Haarmaske für Volumen selber machen: Natürliche Rezepte für glänzendes Haar

Trockene, strapazierte und strohige Haare brauchen besondere Pflege. Haarkuren liefern dem Haar Feuchtigkeit und reparieren kleinere Schäden. Die Kuren versorgen das Haar mit wichtigen Wirkstoffen, verleihen ihm dadurch wieder ein gesundes Aussehen und frischen Glanz. Alles, was Sie brauchen, um eine Haarkur selbst zu machen, finden Sie als Hausmittel in Ihrer Speisekammer! Der Vorteil ist, dass Sie genau wissen, was drinsteckt. Künstliche Konservierungsstoffe und Duftstoffe? Fehlanzeige! Mit etwas Erfahrung lernen Sie, die Haarkur auf die speziellen Bedürfnisse Ihrer Haare anzupassen. Denn manches Haar ist trocken und braucht viel Feuchtigkeit, andere Haare sind stark strapaziert, widerspenstig oder lassen sich nicht gut kämmen.

Natürliche Zutaten für selbstgemachte Haarmasken

Warum lohnt es sich, eine Haarkur selber zu machen?

In Drogerien können Sie allerhand Haarmasken kaufen, die wahre Wunder für Ihre Haare versprechen. Allerdings enthalten die Produkte nicht selten auch viele synthetische Zusätze und Silikone. Letztere lassen Ihre Haare zwar kurzzeitig glänzender und geschmeidiger wirken, tragen auf lange Sicht aber dazu bei, die Haare noch stärker zu strapazieren. Grundsätzlich ist es daher ratsam, entweder auf hochwertige Haarkuren vom Friseurbedarf zurückzugreifen oder Ihre Haarmasken einfach selber herzustellen. Damit Sie eine ungefähre Ahnung haben, wie Sie sich eine Haarkur selbst herstellen, haben wir hier einige einfache Rezepte für unterschiedliche Haarbedürfnisse für Sie mitgebracht. Sie lassen sich besonders leicht nachmachen und pflegen Ihre Haare kostengünstig, aber sehr intensiv.

Haarmasken für verschiedene Haartypen

Trockene Haare

Wenn Sie für trockenes Haar eine Kur selber machen, achten Sie darauf, dass Sie ein Rezept mit ausreichend rückfettenden Stoffen verwenden. Arganöl, Olivenöl und Nachtkerzenöl eignet sich besonders gut. Auch eine Kur mit Jojoba- oder Kokosöl versorgt die Haare mit Feuchtigkeit.

Rezept: Vermischen Sie einen Teelöffel Olivenöl (oder eines der anderen Öle) mit einem Teelöffel Honig. Tragen Sie die selbst gemachte Haarkur auf das gewaschene und noch feuchte Haar auf. Nach zwei Minuten Einwirkzeit waschen Sie das Gemisch mit klarem Wasser aus. Wenn Ihre Haare extrem trocken sind, massieren Sie pures Öl vor jeder dritten Haarwäsche in Haare und Kopfhaut ein. Wickeln Sie ein Handtuch um den Kopf und lassen Sie das Öl 15 Minuten lang einwirken. Waschen Sie im Anschluss wie gewohnt die Haare und spülen Sie auch die letzten Reste des Öls gründlich aus.

Lockige Haare

Lockige Haare brauchen besonders viel Feuchtigkeit. Der Grund: Sie liegen nicht so nah am Kopf an wie glatte Haare - deshalb erreicht der natürliche Fettfilm meist nicht das ganze Haar und die Locken trocknen aus. Daher eignet sich eine mit Oliven- oder Kokosöl selber gemachte Haarkur nicht nur für trockene Haare und Spliss, sondern auch für Locken.

Rezept: Verwenden Sie die gleiche Öl-Honig-Mischung wie bei trockenen Haaren oder probieren Sie eine Avocado-Maske.

Strapazierte Haare

Eigelb ist ebenfalls ein gutes Hausmittel, um eine Haarkur selber zu machen, wenn Sie trockenes Haar oder sehr strapaziertes haben. Die im Eigelb enthaltenen Wachstumsfaktoren sorgen dafür, dass sich die Haarwurzel regeneriert. Das verbessert den natürlichen Schutz des Haares. Außerdem legen sich die Proteine aus dem Eigelb und die Inhaltsstoffe des Öls um die Haare und machen sie geschmeidig.

Rezept: Vermischen Sie dazu ein Eigelb, zwei Esslöffel Zitronensaft, einen Esslöffel Olivenöl und ein Schnapsglas Bier. Mixen Sie alle Zutaten in einer Tasse zusammen und tragen Sie den Sud gleichmäßig auf die Haare auf. Nach fünf Minuten spülen Sie die Haare mit lauwarmem Wasser und waschen sie anschließend mit Shampoo gründlich aus.

Dünne Haare und fallen schlaff nach unten? Wie bekomme ich mehr Volumen? Hier Tipps vom Haarprofi!

Glanzloses Haar

Glanzloses Haar behandeln Sie ebenfalls mit Kuren, die hochwertige Öle, Proteine und Fette enthalten. Zum Beispiel lässt sich mit einer Avocado eine Haarmaske für glanzloses Haar selber machen. Ähnlich wie beim Olivenöl wirken die enthaltenen Omega-3-Fettsäuren der Avocado. Die Fette legen sich schützend um trockene Haare und verleihen ihnen neuen Glanz. Außerdem enthält die Avocado natürlicherweise viel Biotin.

Rezept: Halbieren Sie für eine selbst gemachte Haarkur für glanzloses Haar die Avocado und entnehmen das Fruchtfleisch mit einem Löffel. Zerdrücken Sie das Fleisch in einer Schüssel und rühren Sie einen Teelöffel Olivenöl ein. Massieren Sie die Kur in das gesamte Haar ein - auch in die Längen und Spitzen. Wickeln Sie die Haare anschließend in ein trockenes Handtuch. Spülen Sie die Avocado-Haarkur nach einer halben Stunde mit klarem Wasser und ihrem normalen Shampoo aus. Möchten Sie diese Haarmaske zum Selbermachen für kaputtes Haar abwandeln, fügen Sie einen Esslöffel Sheabutter hinzu. Diese spendet dem geschädigten Haar Feuchtigkeit und mindert gespaltene Haarspitzen, den sogenannten Spliss.

Feines Haar

Für feines Haar ist eine Kur aus Brennnessel- oder Birkenblättern besonders gut geeignet. Die Brennnessel ist ein beliebtes Hausmittel, zum Beispiel gegen Haarausfall. Die Pflanze wird daher auch “Haarnesselkraut” genannt. Sie enthält Silikate, Proteine und Fette. Brennnesselhaarwasser wird vor allem bei Haarausfall und sehr feinem Haar angewendet. Es fördert die Durchblutung der Kopfhaut, wirkt gegen Schuppen und regt das Haarwachstum an.

Rezept: Lassen Sie 200 Gramm frische Brennnessel eine halbe Stunde lang in einem Liter Wasser kochen und sieben Sie die Pflanzen anschließend ab. Den abgekühlten Sud massieren Sie nach der Haarwäsche oder abends vor dem Schlafen sanft in die Kopfhaut ein. Das Haarwasser müssen Sie nicht ausspülen. Lassen Sie es über Nacht einwirken. Statt Brennnessel können Sie die Haarkur mit Birkenblättern herstellen. Die Birke wirkt ähnlich und soll ebenfalls bei Haarausfall, dünnem Haar und Schuppen helfen.

Fettige Haare

Wenn die Haare schnell fettig und strähnig werden, produzieren die Drüsen der Kopfhaut zu viel Talg. Eine Haarmaske für fettige Haare sollte daher entfettend wirken. Eine Möglichkeit ist eine simple Haarmaske aus Wasser und Zitronensaft. Die enthaltene Säure kann helfen, Talg und Schuppen zu entfernen, aber auch die Haut reizen. Grüner Tee reduziert die Talgproduktion ebenfalls, und zwar dank bestimmter sekundärer Pflanzenstoffe, den Polyphenolen.

Rezept: Für eine Haarkur geben Sie einen bis zwei Teebeutel in heißes Wasser und lassen diese fünf Minuten ziehen. Abkühlen lassen und den kalten Tee in die Kopfhaut einmassieren. Er kann dort verbleiben, Sie können ihn aber auch einige Minuten einwirken lassen und dann ausspülen.

Anwendung einer DIY-Haarmaske

Weitere Rezepte und Tipps

Haarkur gegen Haarausfall: Basilikum-Haarkur

Um für Ihr Haar diese Kur selber zu machen, vermischen Sie einen Teelöffel Basilikumöl mit einem Teelöffel Honig. Tragen Sie die selbst gemachte Haarkur auf das gewaschene und noch feuchte Haar auf. Nach zwei Minuten Einwirkzeit waschen Sie das Gemisch mehrfach mit klarem Wasser aus.

Aloe vera gegen juckende Kopfhaut

Pürieren Sie das Gel eines Blattes mit einem bis zwei Esslöffeln Olivenöl in einem geeigneten Gefäß. Tragen Sie die Haarkur dann zunächst auf die trockene und gereizte Kopfhaut auf. Streichen Sie die Masse vorsichtig Strähne für Strähne in das gesamte Haar. Wickeln Sie ein Handtuch um die Haare und lassen Sie die Kur mehrere Minuten lang einwirken. Spülen Sie die Haare im Anschluss gründlich mit Wasser aus und waschen Sie das Haar mit Shampoo wie gewohnt.

Haarkur gegen Schuppen und trockene Kopfhaut

Vermischen Sie einen halben Liter Wasser mit fünf Esslöffeln Honig. Waschen Sie sich die Haare wie gewohnt und verteilen Sie die Mischung anschließend im feuchten Haar. Drücken Sie die Haare kräftig aus und wickeln Sie ein Handtuch herum. Alternativ eignet sich auch eine Duschhaube über den Haaren. Lassen Sie die Honigkur eine halbe Stunde lang einwirken und spülen Sie die Haare im Anschluss gründlich mit klarem Wasser aus.

Rezept für ein Haarspitzenfluid

Zutaten:

  • 30 g destilliertes Wasser
  • 20 g Rosenwasser
  • 1 g Nuratin P
  • 1 g Seidenproteine
  • 1 g D-Panthenol 75 %
  • 0,09 g Arganöl BIO, kalt gepresst
  • 0,19 g Biogard 221
  • 0,07 g Parfümöl Dowe
  • 0,07 g Parfümöl Mandelblüte

Zubereitung: In einem Becherglas das dest. Wasser und Rosenwasser mischen. Anschließend die restlichen Zutaten hinzufügen und gut verrühren. In eine geeignete Flasche füllen. Vor Gebrauch schütteln! Bei Bedarf ins trockene oder feuchte/gewaschene Haar sprühen, einkneten und wie gewohnt frisieren. Nicht ausspülen!

Tipps für die Anwendung von Haarkuren

  • 1-2 mal die Woche: Je nach Haarzustand und -typ können Haarkuren ein- bis zweimal pro Woche angewendet werden. Bei stark strapaziertem oder trockenem Haar auch öfter, um optimale Ergebnisse zu erzielen und das Haar langfristig zu stärken.
  • Anwendung: Insbesondere feuchtigkeitsspendende Kuren wie die Kokosöl- oder Avocado-Kur können auch auf trockenem Haar angewendet werden, um eine intensivere Pflegewirkung zu erzielen. Bei sehr trockenem Haar ist es sogar empfehlenswert, die Kur über Nacht einwirken zu lassen, um dem Haar ausreichend Zeit zu geben, die Nährstoffe aufzunehmen. Ansonsten empfiehlt es sich, die Haare nach dem Waschen im feuchten Zustand mit der Kur zu pflegen.
  • Conditoner nicht vergessen: Nach dem Auswaschen schließt ein Conditioner die Routine ab. Also erst Haare shampoonieren, auswaschen. Haarkur einmassieren und nach der Einwirkzeit auswaschen. Conditioner aufs Haar geben, kurz einziehen lassen und dann die Haare final ausspülen.

Lebensmittel für Haarkuren: Eine Übersicht

Die folgenden Lebensmittel sind wahre Multitalente und können für verschiedenste Haarkuren verwendet werden:

  • Avocado: Reich an Fettsäuren und Vitaminen, ideal für Feuchtigkeit und Geschmeidigkeit.
  • Kokosöl: Ein intensiver Feuchtigkeitsspender, der das Haar schützt und nährt.
  • Honig: Pflegt und spendet Feuchtigkeit, wirkt außerdem antibakteriell.
  • Ei: Liefert wertvolles Protein, stärkt die Haarstruktur und macht das Haar widerstandsfähiger.
  • Joghurt: Enthält Eiweiß und Milchsäure, die das Haar kräftigen und pflegen.
  • Apfelessig: Wirkt klärend, bringt den pH-Wert der Kopfhaut ins Gleichgewicht und verleiht Glanz.
  • Heilerde: Bindet überschüssiges Fett und reinigt die Kopfhaut tiefenwirksam.
  • Aloe Vera: Ein hervorragender Feuchtigkeitsspender, der Spliss vorbeugt und das Haar regeneriert.
  • Banane: Spendet Feuchtigkeit und pflegt trockenes und strapaziertes Haar.
  • Walnussöl: Nährt das Haar intensiv, stärkt die Struktur und reduziert Spliss.
  • Rosmarin: Fördert die Durchblutung der Kopfhaut und regt das Haarwachstum an.
Übersicht: DIY-Haarmasken für verschiedene Haartypen
Haartyp Empfohlene Zutaten Wirkung
Trockenes Haar Avocado, Olivenöl, Honig Spendet Feuchtigkeit, macht das Haar geschmeidig
Lockiges Haar Kokosöl, Avocado Definiert Locken, reduziert Frizz
Strapaziertes Haar Eigelb, Zitronensaft, Olivenöl Regeneriert, stärkt die Haarstruktur
Glanzloses Haar Avocado, Omega-3-Fettsäuren Verleiht Glanz, schützt vor Austrocknung
Feines Haar Brennnessel, Birkenblätter Fördert die Durchblutung, wirkt gegen Schuppen
Fettige Haare Zitronensaft, Grüner Tee Entfettet, reduziert Talgproduktion

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