Aktuelle Trend-Haarfarben sucht man in der Drogerie oft vergebens. Umso besser also, dass Sie Ihre Wunsch-Haarfarbe einfach selbst mischen können. Ein klares „Ja”, jedoch mit Bedacht.
Richtig kombiniert, können kühle und warme Töne Ihr Haar zum Strahlen bringen oder unerwünschte Nuancen neutralisieren. Um die Nachteile schnell aus dem Weg zu räumen, tauchen wir als erstes in die Grundprinzipien der Farblehre ein.
Wussten Sie schon? Die unterschiedlichen Nuancen wie die unserer Excellence Creme-Farben sind immer durch Zahlen oder Buchstaben gekennzeichnet. Dahinter steckt ein ganz eigener Farbcode: Die erste Zahl (1-10) gibt dabei den Grundton an - von Tiefschwarz (1) bis Hellblond (10).
Nach der Farblehre wartet die Königsdisziplin auf Sie: das perfekte Mischverhältnis. Ob intensives Schokobraun oder zartes Pastell - das richtige Verhältnis entscheidet, wie intensiv oder sanft die Farbe am Ende wirkt.
Wünschen Sie sich ein intensives, sattes Farbergebnis, ist das 1:1-Verhältnis Ihr bester Freund. Mögen Sie es etwas dezenter, eignet sich das Mischverhältnis mit zwei Teilen Entwickler und einem Teil Farbcreme perfekt für sanfte, natürliche Farbübergänge. Mischen Sie drei Teile Entwickler mit einem Teil Farbcreme, schwächen Sie die Farbe stark ab - perfekt für trendige Pastelltöne und sehr zarte Nuancen.
Apropos zarte Nuancen: Selbst Profis schwören auf die Technik, Haarfarbe mit Spülung, Shampoo oder Haarmasken zu mischen. Die Methode zaubert Ihnen nicht nur sanfte Pastelltöne oder eine dezente Farbauffrischung ins Haar. Ihre Mähne profitiert außerdem in nur einem Schritt von Pflege und Farbe. Aber Achtung: Die Deckkraft bleibt hier eher sanft, also keine Option für dramatische Farbveränderungen.
Ob Sie unsere L’Oréal Paris Casting-Serie oder Préférence bevorzugen - jede unserer Serien zeichnet sich durch ihre einzigartige Formel aus. Wichtig: Öffnen Sie die Packungen erst kurz vor dem Färben und mischen Sie Entwickler und Farbcreme immer im empfohlenen Verhältnis an.
Es wird ernst: Die Haarfarbe selber zu mischen ist dank unserer L’Oréal Haarfärbe-Kits einfacher als gedacht. Geben Sie beide Farben im gewünschten Verhältnis in eine kleine Schale und mischen Sie diese gut durch, bis keine Klümpchen mehr vorhanden sind.
Mischen Sie warme und kühle Farbtöne, entsteht oft eine fade, neutrale Nuance, die schnell langweilig wirken kann. Naturhaarfarben wie Henna reagieren häufig nicht gut mit chemischen Färbungen.
Selbst Profis schwören auf Teststrähnen! Teilen Sie daher vor dem eigentlichen Färben eine kleine Haarsträhne ab und färben Sie sie mit ihrer angemischten Haarfarbe ein. Haarsträhnen mit unterschiedlicher Struktur wie beispielsweise Naturhaar mit blondierten Strähnen, nehmen die Farbe oft unterschiedlich stark auf.
Die Farbe wirkt zu kühl? Verwenden Sie ein sanftes Tiefenreinigungsshampoo, um den Farbton sanft abzuschwächen oder setzen Sie auf ein warmes Farb-Glossing, um Ihrem Haar die gewünschte Wärme zurückzugeben.
Nach dem Färben ist vor der Pflege: Für das „Wie-frisch-vom-Salon-Gefühl” sind farbschützende Shampoos und Spülungen unserer L’Oréal Paris Haircare ein absolutes Must-have. Sie reinigen sanft, ohne die Farbpartikel aus dem Haar zu spülen und verlängern gleichzeitig die Farbbrillanz.
Zusätzlich zu farbschützenden Shampoos und Masken sollten Sie Ihr Styling anpassen, um die Farbe bestmöglich zu schützen. Ob Föhn, Glätteisen oder Lockenstab: Verwenden Sie immer einen Hitzeschutz, da Hitze Farbpartikel schneller verblassen lassen kann. Ein guter Hitzeschutz legt sich wie eine Art Schutzschild ums Haar und verlängert die Farbintensität.
Um nachwachsende Ansätze aufzufrischen oder kleine Farbunterschiede auszugleichen, ist das Magic Retouch ein genialer Helfer.
In einem Regenbogen finden sich alle Spektralfarben wieder: die vollständige Palette der Farben von rot über grün hin zu violett. Diese Vielzahl von Farben müssen jedoch geordnet werden, in ein System gebracht werden. In diesem Kapitel geht es um die Ordnung der Farben und deren Eigenschaften beim Mischen und Überlagern.
Alle Farben, die wir wahrnehmen können, bestehen aus einer Mischung der 3 Grundfarben. Mischt man zum Beispiel gelb und blau, so entsteht ein grün. Egal ob es um Haarfarbe geht oder die Farbe für ein Kleidungsstück oder die neue Farbe der Wohnzimmerwand. Auf diese Art hat man nun aus den 3 Grundfarben die Mischfarben 1. Ordnung hergestellt. Dieser Art der Mischung lässt sich nun unendlich fortführen und auf diese Weise lassen sich hunderte von Farbtönen herstellen. Wir konzentrieren uns an dieser Stelle nun nur auf die Grundfarben und die Mischfarben bis zur 2. Ordnung.
Alle Farben, die durch das Mischen der Grundfarben oder der Mischfarben 1.Ordung entstehen sind für uns sehr wichtig, wenn es um das Thema Haarfarbe geht. Alle Töne finden sich in jeder Haarfarbkarte wieder - ganz gleich ob nun Wella, Loréal oder Schwarzkopf.
Ein weiteres wichtiges Kapitel ist das unterschiedliche Mischen bzw. die unterschiedlichen Formen der Mischung von Farben.
ACHTUNG: Hier kommt bereits ein sehr wichtiger Teil für die Mischung von Haarfarben!
Wir möchten nun kurz die beiden Arten der Farbmischung erläutern:
In diesem Abschnitt geht es um die Gegenfarben, also den Farben, die sich im Farbkreis genau gegenüberliegen. Was haben Komplementärfarben mit Haarfarbe zu tun? Eine ganze Menge!
Um zu erklären, wie die Komplemantärfarben sich verhalten, gehen wir noch ein mal zurück zum Farbkreis mit den Mischfarben 1. Auf der Abbildung sieht man, welche Farben sich im Farbkreis gegenüber liegen und komplementär sind. Mischt man zum Beispiel Grün und Rot, so entsteht ein dunkleres Grau (dunkler, weil es sich um subtraktive Farbmischung handelt!)
Genau so verhält es sich, mischt man Blau mit Orange oder Violett oder Gelb. Alle diese Mischungen ergeben ein Grau.
Mit dem Wissen über Farbmischungen und Gegenfarben sowie dem Wissen über die subtraktive Farbmischung, kann man bereits viele wichtige Korrekturen bei einer Haarfarbe vornehmen. Hat ein blondes Haar einen nicht gewünschten “Gelbstich”, so kann man es durch die Zugabe von Violett von diesesm “Gelbstich” befreien. Violett wird hier häufig in Form von Farbschaum, Tonspülung oder MilkShakes angeboten.
Gibt man also z.B. einen violetten Farbschaum auf das gelbstichige Haar, so wird dieser Gelbstich abgeschwächt. Da es sich um subtraktive Farbmischung handelt, wird das Haar dabei leicht dunkler. Anders formuliert: Da das Violett nur in sehr kleiner Menge auf das Haar kommt, wird das Blond nicht deutlich dunkler, verliert aber auch etwas an Leuchtkraft.
An diesen Beispielen kann man sehen, wie wichtig das Wissen um die Haarfarben, deren Mischung und Gegensätzlichkeit ist.
Braun entstehen durch mehr oder weniger starke Trübung der im Farbkreis enthaltenen Grundfarben und Mischfarben 1. Ordung. So wie die Braun- und Blondtöne durch Trüben von Vollfarben entstehen, so können sie andererseits durch das Hinzumischen von Vollfarben des Farbkreises in mancherlei Varianten nuanciert werden.
Ein Beispiel -angenommen, wir hätten die Grundfarben Rot, Gelb und Blau gemischt, aber einen höheren Anteil an Rot zugefügt. Alle drei Grundfarben zusammengemischt ergeben ein Grau. Der höhere Rotanteil aber verändert das Grau zu einem Braun! Je höher der Rotanteil, desto rötlicher wird das Braun, also ein “Rotbraun”.
Ob wir die Gegenfarben mischen oder Rot oder Gelb mit Grau mischen -immer kommen wir zu Tönen die dem Blond und Braun der Haarfarben in etwa entsprechen.
Wella gibt zwar an, dass die Silver-Töne an sich für graues/weißes Haar gedacht sind, aber auch blonde Haare prima abtönen, Gelb- und Rotstich ausgleichen. Ich glaube, das ist genau umgekehrt - nämlich, die Silvertöne machen naturweiße Haare nicht einfach silbrig sondern blau- bzw. rosa/violettstichig, blonde Haare machen sie wunderbar silbrig-kühl.
Ist ja auch klar, wenn die Haare selbst Pigmente zum Neutralisieren haben, dann tut Color Fresh Silver diese sehr gut "abkühlen", aber wenn keine Pigmente da sind, dann gibt es nichts zum Versilbern, dann bleibt das Blauviolette alleine. Und das ist mein Problem, denn egal welches Produkt, die Silver- und Granny-Töne sind alle miteinander blau- oder violettbasiert.
Man kann natürlich Naturton und Silberton mischen, also etwa 8/03 mit 8/81 oder 8/03 mit 0/89. Was ich demnächst versuchen werde: Das Verhältnis umkehren.
Was ich auch ganz gut finde: Schwarzkopf Igora Royal Expert Mousse 9,5-12. Natürlich auch blaustichtig ... aber etwas weniger. Hält bei mir nicht sehr gut.
Wie oft hat euch schon eine Kund:in gebeten, das perfekte Blond zu kreieren? Unzählige Male, ohne Zweifel. Es ist die meistgesuchte Haarfarbe bei Google und deckt eine Reihe von Nuancen ab, von Brond zu Platinum. Und doch ist Blond eines der komplexesten Farbservices für uns Friseur:innen. Es erfordert Planung, Präzision und ein gutes Urteilsvermögen, um das gewünschte Ergebnis zu erzielen.
Hier sind alle Tipps, die ihr braucht, um eure Färbe-Skills aufzufrischen...
Beachtet zunächst den natürlichen Ausgangspunkt des Haares. Dies ist die Grundlage für die Blondierung und hat einen großen Einfluss auf die Formeln, die ihr beim Aufhellen und Tönen verwendet. Beginnt mit einem Beratungsgespräch, bei dem ihr eure Kund:in über ihre Haargeschichte befragt. Dabei solltet ihr vier wichtige Fragen beantworten, um euch ein klares Bild von dem Haar zu verschaffen, mit dem ihr arbeitet:
Verwendet dann die Wella Aufhellungskurve, um den erforderlichen Aufhellungsgrad zu bestimmen. Wenn das Haar beispielsweise bereits mittelblond 7/ ist, aber auf Platin 10/ aufgehellt werden soll, muss das Haar um drei Stufen aufgehellt werden. Auch das darunter liegende Pigment muss berücksichtigt werden, da dies möglicherweise freigelegt wird. Bei der Aufhellung können orangefarbene und gelbe Farbnuancen durchscheinen. Behaltet dies im Hinterkopf, wenn ihr euren Toner mischt.
Unser kultiges Blondor portfolio bietet verschiedenste Blondierungen für alle Haartypen, darunter, Freelights für Balayage, Blondorplex zur Stärkung der Haare während des Blondierungsprozesses und Soft Blonde Cream für eine Aufhellung nahe der Kopfhaut. Mit jedem dieser Produkte kann man bis zu sieben Aufhellungsstufen und mit BlondorPlex sogar ein Aufhellungsresultat von neun Tonstufen erzielen . Lasst das Produkt bis zu 50 Minuten einwirken und überprüft regelmäßig, ob das gewünschte Ergebnis erreicht wird. Anschließend ausspülen und mit Blondor Seal & Care neutralisieren.
Aber nicht nur mit Blondor lassen sich makellose Blondtöne erzielen; auch unsere permanenten Haarfarben können helfen. Koleston Perfect und Illumina Color werden beide zum globalen Aufhellen oder zum partiellen Erarbeiten von Strähnen verwendet, gemischt mit Welloxon Perfect 6%,9% oder 12%,um ein helleres Blond zu erzielen.
Hier ein Beispiel mit Illumina Color...
Was das Mischungsverhältnis betrifft, so empfehlen wir, die Farbe 1:1 zu mischen. Ihr könnt zum Beispiel 30 g Koleston Perfect oder Illumina Farbe + 30 g Welloxon Perfect Developer ausprobieren.
Für bis zu fünf Aufhellungsstufen: Mischt Koleston Perfect Special Blondes mit Welloxon Perfect 9% oder 12% im Mischungsverhältnis 1:2, also 30 g Koleston Perfect Special Blonde + 60 g Welloxon Perfect Developer.
Wenn der Aufhellungsgrad richtig ist, aber der Blondton aufgefrischt werden muss, tragt einen Toner auf, um warme und messingfarbene Untertöne zu neutralisieren oder stumpfem und glanzlosem Haar Wärme zu verleihen. Dies könnt ihr bereits während der Aufhellung umsetzen.
Aber woher wisst ihr, welchen Farbton des Blondtoners ihr verwenden solltet? Schaut euch zunächst das unterliegende Pigment an, das der Aufheller freigelegt hat.
Verwendet dann den Farbkreis und das Farbkoordinaten System, um den zur Korrektur erforderlichen Toner zu bestimmen. Der Trick besteht darin, einen Ton zu wählen, der dem unerwünschten Ton auf dem Farbkreis gegenüber liegt. Um z. B. warme Rot- und Orangetöne auszugleichen, verwendet kühle Töne mit mattem Unterton, wie /2 Matt oder /8 Perl. Um goldige Strähnen abzukühlen, fügt ein /6 Violett hinzu. Und wenn ihr eine matte oder stumpfe Farbe neutralisieren möchtet, verwendet ihr die Gegenfarbe - in diesem Fall /4 Rot.
Das Wella-Farbnummernsystem besteht aus drei Teilen: der Tiefe, auf die ihr aufhellt oder aufgehellt habt, gefolgt von einem Hauptfarbton zum Neutralisieren und einem Nebenfarbton. Wenn ihr also mittelblondes Haar der Stufe 7 tönt, das orange und messingfarben aussieht, könnt ihr 7/81 verwenden. Dies würde dem Grad der Aufhellung entsprechen und dem Look eurer Kund:in eine Dosis von /8 Pearl geben, um die Wärme zu mildern.
Profi-Tipp: Achtet beim Mattieren darauf, dass wenn ihr euer Farbgemisch im Ansatzbereich auftragt, das natürliche Haar sanft aufgehellt werden kann, was den Kontrast abschwächt und ein leuchtendes Ergebnis erzielt. Wenn ihr das Naturhaar beim Abmattieren nicht aufhellen möchtet, blendet den Ton ganz sanft zu den natürlichen Ansätzen aus. Für ein weiches Farbergebnis könnt ihr auch einen Glossing service in Anspruch nehmen oder auf Shinefinity zurückgreifen.
Ob richtiges Mischverhältnis, geheimer Farbcode hinter den Farbbezeichnungen oder passende Farbkombinationen: Jetzt sind Sie bestens vorbereitet, um Ihre Traumfarbe einfach im eigenen Badezimmer anzumischen.
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