Die nonverbale Kommunikation spielt eine entscheidende Rolle in unseren zwischenmenschlichen Beziehungen. Mimik und Gestik verraten oft mehr über unsere Gefühle und Absichten als Worte. Ein besonders aufschlussreiches Signal ist das kurze Hochziehen der Augenbrauen.
Das Hochziehen der Augenbrauen kann unterschiedliche Bedeutungen haben, abhängig vom Kontext und den begleitenden Signalen. Hier einige Interpretationen:
Der Eyebrow-Flash ist ein sehr kurzes Hochziehen der Augenbrauen. Der Eyebrow-Flash, meist kombiniert mit einem Lächeln und einem abschließenden leichten Nicken, wird auch Augenbrauen-Gruß genannt und kulturübergreifend als Zeichen der Kontaktaufnahme erkannt. Es ist zunächst nichts weiter als ein Signal für den Mann, dass er wahrgenommen wurde und nicht völlig uninteressant ist.
Laut dem Neurowissenschaftler Javid Sadr von der Universität Lethbridge sind unsere Brauen nämlich ehrlicher als unser Auge. “Zum Thema Augenbrauen lügen nicht: Dieses Hochziehen der Augenbraueninnenseiten, das können nur zehn Prozent der Bevölkerung bewusst.“Dirk W. Eilert, Akademie für emotionale Intelligenz
Insgesamt sieben Emotionen gibt es, die über alle Kulturen hinweg die gleichen Augenbrauenstellungen hervorrufen: Wut, Trauer, Freude, Angst, Verachtung, Überraschung und Ekel. Sechs davon kann eine normale Person über seine Augenbrauen nicht selber steuern.
Können Sie Ihre Augenbraue einseitig hochziehen, unabhängig von der andern? Denn tatsächlich können nicht alle Menschen dieses nonverbale Signal der Körpersprache (das einseitige Hochziehen der Augenbraue) willentlich steuern. Nur 24 Prozent der Bevölkerung können willentlich die linke oder rechte Augenbraue unabhängig von der anderen hochziehen. Bei den meisten anderen Menschen führen die Augenbrauen oft ein Eigenleben.
Wie eine Studie herausfand, erfolgt dabei ein unwillentliches Hochziehen einer Augenbraue häufig auf der Seite, auf der unser dominantes Auge sitzt.
Frauen befinden sich fast immer „auf Sendung“, oft allerdings unbewusst. Sie senden rund fünfmal soviele Flirtsignale aus, wie Männer. Die Forscherin Monica Moore der Webster Univerity in St. Louis beobachtete das weiblichen Flirtverhalten monatelang in Bars, Cafés und Clubs und stellte fest: Die Wahrscheinlichkeit, dass ein Mann ein Frau anspricht, steigt proportional mit der Anzahl der Flirtsignale, die sie aussendet.
Männer, die Frauen nach einem ersten kurzen Scan, „aussortiert“ haben, bekommen dagegen diese Flirtsignale gar nicht erst ab. Wenn eine Frau Ihre Flirtsignale nicht nur zufällig und unbewusst einsetzt, sondern ganz gezielt im Wissen der eigenen Wirkung, kann sie einen Mann zu Beginn eines Flirts fast steuern wie eine willenlose Marionette.
Männer-Signale erkennen Wenn Männer eine „leckere Beute“ entdecken, zum Beispiel wenn man sich auf der Straße begegnet, reagieren Sie unbewusst mit einem „Flash“, das ist ein nur Sekundenbruchteile dauerndes Weiten der Pupillen, manchmal auch begleitet von einem minimalen Hochziehen der Augenbrauen.
Es gibt auch Männer, die um dieses an sich unbewusste Flirtsignal recht gut Bescheid wissen und es sogar noch bewusst verstärken, indem sie die Augen einen Tick weiter öffnen und dabei ein verschmitztes Lächeln aufsetzen. Bei solchen „Kandidaten“ kann frau davon ausgehen, dass er nicht ganz unerfahren im Umgang mit dem anderen Geschlecht ist.
Übrigens: Jetzt erst, wo er beginnt, Sie intensiv zu beobachten, spitzen sich Ihre Lippen (es wird ein vielversprechender Kussmund angedeutet) und ziehen kurz die Augenbrauen hoch. Das Hochziehen der Augenbrauen ist wohl das bekannteste Willkommenssignal, wenn es um die Mimik geht, denn es gibt dem anderen eindeutig zu verstehen, dass er willkommen ist.
Auch im Vorstellungsgespräch spielen die Augenbrauen eine wichtige Rolle. Sie können Ihre Ausdruckskraft verbessern, indem Sie das Spiel der Brauen üben und verstärken. Achten Sie darauf, Ihrem Gesprächspartner einige Sekunden einen offenen Blick zu schenken, begleitet von einem freundlichen Lächeln.
„Schau mir in die Augen, Kleines“ - es ist der berühmte Schicksalssatz von Bogart in „Casablanca“. Aber wenn man sich schon Aug in Aug versenkt, was sieht man denn da? Das tiefste Innere des Menschen, so heißt es, die Augen seien das Fenster zur Seele. Unsinn, sagt der kanadische Professor Javid Sadr, er lehrt Neurowissenschaften an der Universität Lethbridge. Sadr sagt: Schaut auf die Brauen, sie sind ehrlicher als das Auge.
Das kurze Hochziehen der Augenbrauen ist ein vielschichtiges Signal, das Interesse, Ratlosigkeit, Ungläubigkeit, Flirtbereitschaft oder ein Willkommen ausdrücken kann. Achten Sie auf den Kontext und die begleitenden Signale, um die Bedeutung richtig zu interpretieren. Trainieren Sie Ihre Fähigkeit, die Mimik Ihres Gegenübers zu lesen, und verbessern Sie Ihre eigene Ausdruckskraft durch bewusstes Einsetzen Ihrer Augenbrauen.
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