Haare färben auf nassem Haar: Vor- und Nachteile

Das Färben der Haare ist ein beliebter Weg, um das Aussehen zu verändern und die Persönlichkeit auszudrücken. Dabei stellt sich oft die Frage, ob man die Haare lieber nass oder trocken färben sollte. Beide Methoden haben ihre Vor- und Nachteile, die im Folgenden erläutert werden.

Grundlagen des Haarefärbens

Beim Färben der Haare werden Farbpigmente entweder dauerhaft verändert (Coloration) oder nur an der Haaroberfläche angelagert (Tönung). Eine Coloration enthält in der Regel ein Oxidationsmittel und eine Färbepaste, die miteinander vermischt werden. Das Oxidationsmittel zerstört die natürlichen Farbpigmente und hellt das Haar auf. Die neuen Farbstoffe dringen in das Haar ein und werden dort fixiert.

Eine Tönung hingegen lagert die Farbpigmente lediglich an der Haaroberfläche an, sodass sie sich mit der Zeit wieder auswaschen. Tönungen sind weniger schädlich als Colorationen, da sie die Haarstruktur nicht dauerhaft verändern. Allerdings halten sie auch nicht so lange und können nur geringfügige Farbveränderungen bewirken.

Haare färben auf nassem Haar: Die Vor- und Nachteile

Das Färben von nassem Haar ist grundsätzlich möglich, bringt aber einige Nachteile mit sich:

  • Aggressivere Wirkung: Haarfarbe wirkt bei einer nassen Mähne deutlich aggressiver auf die Kopfhaut und Haare. Mögliche Folgen sind eine gereizte Kopfhaut und überstrapaziertes Haar, was wiederum den Haarbruch fördert.
  • Eingeschränkte Techniken: Auf nassem Haar lassen sich keine speziellen Looks wie Balayage oder Peek-a-Boo umsetzen.
  • Geringere Farbintensität: Die Haarfarbe läuft schneller aus dem nassen Haar, was die Farbintensität stark beeinflusst.
  • Verrutschende Folien: Folien bleiben zudem nicht an der gewünschten Stelle, da sie aufgrund der Feuchtigkeit verrutschen können.
  • Schwächeres Ergebnis: Die Haarfarbe dringt bei Nässe nicht so gut in den Cortex ein, was zu einem schwächeren Ergebnis führt. Selbst permanente Haarfarben wirken dadurch ausgewaschener und nicht so intensiv.
  • Fleckenbildung: Mit Flecken ist ebenfalls zu rechnen.

Allerdings gibt es auch Ausnahmen:

  • Demi- oder semipermanente Haarfarben: Beim Einsatz demi- oder semipermanenter Haarfarben können Sie die Haare theoretisch nass lassen, da diese Produkte die Haare nur auffrischen und nicht unbedingt trocken eingearbeitet werden müssen.
  • Selbst angemischte Hennafarben: Selbst angemischte Hennafarben sind dadurch oft leichter aufzutragen.

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Haare färben auf trockenem Haar: Die Vorteile

Das Färben von trockenem Haar wird bevorzugt, da:

  • Schutz der Kopfhaut: Die Kopfhaut und somit die empfindlichen Haarfollikel durch den Talg eine natureigene Schutzschicht erhalten.
  • Bessere Farbaufnahme: Die Farbe sich besser im Haar festsetzen kann.
  • Intensiveres Ergebnis: Das Ergebnis intensiver und dauerhafter wird.

Tipps für das Haarefärben zu Hause

Wenn Sie Ihre Haare zu Hause färben möchten, sollten Sie folgende Tipps beachten:

  • Vorbereitung: Waschen Sie Ihre Haare nicht unmittelbar vor dem Färben, um die natürliche Schutzschicht der Kopfhaut zu erhalten. Stellen Sie sicher, dass Ihre Haare frei von Stylingprodukten sind.
  • Schutz: Schützen Sie Ihre Kleidung mit einem Handtuch oder Umhang. Tragen Sie Handschuhe und cremen Sie Gesichtspartien, Nacken und Ohren mit einer Fettcreme ein, um Verfärbungen zu vermeiden.
  • Anwendung: Folgen Sie den Anwendungshinweisen des Herstellers genau. Teilen Sie Ihr Haar in gleichmäßige Sektionen ein und tragen Sie die Farbe gleichmäßig auf.
  • Einwirkzeit: Halten Sie die empfohlene Einwirkzeit ein.
  • Nachbehandlung: Waschen Sie die Haare nach der Einwirkzeit gründlich aus und verwenden Sie spezielle Pflegeprodukte für coloriertes Haar, um die Farbfrische zu erhalten und die Haare zu pflegen.

Alternative Haarfärbemethoden

Wenn Sie Ihre Haare schonender färben möchten, gibt es auch alternative Methoden:

  • Pflanzliche Haarfarben: Henna, Kamille, Weizen, Kurkuma, Rote Bete, Walnussschalen und Indigo sind natürliche Farbstoffe, die die Haare nicht schädigen und ihnen natürlichen Glanz verleihen. Allerdings ist die Farbauswahl begrenzt und die Anwendung aufwendiger.
  • Hausmittel: Kaffee und schwarzer Tee können verwendet werden, um die Haare auf natürliche Weise dunkler zu färben. Das Ergebnis ist jedoch nicht dauerhaft.

Fazit

Ob man die Haare nass oder trocken färben sollte, hängt von der Art der Coloration und dem gewünschten Ergebnis ab. Grundsätzlich ist es empfehlenswert, die Haare trocken zu färben, um eine bessere Farbaufnahme und ein intensiveres Ergebnis zu erzielen. Bei der Anwendung von demi- oder semipermanenten Haarfarben oder selbst angemischten Hennafarben können die Haare jedoch auch nass gefärbt werden. Wichtig ist, die Anwendungshinweise des Herstellers genau zu beachten und die Haare nach dem Färben ausreichend zu pflegen.

Hier ist eine Tabelle, die die Vor- und Nachteile des Haarefärbens auf nassem und trockenem Haar zusammenfasst:

Methode Vorteile Nachteile
Nasses Haar Einfachere Anwendung bei bestimmten Farben (z.B. Henna), Auffrischung bei Demi- und Semipermanentfarben Aggressivere Wirkung, eingeschränkte Techniken, geringere Farbintensität, verrutschende Folien, schwächeres Ergebnis, Fleckenbildung
Trockenes Haar Schutz der Kopfhaut, bessere Farbaufnahme, intensiveres Ergebnis -

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