Zottelige Frisuren, kaputte Spitzen oder herausgewachsene Ansätze - wer im Lockdown nicht verlottern will, muss selbst zur Schere greifen. Hier erklären Haarexperten Schritt für Schritt, wie man Kurzhaarfrisuren trimmt, Ansätze färbt, Spliss schneidet und wie dunkel gewordenes Blond auf natürliche Weise wieder hell wird.
Sieht die Frisur ungepflegt aus, sollte man mit dem Abschneiden der kaputten Spitzen beginnen. „Spliss zu schneiden ist mit die einfachste Methode, mattes Haar gesünder und strahlender aussehen zu lassen“, sagt Leianna Hillo, leitende Stylistin und Koloristin von eSalon. „Man benötigt hierfür nur einen Kamm, ein paar Clips zum Abteilen und eine Friseurschere. Spliss lässt sich am besten bei trockenem Haar schneiden, das ausgebürstet und in der Mitte gescheitelt ist.“ Um den Überblick zu behalten, geht man laut Expertin folgendermaßen vor. Man sollte aus einer möglichst kleinen Strähnen Zöpfe flechten. „Sobald das Haar geflochten ist, kann man den Spliss sehen, wie er aus dem Zopf ragt“, so die Expertin. Wichtig ist hierbei, dass man die Strähnen niemals in harten, horizontalen Kanten bearbeitet, sondern den Spliss vertikal mit der Schere abschneidet.
„Vor dem Kauf einer Friseurschere sollte man das Gewicht, die Länge, die Balance und die Griffkonfiguration der Schere untersuchen“, rät Stylistin Leianna Hillo. Zudem sollte die Schere leicht in der Hand liegen. Wer in der Drogerie nicht fündig wird und stattdessen online bestellt, sollte auf folgende Punkte achten: „Kürzere Klingen mit ungefähr zwölf Zentimetern geben Anfängern die nötige Kontrolle“, so Hillo. „Außerdem sollte die Schere aus rostfreiem Stahl sein. Japanischer Stahl gilt hier als die höchste Qualität auf dem Markt.“
Bei Stirnfransen handelt es sich oft nur um ein paar wenige Haarsträhnen. Dennoch sollte man auch hier nicht mit einer günstigen Küchenschere einfach losschneiden. Nicht selten wird die Wirkung eines Ponys auf die gesamte Frisur unterschätzt. Damit der Pony nicht kürzer wird als geplant, sollte das Haar gekämmt sein, aber nicht platt am Kopf liegen. Am besten das Haar nach vorne schütteln, damit man sieht, ob Wirbel vorhanden sind. (Falls ja, sollte der Pony nur von einem Experten geschnitten werden.) Vor dem Kürzen die Seitenpartien, die nicht mit abgeschnitten werden sollen, mit Klemmen feststecken. Wer sich unsicher ist, wie viel Haare er zum Pony umwandeln möchte, sollte sich schrittweise von der Mitte nach außen vorarbeiten. Am besten die Haare beim ersten Versuch etwas länger lassen und niemals kürzer als die Augenbraue schneiden. Wer dann noch weiter kürzen möchte, kann am nächsten Tag fortfahren. Soll der Pony besonders akkurat werden, hält man die Schere beim Schneiden horizontal. Wer einen fransigen Look möchte, setzt in 0,5 Zentimeter-Abschnitten vertikal kleine Einschnitte mit der Schere.
Wer nicht gleich den Radikalschnitt wagen möchte, der sollte sich zuerst mit den verschiedenen Stufen des Haarschneiders vertraut machen, bevor man mit dem Schneiden beginnt. Man sollte sich besser langsam an die gewünschte Länge heranzutasten und zuerst die längste Schnittlänge auszuwählen, um gegebenenfalls weiter zu kürzen. Um das Ergebnis während des Schneidens kontrollieren zu können und unerwünschte Überraschungen zu vermeiden, sollte man nicht allein auf den Badezimmerspiegel vertrauen. Bei der „Selfmade-Frisur“ am besten zwei Spiegel für die gleichzeitige Vorder- und Rückansicht nutzen. Generell ist es empfehlenswert, sich schrittweise immer einer Partie zu widmen, beginnend am Deckhaar, über die Seiten bis zum Hinterkopf. Beim Deckhaar sollte man zuerst gegen die Wuchsrichtung schneiden und anschließend in alle Richtungen über den Kopf gehen, damit auch wirklich alle Haare erwischt werden. Den oberen Part der Seiten sollte man minimal länger lassen als den unteren Part, so entsteht ein guter Übergang.
„Der Partner sollte aufrecht sitzen und den Kopf ruhig halten“, rät Stylistin Hillo. „Außerdem sollte man sich vergewissern, dass man selbst beim Schneiden auf Kinnhöhe sitzt, um zu vermeiden, dass man sich überstreckt oder sogar verletzt“, so Hillo. Arbeitet man mit einer Schere, sollte man immer auf professionelles Zubehör achten. „Kamm und Clips zum Abteilen sind insbesondere bei langem Haar essenziell.“
Nicht nur die Qualität der Haarfarbe für zu Hause ist ausschlaggebend, auch die Vorbereitung kann das Farbergebnis beeinflussen: „Die Haare sollte man am besten zwei bis drei Tage nach der letzten Wäsche färben, um die Kopfhaut nicht überzustrapazieren“, so Hillo von eSalon, einen Online-Shop über den man personalisierte Haarfarben nach Hause bestellen kann. Zu lange Zeit sollte der Abstand zwischen Waschen und Färben jedoch auch nicht betragen. „Ab dem vierten Tag können sich Pflegerückstände im Haar angesammelt haben, was dazu führt, dass die Farbe im Ergebnis fleckig oder ungleichmäßig aussieht. Man sollte die Farbe stets auf trockenes, gebürstetes Haar auftragen.“
Der Haaransatz ist schon braun, der Rest aber noch blond - ein typisches Bild, blickt man sich derzeit auf den Straßen um. Durch einen Online-Fragebogen gelangt man in wenigen Schritten zur individuell abgestimmten Farbe und Developerstärke - empfohlen werden nur Kolorationen, die - basierend auf der eigenen Haaranalyse - auch tatsächlich möglich sind. So wird unter anderem die Haarstruktur, die Augenfarbe, der Grauanteil, die Erfahrung beim Selbstkolorieren und natürlich die aktuelle Haarfarbe abgefragt.
Blondinen machen momentan weniger geschlossene Haarsalons zu schaffen als vielmehr die Reisebeschränkungen. Denn ohne regelmäßige Urlaubssonne weicht das strahlende Goldblond schnell einem Hellbraun. Zudem werden die Haare durch Heizungsluft und andere Umwelteinflüsse matt. „Sonneneinstrahlung bewirkt eine regelmäßige Aufhellung des natürlichen oder gefärbten Blondtons“, sagt Andreas Wild, Senior Stylist beim Blondexperten John Frieda. Wer jetzt nicht anfangen möchte, zu färben oder auf mitunter aggressive Aufhellsprays zu setzen, dem empfiehlt Wild die richtige Pflege, etwa aus der Linie „Highlight Refresh & Shine“ von John Frieda. Denn gesundes Haar glänze auch ohne zugesetzte Farbpigmente. „Die in der Pflege enthaltenen Lichtreflektoren unterstützen die Strahlkraft jeder einzelnen Blondnuance“, so Wild.
Der "Buzz Cut" ist ein pflegeleichter Haarschnitt, der wenig Aufwand erfordert. Regelmäßiges Schneiden alle vier bis sechs Wochen hilft, den Schnitt frisch und sauber zu halten. Verwenden Sie auch eine milde Shampoo- und Conditioner-Kombination, um die Kopfhaut und das Haar sauber und gesund zu halten. Der Buzz Cut kann bei dünner werdendem Haar oder Haarausfall helfen, da er das Haar über den Kopf gleichmäßig kurz schneidet. Dadurch wird das Ausdünnen oder eine kahle Stelle weniger auffällig und es entsteht ein gleichmäßigerer Look. Für den Herren Buzz Cut eignen sich Styling-Produkte, die einen natürlichen Look und Halt bieten. Pomade, Haarwachs oder Matt Clay können für Textur und Definition sorgen, während Haargel für einen festen Halt und Glanz sorgt. Haarspray kann auch für zusätzlichen Halt und Schutz verwendet werden.
Der Buzz Cut kann für die meisten Gesichtsformen geeignet sein, aber einige Gesichtsformen können von diesem Haarschnitt mehr profitieren als andere. Zum Beispiel können Männer mit ausgeprägten Gesichtszügen und gut definierten Wangenknochen den Buzz Cut besser tragen als Männer mit runderen oder länglichen Gesichtsformen.
Die glamourösen Wellen sorgen sofort für Volumen und bringen Schwung in unsere Haare. Mit der Locken-mit-Socken-Methode hingegen geht das ganz schnell (und unkompliziert!). Und das Beste: Es kostet eigentlich nichts, denn Socken hat wohl jeder von uns im Schrank.
Ähnlich wie bei anderen Lockenarten hängt das individuell von eurer Haarstruktur und Haardicke ab. Je schwerer eure Haare, desto eher hängen sie sich wieder aus. Als Faustregel gilt: Bis zu 8 Stunden sollten eure Locken halten. Wer möchte, dass die Locken ohne Hitze noch länger halten, kann versuchen, sie mit etwas Haarspray zu fixieren.
Der aktuelle "Butterfly Cut"-Trend verleiht uns und unseren Haaren wahrhaftig Flügel! Langen oder mittellangen Haaren verpasst er dank dem besonderen Schnitt einen frischen Kick, der für luftiges Volumen sorgt - da schlägt unser Herz direkt höher.
Stars wie Jennifer Lopez oder Margot Robbie lieben den aktuell angesagten "Butterfly Haircut". Kein Wunder, er verleiht langen Haaren mehr Volumen und kann je nach Styling die Illusion einer Kurzhaarfrisur schaffen. Der "Butterfly Haircut" kombiniert nämlich die voluminösen Layers der 70er Jahre mit dem stufigen Rachel-Cut der 90er!
Die Frisur mit den voluminösen Stufen ist gemacht für lange Haare oder mittellange Haare, die über die Schultern ragen. Deine Haarstruktur spielt für den Butterfly Haarschnitt keine Rolle. Locken können dank des stufigen Schnitts besonders schön zur Geltung kommen. Rundes Gesicht, eckiges Gesicht, ovales Gesicht oder längliches Gesicht - der Butterfly Cut kann individuell auf deine Gesichtsform zugeschnitten werden.
Der "Butterfly Haarschnitt" lebt von seinem luftigen, federleichten Volumen und Schwung im Haar. Diesen kreierst du am besten mit einem ordentlichen Blowout. Dieses gelingt zum Beispiel ganz klassisch mit Föhn und Rundbürste, mit Lockenwicklern oder Styling-Tools, wie Warmluftbürsten oder dem absoluten Hype-Produkt, den Dyson Airwrap.
Ob Curtain Bangs oder Fransenpony, ihr schafft es auch selbst, euch diese Trend-Ponys selber zu schneiden. Schneidet mit der Scherenspitze nach oben (vertikal) kleine Zacken. So schafft ihr fließende Übergänge und vermeidet scharfe Kanten. Für die DIY Lockenfrisur empfiehlt es sich, eure Haare trocken zu schneiden. Achtet beim DIY Haircut auf die Wahl der richtigen Friseurschere - Lockiges Haar solltet ihr übrigens besser im trockenen Zustand schneiden.
Von Haarschnitten nach Videoanleitungen rät sie ab: „Da kommen manchmal Sachen bei raus... Vor kurzem erst habe ich ein Video gesehen, wo es jemand probiert hat und dann mitten auf dem Kopf die Haare weg waren“, erzählt sie. Gerade Männer, die jetzt mit längeren Haaren aufs Ungewohnte kommen, könnten sich gut mit Gel oder Wachs behelfen, um die Frisur halbwegs in Form zu halten.
Die Friseure bleiben noch geschlossen. Wir können also nichts tun. Oder? Jein. Im Internet findet man immer mehr Videoanleitungen zum Selbstschneiden. Der Schnitt hat gut eine halbe Stunde gedauert. Etwas luftiger geworden sind die Haare allemal. Einen Friseur ersetzen kann das meiner Meinung nach aber keineswegs. Das wird mir spätestens klar, als ich mir meinen Hinterkopf mit dem Wirbel beschaue, der doch ein wenig unförmig aussieht.
| Vorteile | Nachteile |
|---|---|
| Kostensparend | Erfordert Übung und Geduld |
| Flexibilität (keine Terminvereinbarung nötig) | Ergebnis kann ungleichmäßig sein |
| Möglichkeit, kreativ zu sein und neue Stile auszuprobieren | Fehler können schwerwiegende Folgen haben |
| Bequemlichkeit (im eigenen Zuhause) | Schwierig, den Hinterkopf selbst zu schneiden |
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