Achseln, Beine und Intimbereich - das sind die Körperstellen, an denen die meisten Menschen keine Haare haben möchten. Rund 80 Prozent der Erwachsenen in Deutschland gehen gegen den Wildwuchs vor, Frauen häufiger als Männer. Ältere Menschen über 50 Jahre lassen ihre Körperhaare deutlich öfter stehen als die jüngeren.
Viele Menschen suchen nach schmerzfreien und effektiven Methoden zur Entfernung unerwünschter Körperhaare. Hierbei erfreuen sich Enthaarungscremes großer Beliebtheit, insbesondere bei Frauen, die nach einer Alternative zum Rasieren und Epilieren suchen. Doch wie gut sind die Cremes wirklich? Dieser Artikel bietet einen umfassenden Überblick über Enthaarungscremes, ihre Anwendung, Vor- und Nachteile sowie aktuelle Testergebnisse.
Es gibt Vor- und Nachteile bei der Verwendung von Enthaarungsmitteln wie z.B. Enthaarungsmittel sind Produkte, die verwendet werden, um unerwünschte Körperhaare zu entfernen.
Anstatt täglich zu rasieren oder sich mit einem Epilierer an die Haarentfernung zu machen, ist eine sanfte Creme eine hervorragende Wahl. Mit einer Haarentfernungscreme haben Sie im Handumdrehen herrlich glatte Beine, haarlose Achseln und einen gepflegten Intimbereich. Und das Beste ist: Die Wirkung hält lange vor.
Enthaarungscremes sollen unerwünschte Körperhaare schnell entfernen. Anders als bei der Nassrasur kommt es bei der chemischen Enthaarung nicht zu Verletzungen, und es dauert länger, bis wieder Stoppeln kommen.
Neben der unkomplizierten Anwendung ist ein weiterer großer Vorteil von Enthaarungscreme, dass die Härchen langsamer und feiner als nach dem Rasieren nachwachsen.
Cremes zur Haarentfernung rücken Haaren schmerzfrei zu Leibe. Bei Frauen sind sie nach Rasierern und Epilierern recht beliebt. Männer benutzen sie dagegen kaum.
Die Creme wird auf die zu enthaarende Stelle aufgetragen. Dann lässt man sie einwirken. Bestimmte Inhaltsstoffe - meist Thioglykolsäure - schwächen in dieser Zeit das Keratin, also die Hornsubstanz im Haar. Dadurch löst es sich auf. Was übrig bleibt, lässt sich mit dem mitgelieferten Spachtel entfernen.
Die »Zauberzutaten« für Enthaarungsmittel heißen Thioglykolsäure und Natriumhydroxid. Im Zusammenspiel entwickeln beide eine chemische Reaktion - das Haar löst sich. Das Natriumhydroxid, auch unter der Bezeichnung Ätznatron bekannt, sorgt nämlich dafür, dass der Säureschutzmantel der Haut durchlässig wird. Als Folge quellen die Poren auf, und die Haut ist aufnahmebereit für die Thioglykolsäure. Die Wurzel wird nicht entfernt, aber der sichtbare Teil der Haare. Die Körperhaare können nun mit einem Spatel entfernt und abgespült werden. Hände waschen nach der Anwendung nicht vergessen!
Bei der Anwendung von Haarentfernungscremes entsteht oft ein leichter Schwefelgeruch, der die Reaktion der Thioglykolsäure als Ursache hat. Oft werden Duftstoffe eingesetzt, um den Geruch zu überdecken.
Haarentfernungscremes basieren auf Chemie - das ist kein Geheimnis. Die Thioglykolsäure dringt in die oberste Hautschicht ein. Es besteht ein Risiko, dass die Haut diesen Vorgang nicht verträgt. Ähnlich wie bei Haarfärbemitteln empfehlen die Hersteller deshalb, einen Allergietest zu machen. Das gilt für alle Hauttypen.
Einfach einen kleinen Klecks des Produktes auf einer zu enthaarende Körperstelle anwenden und nach der empfohlenen Einwirkzeit wieder entfernen.
Die Creme besteht aus einer Kombination von chemischen Inhaltsstoffen, die das Keratin in den Haaren auflösen. Keratin ist das Protein, das das Haar bildet und es elastisch und widerstandsfähig macht. Der Hauptinhaltsstoff in Enthaarungscreme ist Thioglykolsäure, die in der Lage ist, die chemischen Bindungen des Keratins aufzulösen. Zusätzlich kann Enthaarungscreme auch andere Inhaltsstoffe enthalten, die die Haut pflegen und beruhigen sollen.
Vorteile:
Nachteile:
Aufgrund der enthaltenen Chemikalien bergen Enthaarungscremes auch Risiken wie Hautirritationen. Um herauszufinden, ob Ihr Körper möglicherweise allergisch reagieren könnte, sollten Sie die Creme vor der ersten Anwendung auf einer kleinen Stelle am Körper testen.
Nicht jede Enthaarungscreme eignet sich automatisch auch für den Intimbereich oder Ihr Gesicht. Achten Sie in jedem Fall vor der Anwendung darauf, was auf der Verpackungsanleitung steht - und schützen Sie unbedingt immer Ihre Schleimhäute vor direktem Kontakt.
Die chemischen Wundermittel können und sollen nur auf gesunder Haut verwendet werden.
Rasieren ist kein Hexenwerk, dennoch sollten Sie bei der Anwendung von Enthaarungscremes einige wichtige Punkte beachten:
Um eine Verträglichkeit der Enthaarungscreme zu gewährleisten, gelten die 24-Stunden- und 72-Stunden-Regeln: Nach der Verwendung von Enthaarungscreme sollte man 24 Stunden lang keine Deodorants, alkoholhaltige Lotionen und Parfüms benutzen und zudem kein Sonnenbad nehmen. Zwischen zwei Anwendungen müssen mindestens außerdem 72 Stunden vergangen sein. Das zählt nicht nur für diese Enthaarungsmethode. Auch wer sich vorher rasiert oder epiliert hat, sollte den Zeitraum abwarten.
Wichtig ist bei der Anwendung von Enthaarungscreme, dass sie keinesfalls auf den Schleimhäuten verwendet werden sollte. Hier kann es zu starken Hautirritationen kommen. Auch auf der zarten Gesichtshaut ist Enthaarungscreme möglicherweise zu reizend.
Die Anweisungen auf der Verpackung, insbesondere hinsichtlich der Einwirkzeit, sollten dabei unbedingt beachtet werden. Die Einwirkzeit sollte nicht überschritten werden, da dies zu Hautreizungen und Schmerzen führen kann. Auch im Intimbereich ist es am besten, die Enthaarungscreme zunächst an einer kleinen Stelle zu testen, um sicherzustellen, dass keine allergischen Reaktionen auftreten.
Vor der Anwendung der Enthaarungscreme im Intimbereich empfiehlt es sich, die Schamhaare mit einer Schere oder einem Trimmer zu kürzen.
Insgesamt ist die Anwendung von Enthaarungscreme im Intimbereich möglich, man sollte bei der Anwendung aber sehr behutsam vorgehen, um Hautreizungen oder Verletzungen zu vermeiden.
Die meisten problematischen Inhaltsstoffe im Test enthalten die beiden Produkte der bekannten Enthaarungscreme-Marke Veet. Sie fallen mit "ungenügend" durch und sind damit Testverlierer. In beiden Enthaarungscremes stecken MOAH, Thioglykolat, PEG-Verbindungen und Kunststoffverbindungen.
Weiteren Punktabzug kassierten einige Enthaarungscremes für Auslobungen wie "sensitiv" und/oder "für empfindliche Haut". Was sie auf Kosmetik bedeutet, ist nicht geregelt.
Bei einem weiteren Produkt fehlte uns zudem der wichtige Hinweis, einen Kontakt der Creme mit den Schleimhäuten zu vermeiden.
Ein Manko in Sachen Umweltschutz sehen wir zudem bei den Verpackungen. Gerade einmal ein Anbieter legte uns Dokumente zum Einsatz von Recyclingmaterial in der Plastikverpackung seiner Produkte vor. Das Ergebnis: Immerhin 55 Prozent Rezyklatanteil.
Öko-Test und die meisten Hersteller empfehlen Verbrauchern die Cremes zunächst an einer kleinen Stelle zu testen und bis zum nächsten Tag abzuwarten, um Hautirritationen auszuschließen. Von einer großflächigen Nutzung wird grundsätzlich abgeraten.
Nach einer Anwendung rät Öko-Test etwa 72 Stunden bis zur nächsten Anwendung abzuwarten, damit sich die Haut erholen kann.
Es ist auch ratsam, Enthaarungscreme erst mal auf einer kleinen Stelle zu testen. Wie gesund ist Enthaarungscreme also? Gut zu wissen: „Die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler vom EU-Ausschuss für Verbrauchersicherheit (SCCS) gehen davon aus, dass die Enthaarungsmittel auf dem Markt im Normalfall sicher sind, wenn man sie bestimmungsgemäß, also nicht täglich und nicht zu großflächig anwendet“, schreibt Öko Test. Als „sicher“ gilt nach SCCS-Berechnung eine Fläche, die der gleichzeitigen Anwendung an Achselhöhlen, unteren Beinen und Bikinizone entspreche.
Enthaarungscreme als gute Alternative zur Nassrasur? Ob dies tatsächlich der Fall ist, hat Öko-Test anhand von 17 konventionellen Enthaarungscremes getestet.
Öko-Test hat 17 konventionelle Enthaarungscreme auf den Prüfstand gestellt.
Fünf Produkte erhalten im Testbericht das Gesamturteil „gut“.
Unter den Schlusslichtern befinden sich gleich zwei Cremes einer bekannten Marke.
Allerdings können die falsche Anwendung oder das falsche Produkt zu Hautirritationen oder Allergien führen. Öko-Test hat 17 Enthaarungscremes für Frauen und Männer zwischen 1,38 Euro und 11,61 Euro pro 150 Milliliter getestet.
Die getesteten Cremes enthalten alle Thioglykolsäure, die unter den Namen Potassium Thioglycolate oder Calcium Thioglycolate auf den Zutatenlisten zu finden ist. Da diese in zertifizierter Naturkosmetik nicht verwendet werden darf, sind ausschließlich konventionelle Enthaarungscremes getestet worden.
Darunter problematische Duftstoffe, Konservierungsmittel und chemische Verbindungen. Enthaarungscremes mit Paraffinen wurden auf problematische Mineralölbestandteile analysiert.
Zusätzlich überprüfte Öko-Test wichtige Anwendungshinweise, darunter der Hinweis, dass das Produkt nicht mit Schleimhäuten in Kontakt kommen soll.
Keine der getesteten Cremes erhielt das Gesamturteil „sehr gut“, denn Öko-Test zog für die enthaltene, hautreizende Thioglykolsäure grundsätzlich Punkte im Test ab.
Nach Angaben des EU-Ausschusses der Verbrauchersicherheit (SCCS) gelten die im Handel erhältlichen Enthaarungscremes als sicher, sofern sie gemäß der Anwendungshinweise genutzt werden.
Die gute Nachricht: Alle Produkte weisen die gesetzlich vorgeschriebenen Hinweise sowie weitere Empfehlungen für die Anwendung von Enthaarungscreme auf.
So empfehlen die Hersteller Verbrauchern, die Creme „auf einer kleinen Stelle zu testen“, um sicherzustellen, dass keine Hautreizungen auftreten.
Alle getesteten Cremes enthalten Parfüm, um den schwefeligen Geruch, der beim Auflösen der Haare entsteht, zu überdecken.
Außerdem entdeckten die Labore bei drei paraffinhaltigen Cremes problematische Mineralölbestandteile, die krebserregende Elemente enthalten können. Ausgerechnet zwei dieser Cremes stammen von der bekannten Marke Veet.
Zusätzlich enthält ein Veet-Produkt Duftstoffe, die sich im menschlichen Fettgewebe anreichern und von Öko-Test daher als problematisch eingestuft werden.
Im Testbericht standen auch Produkte in der Kritik, die laut Hersteller für sensible Haut geeignet seien.
Welche vier Enthaarungscremes die Tester überzeugen konnten, siehst du in dieser Tabelle. Unter den „guten“ sind auch zwei Enthaarungscremes speziell für Männer dabei. Lass‘ dich von dem Siegel „for men“ bloß nicht irritieren oder vom Kauf eines guten Produktes abhalten, denn: „Spezielle Enthaarungscremes für Männer arbeiten mit dem gleichen Wirkprinzip wie die für Frauen.
Hier sind die 4 besten Cremes laut Öko Test:
Die Elkos Body Creme von Edeka. Sie pflegt die Haut mit Mandelöl und Sheabutter-Extrakten. Ohne Mikroplastik. Da es eine Enthaarungscreme für Männer ist, duftet sie „männlich“ nach Moschus. Wen das nicht stört und eine gute, günstige Creme zur Haarentfernung sucht, ist mit dieser für nur 2,99 Euro bestens bedient, zu finden im Onlineshop und dm-Filialen.
Besonders praktisch: Du kannst sie auf trockener oder nasser Haut, zum Beispiel unter der Dusche anwenden. Für 8,49 bekommst du die Enthaarungscreme unter anderem bei Müller.
Enthaarungscremes, die momentan nicht im Vergleich oder Test berücksichtigt werden:
Veet: Sugaring Zuckerpaste mit Arganöl, Men Intim-Haarentfernungs-Set, Men Haarentfernungscreme
NO HAIR CREW: Enthaarungscreme für den Intimbereich
X-Epil: Extra Sensitive
Eine schonende Möglichkeit der Haarentfernung können Enthaarungscremes bieten. Auftragen, ein paar Minuten warten und schon lassen sich die Haare sanft entfernen. Die Masse an Cremes kann einen aber regelrecht überfordern. Welche Enthaarungscreme ist die beste? Und welche beinhaltet kritische Inhaltsstoffe? Genau der Frage ist „Öko Test“ auf den Grund gegangen. Das Verbrauchermagazin hat 17 Enthaarungscremes untersucht, mit verblüffenden Ergebnissen!
Neben kritischen Inhaltsstoffen untersuchte Öko Test die Enthaarungscremes auch auf Mikroplastik, Recyclingmaterial in der Kunststoffverpackung, ausreichend Hinweise zur Anwendung und falsche Deklarationen z.B.: „Auslobungen wie ‚sensitiv‘ oder ‚für empfindliche Haut‘ auf Produkten, die Thioglykolate enthalten“.
Überraschenderweise schmiert ein Markenprodukt komplett ab - und zwar die Veet Pure Haarentfernungscreme Körper & Beine. Die schlechte Benotung „ungenügend“ kommt durch MOAH zustande. Das sind Stoffe (aromatische Mineralölkohlenwasserstoffe), die laut Testern rein gar nichts in Enthaarungscremes zu suchen haben, da „krebserregende Bestandteile [unter ihnen] sein können“, schreibt Öko Test.
Neben Enthaarungscremes gibt es natürlich noch einige weitere Methoden zur Haarentfernung.
Es gibt verschiedene Arten von Enthaarungsmitteln, die auf unterschiedliche Weise wirken und für verschiedene Körperbereiche und Haartypen geeignet sind. Elektrische oder manuelle Rasierer entfernen das Haar auf der Hautoberfläche.
Das Wachs wird auf die Haut aufgetragen und dann mit einem Papier- oder Stoffstreifen abgezogen, um die Haare aus der Wurzel zu entfernen.
Epilierer sind elektrische Geräte, die Haare mithilfe rotierender Pinzetten aus der Wurzel ziehen.
Enthaarungscremes enthalten chemische Wirkstoffe, die das Haar auf der Hautoberfläche auflösen.
Laserbehandlungen verwenden eine Lichtenergie, um die Haarfollikel zu zerstören und das Haarwachstum zu verlangsamen oder zu stoppen.
Elektrolyse ist eine dauerhafte Haarentfernungsmethode, bei der eine Nadel in jeden Haarfollikel eingeführt wird und ein Stromimpuls das Haarwachstum stoppt.
Tipps zur Wahl des richtigen Produkts:
Stiftung Warentest hat 6 Enthaarungscremes getestet und die Veet 3 min. Haarentfernungs-Creme zum Testsieger erklärt, gefolgt von Rilanja Body Enthaarungscreme und Snä Epil Enthaarungscreme.
Es gibt viele verschiedene Hersteller von Enthaarungsmitteln auf dem Markt.
Ob du deine Haare entfernen möchtest oder nicht, bleibt ganz dir überlassen! Diejenigen, die es gerne haarfrei mögen, haben mittlerweile die Qual der Wahl. Denn der Markt wirkt regelrecht überschwemmt mit neuen Produkten, die Haaren an den Kragen gehen.
tags: #haarentfernung #creme #test #erfahrungen
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