Transplantation) durch die entstandene Wunde gar eine neue, deutlich sichtbare Narbe am Hinterkopf entsteht, wird dieses Risiko mit der modernen und schonenden FUE Technik eliminiert.
Vorteile der FUE-Methode:
Nachteile der FUE-Methode:
Die Direct Hair Implantation, kurz DHI-Haartransplantation (auch seltener CHOI-Methode genannt) ist die neueste Weiterentwicklung der mittlerweile weit etablierten FUE-Methode. Um an die Grafts im Spenderbereich zu gelangen, wird zuerst die „Donor Area“ rasiert. Bei kleineren Eingriffen wäre aber auch eine Teilrasur oder eine Haartransplantation ohne Rasur möglich. Zur Entnahme der Haarfollikel wird eine hochpräzise Hohlnadel herangezogen, die von einem Mikromotor angetrieben die saubere und akkurate Extraktion der Haare garantiert. Daraufhin folgt der Zwischenschritt der separaten Lagerung der Grafts in einer Nährstofflösung.
Es folgt der letzte Schritt der Haartransplantation, die Einpflanzung der entnommenen Grafts. Hier macht sich auch der Unterschied der DHI-Methode zu den herkömmlichen Methoden bemerkbar. Denn anstatt zuerst die Empfängerkanäle an den gewünschten Stellen zu öffnen und daraufhin die Haare zu verpflanzen, werden diese beiden Schritte kombiniert. Mit Hilfe eines speziellen „CHOI Implanter Pens“ werden die Haare direkt ohne vorige Öffnung der Haarkanäle transplantiert. Vorteile dabei sind die zum einen enger aneinander liegenden transplantierten Haare, zum anderen verspricht man sich eine höhere Anwuchsrate der implantierten Grafts.
Vorteile der DHI-Methode:
Nachteile der DHI-Methode:
Der Ablauf der Haartransplantation auf Narbengewebe ist ähnlich dem einer regulären Haartransplantation, allerdings gibt es einige spezifische Überlegungen und Anpassungen, die aufgrund der Beschaffenheit des Narbengewebes notwendig sind.
Eine sorgfältige Nachsorge ist im Anschluss an eine Eigenhaarbehandlung generell äußerst wichtig. Sobald Sie eine Haartransplantation bei Narben auf dem Kopf durchführen lassen, sind bestimmte Maßnahmen in den ersten Tagen, Wochen und Monaten nachdem der Eingriff durchgeführt wurde aber ganz besonders bedeutend. Es bleibt zum Beispiel unverzichtbar, dass Sie Ihren Kopf sauber und trocken halten. Sie dürfen die transplantierten Haare in der Heilungsphase vorerst nicht bürsten oder kämmen. Zugleich ist es entscheidend, dass Sie wegen einer juckenden Kopfhaut nicht kratzen. Das Schwimmen und das Sonnenbaden bleiben bis auf Weiteres ebenfalls ein Tabu.
Es hängt immer vom individuellen Einzelfall ab, wie lange Sie bestimmte Nachsorge-Maßnahmen befolgen müssen. Sie verhindern Unklarheiten, indem Sie hierfür mit verantwortlichen Haarspezialisten einen Zeitplan im Detail abklären. Abweichungen von den Vorgaben sind ausschließlich aus guten Gründen und mit der ausdrücklichen Zustimmung der behandelnden Experten denkbar.
Die Ergebnisse der Haartransplantation auf Narben können variieren, abhängig von verschiedenen Faktoren wie der Qualität des Narbengewebes, der allgemeinen Gesundheit der Kopfhaut und der Erfahrung des Chirurgen. Die Transplantation zielt darauf ab, die Narben weniger sichtbar zu machen. In vielen Fällen kann eine gute Abdeckung erreicht werden, was zu einem natürlicheren und volleren Haarbild führt. Die Haardichte in den narbigen Bereichen kann geringer sein als in anderen Bereichen der Kopfhaut. Das liegt daran, dass Narbengewebe oft eine schlechtere Durchblutung aufweist, was das Wachstum der transplantierten Haarfollikel beeinträchtigen kann.
Die ersten Wochen nach der Operation sind entscheidend für die Heilung. In dieser Zeit können Schwellungen, Rötungen und leichte Schmerzen auftreten. Es ist auch möglich, dass transplantierte Haare ausfallen, was als „Shock Loss“ bekannt ist, aber dies ist normalerweise ein vorübergehendes Phänomen. Etwa 3-4 Monate nach der Operation beginnen die neuen Haare zu wachsen. Dieses Wachstum kann anfangs langsam und ungleichmäßig sein. Nach 6-9 Monaten wird ein deutlicheres Haarwachstum sichtbar. Zu diesem Zeitpunkt können die meisten Patienten eine erhebliche Verbesserung der Abdeckung der Narbe feststellen. Die endgültigen Ergebnisse einer Haartransplantation sind normalerweise nach 12-18 Monaten sichtbar.
Eine komplette Entfernung der Haartransplantation Narben (ob durch die FUT-, oder FUE-Technik entstanden) ist nicht möglich. Man kann zwar Narben bzw. Narbengebiet entstanden durch FUT - Streifenhaarverpflanzung herausschneiden und die Wunde wieder verschließen, in der Hoffnung, dass sich weniger Narbe (Narbengebiet/Narbengewebe) entwickelt wie zuvor. Allerdings besteht die Gefahr, dass die Narbe nach gewisser Zeit wieder auseinanderzieht und im Fazit ggf. nicht viel schmäler ist wie die Narbe zuvor. FUE Narbengewebe kann ebenso nicht entfernt werden.
Es besteht lediglich die Möglichkeit beschädigte (dezimierte) Spendergebiete/Haarkränze entweder durch eine Kopfhautpigmentation/Scalppigmentation, oder durch Donor-Restocking (Haarwiederauffüllung des Donors) etwas zu kaschieren (verdecken) bzw. zu optimieren. Bei Donor-Restocking entweder durch eine Umverpflanzung von Haaren in noch dichte Donorbereiche auf undichte Gebiete, oder aber durch die Verpflanzung von BHT (Körperhaaren) oder Haaren aus dem Bart/Bartbereich in die undichten Donorbereiche.
Ein besonderer Vorzug der KÖ-HAIR Klinik in Düsseldorf ist die Anwendung des computergestützten KÖ-HAIR HaarScans. Dieses KI-basierte System bestimmt sowohl die Haardichte als auch den Status der Haarwurzel. Dazu machen unsere KÖ-HAIR Berater mit einer digitalen Mikroskopkamera Bilder der Kopfhaut, die mit einer speziellen Software ausgewertet werden. Mithilfe von hochentwickelten Algorithmen können Haare, Haarfollikel und andere wichtige Objekte, die in den Aufnahmen sichtbar sind, ermittelt und präzise gemessen werden.
Mit KÖ-HAIR HaarScan können die KÖ-HAIR Experten nicht nur den Zustand des Narbengewebes untersuchen, sondern auch die Haare im Spenderbereich auf ihre Eignung für eine Haartransplantation auf Narben prüfen. Aus intensiven Gesprächen wissen unsere Experten vom „Narben-Problem“ vieler Patienten und der daraus resultierenden Belastung. Umso schöner ist, dass praktisch allen Menschen mit einer Behandlung geholfen werden kann.
Besitzen Sie ästhetisch störende Narben und wollen Sie diese mit einer professionellen Haartransplantation verbergen? Dann kontaktieren Sie uns. Gerne empfängt Sie das KÖ-HAIR Team zu einem kostenlosen, unverbindlichen Beratungstermin. Rufen Sie uns an, nutzen Sie unsere Online-Beratung oder das Kontaktformular. Erfahren Sie alles über KÖ-HAIR, bleiben Sie auf dem neusten Stand der Entwicklung!
Gerne beraten Sie die Spezialisten von KÖ-HAIR in einem individuellen Gespräch. Nutzen Sie hierfür einfach das Kontaktformular oder rufen Sie uns doch gerne an unter: 0211-93672290.
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