Haarpflege ist oft eine tägliche Routine, die aus Waschen, Shampoonieren, Föhnen, Einsprühen und Stylen besteht. Dabei greifen viele zu Produkten, die mehr schaden als pflegen. Auf Dauer kann dieses Zuviel an Pflege Haaren und Kopfhaut mehr schaden als ihnen Gutes tun.
In vielen Haarpflegeprodukten steckt Chemie. Doch es gibt natürliche Alternativen, die ebenso wirksam sind. Hier sind einige Tipps, wie du deine Haare ohne Chemie pflegen kannst.
In der Haarpflege-Routine kannst du deine Haare so oft waschen, wie du es für nötig hältst. Wie oft Haare waschen bei dir nötig ist, ist eine individuelle Sache. Egal, ob du deine Haare nun mehrere Male oder nur ein Mal die Woche wäschst: Wichtig ist, dass du dabei Produkte verwendest, die möglichst mild sind und wenige synthetische Stoffe enthalten. Diese sind häufig bedenklich für dich und die Umwelt.
Wenn du unter fettigen Haaren leidest, hast du wahrscheinlich schon öfter gehört, dass du sie seltener waschen solltest. Angeblich kurbelt häufiges Waschen nämlich die Fettproduktion der Talgdrüsen in der Kopfhaut an. Doch das ist ein Mythos: Laut dem Dermatologen Dr. Kors ist es nicht grundsätzlich ein Fehler, bei der Haarpflege die Mähne häufig zu waschen. Regelmäßiges, beziehungsweise tägliches Waschen kann sogar sinnvoll sein, wenn du zu fettigem Haar oder fettiger Kopfhaut neigst. Der Experte rät, das Haar zu waschen, sobald sich die Kopfhaut unangenehm anfühlt oder du das Gefühl hast, die Haare werden fettig.
Tatsächlich ist es aber so, dass sich die Fettproduktion durch die Häufigkeit der Haarwäsche beeinflussen lässt. Wäschst du die Haare nur alle 2 oder 3 Tage, reguliert sich die natürliche Fettproduktion - und die Haare sehen auch am 2. oder 3. Tag noch gut aus.
Viele Haarpflege-Produkte enthalten bedenkliche Inhaltsstoffe:
Wegen dieser Inhaltsstoffe solltest du auch nicht zu Friseurshampoos greifen.
Probiere für deine Haarpflege die sogenannte „No Poo“-Methode, lasse also Shampoo komplett weg. Stattdessen kannst du Lava- oder Heilerde, Roggenmehl, Kaffee oder Kastanien nutzen, um die Haare zu waschen. Tipp: Alternativ zu Shampoos kann man für die Haarwäsche auch Lavaerde und Haarseife verwenden.
Experten empfehlen folgende Alternativen zu herkömmlichen Shampoos:
Auch was nach dem Waschen für die Haarpflege benutzt wird, sollte gut überlegt sein: Dafür eignen sich zum Beispiele pure Öle wie Olivenöl, Kokosöl oder Arganöl, die du in die Spitzen einmassieren kannst.
Reines Öl kann wahre Wunder wirken:
Neben der Wahl der richtigen Produkte gibt es noch weitere Aspekte, die du bei der Haarpflege beachten solltest:
Auf Föhnen entweder ganz verzichten oder nur mit niedriger oder mittlerer Temperatur föhnen. Die heiße Luft eines Föns wirkt zusätzlich austrocknend. Besser ist es, die Haare an der Luft trocknen zu lassen. Wer nicht auf das Föhnen verzichten möchte, stellt ihn nicht auf volle Power - oder hält ihn rund 20 cm vom Kopf entfernt.
Haare glätten, locken, voluminöser oder griffiger machen? Klar, geht alles mit diversen Gerätschaften und Stylingprodukten. Kurzfristig kannst du damit deine Haare in die Form bringen, die für dich am besten und schönsten erscheint. Doch auf lange Sicht können Styling und Stylingprodukte dem Haar schaden und vor allem austrocknen.
Das Wetter ist top und am liebsten genießt man den ganzen Tag die Sonne: Gut für die Seele, aber unter Umständen nicht für die Haare. Denn UV-Strahlen dringen tief ins Haar ein und bleichen es aus. Zudem reduziert länger anhaltende Sonneneinstrahlung den Feuchtigkeitsgehalt und wirkt austrocknend. Ein dauerhafter Schutz vor der Sonne ist besonders bei hellem oder aufgehelltem Haar zu empfehlen. Ein Sonnenbad beansprucht sie meist stärker als naturbelassenes dunkles Haar - das enthält nämlich das Hautpigment Melanin, das wie ein eingebauter Sonnenschutz wirkt.
Schutzsprays und Pflegeöle für die Haare können am Strand oder Pool als direkter Sonnenschutz eingesetzt werden. Sie verbleiben im Haar, sollten aber nach dem Baden erneuert werden - auch wenn sie als „wasserfest“ bezeichnet werden.
Das Geheimnis schöner Haare ist nicht nur die richtige Pflege, sondern es sind auch die richtigen Nährstoffe. Da Haare aus Proteinen aufgebaut sind, benötigen sie Eiweiß. Baust du also viel Protein in deine Ernährung ein, profitieren davon auch deine Haare. Zusätzlich empfehlen wir dir viel zu trinken, vorzugsweise Wasser. Für Abwechslung sorgen ungesüßter Tee und ab und zu eine Saftschorle. Kieselsäurehaltige Tees wie z. B.
Um schöne und gesunde Haare zu bekommen, musst du nicht unbedingt teure Haarpflege-Produkte aus der Drogerie kaufen. Haarkuren kannst du ganz einfach und mit wenigen Zutaten selbst machen. Diese enthalten dann auch bestimmt keine bedenklichen Wirkstoffe. Für jede Haarbedürfnisse kannst du eine eigene Mischung anrühren. Hier sind einige bewährte Hausmittel:
| Hausmittel | Wirkung | Anwendung |
|---|---|---|
| Apfelessig | Bringt Glanz, hilft gegen Schuppen und trockene Kopfhaut, auch bei fettigen Haaren | Kopfmassage oder Spülung (mit Wasser verdünnt) |
| Brennnessel | Hilft gegen Haarausfall, Kopfhautjucken, Schuppenbildung oder auch stark fettendes Haar | Als Haarwasser |
| Ei | Hilft bei spröden Haaren | Selbstgemachte Haarkur mit Olivenöl und Honig |
| Honig | Spendet Feuchtigkeit, hilft gegen matte, spröde Haare und bringt sie wieder zum Glänzen | Mischung mit Wasser als Spülung |
| Kamille | Beruhigende und entzündungshemmende Wirkung, reduziert Entzündungen und Rötungen der Kopfhaut, wirkt gegen Schuppen | Als Spülung |
| Reiswasser | Vitamin-Booster für die Haare, macht das Haar glänzend und regt das Wachstum an | Als Spülung nach dem Haarewaschen |
| Rosmarin | Fördert das Haarwachstum, verbessert die Haardichte und verringert Haarausfall | Als Haarwasser oder Rosmarinöl |
| Salbei | Beruhigend auf die Kopfhaut, Anti-Schuppen-Wirkung | Als Spülung nach der Haarwäsche |
Mit diesen Tipps und Hausmitteln kannst du deine Haare auf natürliche Weise pflegen und ihnen zu mehr Glanz, Volumen und Gesundheit verhelfen.
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