Manchmal verspüren wir den Wunsch, unser Aussehen ohne großen Aufwand zu verändern. Eine einfache und dennoch effektive Methode ist das Aufhellen der Haare. Die eigentliche Haarfarbe bleibt erhalten, wird aber durch hellere Akzente interessanter, die der Frisur mehr Tiefe und Lebendigkeit verleihen. Im Prinzip lässt sich jede Haarfarbe aufhellen.
Die Profis im Friseursalon schaffen selbst große Farbsprünge von Ebenholz nach Platin, allerdings sind dafür mehrere chemische Aufhell-Schritte nötig. Zu Hause können Sie hellblondes bis mittelbraunes Haar um bis zu acht Nuancen bleichen. Strähnchen eignen sich für fast jede Ausgangshaarfarbe. Besonders schön wirken Highlights in zwei oder drei verschiedenen Nuancen.
In diesem Artikel erfahren Sie, wie Sie Haarfarbe und Aufheller richtig mischen, um zu Hause professionelle Ergebnisse zu erzielen. Wir gehen auf die verschiedenen Aspekte ein, von der Auswahl des richtigen Aufhellers bis hin zur Pflege Ihrer Haare nach der Behandlung.
Beachten Sie zunächst den natürlichen Ausgangspunkt des Haares. Dies ist die Grundlage für die Blondierung und hat einen großen Einfluss auf die Formeln, die Sie beim Aufhellen und Tönen verwenden. Beginnen Sie mit einem Beratungsgespräch, bei dem Sie Ihre Kund:in über ihre Haargeschichte befragen. Dabei sollten Sie vier wichtige Fragen beantworten, um sich ein klares Bild von dem Haar zu verschaffen, mit dem Sie arbeiten:
Verwenden Sie dann die Wella Aufhellungskurve, um den erforderlichen Aufhellungsgrad zu bestimmen. Wenn das Haar beispielsweise bereits mittelblond 7/ ist, aber auf Platin 10/ aufgehellt werden soll, muss das Haar um drei Stufen aufgehellt werden. Auch das darunter liegende Pigment muss berücksichtigt werden, da dies möglicherweise freigelegt wird. Bei der Aufhellung können orangefarbene und gelbe Farbnuancen durchscheinen. Behalten Sie dies im Hinterkopf, wenn Sie Ihren Toner mischen.
Unser kultiges Blondor Portfolio bietet verschiedenste Blondierungen für alle Haartypen, darunter Freelights für Balayage, Blondorplex zur Stärkung der Haare während des Blondierungsprozesses und Soft Blonde Cream für eine Aufhellung nahe der Kopfhaut. Mit jedem dieser Produkte kann man bis zu sieben Aufhellungsstufen und mit BlondorPlex sogar ein Aufhellungsresultat von neun Tonstufen erzielen . Lassen Sie das Produkt bis zu 50 Minuten einwirken und überprüfen Sie regelmäßig, ob das gewünschte Ergebnis erreicht wird. Anschließend ausspülen und mit Blondor Seal & Care neutralisieren.
Aber nicht nur mit Blondor lassen sich makellose Blondtöne erzielen; auch unsere permanenten Haarfarben können helfen. Koleston Perfect und Illumina Color werden beide zum globalen Aufhellen oder zum partiellen Erarbeiten von Strähnen verwendet, gemischt mit Welloxon Perfect 6%, 9% oder 12%, um ein helleres Blond zu erzielen.
Was das Mischungsverhältnis betrifft, so empfehlen wir, die Farbe 1:1 zu mischen. Sie können zum Beispiel 30 g Koleston Perfect oder Illumina Farbe + 30 g Welloxon Perfect Developer ausprobieren.
Für bis zu fünf Aufhellungsstufen: Mischt Koleston Perfect Special Blondes mit Welloxon Perfect 9% oder 12% im Mischungsverhältnis 1:2, also 30 g Koleston Perfect Special Blonde + 60 g Welloxon Perfect Developer.
Wenn Sie wissen, wie stark Sie Ihre Haare aufhellen wollen, können Sie sich den entsprechenden Entwickler und das Blondierpulver Ihrer Wahl besorgen. Hier können Sie ruhig auf sogenanntes staubfreies Pulver zurückgreifen, denn dieses ist nicht so leicht einzuatmen und verursacht so keinen Husten. Außerdem brauchen Sie:
Sollte dies nicht der Fall sein, können Sie es immer im Verhältnis von 1:2 mischen (ja, Bruchrechnung ist angesagt!). Ein Beispiel: Du verwendest 30 Gramm Pulver (1 Teil) und dazu 60 Gramm Entwickler (2 Teile, also das doppelte).
Zuerst gibst du die gewünschte Menge des Blondierpulvers in den Behälter. Mit einer Küchenwaage oder einem Messbecher kannst du alles genau abmessen (ml = g).
Nun kommt der Entwickler dazu: Verrühre ihn und das Pulver mithilfe des Pinsels zu einem einheitlichen Brei.
Beginne nun umgehend mit dem Auftragen der Blondierung. Denn der chemische Prozess ist in vollem Gange!
Halte dich genau an die Einwirkzeit auf der Packung des Blondierpulvers und spüle die Haare danach wieder aus.
Eigentlich ist das gar nicht so schwierig. Trage die Blondierung mit einem Färbepinsel aber auf jeden Fall Strähne für Strähne auf. Beginnen dabei unbedingt bei den Spitzen und arbeite dich bis zum Haaransatz vor. Das Haar hellt sich im Bereich der Kopfhaut nämlich viel schneller auf und sollte hier für ein gleichmäßiges Ergebnis daher zuletzt gefärbt werden.
Bei sehr dunklen Haaren kann Blondierung problematisch sein. Hast du schwarzes, dunkelbraunes oder besonders dickes Haar, solltest du darauf verzichten - ebenso bei Dauerwellen oder brüchigem Haar. Auch bereits dunkel gefärbtes Haar reagiert unvorhersehbar auf Aufheller. Besonders riskant: Henna! Die chemische Reaktion kann einen unerwünschten Grünstich erzeugen. Lass die Farbe daher besser herauswachsen, bevor du blondierst.
Die Expert*innen von Syoss sagen: „Am besten lassen sich Haare aufhellen, die von Natur aus nicht dunkler als mittelbraun sind. Wenn du also dunkelblonde, graue oder hellbraune Haare hast, sind das die besten Voraussetzungen, um sie problemlos zu blondieren und ein perfektes Blond zu erhalten.“
Ja, das ist möglich! Bei Ansätzen solltest du besonders vorsichtig vorgehen und die Blondierung nur auf den nachgewachsenen Bereich auftragen. Verwende hierfür einen Färbepinsel mit dünner Spitze für präzises Arbeiten. Beachte, dass die Kopfhautwärme die Oxidation beschleunigt, daher die Einwirkzeit entsprechend anpassen und regelmäßig kontrollieren.
Nach einer Blondierung solltest du deinem Haar mindestens 4-6 Wochen Erholungszeit gönnen. Die Haarstruktur wird durch das Blondierpulver und den Entwickler stark beansprucht. In der Zwischenzeit kannst du deine Haare mit speziellen Haarkuren und Pflegeprodukten für blondiertes Haar wieder aufbauen und stärken.
Bei einem Gelbstich helfen spezielle Silber- oder Violettshampoos, die dem unerwünschten Gelbton entgegenwirken. Bei stark ungleichmäßigen Ergebnissen solltest du einen Friseur aufsuchen. Kleinere Unregelmäßigkeiten kannst du mit einer Blondierwäsche ausgleichen - hierfür mischst du Blondierpulver mit einem 2%-Entwickler und lässt die Mischung nur kurz einwirken.
Blondierte Haare benötigen besondere Pflege. Verwende spezielle Shampoos und Spülungen für blondiertes oder strapaziertes Haar. Wöchentliche Haarkuren und Ölbehandlungen können die Haarstruktur wieder aufbauen. Reduziere außerdem Hitzeeinwirkung durch Föhn, Glätteisen oder Lockenstab und schütze deine Haare im Sommer mit UV-Schutzprodukten.
Wenn der Aufhellungsgrad richtig ist, aber der Blondton aufgefrischt werden muss, tragen Sie einen Toner auf, um warme und messingfarbene Untertöne zu neutralisieren oder stumpfem und glanzlosem Haar Wärme zu verleihen. Dies können Sie bereits während der Aufhellung umsetzen.
Aber woher wissen Sie, welchen Farbton des Blondtoners Sie verwenden sollten? Schauen Sie sich zunächst das unterliegende Pigment an, das der Aufheller freigelegt hat.
Verwenden Sie dann den Farbkreis und das Farbkoordinaten System, um den zur Korrektur erforderlichen Toner zu bestimmen. Der Trick besteht darin, einen Ton zu wählen, der dem unerwünschten Ton auf dem Farbkreis gegenüber liegt. Um z. B. warme Rot- und Orangetöne auszugleichen, verwenden Sie kühle Töne mit mattem Unterton, wie /2 Matt oder /8 Perl. Um goldige Strähnen abzukühlen, fügen Sie ein /6 Violett hinzu. Und wenn Sie eine matte oder stumpfe Farbe neutralisieren möchten, verwenden Sie die Gegenfarbe - in diesem Fall /4 Rot.
Das Wella-Farbnummernsystem besteht aus drei Teilen: der Tiefe, auf die Sie aufhellen oder aufgehellt haben, gefolgt von einem Hauptfarbton zum Neutralisieren und einem Nebenfarbton. Wenn Sie also mittelblondes Haar der Stufe 7 tönen, das orange und messingfarben aussieht, können Sie 7/81 verwenden. Dies würde dem Grad der Aufhellung entsprechen und dem Look Ihrer Kund:in eine Dosis von /8 Pearl geben, um die Wärme zu mildern.
Profi-Tipp: Achten Sie beim Mattieren darauf, dass wenn Sie Ihr Farbgemisch im Ansatzbereich auftragen, das natürliche Haar sanft aufgehellt werden kann, was den Kontrast abschwächt und ein leuchtendes Ergebnis erzielt. Wenn Sie das Naturhaar beim Abmattieren nicht aufhellen möchten, blenden Sie den Ton ganz sanft zu den natürlichen Ansätzen aus. Für ein weiches Farbergebnis können Sie auch einen Glossing Service in Anspruch nehmen oder auf Shinefinity zurückgreifen.
Ob Sie unsere L’Oréal Paris Casting-Serie oder Préférence bevorzugen - jede unserer Serien zeichnet sich durch ihre einzigartige Formel aus. Wichtig: Öffnen Sie die Packungen erst kurz vor dem Färben und mischen Sie Entwickler und Farbcreme immer im empfohlenen Verhältnis an.
Es wird ernst: Die Haarfarbe selber zu mischen ist dank unserer L’Oréal Haarfärbe-Kits einfacher als gedacht. Geben Sie beide Farben im gewünschten Verhältnis in eine kleine Schale und mischen Sie diese gut durch, bis keine Klümpchen mehr vorhanden sind.
Mischen Sie warme und kühle Farbtöne, entsteht oft eine fade, neutrale Nuance, die schnell langweilig wirken kann. Naturhaarfarben wie Henna reagieren häufig nicht gut mit chemischen Färbungen. Selbst Profis schwören auf Teststrähnen! Teilen Sie daher vor dem eigentlichen Färben eine kleine Haarsträhne ab und färben Sie sie mit ihrer angemischten Haarfarbe ein.
Haarsträhnen mit unterschiedlicher Struktur wie beispielsweise Naturhaar mit blondierten Strähnen, nehmen die Farbe oft unterschiedlich stark auf. Die Farbe wirkt zu kühl? Verwenden Sie ein sanftes Tiefenreinigungsshampoo, um den Farbton sanft abzuschwächen oder setzen Sie auf ein warmes Farb-Glossing, um Ihrem Haar die gewünschte Wärme zurückzugeben.
Nach dem Färben ist vor der Pflege: Für das „Wie-frisch-vom-Salon-Gefühl” sind farbschützende Shampoos und Spülungen unserer L’Oréal Paris Haircare ein absolutes Must-have. Sie reinigen sanft, ohne die Farbpartikel aus dem Haar zu spülen und verlängern gleichzeitig die Farbbrillanz.
Zusätzlich zu farbschützenden Shampoos und Masken sollten Sie Ihr Styling anpassen, um die Farbe bestmöglich zu schützen. Ob Föhn, Glätteisen oder Lockenstab: Verwenden Sie immer einen Hitzeschutz, da Hitze Farbpartikel schneller verblassen lassen kann. Ein guter Hitzeschutz legt sich wie eine Art Schutzschild ums Haar und verlängert die Farbintensität.
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