Haaröl selber machen gegen Haarausfall: Rezepte und Tipps

Haaröle sind ein beliebter Trend in der Haarpflege, und das schon seit Generationen. Sie pflegen die Haare intensiv und sorgen für mehr Glanz. Dabei ist es besonders effektiv, wenn sie individuell auf den eigenen Haartyp abgestimmt sind. Haaröl lässt sich aus hochwertigen Pflanzenölen leicht selbst mischen. In diesem Artikel erfahren Sie, wie Sie mit natürlichen Ölen und Hausmitteln Ihr eigenes Haaröl gegen Haarausfall herstellen können.

Foto: Maryna Pleshkun/Shutterstock

Warum Haaröl selber machen?

Es gibt viele Gründe, Haaröl selbst herzustellen:

  • Individuelle Anpassung: Sie können die Inhaltsstoffe auf Ihren Haartyp abstimmen.
  • Natürliche Inhaltsstoffe: Sie wissen genau, was in Ihrem Haaröl enthalten ist und vermeiden künstliche Konservierungs- und Duftstoffe.
  • Kosteneffizienz: Auf Dauer kann es günstiger sein, Haaröl selber zu machen.

Anwendungsmöglichkeiten von Haaröl

Haaröl kann vielseitig eingesetzt werden:

  • Als pflegende Kur: Vor der Haarwäsche aufgetragen, macht es das Haar geschmeidig und schützt es vor dem Austrocknen.
  • Für die Kopfhaut: Bei trockener, juckender Kopfhaut spendet Öl Feuchtigkeit und stärkt die natürliche Schutzbarriere.
  • Nach der Haarwäsche: Es sorgt für Glanz, macht strohige Partien geschmeidiger, vermindert Frizz und definiert Naturlocken.
  • Hitzeschutz: Es bietet einen gewissen Schutz gegen die Hitze von Fön oder Glätteisen.

Rosmarin-Haaröl selber machen

Die richtigen Öle für Ihr Haar

Die Grundlage eines jeden guten Haaröls sind hochwertige Basisöle. Die Wahl des passenden Basisöls hängt von Ihrem Haartyp und den gewünschten Effekten ab.

Basisöle

  • Kokosöl: Als erste Wahl für Ölkur geeignet, entschlackt die Kopfhaut und stimuliert das Haarwachstum.
  • Jojobaöl: Versorgt die Haare mit Feuchtigkeit.
  • Arganöl: Geeignet für trockenes Haar, versorgt es mit ausreichend rückfettenden Stoffen.
  • Olivenöl: Für sehr trockenes, strohiges Haar geeignet, zähmt eine allzu voluminöse Lockenpracht.
  • Nachtkerzen- oder Borretschsamenöl: Empfohlen für trockene, juckende Kopfhaut, spendet viel Feuchtigkeit und stärkt die natürliche Schutzbarriere der Haut.
  • Brokkolisamen-, Argan- oder Macadamianussöl: Geeignet für feines Haar, gemischt mit einem Naturkosmetikkonformen Esteröl.

Ätherische Öle

Neben den Basisölen dürfen die ätherischen Öle in keinem DIY-Haaröl fehlen. Diese konzentrierten Öle dienen nicht nur als Duftgeber, sondern besitzen auch spezifische Pflegewirkungen.

  • Rosmarinöl: Pflegt Haare und Kopfhaut und fördert das Haarwachstum. Es regt die Durchblutung der Kopfhaut und Haarwurzeln an.
  • Teebaumöl: Wirkt gegen schuppige Kopfhaut.

Rezepte für selbstgemachtes Haaröl

Hier sind einige Rezepte, die Sie leicht zu Hause nachmachen können:

1. Haaröl für trockenes Haar

Zutaten:

  • 1 Teelöffel Olivenöl
  • 1 Teelöffel Honig

Anwendung: Vermischen Sie die Zutaten und tragen Sie die Kur auf das gewaschene, feuchte Haar auf. Nach zwei Minuten Einwirkzeit mit klarem Wasser ausspülen.

2. Haaröl für feines Haar

Zutaten:

  • 5% eines edlen Pflanzenöls (z.B. Brokkolisamen-, Argan- oder Macadamianussöl)
  • 95% Caprylic/Capric Triglyceride (MCT-Öl oder Neutralöl)

Anwendung: Mischen Sie die Öle und tragen Sie eine kleine Menge auf die Haarlängen und -spitzen auf.

3. Haaröl gegen Haarausfall

Zutaten:

  • 2 Esslöffel Rosmarinöl, Klettenöl oder Jojobaöl

Anwendung: Massieren Sie das Öl in die Kopfhaut ein, um die Durchblutung anzuregen.

4. Basilikum-Haarkur gegen Haarausfall

Zutaten:

  • 1 Teelöffel Basilikumöl
  • 1 Teelöffel Honig

Anwendung: Auf das gewaschene und noch feuchte Haar auftragen. Nach zwei Minuten Einwirkzeit mit klarem Wasser ausspülen.

5. Rosmarinöl selber machen

Zutaten:

  • 3-4 getrocknete Rosmarinzweige
  • 100 ml Olivenöl
  • Einmachglas

Anleitung: Rosmarinzweige in ein Einmachglas geben und mit Olivenöl übergießen. Das Glas verschließen und an einem dunklen Ort 3-4 Wochen ziehen lassen. Vor dem Haarewaschen einige Tropfen des Rosmarinöls in die Kopfhaut einmassieren und 20-30 Minuten einwirken lassen. Im Anschluss die Haare wie gewohnt mit Shampoo waschen.

6. Rosmarinwasser selber machen

Zutaten:

  • 500 ml Wasser
  • 5 frische Rosmarinzweige oder 2 EL getrockneten Rosmarin

Anleitung: Das Wasser und die Rosmarinzweige in einen Topf geben und 30 min. köcheln lassen. Sobald das Rosmarinwasser vollständig abgekühlt ist, durch ein Sieb gießen. Mit Hilfe eines Trichters im Anschluss in eine abgekochte Sprühflasche füllen und gut verschlossen im Kühlschrank lagern. Die Haltbarkeit im Kühlschrank beträgt ca. Bevor Sie ins Bett gehen, sprühen Sie das Wasser auf Kopfhaut und Längen und lassen es über Nacht trocknen. Alternativ können Sie es auch nach dem Haare waschen einmassieren.

7. Aloe-Vera-Haarmaske selber machen

Zutaten:

  • Aloe-vera-Gel (aus einem Blatt)
  • 1-2 Esslöffel Olivenöl

Anleitung: Pürieren Sie das Gel eines Blattes mit Olivenöl. Tragen Sie die Haarkur dann zunächst auf die trockene und gereizte Kopfhaut auf. Streichen Sie die Masse vorsichtig Strähne für Strähne in das gesamte Haar. Wickeln Sie ein Handtuch um die Haare und lassen Sie die Kur mehrere Minuten lang einwirken. Spülen Sie die Haare im Anschluss gründlich mit Wasser aus und waschen Sie das Haar mit Shampoo wie gewohnt.

Weitere Hausmittel für die Haarpflege

Neben Haarölen gibt es noch weitere Hausmittel, die Sie für die Haarpflege verwenden können:

  • Essig: Wirkt ausgleichend auf den pH-Wert der Kopfhaut und sorgt für Glanz.
  • Bier-Haarmaske: Kräftigt und pflegt das Haar mit Vitaminen und Mineralstoffen.
  • Kaffee: Stimuliert die Kopfhaut und fördert das Haarwachstum.
  • Bockshornklee: Fördert das Haarwachstum und beruhigt die Kopfhaut.

Aufbewahrung und Haltbarkeit

Denken Sie daran, Ihr selbstgemachtes Haaröl kühl und lichtgeschützt aufzubewahren - am besten in einem dunklen Glasbehälter. Unter optimalen Bedingungen bleibt Ihr selbst hergestelltes Haaröl bis zu sechs Monate frisch.

Selbstgemachtes Haaröl ist eine natürliche und individuell anpassbare Möglichkeit zur Pflege von Haar und Kopfhaut. Durch die gezielte Auswahl von Basisölen und ätherischen Ölen lässt sich die Zusammensetzung auf persönliche Bedürfnisse abstimmen.

Wichtiger Hinweis

Wenn Ihr Haarausfall sehr stark ist, länger als drei Monate anhält oder von Symptomen wie Juckreiz, Rötungen oder Schmerzen begleitet wird, sollten Sie einen Dermatologen aufsuchen.

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