Die Welt der Haarfarben ist vielfältig und bietet zahlreiche Optionen für jeden Bedarf. Doch nicht jede Farbe ist gleich, und bestimmte Inhaltsstoffe können bei manchen Menschen Allergien auslösen. Insbesondere Para-Phenylendiamin (PPD) und Para-Toluylendiamin (PTD) sind bekannte Allergene in Haarfarben. Dieser Artikel beleuchtet die verschiedenen Arten von Haarfarben, ihre Inhaltsstoffe und wie Sie eine passende, schonende Option finden können.
Es gibt verschiedene Arten von Haarfarben, die sich in ihrer Zusammensetzung und Wirkungsweise unterscheiden:
Oxidierende Haarfarben sind die gängigsten, da sie dauerhafte Ergebnisse liefern. Sie bestehen aus zwei Hauptkomponenten:
Allergien werden häufig durch PPD und PTD verursacht. Hersteller versuchen daher, Farben ohne diese Inhaltsstoffe zu entwickeln. Stattdessen werden feinere Stoffe verwendet, um das Allergierisiko zu verringern. Ein Beispiel ist Wella Koleston Perfect ME+, bei dem PPD und PTD durch eine neue ME+ Substanz ersetzt werden.
Pflanzenhaarfarben wie Henna, Indigo und Cassia sind natürliche Alternativen, die das Haar tönen und pflegen. Sie dringen nicht in die Haarstruktur ein, sondern umhüllen das Haar von außen. Dies schädigt das Haar nicht und kann sogar pflegend wirken. Allerdings können sie das Haar nicht aufhellen und haben eine begrenzte Farbpalette.
Vorteile von Pflanzenhaarfarben:
Nachteile von Pflanzenhaarfarben:
Achten Sie auf Produkte, die als natürlich beworben werden, aber dennoch chemische Zusätze enthalten. Lesen Sie die Inhaltsstoffe sorgfältig durch, um sicherzustellen, dass keine unerwünschten Stoffe wie PPD, Wasserstoffperoxid oder Schwermetalle enthalten sind.
Saure Haarfarben haben einen niedrigen pH-Wert, der dem natürlichen Zustand des Haares nahekommt. Sie sind schonender, da sie keine Oxidation verursachen und die Haarfaser nicht überempfindlich machen. Diese Farben schließen die Schuppenschicht, glätten die Haaroberfläche und sorgen für Glanz.
Vorteile von sauren Haarfarben:
Nachteile von sauren Haarfarben:
Um gesundes Haar zu erhalten, werden saure Haarfarben oft mit dauerhaften (alkalischen) Farbstoffen kombiniert, um optimale Farbergebnisse und Haarkondition zu erzielen.
Metallic-Haarfarben enthalten Metallsalze und werden heute kaum noch verwendet. Sie können bei Kontakt mit Peroxid zu unvorhersehbaren Ergebnissen führen und das Haar schädigen.
PPD (Para-Phenylendiamin) ist ein synthetischer Inhaltsstoff, der in oxidativen Haarfarben verwendet wird. Es ist bekannt für sein hohes Sensibilisierungspotenzial und kann bei manchen Menschen allergische Reaktionen auslösen. Die Europäische Kommission hat jedoch strenge Richtlinien für die Verwendung von PPD in Haarfärbemitteln erlassen, um die Sicherheit der Verbraucher zu gewährleisten.
N-Phenyl-p-phenylendiamin ist eine verwandte Substanz, die ebenfalls in Haarfarben vorkommt. Auch hier gelten strenge Auflagen, um das Risiko von Allergien zu minimieren.
Um allergische Reaktionen zu vermeiden, sollten Sie folgende Tipps beachten:
| Farbtyp | Beschreibung | Vorteile | Nachteile |
|---|---|---|---|
| Oxidierende Farbe | Benötigt Oxidationsmittel, dauerhaft | Dauerhafte Farbe, gute Grauabdeckung | Kann das Haar schädigen, enthält oft Allergene |
| Nicht-oxidierende Farbe | Direktziehend, semi-permanent | Schonender, keine Oxidation | Nicht dauerhaft, kann Haare nicht aufhellen |
| Ammoniakfreie Farbe | Weniger oder kein Ammoniak | Weniger Reizungen | Nicht so effektiv wie ammoniakhaltige Farben |
| Pflanzenfarbe | Natürliche Inhaltsstoffe | Schonend, pflegend | Kann Haare nicht aufhellen, begrenzte Farbpalette |
| Saure Farbe | Niedriger pH-Wert | Schonend, verleiht Glanz | Kann Haare nicht aufhellen |
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