Rund 41 Prozent der Männer stylen ihre Haarpracht fast täglich oder jeden Tag. Bei den unter 30-Jährigen sind es sogar 54 Prozent, soweit eine Umfrage von Statista. Haarwachs und Haargel sind beliebt bei den Herrn und werden häufig fürs Aufhübschen der Frisur genutzt.
Viele Menschen legen Wert auf eine gepflegte Frisur. Wenn es vom Homeoffice wieder vermehrt ins Büro oder auf Veranstaltungen geht, soll die Frisur schließlich sitzen. Doch welches Produkt ist zu empfehlen?
Haarstyling-Produkte wie Haarwachs und Haargel sollen Frisuren Halt geben. Doch ein Test zeigt: Mit ihnen landen häufig viele problematische Stoffe im Haar. Auch ein vermeintlich "natürlicher Strubbeleffekt" kommt nicht von allein. Und bleibt erst recht nicht bis zum Abend. Ein Klecks Modellierpaste kann das aber richten, so verspricht zumindest der Kosmetik-Konzern L’Oréal. Und liegt damit im Styling-Trend, denn angeblich sind die Frisuren - zumindest die der Männer- nach den Frisörschließungen länger geworden und brauchen jetzt ein weicheres Styling. Die akkurat gegelte Kurzhaarfrisur ist also out? Wohl kaum, denn die Umsätze für Haargel sind in den letzten beiden Jahren nur marginal gesunken.
Öko-Test hat rund 50 Haarwachse und Haargele auf Schadstoffe untersucht. Insgesamt untersuchten die Tester:innen 51 Haarstylingprodukte - davon neun zertifizierte Naturkosmetik-Produkte - auf Inhaltsstoffe und Problemstoffe. Der Test erschien erstmals im Öko-Test-Magazin 04/2022, nun wurden die Produkte erneut im Labor analysiert.
Das Ergebnis bei Öko-Test fällt sehr gemischt aus: 19 Haarwachse und -gele sind „gut“ oder „sehr gut“, darunter viele Naturkosmetik-Produkte. Zunächst die gute Nachricht: Vor allem Haarstyling-Produkte mit einem Naturkosmetik-Siegel konnten bei Öko-Test überzeugen. Sie enthielten zwar wie alle Produkte Parfüm, waren aber frei von bedenklichen Inhaltsstoffen. Öko-Test kommt zu folgendem Schluss: Der Preis ist für ein gutes Haarwachs und Haargel nicht unbedingt entscheidend.
Quelle: ÖKO-TEST
Hier findest Du die Top 15 im Bereich „Bio Haargel“:
Manche Bio Haargele bieten zudem spezielle Vorteile, wie z.B. Volumensteigerung, Glanzeffekt oder extra starken Halt. Beim Kauf sollte neben den Inhaltsstoffen auch auf Nachhaltigkeitsaspekte geachtet werden, dazu zählt eine umweltfreundliche Verpackung sowie faire und ökologische Produktionsbedingungen.
Sie können das Haargel ins trockene oder nasse Haar geben. Das Real Purity Haargel festigt das Haar ohne zu verkleben. Es wurde für Allergiker entwicket. Das Haargel ist geruchlos und ohne Silikone. Veganer lieben dieses Haargel vegan, weil es natürlich ist, ohne tierische Bestandteile.
Deutlich schlechter schnitten viele bekannte konventionelle Produkte ab. Öko-Test fand in vielen Haarwachsen und Haargelen Schadstoffe. Die Mängelliste bei Öko-Test ist lang: synthetische Polymere - also flüssige Kunststoffe auf Erdölbasis - steckten in fast allen Pasten, Pomaden, Wachsen und Gelen. Die Kunststoffe sorgen dafür, dass die Haare standhaft und fest bleiben. Doch beim Haarewaschen gelangt das (Mikro-)Plastik in die Umwelt und ist dort teils nur schwer abbaubar.
Auch Paraffine fand das Labor in vielen Haarstyling-Produkten im Test. Sie sollen die Haare in Form halten. Doch Paraffine basieren auf Mineralöl und damit auf Erdöl. Laut Öko-Test können sich die Fette „in Leber, Niere oder Lymphknoten sammeln“. Zudem ist eine Verunreinigung mit aromatischen Mineralölkohlenwasserstoffen (MOAH), einem Mineralölbestandteil, möglich. MOAH stehen im Verdacht, krebserregend und erbgutverändernd zu sein.
Drei Produkte im Test enthielten zudem Formaldehyd bzw. -abspalter; ein Konservierungsstoff, den Öko-Test kritisiert. Die Verbraucherschützer:innen warnen, dass Formaldehyd Kontaktallergien auslösen kann und bereits in geringen Mengen die Schleimhäute reizt.
Viele der getesteten Stylingprodukte zeichnen sich durch einen markanten Duft aus. Doch was einerseits gut riecht, kann unter Schadstoffaspekten anrüchig sein. Wie zum Beispiel künstliche Moschusdüfte, die in vier Hairstylings nachgewiesen wurden, denn sie reichern sich im menschlichen Fettgewebe an.
Am häufigsten kritisiert Öko-Test Kunststoffverbindungen. Über zwei Drittel der Hairstyling-Produkte enthält synthetische Polymere. Diese Stoffe machen zwar das Haar standfester, sind aber ein Problem für die Umwelt. Sie können schwer abbaubar sein und mit dem Klärschlamm in die Umwelt gelangen.
In vier Produkten kritisiert Öko-Test umstrittene halogenorganische Verbindungen. Unerwünscht und bedenklich sind zudem Paraffine und Silikone. Diese künstlichen Substanzen helfen zwar dabei, dass sich die Stylingprodukte gut verteilen lassen, aber, sie legen sich auch wie ein Film über die Schuppenschicht des Haares.
Ein weiteres und durchaus größeres Problem mineralölbasierter Fette und Wachse wie Paraffinum Liquidum, Petrolatum, Vaseline oder Ceresin ist, dass sie mit aromatischen Kohlenwasserstoffen (MOAH) verunreinigt sein können. Denn darunter können sich auch Verbindungen befinden, die unter Verdacht stehen, Krebs zu erregen. Im Labor wurde in neun Produkten MOAH festgestellt, darunter vor allem in Haarwachsen und Haarpasten.
Beginnen wir mit den Konservierungsstoffen. Hier sind wir auf eine ganze Reihe von Stoffen gestoßen, die wir kritisieren. Das Problem: Formaldehyd kann Kontaktallergien auslösen und schon in geringen Mengen die Schleimhäute reizen. Die EU plant derzeit strengere Regeln für die Warnung vor Formaldehyd in Kosmetika. Formaldehyd/-abspalter sind aber nicht die einzigen bedenklichen Konservierer im Test. Die Liste ist noch länger.
Propylparaben: Die EU hat Propylparaben wegen des Verdachts auf eine hormonelle Wirkung streng reglementiert und sein Einsatz ist heute sehr viel seltener geworden. Dennoch sind wir im Test darauf gestoßen.
Auch Frauen wollen mit Styling-Produkten wie Haargel und Haarwachs ihren Frisuren mehr Stabilität verleihen. In Sachen Umweltfreundlichkeit gibt es noch viel Luft nach oben: Mehr als die Hälfte der getesteten Haarstyling-Produkte kommt nicht ohne synthetische Polymere aus - da stehen einem buchstäblich die Haare zu Berge. Synthetische Polymere sind lösliche Kunststoffe, die einen dünnen Film auf dem Haar bilden. Aber: Das Flüssigplastik gelangt mit der Haarwäsche in die Umwelt, wo es sich zum Teil nur schwer wieder abbaut. Dabei geht Haarstyling auch ohne aus Erdöl hergestellte Kunststoffe.
Umweltschädlich ist auch der synthetische Moschusduft Galaxolid. Er breitet sich überall in der Umwelt aus und gilt als gewässerschädigend.
Haargel: Ist wasserbasiert und lässt sich leicht auswaschen. Es macht das Haar steif, sodass sich die Frisur nicht umstylen lässt. Haarwachs: Basiert auf natürlichen (Carnauba, Kokos) oder erdölbasierten Wachsen wie Paraffinen oder Vaseline. Gibt dem Haar starken Halt, härtet aber nicht aus. Die Frisur lässt sich nach dem Stylen verändern. Haarwachs lässt sich schwerer auswaschen als Gel. Haarpasten: Sind nicht klar definiert. Ihre Konsistenz reicht von klebrigem Lehm bis zu dicker Zahnpasta. Pasten geben mittleren bis starken Halt, sind matt oder leicht glänzend. Frisier-/Stylingcreme: Gibt es seit rund einhundert Jahren. Die wasserbasierten Cremes geben leichten Halt, sind flexibel und halten sich beim Glanz zurück. Sie sind auch für feineres Haar geeignet. Pomade: Pomade verleiht dem Haar einen glatten, akkuraten Look, meist mit starkem Glanz. Sie ist besonders geeignet für Kamm-Frisuren, die sich umstylen lassen. Clay: Enthält Tonerde (clay = Englisch für Lehm/Ton), meist Bentonit. Es lässt das Haar dicker wirken und gibt ihm Halt, ohne es zu beschweren. Ideal für Frisuren mit viel Volumen.
Stiftung Warentest überprüft, vergleicht und testet die besten Produkte für Verbraucher. Viele der Tests der Stiftung Warentest helfen so bei der Entscheidung, welches Produkt gekauft werden soll.
Stiftung Warentest hat in der September-Ausgabe 2018 insgesamt 15 Haargele getestet, die einen starken Halt versprachen. Neben der Verpackung und Kennzeichnung nahm Stiftung Warentest die Haargele auch in Bezug auf den kritischen Duftstoff Lilial näher unter die Lupe.
Als Testsieger ging das Produkt "Professional Osis + Rock Hard" von Schwarzkopf (Note: 1,7) mit dem Härtegrad "Ultra strong 4" hervor. Mit diesem Haargel konnte das beste Styling erreicht werden. Sehr gute Ergebnisse erzielte das Produkt auch bei der Haltbarkeit. Der kritische Duftstoff Lilial konnte nicht festgestellt werden.
Den zweiten Platz belegte das Produkt "Balea Men Maximum Power Styling Gel" von dm (Note: 1,8) mit dem Härtgrad "Turbo-Halt 8". Das Haargel bietet sehr guten Halt und verzichtet ebenfalls auf den kritischen Duftstoff Lilial.
Insgesamt vier Haargele sind mit 57 Cent je 100 Milliliter die günstigsten Produkte des Tests - und sie schließen im Vergleich nicht mal schlecht ab.
Besonders hervorzuheben ist hier das Produkt "Kür Styling Haargel Ultimate" von Aldi Süd (Note: 1,9), welches nicht nur besonders günstig ist, sondern gleichzeitig den dritten Platz im Test belegt. Auch hier wird auf den kritischen Duftstoff verzichtet.
Für 57 Cent je 100 Milliliter wurden außerdem "Isana Styling Gel For Men" von Rossmann (Note: 2,6), "Elkos Hair Styling Gel" von Edeka (Note: 2,7) sowie "t. Today Power Gel Extreme Look" von Rewe und Penny (Note: 2,7) getestet.
Stiftung Warentest entdeckte insgesamt zwei Produkte mit dem kritischem Duftstoff Lilial. Eines davon findet sich auf dem letzten Platz wieder: Das Produkt "Styling Gel Power" von 3 Wetter Taft (Note: 3,1) bildet das Schlusslicht im Test und konnte vor allem mit seiner Haftung nicht überzeugen. Der enthaltene Duftstoff Lilial führte zu einer weiteren Abwertung.
Die STIFTUNG WARENTEST hat 16 Produkte getestet. „Mega starker Halt“ für „extreme Looks“ - Haargele werben meist mit Superkräften. Doch jedem zweiten fehlt es an Durchhaltekraft.
Die Preisspanne ist riesig: Sie reicht von 85 Cent bis rund 25 Euro pro Tube. Wir untersuchten die Gele in drei Schritten. Ein Friseur frisierte 22 Männer und Frauen mit den Gelen, mit einem weiteren Friseur beurteilte er dann ihr Stylingpotenzial - etwa in Bezug auf Festigkeit, Volumen und Glanz der Frisur. In dieser Prüfung unterschieden sich die Gele nur in Details (Testergebnisse). Im zweiten Schritt benutzten Testpersonen die Gele zu Hause und bewerteten, wie sie sich im Alltag anwenden lassen. Als Drittes prüften wir ihre Haltbarkeit im Labor.
Nur zwei Gele hielten die Locken super in Form: das günstige Maximum Power Styling Gel von dm und das teure Schwarzkopf Osis+ Rock Hard aus dem Friseurhandel. Als einziges erreichte Osis+ auch im Friseurtest ein Sehr gut. Schwarzkopf gehört zur Firma Henkel, dem Marktführer von Haarpflege- und Haarstylingprodukten.
Vier Haargele enthalten den Duftstoff Butylphenyl Methylpropional, der unter dem Namen Lilial gehandelt wird: 3 Wetter Taft, Edeka, L‘Oréal und Netto Marken-Discount. Der wissenschaftliche Ausschuss für Verbrauchersicherheit der EU (SCCS) stuft Lilial als kritisch ein: Möglicherweise kann er das Erbgut verändern. Im Tierversuch zeigte sich, dass Lilial die Fortpflanzungsfähigkeit beeinträchtigen kann. Solange es keine Entwarnung gibt, hat Lilial unserer Ansicht nach in Kosmetika nichts zu suchen.
Die ökologischen Auswirkungen der Polymere sind unzureichend erforscht. Umweltbewusste Nutzer können zu den Naturkosmetik-Gelen dm Alverde und Rossmann Alterra greifen. Sie verwenden natürliche Polymere wie Schellack oder Xanthan Gummi, die durch Mikroorganismen vollständig abgebaut werden können. Beide erwiesen sich als echte Alternative zu konventionellen Haargelen: Die Styling-, Haltbarkeits- und Anwendungsprüfung bestanden sie mit gut.
Friseur Steven Meth empfiehlt, dazu die Hände anzufeuchten. „Das macht das Gel geschmeidiger und verzögert den Trocknungsprozess.“ Wer wenig Erfahrung hat, sollte ein Gel mit schwächerem Haltegrad ausprobieren. Denn: „Bei Haargel ist Nachstylen schwierig.“ Wichtig: Vor dem Schlafengehen sollte Haargel ausgewaschen werden.
Haargel soll die Haare formen, aber nicht verkleben oder beschweren. Es soll Wind und Wetter trotzen, aber leicht auswaschbar sein. „Die Haare sollten natürlich bleiben und nicht wie Plastikhaare aussehen“, wünscht sich zum Beispiel der Berliner Schauspieler Marc C. Behrens, der privat wie beruflich auf Haarfestiger schwört.
Haargel ist das Geheimnis zu einer perfekten Frisur! Egal, ob Sie nach einem glatten, zurückgekämmten Look oder einem wilden, zerzausten Stil suchen, Haargel kann Ihnen helfen, Ihren Traum-Look zu kreieren. Online Tests empfehlen , auf einen starken Halt zu achten, um Ihr Haar fest und glatt zu halten, ohne dass es sich bewegt oder durcheinander gerät. Wählen Sie jetzt aus unserer Produkttabelle ein Haargel mit Glanz, damit Ihre Haare ein glänzendes und gepflegtes Aussehen bekommen und den ganzen Tag über perfekt gestylt aussehen.
Großes Augenmerk haben wir auf die Kategorien geeignet für, Menge, Duft und Konsistenz gelegt.
Auf einen Blick: Top Haargele und aktuelle Angebote.
| Position | Produktmodell | Preis ca. | Duft | Positiv | Verfügbarkeit |
|---|---|---|---|---|---|
| Platz 1 | Eimi Pearl Styler XXL von Wella | ca. 9 € | angenehm | Trocknet rapide | Gleich lieferbar |
| Platz 2 | WP Sculpt Force 250 ml von Wella | ca. 9 € | angenehm | langanhaltender Halt | Gleich lieferbar |
| Platz 3 | 2523841 von American Crew | ca. 9 € | angenehm | Super Halt | Gleich lieferbar |
| Platz 4 | Styling Cream von Nivea | ca. 3 € | angenehm | Halt flexibel gegenübergestellt | Gleich lieferbar |
| Platz 5 | 89030-01000-53 von Nivea | ca. 5 € | angenehm | Vitamin E aus natürlichen Quellen | Gleich lieferbar |
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