Haarentfernung während der Schwangerschaft: Was ist sicher?

Die Schwangerschaft ist eine besondere Zeit im Leben einer Frau. Der Körper verändert sich, die Hormone spielen verrückt und man erlebt viele körperliche und emotionale Veränderungen. Viele Frauen stellen sich in dieser Zeit die Frage, ob und wie sie weiterhin Haarentfernungs-Methoden anwenden können. Der Wunsch nach glatter Haut ist also absolut nachvollziehbar. Doch welche Methoden sind sicher und welche Risiken gibt es?

Veränderungen des Haarwachstums in der Schwangerschaft

Der Anstieg von Östrogen, einem der wichtigsten Schwangerschaftshormone, kann das Haarwachstum anregen und die Haare dicker und kräftiger werden lassen.

Dies kann dazu führen, dass die Haare schneller wachsen und auch an Stellen sprießen, an denen sie vorher nicht vorhanden waren, z. B. im Gesicht, am Bauch oder auf den Brüsten.

Nach der Geburt kann der Haarwuchs jedoch dramatisch zurückgehen. Die hormonelle Umstellung nach einer Schwangerschaft führt häufig zu Haarausfall, auch postpartaler Haarausfall genannt.

Laser-Haarentfernung während der Schwangerschaft: Ein Risiko?

Viele Frauen, die vor der Schwangerschaft Laser-Haarentfernung ¹ angewendet haben, fragen sich, ob sie diese Behandlung auch während der Schwangerschaft fortsetzen können.

Es gibt keine eindeutigen wissenschaftlichen Studien, die beweisen, dass Laser-Haarentfernung dem ungeborenen Kind schadet.

Der Laser wirkt zwar nur in den oberen Hautschichten und erreicht nicht die Gebärmutter, geschweige denn das Baby.

Dennoch gibt es einige Bedenken:

  • Unbekannte Langzeitwirkung: Es fehlen umfassende Langzeitstudien zu den Auswirkungen von Laserbehandlungen auf ungeborene Kinder.
  • Veränderte Hautreaktionen: Schwangerschaftshormone können die Haut empfindlicher, trockener oder reaktiver machen. Das Risiko für Rötungen, Reizungen oder Pigmentflecken (Hyperpigmentierung) steigt.
  • Erhöhtes Schmerzempfinden: Viele Schwangere berichten, dass sie schmerzempfindlicher sind als sonst.
  • Kein medizinischer Nutzen: Eine Laser-Haarentfernung ist eine rein kosmetische Behandlung.
  • Stressfaktor für den Körper: Dein Körper leistet gerade Unglaubliches.

Auch wenn der Laser nur oberflächlich wirkt: Es fehlen umfassende Langzeitstudien.

Schwangerschaftshormone können deine Haut empfindlicher, trockener oder reaktiver machen.

Das Risiko für Rötungen, Reizungen oder Pigmentflecken (Hyperpigmentierung) steigt.

Viele Schwangere berichten, dass sie schmerzempfindlicher sind als sonst.

Eine Laser-Haarentfernung ist eine rein kosmetische Behandlung.

Dein Körper verändert sich in der Schwangerschaft massiv.

Dein Körper leistet gerade Unglaubliches.

Obwohl professionelle Geräte wie der Leaseir Diodenlaser eine Zulassung als Medizinprodukt haben und nur von geschulten Fachkräften bedient werden dürfen, ist Vorsicht die beste Wahl.

Kurz gesagt: Auch wenn die Behandlungen „nur" oberflächlich sind - in der Schwangerschaft spielt dein Körper einfach nach anderen Regeln.

Informiere dein Studio, wenn du bereits mitten in einer Behandlungsserie steckst und bemerkst, dass du schwanger bist. Seriöse Kosmetikstudios werden die Behandlung ohne Diskussion pausieren.

Wenn du noch gelasert wurdest, ohne zu wissen, dass du schwanger bist, ist das kein Grund zur Sorge.

Plane die Fortsetzung nach der Stillzeit. Die meisten Studios werden dir anbieten, die Behandlungsserie später fortzusetzen. Sprich mit deinem Studio über eine individuelle Lösung.

Verschweige deine Schwangerschaft nicht aus Sorge, die Behandlung nicht fortsetzen zu können. Und noch eine gute Nachricht: Eine unterbrochene Behandlungsserie ist kein Drama.

Nach der Geburt und der Stillzeit kannst du genau da weitermachen, wo du aufgehört hast.

Also entspann dich, es ist wirklich nichts Ungewöhnliches!

Es gibt keine Beweise dafür, dass sie während der Schwangerschaft sicher oder unsicher ist.

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Sichere Alternativen zur Laser-Haarentfernung während der Schwangerschaft

Da die Laser-Haarentfernung während der Schwangerschaft mit Unsicherheiten verbunden ist, gibt es glücklicherweise eine Reihe sicherer Alternativen:

  • Rasieren: Die einfachste und sicherste Methode. Kleiner Tipp: Wenn der Bauch im Weg ist, bitte einfach Partner, Freundin oder Mama um Hilfe.
  • Sugaring (Zuckerpaste): Eine sanfte Alternative zum Waxing, bei der eine Paste aus Zucker, Wasser und Zitrone verwendet wird. Sugaring ist hautschonender als heißes Wachs und wird von vielen Schwangeren gut vertragen.

Die einfachste Methode, einen haarigen Bauch während der Schwangerschaft in den Griff zu bekommen, ist das Rasieren.

Verwende einen Gillette Venus PRO ComfortGlide Sensitive Rasierer oder einen ähnlichen Rasierer, der dich vor versehentlichen Schnitten schützt, wenn du deine Bauchbehaarung rasierst.

Weitere Informationen darüber, ob Rasieren oder Waxing für dich geeignet ist, findest du im praktischen Gillette Venus-Ratgeber zu diesem Thema.

Methoden, die während der Schwangerschaft vermieden werden sollten

Einige Methoden zur Haarentfernung sind während der Schwangerschaft weniger geeignet:

  • Chemische Enthaarungscremes: Finger weg. Die Inhaltsstoffe können über die Haut aufgenommen werden und es ist unklar, wie sich das auf dein Baby auswirkt.
  • Heißes Wachs oder Waxing: Nicht unbedingt gefährlich, aber unangenehm. Und noch ein wichtiger Gedanke: Ein gewisses Maß an Körperakzeptanz gehört in der Schwangerschaft dazu, das ist auch eine Form von Selbstfürsorge.

Überlege dir, ob Rasieren oder Sugaring das Richtige für dich ist, genauso wie du abwägen könntest, ob es besser ist, deine Bauchhaare wachsen zu lassen oder dich zu rasieren.

Bedenke, dass beim Sugaring gegen die Haarwuchsrichtung gearbeitet wird.

Das kann dazu führen, dass es noch empfindlicher ist als das Wachsen.

Entscheide dich also nach bestem Wissen und Gewissen und führe es erst nach einem Patch-Test durch.

Während der Schwangerschaft ist dein Körper besser durchblutet.

Enthaarungscremes sind somit keine gute Alternative.

Wer möchte schon einen juckenden Ausschlag bei der Geburt riskieren.

Gegen das Wachsen und Epilieren spricht aus medizinischer Sicht zwar nichts.

Da deine Haut im Intimbereich in der Schwangerschaft besonders gut durchblutet ist, haben jedoch auch diese Methoden ihre Tücken.

Die Schmerzen stressen deinen Körper nur.

Intimrasur vor der Geburt: Ja oder Nein?

Lange Zeit wurde eine Intimrasur vor der Geburt aus hygienischen Gründen empfohlen. Diese Empfehlung ist nicht mehr aktuell. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) rät inzwischen eher von einer Rasur ab. Der Grund: Beim Rasieren kann es zu oberflächlichen Verletzungen (Mikroläsionen) an der Haut kommen. Im Alltag spielen diese „Kratzer“ keine Rolle. Bei der Geburt bergen Mikroläsionen jedoch ein gewisses Risiko. Denn: In einem Krankenhaus gibt es viele Keime. Viele Keime sind gleichbedeutend mit einer erhöhten Infektionsgefahr. Schon kleinste Mikroläsionen können Eintrittspforten für Krankheitserreger sein.

Studien zufolge ist das Infektionsrisiko durch rasurbedingte Verletzungen zwar nicht signifikant erhöht.

Du musst dir auch keine Sorgen machen, dass die Intimbehaarung beim Nähen von Wunden problematisch sein könnte, die bei einer vaginalen Geburt möglicherweise entstehen (etwa bei einem Dammschnitt oder Dammriss).

Studien zeigen, dass es für das Rasieren auch in diesem Fall keine klinische Notwendigkeit gibt.

Bei einem geplanten Kaiserschnitt ist eine Intimrasur vorab ebenfalls nicht notwendig.

Die Rasur führt das medizinische Personal meist direkt vor der Schnittentbindung durch.

Dabei wird in der Regel lediglich der obere Teil des Venushügels (auch: Schamhügel) von Haaren befreit.

Einige Krankenhäuser verzichten sogar komplett auf eine Rasur des Operationsbereichs. Denn: Die Intimbehaarung stellt weder bei der Entbindung noch beim Nähen der Kaiserschnittwunde ein Problem dar.

Es gibt keine medizinische Vorschrift, die besagt, dass sich Schwangere vor der Geburt rasieren müssen - aber auch keine, die konkret dagegenspricht.

Es handelt sich lediglich um eine Empfehlung, auf die Haarentfernung zu verzichten.

Ob du dich rasierst oder nicht, ist letztlich deine persönliche Entscheidung.

Trimme deine Schamhaare zunächst vorsichtig mit einer Schere, falls sie sehr lang sein sollten; das erleichtert dir die Rasur.

Verwende einen sanften, unparfümierten und pH-neutralen Rasierschaum (es gibt spezielle Rasierschäume für den Intimbereich) und lass diesen kurz einwirken; dadurch werden die Haare weicher.

Falls es dir mit deinem Babybauch nicht mehr möglich sein sollte, dich selbst zu rasieren, bitte doch deinen Partner, die Rasur zu übernehmen.

Bestenfalls führst du die Rasur einige Tage vor der Geburt durch. Dann kann sich deine Haut bis zur Entbindung wieder erholen.

Fazit: Intimrasur vor der Geburt? Die Empfehlung, aus hygienischen Gründen vor der Geburt eine Intimrasur vorzunehmen, ist veraltet.

Heute rät die WHO dazu, besser nicht zum Rasierer zu greifen, um Mikroläsionen und das daraus resultierende Infektionsrisiko zu vermeiden.

Aber: Natürlich ist die Frage der Rasur eine persönliche Entscheidung.

Wenn du deine Schamhaare entfernen möchtest, spricht aus medizinischer Sicht nichts zwingend dagegen.

Weitere Tipps und Überlegungen

  • Körperakzeptanz: Ein gewisses Maß an Körperakzeptanz gehört in der Schwangerschaft dazu. Dein Körper vollbringt ein Wunder.
  • Ehrlich kommunizieren: Verschweige deine Schwangerschaft nicht im Kosmetikstudio.
  • Geduld: Nach Geburt und Stillzeit steht deiner Laserbehandlung nichts mehr im Weg.

Wenn das Lasern gerade nicht drin ist und auch die Alternativen für dich keine echten Alternativen sind, dann versuche, deinen Körper so zu akzeptieren, wie er gerade ist.

Er vollbringt ein echtes Wunder.

Es geht darum, dass du verantwortungsvoll mit deinem Körper und deinem Baby umgehst.

Und du hast ja Zeit: Nach Geburt und Stillzeit steht deiner Laserbehandlung nichts mehr im Weg.

Zusammenfassende Tabelle

Diese Tabelle fasst die verschiedenen Methoden zur Haarentfernung während der Schwangerschaft zusammen, einschliesslich ihrer Sicherheit und Risiken:

Methode Sicherheit während der Schwangerschaft Risiken
Laser-Haarentfernung Unsicher (keine ausreichenden Studien) Unbekannte Langzeitwirkungen, Hautreizungen, Pigmentstörungen
Rasieren Sicher Kurzfristige Ergebnisse, mögliche Schnittverletzungen
Sugaring Sicher Kann schmerzhafter sein, Hautreizungen
Waxing Unsicher Hyperpigmentierung
Enthaarungscremes Unsicher Chemische Reizungen, Allergische Reaktionen

Die Schwangerschaft ist eine besondere Zeit, in der du besonders auf deinen Körper und dein Wohlbefinden achten solltest.

Vergiss nicht, dass die hormonellen Veränderungen in deinem Körper nur vorübergehend sind.

Nach der Geburt wird sich dein Haarwuchs wieder normalisieren und du kannst dir in Ruhe überlegen, welche dauerhafte Haarentfernungsmethode für dich am besten geeignet ist.

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