Eine Haarkur gibt dem Haar den maximalen Boost an Feuchtigkeit und wichtigen Pflegestoffen. Es gibt Produkte gegen Haarbruch, Spliss und speziell für coloriertes sowie blondiertes Haar. Im Folgenden erfahren Sie, wie genau eine Haarmaske wirkt, was eine Kur von einem Conditioner unterscheidet, erhalten Tipps zur korrekten Anwendung und Empfehlungen der besten Produkte.
Ein Conditioner, zu Deutsch Spülung, enthält deutlich weniger Pflege-Power. Sein Hauptjob: Durch einen sauren pH-Wert die Schuppenschicht schließen. Die Haare lassen sich durch Anwendung einer Spülung leichter kämmen und glänzen mehr. Eine Maske hingegen ist eine intensive Haarpflege, quasi ein Bonus für sehr trockenes, strapaziertes Haar. Eine Kur ergänzt die Spülung, ersetzt sie aber nicht.
Die meisten Kuren öffnen die Schuppenschicht der Haare, um Pflegestoffe in der Tiefe einzulagern. Um die Wirkweise genauer zu erklären, kommt hier ein kurzer Physik-Exkurs: Unser Haar ist negativ geladen. Je kaputter, umso negativer. Das kann zu Frizz und unruhigen Haaren führen. Kuren hingegen sind in den meisten Fällen kationisch, also positiv formuliert. Und weil positiv und negativ sich anziehen, dockt die Haarkur vor allem an den Stellen an, an denen Ihr Haar die Extra-Pflege besonders braucht. Macht Sinn, oder?
Kommt drauf an. Nicht jedes Haar verlangt nach Intensivpflege. Glänzt Ihres und ist es gesund, reicht eventuell auch ein Conditioner. Sehr feine Haare würde eine Maske beschweren. Ratsam sind Haarkuren vor allem bei gefärbten, blondierten, gesträhnten, brüchigen, splissigen und frizzigen Haaren.
Nach dem Shampoo und vor dem Conditioner. So geht’s richtig:
Bonus-Tipp: Wenn Sie nach dem Auftragen der Kur eine Duschhaube über die Haare ziehen, staut sich durch den Oklussionseffekt die Wärme der Kopfhaut an und die Kur wirkt besonders gut.
Im Schnitt etwa bei jeder vierten Wäsche. Wer nur einmal in der Woche wäscht, was ideal wäre, muss also nur einmal im Monat eine Kur verwenden. Wer zweimal wöchentlich wäscht, kurt alle 14 Tage.
Die VOGUE Beauty-Redaktion hat sich einmal quer durchs Sortiment getestet. Hier sind 5 Empfehlungen:
Beim Blondieren wird das natürlich Farbpigment im Haar abgebaut. Zunächst das Eumelanin, das für die dunkle Färbung der Haare vernatwortlich ist. Anschließend das rötliche Phäomelanin. Der Prozess geht deshalb immer von dunkel, über rot, hin zu Orange, bis hin zu einem hellen Gelb. Gelb ist ein gutes Stichwort. Denn selbst das hellste Blond behält nach dem Blondieren einen leicht gelblichen Unterton. Der:die Friseur:in gleich diesen Stich mit einem Glossing oder einem Toner aus und veredelt das Blond damit in die Farbrichtung, die Sie sich wünschen: silber, sandig, golden, honigblond. Leider wäscht sich dieses Glossing aber mit der Zeit heraus. Hier kommt die getönte Haarmaske "Shade Variation Mask" von Christophe Robin ins Spiel. Nicht erschrecken, der Farbton "Baby Blond" sieht im Topf dunkellila aus. Die violetten Pigmente braucht es aber um einen Gelbstich auszugleichen. Violett ist nämlich die Komplementärfarbe von Gelb - sie stehen sich im Farbkreis also direkt gegenüber und gleichen einander aus. Je nachdem, wie stark der Gelbstich in Ihren Haaren ausfällt, können Sie die Maske nur fünf oder maximal 20 Minuten einwirken lassen. Die Kur gibt es übrigens auch in einem Goldton, in Kupfer, hell- und dunkelbraun.
Im Gegensatz zum Blondieren wird beim Färben künstliches Pigment tief ins Haarinnere eingelagert. Damit die Farbe hält, ist es wichtig, dass die Schuppenschicht der Haare intakt ist. Bei gesundem Haar liegt sie glatt und lückenlos an - und hilft so, die Pigmente im Inneren zu halten. Allerdings strapaziert häufiges Färben das Haar. Teile der Schuppenschicht können herausbrechen, wodurch das Haar porös wird und auch die Farbe nicht mehr halten kann - was zu einem Teufelskreis führt: noch häufigeres nachfärben, noch kaputtere Haare, die Farbe noch schlechter halten können. Was gefärbte Haare deshalb brauchen ist eine Maske, welche die geschädigte Schuppenschicht wieder rekonstruiert. Diese Kur von Kérastase schafft das mittels Aminosäuren, welche die natürlichen Haarbestandteile imitieren und die Haare von außen und innen wieder aufbauen und Centella Asiatica, einer uralten Heilpflanze. Die Haare glänzen dadurch nicht nur mehr, sondern die Farbe hält auch bedeutend länger. Wodurch Sie künftig weniger häufig nachfärben müssen und Ihre Haargesundheit auf lange Sicht wieder herstellen können.
Diese Leave-in-Kur vollzieht quasi Wunderheilungen für strapazierte Haare. Um zu erklären, wie sie funktioniert, ist ein Bild erförderlich. Stellen Sie sich das Innere eines Haares wie eine Leiter vor. Jedes einzelne Haar besteht in seinem Kern aus Sprossen (also Querverbindungen, den sogenannten Disulfidbrücken) und Holmen, in welche die Sprossen in regelmäßigen Abständen eingelassen sind, den sogenannten Polypeptidbrücken. Wenn das Haar zum Beispiel durchs Färben, Blondieren oder durch Hitze geschädigt wird, werden die Sprossen und Holmen, aus denen die innere Struktur der Haare besteht, geschwächt und brechen. Infolgedessen verliert das Haar seine Elastizität und seinen Glanz - und bricht irgendwann ab. Herkömmliche Bond-Building beziehungsweise Plex-Produkte (die Begriffe haben Sie mit Sicherheit schonmal gehört) können nur gebrochene Disulfidbrücken, also die Querverbindungen der Haare wieder verbinden. Die "Leave-in Molecular Repair Hair Mask" von K18 hingegen kann durch ein patentiertes Peptid auch die Längsverbindungen, also die Polypeptidbrücken reparieren und so den ursprünglichen, gesunden Zustand nachahmen. Der Effekt wäscht sich nicht wie bei herkömmlichen Haarkuren wieder aus.
Sie wollen Ihre Haare wachsen lassen? Dann brauchen Sie, wenn Sie nicht zu de wenigen gesegneten gehören, deren Haare von Natur unglaublich kräftig und robust sind, in jedem Fall eine Intensivpflege, welche die Spitzen vor dem Austrocknen und somit vor Spliss und dem Abbrechen bewahrt. Die ultimative Pflege, um die Haarlängen vor der Schere zu bewahren, gibt es in der Drogerie: Die Elvital Dream Length Fiber Mask - mit Pro-Kollagen mildert die reichhaltige Intensivpflege, die Sie am besten nur auf die untersten Zentimeter auftragen, um die Haare nicht unnötig zu beschweren, Schäden an der Haaroberfläche und hält die Haarspitzen gesund - für mehr Glanz und gesünder aussehendes Haar.
Menschen mit feinen Haaren schrecken häufig vor Haarkuren zurück, weil sie Sorge haben, die Intensivpflege könnte ihre Haare schlapp und platt machen. Diese Angst ist nicht ganz unberechtigt. Denn tatsächlich enthalten viele Kuren reichhaltige Öle, welche die Haare beschweren können. Allerdings splissen und brechen feine Haare auch besonders leicht und benötigen Intensivpflege deshalb noch eher als dicke Haare. Deshalb sollten Sie am besten eine Kur wählen, die keinen zu hohen Ölanteil hat und sich stattdessen darauf konzentriert, die innere Struktur der Haare wieder aufzubauen - wie zum Beispiel die Pflege "N°8" von Olaplex. Die Maske lässt sich dank des praktischen Pumpspenders super dosieren. Für schulterlange feine Haare reicht schon ein Pumpstoß, den Sie am besten einmal in den Handflächen verreiben und dann mit gespreizten Fingern Ohrabwärts in den Haarlängen verteilen. So erhalten Sie das Volumen am Ansatz und geben den Spitzen trotzdem das Plus an Pflege, was sie brauchen.
Trockenes Haar kann eine echte Herausforderung sein, aber mit der richtigen Haarkur können Sie Ihre Mähne wieder zum Strahlen bringen. Eine gute Haarmaske für trockenes Haar sollte intensive Feuchtigkeit spenden, Schäden reparieren und eine glättende Wirkung haben. Trockenes Haar braucht Feuchtigkeit, um wieder geschmeidig und gesund auszusehen. Es neigt dazu, brüchig und spröde zu werden. Eine gute Haarkur sollte helfen, die Haaroberfläche zu glätten und Frizz zu reduzieren, damit Ihre Strähnen wieder geschmeidig und glänzend aussehen.
Wenn Sie lieber auf natürliche Alternativen setzen möchten, sind hier einige Hausmittel, die Wunder für trockenes Haar wirken können:
Wer auf Natürlichkeit setzt, kann seine Haarkur für trockenes Haar selber machen. Die sogenannte Olivenöl-Haarkur für mehr Glanz und Kraft empfiehlt sich vor jeder dritten Haarwäsche.
Hier sind weitere Empfehlungen und Testsieger aus verschiedenen Tests und Bewertungen:
Die Stiftung Warentest veröffentlichte zuletzt 2004 einen Test zum Thema Haarkuren. Da die dort führenden Produkte mittlerweile nicht mehr aktuell sind, sind die Daten nicht mehr aussagekräftig. Deshalb wurden sowohl eigene Favoriten als auch die größten Trends in der Beauty-Szene rausgesucht, um Ihnen einen Überblick über die besten Haarkuren zu verschaffen.
Eine Haarkur oder Haarmaske ist eine intensive Pflege fürs Haar, die sowohl flüssig als auch cremig sein kann. Die Anwendung einer Kur soll dabei helfen, Schäden an der Haarstruktur zu beheben, die durch Umwelteinflüsse, Hitze oder Farb-Treatments entstehen. Außerdem spendet eine Haarmaske Feuchtigkeit und Pflege durch nährende Inhaltsstoffe wie Vitamine oder Öle.
Eine Haarkur wird nach dem Auswaschen des Shampoos beziehungsweise Conditioners ins feuchte Haar gegeben. Die angegebene Einwirkzeit ist von Produkt zu Produkt unterschiedlich, grundsätzlich gilt jedoch, je länger die Kur auf dem Haar liegt, desto intensiver kann sie wirken. Wenn nicht anders vom Hersteller empfohlen, sollten Sie für die Haarkur also mindestens fünf Minuten einplanen. Wärme sorgt dafür, dass die Inhaltsstoffe besser wirken können. Wickeln Sie Ihr Haar in der Einwirkzeit also am besten in ein Handtuch und bleiben Sie im aufgeheizten Badezimmer. Achtung: Es gibt auch Leave-In-Kuren, die nicht ausgespült werden müssen.
Die Haarkur wird oft als sporadische Pflege verwendet, doch idealerweise ist die Kur regelmäßiger Bestandteil Ihrer Haarpflege-Routine. Die Anwendung muss aber nicht bei jeder Haarwäsche erfolgen, bei stark geschädigtem, vorbelastetem Haar empfiehlt es sich jedoch, ein- bis zweimal pro Woche eine Haarkur zu verwenden. Im Winter können die meisten Haartypen aufgrund der trockenen Luft etwa einmal die Woche die zusätzliche Feuchtigkeit vertragen, bei sehr gesunden Haaren reicht im Normalfall die Anwendung alle zwei Wochen aus.
Eine Haarkur ist ein Produkt, das dem Haar etwas mehr Pflege zukommen lässt als ein Shampoo oder Conditioner und unerwünschte Erscheinungen wie Frizz und fliegende Haare bändigt. Eine Haarmaske wirkt noch intensiver, da sie mit mehr Ölen und anderen feuchtigkeitsspendenden oder nährenden Inhaltsstoffen angereichert ist.
Hier eine Übersicht der besten Haarkuren im Vergleich, basierend auf verschiedenen Tests und Kundenmeinungen:
| Produkt | Note | Besondere Eigenschaften |
|---|---|---|
| Wella Fusion Repair Mask | Sehr gut | Gibt geschädigtem Haar ein weiches Haargefühl |
| Moroccanoil Intensive Feuchtigkeitsmaske | Sehr gut | Reichhaltige Formel, angenehmer Duft |
| Kérastase Resistance Masque Thérapiste | Sehr gut | Speziell für stark geschädigtes Haar |
| Moroccanoil Repair Haarmaske | Sehr gut | Repariert geschädigtes, feines und normales Haar |
| Revlon Professional Uniq One Lotus Flower Hair Treatment | Sehr gut | Sprühkur, die nicht ausgespült werden muss |
| Maria Nila Structure Repair Haarmaske | Sehr gut | Vegane Inhaltsstoffe, frei von Sulfaten und Parabenen |
| Dr. Schedu Berlin Keratin-Kollagen-Intensivkur | Sehr gut | Speziell für sprödes Haar |
| John Frieda Frizz Ease Wunderkur | Gut | Ideal für jeden Haartyp, repariert und stärkt |
| Revlon Professional UniqOne All in One Mask | Gut | Vielseitige Vorteile, verstärkt den Glanz der Haare |
| Jean & Len Haarkur | Gut | Reparierende Eigenschaften, ohne Parabene und Silikone |
| Garnier Wahre Schätze 1-Minute Haarkur | Gut | Gute Pflegewirkung, verstärkter Glanz |
Haarkuren für coloriertes Haar sind speziell entwickelte Pflegeprodukte, die helfen, die Farbintensität zu bewahren und Schäden durch chemische Behandlungen zu reparieren. Sie enthalten oft feuchtigkeitsspendende und nährende Inhaltsstoffe wie Keratin, Arganöl oder Seidenproteine, die es stärken und geschmeidig machen. Diese Kuren helfen, die Haarstruktur zu regenerieren, Spliss zu reduzieren und es vor weiteren Schäden zu schützen, wodurch die Farbe länger lebendig bleibt. Regelmäßige Anwendung kann zudem den Glanz und die Elastizität erhöhen.
Eine Haarkur ohne Silikone verspricht schonende Pflege, ohne Haare und Kopfhaut unnötig zu belasten. Silikon wird häufig in Haarpflegeprodukten eingesetzt, da es Glanz verleiht und für Geschmeidigkeit sorgt. Diese Effekte sind jedoch nur von kurzer Dauer: Der künstliche Film, den Silikone bilden, trocknet Haar und Kopfhaut aus. Zudem gelangt der Wirkstoff ins Abwasser und verschmutzt die Umwelt.
Silikone sind unter verschiedenen Bezeichnungen in der Liste der Inhaltsstoffe zu finden. Zudem gibt es weitere Zusätze, wie Sulfate oder künstliche Duftstoffe, die schädliche Nebenwirkungen haben können. Achten Sie auf die Endungen „-cone“ und „-xane“, um Silikone zu erkennen.
tags: #Haarkur #für #strapaziertes #Haar #Test
Diese Website verwendet Cookies. Durch die weitere Nutzung der Seite stimmst du der Verwendung von Cookies zu. Weitere Informationen
Die Cookie-Einstellungen auf dieser Website sind auf "Cookies zulassen" eingestellt, um das beste Surferlebnis zu ermöglichen. Wenn du diese Website ohne Änderung der Cookie-Einstellungen verwendest oder auf "Akzeptieren" klickst, erklärst du sich damit einverstanden.