DIY: Rezept für eine pflegende Haarkur mit Sheabutter

Ob regelmäßiges Stylen mit Hitze, UV-Strahlen im Sommer oder häufiges Waschen - Dein Haar ist täglich vielen Belastungen ausgesetzt. Deshalb ist eine intensive Pflege besonders wichtig! Bringe Abwechslung in Deine Pflege-Routine und verwöhne Deine Mähne mit einer selbstgemachten Haarkur als Beauty-Treatment! Diese Extraportion an Pflege versorgt es bis in die Spitzen mit Feuchtigkeit und lässt es zudem wunderschön glänzen.

Eine selbstgemachte Haarkur mit Sheabutter hat gleich zwei Vorteile. Denn die wertvollen Inhaltsstoffe der Butter pflegen nicht nur Ihre Haare, sondern auch die Kopfhaut.

Eine Haarkur mit Sheabutter hilft wunderbar gegen trockene Haare. Während Sie das Pflegeprodukt auch in der Drogerie kaufen können, ist es fast genauso einfach, es selber zu machen. Mit dem Naturprodukt schlagen Sie gleich zwei Fliegen mit einer Klappe: Einerseits pflegt es sprödes Haar wieder geschmeidig und vermindert Spliss. Anderseits hilft es auch gegen gereizte, juckende Kopfhaut und Schuppen.

Wenn Sie eine solche Haarkur selber machen wollen, brauchen Sie zunächst natürlich Sheabutter - diese können Sie zum Beispiel im Internet bestellen. Achten Sie darauf, dass Sie ein unraffiniertes Produkt wählen, um sicher zu gehen, dass alle pflegenden Inhaltsstoffe enthalten sind. Außerdem riecht die Butter dann besonders intensiv nach Schokolade, Butter und Nüssen.

Sheabutter-Körpersahne

Die Vorteile von Sheabutter für Haare und Kopfhaut

Von den hautpflegenden Eigenschaften der Sheabutter kann vor allem Ihre Kopfhaut profitieren: Inhaltsstoffe wie Allantoin helfen dabei, Hautreizungen zu mildern und Pickelchen abheilen zu lassen. Auch Ihre Haare werden Ihnen die Pflege mit dem Naturprodukt danken: Die darin enthaltenen Omega-3-Fettsäuren sowie die gesättigten und ungesättigten Fettsäuren spenden trockenem Haar Feuchtigkeit. Auch kaputten Spitzen können Sie mit Sheabutter den Kampf ansagen.

Sheabutter ist eine reine Pflanzenbutter, die aus den Nüssen des sagenumwobenen Karité-Baums gewonnen wird. Der Baum hat seinen Ursprung im "Shea-Gürtel" in Westafrika. Der Shea Baum wächst wild, nicht kultiviert in Plantagen. Er erreicht erst nach 60 Jahren seine volle Kraft. Seine Früchte sind die Grundlage für die Sheabutter. Botanisch betrachtet handelt es sich um Beeren. Es wird trotzdem von Nüssen gesprochen. Diese enthalten bis zu 50% Öl, aus dem die Sheabutter gemacht wird.

Das Fett hat in seiner puren, nicht weiterverarbeiteten Form eine gelbliche Farbe und einen Geruch ähnlich wie Nussfett und Kakaobohnenfett. Sheabutter zählt neben Arganöl und Kokosöl zu den natürlichen Pflegeprodukten für die Haut und die Haare. Die Inhaltsstoffe der Sheabutter aus ungesättigten Fettsäuren wie Linolensäure und hautglättendem Vitamin E machen sie so wertvoll. Sheabutter ist ein aussergewöhnliches Hautpflegeprodukt. Ihre Zusammensetzung aus vielen wertvollen Wirkstoffen ist das Geheimnis der heilenden und pflegenden Wirkung.

Für natürliche, selbst gemachte Pflegeprodukte empfehlen Experten ohnehin unraffinierte Butter. Diese enthält mehr Nährstoffe und ist aufgrund fehlender Duft- und Konservierungsstoffe besonders verträglich für die Haut. Bereits 1975 wurde bei einer Studie in Nigeria ein abschwellender Effekt auf die Schleimhäute im Nasenbereich festgestellt.

Gegen trockene Haare und Spliss hilft schon eine geringe Menge Sheabutter. Massieren Sie diese in die Haarspitzen ein. Als intensive Packung verteilen Sie die Karitébutter im gesamten Haar und lassen Sie diese über Nacht einwirken. Am folgenden Morgen nach der Haarwäsche ist Ihr Haar gepflegt und fühlt sich weich und geschmeidig an. Für eine schnelle Haarkur lassen Sie die Sheabutter einfach 20 bis 30 Minuten einwirken und waschen sie dann wieder aus. Auch bei Schuppen und trockener Kopfhaut bewirkt Sheabutter wahre Wunder. Massieren Sie sie direkt auf die Kopfhaut. Lassen Sie sie über Nacht einwirken. Am nächsten Morgen auswaschen. Ihre Kopfhaut ist mit Feuchtigkeit versorgt und Juckreiz gemildert.

Sheabutter ist sehr ergiebig. Bereits geringe Mengen reichen aus, um den ganzen Körper damit einzureiben. Ausserdem ist Sheabutter extrem reichhaltig. Verwenden Sie sie sparsam.

Die Merkmale für unraffinierte Sheabutter sind:

  • Schonende Gewinnung durch traditionelle Herstellungsart.
  • Alle Inhaltsstoffe bleiben erhalten.
  • Der typische nussig bis rauchige Geruch (der von einigen als leicht ranzig riechend empfunden wird) bleibt erhalten.

Rezept für eine einfache Sheabutter-Haarkur

Für eine selbstgemachte Sheabutter-Haarpflege benötigen Sie außer der Butter selbst noch ein Pflanzenöl - Kokos- oder Jojobaöl sind beispielsweise besonders gut als Haar- und Hautpflege geeignet. Das Mischungsverhältnis sollte etwa 1:1 betragen, so wird die Haarpflege recht dünnflüssig und kann gut eingearbeitet werden.

  1. Schmelzen Sie die Sheabutter im Wasserbad.
  2. Fügen Sie das Öl hinzu, sobald die Butter flüssig geworden ist.
  3. Wenn die Mischung auf eine für Sie angenehme Temperatur abgekühlt ist, massieren Sie sie ins Haar ein. Achten Sie darauf, dass auch die Kopfhaut ausreichend versorgt wird.
  4. Wickeln Sie sich anschließend ein Handtuch um den Kopf und lassen Sie alles gut einwirken, bei sehr trockenem Haar auch über Nacht.

Weitere Rezepte und Tipps für selbstgemachte Haarkuren

Es gibt unzählige Haarpflege-Rezepte zum Selbermachen, die Du im Handumdrehen zu Hause anmischen kannst. Achte darauf, dass Du die Haarpflege immer frisch zubereitest und direkt verwendest. Deine Kopfhaut ist sehr empfindlich, deshalb solltest Du nach dem Erhitzen der Zutaten eine gewisse Zeit warten. Wende eine Haarmaske immer lauwarm oder kalt an. Trägst Du eine Haarverlängerung? Dann lass Deine Kopfhaut am besten gänzlich aus, um die Verbindungsstellen nicht zu beschädigen.

Unsere absolute Lieblingshaarkur besteht aus nur drei Zutaten:

  • 3 Esslöffel Sheabutter
  • 4 Esslöffel Naturjoghurt
  • Etwas Mandelöl

Sheabutter spendet natürliche Feuchtigkeit und wirkt wie Panthenol, das in den meisten Hautcremes enthalten ist. Der Joghurt enthält viele Proteine und Eiweiße, die das Haar in seiner Struktur kräftigen und es außerdem griffiger machen. Mandelöl ist ein mildes Öl, das Deinem Haar Glanz und Feuchtigkeit bis in die Spitzen verleiht.

So bereitest Du die Haarkur vor:

  1. Schmelze die Sheabutter im Wasserbad.
  2. Gib etwas Mandelöl in die nun flüssige Sheabutter.
  3. Vermische beides mit dem Naturjoghurt und stelle Dir die Schüssel mit der Haarkur bereit.
  4. Lass die Masse jedoch einige Minuten abkühlen, bevor Du sie auf die Längen und in die Spitzen aufträgst.
  5. Wasche Deine Haare wie gewohnt oder feuchte Deine Haare etwas an.
  6. Verteile die Haarkur nur in die handtuchtrockenen Längen und Spitzen und lasse sie für ca. 30 Minuten einwirken. Achte darauf, dass Du die Verbindungsstellen Deiner Extensions aussparst. Da sich die Verbindungsstellen direkt am Haaransatz befinden, solltest Du dort auf keinen Fall Haarkuren auftragen.
  7. Um die Haarkur gleichmäßig zu verteilen, kämme Deine Haarlängen vorsichtig mit einem grobzinkigen Kamm durch.
  8. Generell gilt: Wärme verstärkt die Wirkung der Inhaltsstoffe. Dazu einfach die Haare mit einem Handtuch oder mit Frischhaltefolie umwickeln.
  9. Nach ca. 30 Minuten Einwirkzeit spüle alles gründlich mit warmem Wasser aus, bis alle Rückstände aus dem Haar entfernt sind.
  10. Wasche Deine Haare danach noch einmal wie gewohnt mit einem Shampoo und Conditioner.

Fünf weitere Beauty-Masken für mehr Glanz und Frische

Probiere doch einfach mal aus, welche Variante zu Deinem Haartyp passt.

  1. Kokosöl: Bei schuppiger Kopfhaut und eher glanzlosem Haar (meist durch häufiges Styling mit Hitze) kannst Du einfach einen Esslöffel Kokosöl verwenden. Dieses Öl dringt tiefer in die Haarstruktur ein und gleicht sie leicht aus, wodurch das Haar geschmeidiger und glänzender wird. Dadurch ist es besser vor äußeren Einflüssen geschützt. Beim Ausspülen der Kokosöl-Maske kannst Du warmes Wasser und etwas Shampoo verwenden, damit das Fett flüssig wird und sich besser auswaschen lässt.
  2. Olivenöl und Honig: Olivenöl und Honig als Kur eignen sich besonders für strapazierte und trockene Haare. Du kannst den Honig auch jederzeit durch Mandelöl ersetzen, besonders wenn du eine vegane DIY Haarmaske suchst. Außerdem lässt es sich viel leichter auswaschen.
  3. Koffein-Kick mit Kaffee-Haarkur: Diese Kur hat viele Vorteile. Zum einen fördert sie die Durchblutung Deiner Kopfhaut und wirkt aktiv gegen Haarausfall. Zum anderen wird Dein Haarwachstum angeregt und Du erhältst einen natürlichen Glanz.
  4. Ei und Joghurt: Die Ei-Joghurt-Kur ist eine proteinreiche Pflege, die Dein Haar stärkt und vitalisiert. Durch die enthaltene Milchsäure und Fette wird das Haar bis in die Tiefe mit Feuchtigkeit versorgt und überschüssiger Schmutz von der Kopfhaut entfernt.
  5. Heilerde: Du hast mit einer schnell fettenden Kopfhaut oder Schuppen zu kämpfen? Heilerde reguliert bei Anwendung die Talgproduktion und reinigt die Kopfhaut effektiv. Außerdem wirkt sie entzündungshemmend und durchblutungsfördernd - bye bye fettige Haare.
  6. Avocado mit Kokosöl: Diese Kur ist besonders nahrhaft und feuchtigkeitsspendend und verleiht Deinem Haar einen magischen Glow. Die reichhaltigen Fettsäuren und Proteine von Avocado und Kokosöl dringen tief in die Haarstruktur ein und stärken Deine Mähne. Zudem wird Dein Haarwachstum angeregt - eine Win-win-Situation.
  7. Apfelessig: Apfelessig ist eine wahre Wunderwaffe für Deine Mähne. Er glättet Deine Haaroberfläche und sorgt für glänzende Haare und eine gesunde Kopfhaut. Im Nachgang einer pflegenden Kur, hilft Apfelessig Dein Haar anzusäuern, um es zu versiegeln. Dieser Vorgang verbessert außerdem die Kämmbarkeit, da sich hierdurch die Schuppenschicht wieder schließt.

Tipps für die Anwendung von Haarkuren

  • Mit regelmäßigen Haarkuren nährst Du Deine Mähne und versorgst sie mit ausreichend Feuchtigkeit. Eine Routine ist hierbei der Schlüssel zum Erfolg. Wende mindestens ein- bis zweimal pro Woche eine Kur an, um Dein Haar zu stärken und es widerstandsfähiger gegen äußere Umwelteinflüsse zu machen.
  • Achte darüber hinaus darauf, eine Haarkur mindestens für 15 Minuten einwirken zu lassen.
  • Nach dem Waschen solltest Du Deine Haare trocken tupfen, niemals reiben.
  • Nach einer pflegenden Kur solltest Du Dein Haar ansäuern, um es zu versiegeln. Dazu mischst Du drei Teile Wasser und einen Teil Apfelessig. Fülle die Flüssigkeit in eine Sprühflasche und trage sie auf das nasse Haar auf. Lass die Pflege wenige Minuten einwirken und spüle sie anschließend gründlich aus. Dieser Vorgang verbessert außerdem die Kämmbarkeit, da sich hierdurch die Schuppenschicht wieder schließt.

Hinweis für Extensionsträgerinnen: Sei vorsichtig mit der Anwendung von Haarmasken und frage lieber vorher den Friseur Deines Vertrauens um Rat.

Häufig gestellte Fragen

Wie mache ich zu Hause eine Haarkur?

Für eine selbstgemachte Haarkur brauchst Du natürliche Zutaten wie Avocado, Kokosöl oder Honig. Du kannst zum Beispiel eine Avocado zermahlen, mit einem Esslöffel Kokosöl und einem Teelöffel Honig vermengen und diese Mischung auf Dein feuchtes Haar auftragen.

Welche Zutaten eignen sich für eine Haarkur zum Selbermachen?

Es gibt viele natürliche Zutaten, die sich für selbstgemachte Haarkuren eignen, darunter Avocado, Banane, Joghurt, Olivenöl, Ei, Aloe vera, Honig und Kokosöl. Diese Zutaten können einzeln oder in Kombination verwendet werden, um Haarkuren anzufertigen, die auf verschiedene Haartypen und -probleme abgestimmt sind.

Wie oft sollte ich selbstgemachte Haarkuren anwenden?

Die Häufigkeit der Anwendung hängt von Deinem Haartyp und den spezifischen Bedürfnissen Deiner Haare ab. Im Allgemeinen empfehlen wir Dir jedoch, selbstgemachte Haarkuren einmal pro Woche oder alle zwei Wochen zu verwenden, um das Haar zu pflegen und zu revitalisieren.

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