Seit den bescheidenen Anfängen der Haarentfernung hat sich viel getan. Rasierer, Enthaarungscremes, Epilierer und Wachs dominierten lange die Schönheitsindustrie, bevor der Laser den ersten großen Fortschritt darstellte. IPL geht nun noch einen Schritt weiter und beansprucht, eine besonders gründliche und effektive Methode für die dauerhafte Haarentfernung zu sein.
In diesem Artikel werden die Unterschiede, Vor- und Nachteile beider Methoden erläutert, um Ihnen bei der Entscheidung zu helfen, welche Technologie für Sie am besten geeignet ist.
Sowohl IPL- als auch Laser-Behandlungen projizieren hochenergetisches Licht auf die Haut. Die Lichtimpulse dringen in die obere Hautschicht ein und werden über das Melanin, die Pigmente des Haares, zum Follikel transportiert. Dort wandelt das Melanin die Lichtenergie in Wärme um, wodurch die Haarwurzel zerstört wird. In der Folge hört das Haarwachstum dauerhaft auf.
Der größte Unterschied zwischen Laser- und IPL-Haarentfernung liegt im verwendeten Lichttyp. Bei IPL (Intense Pulsed Light) handelt es sich um eine breitbandig gepulste Lichtquelle, bei Laser hingegen um eine monochromatische kohärente Lichtquelle. Beide Methoden zielen auf das Melanin in den Haarfollikeln ab und bieten eine dauerhafte Haarentfernung.
IPL steht für “Intense Pulsed Light”, also intensiv pulsiertes Licht. Dabei handelt es sich nicht, wie die meisten denken, um eine Laserepilation, sondern um eine Fotoepilation. Bei dieser Methode wird nämlich ein sogenanntes Blitzlampengerät verwendet, das starke Lichtimpulse aussendet, die auf die Pigmentierung der Haare abzielen. Dieses breite Spektrum an einzelnen Lichtpulsen wirkt relativ ungezielt auf die betreffende Hautfläche ein. Die Energie wird vom Melanin in den Haarwurzeln aufgenommen und dort in Wärme umgewandelt, wodurch die Haarpapille verödet wird. Leider wirkt die IPL-Behandlung deutlich weniger gezielt auf die gewünschten Haarwurzeln ein als der Laser, wodurch die umliegende Haut stark strapaziert wird.
Alle Arten der Laser Haarentfernung arbeiten mit einer ganz bestimmten Wellenlänge, die bei jeder Behandlung je nach Haut- und Haartyp vordefiniert wird. Zu den gängigsten Laserarten zählen der Alexandrit-Laser mit einer Wellenlänge von 755 Nanometern, der Diodenlaser mit 810 Nanometern und der YAG-Laser mit 1064 Nanometern. Das Prinzip ist schlussendlich das gleiche: Der Laser trifft, je nach Wellenlänge, auf die Haarfollikel, dieser wird erwärmt und schlussendlich eliminiert.
Während der Alexandrit-Laser sich besonders für sehr helle bis dunklere Haare auf heller Haut eignet, entfernt der Diodenlaser auch zuverlässig Haare desselben Typs beim europäischen Hauttyp (Hauttyp 1-4). Und der YAG-Laser schafft das, was viele für unmöglich halten: Mit ihm gehört auch sehr starker, dunkler Haarwuchs auf dunkler Haut der Vergangenheit an, ohne dass dabei das Melanin der umliegenden Haut angegriffen wird.
Bei einer professionellen Laserbehandlung wird selektiver vorgegangen und die äußerst hohe Energie zentriert sich auf das Haarfollikel und nicht auf die umliegende Haut. Eine professionelle Laserbehandlung führt daher schneller zu sichtbaren Ergebnissen und ist auch die bessere Wahl bei einem dunkleren Hauttyp.
Die ausschlaggebenden Faktoren bei der Wirksamkeit der Anwendung sind Energie, Frequenz und Haarfarbe. Die Lichtquelle der Haarentfernung, ob nun Laser oder IPL, spielt eine eher untergeordnete Rolle.
IPL ist die Abkürzung für „Intense Pulsed Light“, also intensiv pulsiertes Licht. Für dieses Verfahren wird ein Blitzlampengerät genutzt - das IPL Gerät - welches starke Lichtimpulse aussendet, die auf die Pigmentierung der Haare abzielen. Die Strahlung von IPL-Geräten besteht aus vielen Wellenlängen zwischen etwa 250 Nanometern bis hin zu 1.400 Nanometern. Durch die Einzel-Pulsung - also eine punktuelle Behandlung - wird immer wieder für einen kurzen Zeitraum eine extrem hohe Bestrahlungsstärke erzeugt und auf die zu behandelnde Hautfläche appliziert.
Wie bereits erwähnt, wird die Energie der Pulse dann vom Haarmelanin aufgenommen, in Wärme umgewandelt, sodass infolge der Wärmeentfaltung die Haarpapille verödet.
SHR (Super Hair Removal) bezeichnet eine weiterentwickelte Methode des IPL-Systems. Im Rahmen dieser Methode wird die Haarwurzel durch das neuartige Gleitverfahren - synonym SHR - länger erhitzt. Im Vergleich zur ursprünglichen IPL-Technik, bei der jeweils ein hochenergetischer Impuls pro Stelle appliziert wurde, werden beim SHR-Verfahren mehrere Impulse pro Sekunde bei verhältnismäßig niedrigerer Energie abgegeben.
Laserhandlung ist nicht gleich Laserbehandlung, denn auch hier gibt es verschiedene Geräte, die mit einigen Unterschieden aufwarten. Beispielhaft sind Diodenlaser, Yag-Laser und Alexandrit-Laser zu nennen.
Das Prinzip der Laser ist jedoch stets das Gleiche: Im Gegensatz zur breitflächigeren und wellenhaften Behandlung durch das IPL-Gerät, wird die Strahlung beim Laser mit hoher Energie- und Leistungsdichte gebündelt. Ein Lichtimpuls, vergleichbar mit einem kurzen Blitz, trifft auf die zu behandelnde Stelle und wird nach Absorption schlussendlich an den Haarfollikel zur Zerstörung übertragen. Die Haut bzw. das Gewebe um das Follikel herum bleibt davon völlig unberührt, doch die für das Haarwachstum wesentlichen anatomischen und biologischen Gegebenheiten und Prozesse werden in ihrer Funktion außer Kraft gesetzt.
Nachdem Sie nun einen ersten Überblick haben, wie beide Arten der Haarentfernung funktionieren, möchten wir Ihnen hier nochmal genau die jeweiligen Unterschiede darlegen. IPL, eine Form der Fotoepilation, unterscheidet sich von der Laserepilation.
IPL-Geräte werden von Dermatologen für ähnliche Zwecke wie Laser eingesetzt. Im Gegensatz zu Lasern emittieren sie nicht Licht einer definierten Wellenlänge, sondern ein breites Lichtspektrum. Im Vergleich zu Lasern hat die IPL-Technologie Vor- und Nachteile, so dass ein Arzt sich bewusst für die eine oder andere Technologie entscheidet.
Die Vorteile einer Behandlung mit einem IPL Gerät: Durch die unterschiedlichen Wellenlängen hat der Behandelnde die Möglichkeit, die Strahlung individuell und je nach Haut- und Haartyp anzupassen. Zudem sind mit IPL Geräten Hautbehandlungen bzw. Hautbildverbesserungen wie die Behandlung von Aknenarben, Gefäßverödung, Beseitigung von Besenreisern sowie auch Hautverjüngung, bekannt als Skin Rejuvenation, möglich.
Die Nachteile einer Behandlung mit einem IPL Gerät: Dieses Verfahren benötigt mehrere Behandlungen. Zwischen zehn und vierzehn Sitzungen sind im Durchschnitt notwendig, um von einer dauerhaften Haarentfernung sprechen zu können. In einigen, wenn auch seltenen Fällen, kann es zu schmerzhaften Hautveränderungen oder Pigmentstörungen kommen. Die Methode funktioniert nicht bei sehr hellen oder weißen Haaren und ebenso wenig bei dunkleren, gebräunten Hauttypen.
Die Vorteile einer Laserbehandlung: Die Haarentfernung durch den Laser, wie beispielsweise durch unseren EPIL808 & LS1200 SHR Laser, ist verhältnismäßig schmerzarm und gründlich. Die Methode eignet sich sowohl für größere als auch für kleinere Flächen. Die Wiederholungen der Behandlungen sind von der jeweiligen Körperregion abhängig, in der Regel rechnet man mit fünf bis acht Sitzungen. Mit einem Haarentfernungslaser lassen sich zudem auch hellere Haarfarben und dunklere Hauttypen erfolgreich behandeln.
Die Nachteile einer Laserbehandlung: Für den Endverbraucher ist eine professionelle Laserbehandlung kostspieliger als eine IPL-Haarentfernung. Bei einer unsachgemäßen und ungeschulten Bedienung eines Haarentfernungslasers können Hautverbrennungen entstehen.
Lasergeräte können bei der Haarentfernung Vorteile gegenüber IPL haben. Die leistungsfähigen Modelle, die wir bei S-thetic Derma einsetzen, lassen sich ganz individuell auf Ihren Haut- und Haartyp einstellen.
IPL Geräte sind eine effektive Technik für die dauerhafte Haarentfernung bei verhältnismäßig dunklen Haaren auf heller Haut. Durch die verschiedenen Filter ermöglichen IPL-Systeme auch kosmetische Hautbehandlungen wie unter anderem Hautverjüngung, Aknenarbenglättung und die Entfernung von Besenreisern.
Die Enthaarung mit IPL-Haarentfernung ist grundsätzlich möglich, funktioniert aber nur bei dunklem Haar auf heller Haut und braucht viele Sitzungen unter höherer Belastung der Haut.
Im Vergleich zu neuartigen Haarentfernungs-Lasersystemen ist die Anschaffung eines IPL Gerätes tendenziell kostengünstiger. Allerdings weisen die Blitzlampen-Geräte deutlich höhere Verschleißkosten auf, da die Lichtquelle und auch die Filter immer wieder ausgetauscht und gewechselt werden müssen. Hinzu kommt, dass die IPL-Haarentfernung aufgrund ihrer hohen Energieentfaltung nicht schmerzfrei ist. Die Entfernung von gering pigmentierten Haaren, also hellere Haare, ist nur schwer möglich. Ebenso die Haarentfernung auf dunkler, gebräunter Haut.
Laser, vor allem Diodenlaser, gelten als die derzeit innovativste Technologie zur dauerhaften Haarentfernung. Hiermit ist eine permanente Enthaarung schon ab 4 bis 6 Behandlungen möglich, da die Laserstrahlung fokussiert und gebündelt auf die Haut trifft und in die Zielstrukturen vordringt. Mit einem SHR Diodenlaser lassen sich auch hellere Haarfarben und dunklere Hauttypen (Hauttyp 1 - 5) behandeln.
| Merkmal | IPL (Intense Pulsed Light) | Laser |
|---|---|---|
| Lichtquelle | Breitbandig gepulstes Licht | Monochromatische, kohärente Lichtquelle |
| Wellenlänge | Breites Spektrum (250-1400 nm) | Definierte Wellenlänge (z.B. 755 nm, 810 nm, 1064 nm) |
| Anzahl der Behandlungen | 10-14 Sitzungen | 5-8 Sitzungen |
| Haut- und Haartyp | Effektiv bei dunklen Haaren und heller Haut | Geeignet für verschiedene Haut- und Haartypen |
| Schmerzempfinden | Kann schmerzhaft sein | Verhältnismäßig schmerzarm |
| Kosten | Günstiger in der Anschaffung | Teurer in der Anschaffung |
| Weitere Anwendungen | Hautbildverbesserungen (Aknenarben, Besenreiser, Hautverjüngung) | Teilweise Tattooentfernung und Abtragung von Hautgewebe |
Behandlungen mit IPL können oft schmerzhaft sein, da sie neben der Haarwurzel auch die umliegende Haut beeinflussen, während Laserbehandlungen in der Regel wenig bis kaum spürbar sind. IPL ist nur effektiv bei dunklen Haaren und hellen Hauttypen und darf aufgrund der erhöhten Verbrennungsgefahr keinesfalls bei sehr dunklen bzw. schwarzen Hauttypen eingesetzt werden. Die Lasertechnologie hingegen bietet Lösungen für alle Haar- und Hauttypen.
Bei S-thetic Derma wird das Behandlungsverfahren erst nach einer ausführlichen Begutachtung des ausgewählten Körperbereichs festgelegt.
Wichtig ist eine fachärztliche Diagnostik und Kontrolle auch, um zu beurteilen, ob die störende Behaarung ggf. krankheitsbedingt sein könnte. Ursachen einer übermäßigen Behaarung können endokrinologische Erkrankungen, wie eine Nebennierenrindenerkrankung, hormonelle Störungen oder ein polyzystisches ovarielles Syndrom (PCOS) sein.
Entsprechend sind im Beauty-Markt inzwischen vermehrt Blitzlampen mit Intense-Pulsed-Light (IPL)-Technologie zur Selbst-Enthaarung erhältlich.
Die Nutzung von Lasern ist an zahlreiche und umfangreiche Auflagen geknüpft. Solch eine strenge Regulierung für IPL-Blitzlampen gibt es nicht. Sie können auch an Laien verkauft werden, obwohl ihre Anwendung gefährlicher und aufgrund des breiten Lichtspektrums bzw. der verschiedenen Filter schwieriger als die Anwendung von Lasern sein kann.
Ich rate vom Kauf und der Nutzung von IPL-Heimgeräten grundsätzlich ab. Falls Sie sich trotz der genannten Risiken in einem Kosmetikstudio mit IPL behandeln lassen möchten, stellen Sie unbedingt sicher, dass das behandelnde Personal tatsächlich ausreichend qualifiziert ist. Seien Sie diesbezüglich ruhig kritisch, denn es geht um Ihre Gesundheit.
Zentrales Problem bei solchen Heimgeräten ist, dass jede Kontrolle fehlt. Gerade eine korrekte Dosierung erweist sich in diesem Zusammenhang als schwierig. Es besteht sowohl das Risiko einer zu Unterdosierung als auch einer Überdosierung.
Ist die Licht-Dosierung im Rahmen der Selbst-Enthaarung zu schwach, zerstört man lediglich das Melanin in den Haaren nicht jedoch das Haarfollikel. Probleme kann es unter Umständen auch dann geben, wenn neben den Haaren Hautpigmente mit behandelt werden, zum Beispiel Pigmentflecke oder Muttermale.
Vor einer Enthaarung mit IPL oder einem Einsatz von IPL zu anderen Zwecken ist es wichtig, sicherzustellen, dass kein Hautkrebs vorliegt und dass nicht zu viele Muttermale vorhanden sind. Nur ein gut ausgebildeter Facharzt kann beurteilen, ob ein Entartungsrisiko bei einem Hautmal besteht, ob bereits eine gefährliche Veränderung vorliegt und ob daher eine Bestrahlung ggf. kontraindiziert ist.
Falls Sie sich trotz der genannten Risiken in einem Kosmetikstudio mit IPL behandeln lassen möchten, stellen Sie unbedingt sicher, dass das behandelnde Personal tatsächlich ausreichend qualifiziert ist. Seien Sie diesbezüglich ruhig kritisch, denn es geht um Ihre Gesundheit.
Bei der lichtgestützten Haarentfernung, ob mit Laser oder IPL, ist lediglich eine Behandlung relativ dunkler Haare möglich. Deshalb funktioniert die dauerhafte Haarentfernung bei sehr blonden, weißen oder rötlichen Haaren normalerweise gar nicht. Sie weisen nicht genug Melanin auf, das die Haare absorbiert. Eine Rolle spielt außerdem der Hautton. In dunklere Haut eingebettete Haare lassen sich nur mit verminderter Intensität veröden.
Jede Form des Haarentfernens stresst die Haut. Sie braucht danach eine beruhigende Pflege, etwa durch milde, feuchtigkeitsspendende Lotionen. Von besonders fettreichen Cremes ist dagegen abzuraten - sie können die bakterielle Besiedlung der Haut verschlechtern. Denn beim Rasieren kommt es zu kleinsten Verletzungen auf der Haut, in denen sich Bakterien ansiedeln können.
Haare wachsen ein, wenn sie nicht mehr an die Hautoberfläche gelangen können. Das passiert, wenn abgestorbene Hautschüppchen und Talg den Wachstumskanal blockieren. Auch eng anliegende Kleidung kann dafür sorgen. Deswegen sind etwa bei engen Jeans die Oberschenkel betroffen oder wegen der Unterhose der Intimbereich.
Vorbeugen lässt sich mit einem Hautpeeling, um eine Verstopfung der Poren zu verhindern. Aber Vorsicht: Nicht direkt peelen, bevor Sie Haare entfernen - lieber ein bis zwei Tage vorher. Nach einer Epilation treten eingewachsene Haare seltener auf. Denn beim Epilieren wird das Haar an der Wurzel herausgerissen.
Wenn das alles nichts bringt und es trotzdem zu eingewachsenen Haaren kommt, hilft es, die betroffene Stelle zu desinfizieren, um eine Entzündung zu vermeiden. Vor allem ist aber Geduld wichtig: Nicht mit scharfen Gegenständen versuchen, das eingewachsene Härchen herauszupulen oder mit den Fingern daran zu kratzen, sonst kann sich die Stelle entzünden.
Während der Behandlungszeit mit Laser oder Blitzlampen ist allerdings intensives Sonnenlicht zu meiden.
Bei dem Eindruck, dass die Haare nach der Rasur dicker und dunkler nachwachsen, handelt es sich übrigens um eine optische Täuschung: Da die Haare direkt an der Haut an ihrer dicksten Stelle im Querschnitt abgekappt werden, wirken sie beim Nachwachsen dicker.
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