Rasieren ist insbesondere während der Sommerzeit eine störende Tätigkeit, doch für einige Menschen unerlässlich. Um lästige Härchen zu entfernen, kann man auf verschiedenste Methoden zurückgreifen, die häufigsten sind Epilieren und Rasieren. Allerdings bringen diese Methoden auch einige Nachteile mit sich: Das Ergebnis hält nicht lange an, Epilieren wird von vielen als schmerzhaft empfunden und beim Rasieren besteht zudem auch noch eine gewisse Verletzungsgefahr.
Dank sich immer besserer Technologie lassen sich Haare nun auch dauerhaft mit sogenannten IPL-Lasern entfernen. IPL ist eine Abkürzung für „Intense Pulsed Light“. Es handelt sich hierbei um eine Haarentfernungsmethode, welche mit Lichtimpulsen das Haarwachstum an der Wurzel stoppt. Hierbei stoppen Lichtimpulse das Haarwachstum bereits in der Wurzel und sorgen für eine glatte Haut. Diese Lichtimpulse gelangen über die Farbpigmente der Haare an die Wurzel.
SHR steht für „Super Hair Removal”. Diese Methode unterscheidet sich insofern von der IPL-Behandlung, dass viele Lichtimpulse mit jeweils weniger Energie auf die Haut eintreffen. SHR eignet sich insbesondere bei Personen mit hellen Haaren und dunkler Haut.
Die perfekte Tageszeit für eine IPL-Behandlung ist der späte Nachmittag. In der Regel lassen sich nach der ersten Sitzung rund 60 % der Haare entfernen, nach der zweiten sind es bereits 70 %. Im Zweifel sollte man immer vorher die Herstellerangaben studieren. Wichtig ist aber immer: Die IPL-Geräte dürfen nur auf gesunder, unverletzter Haut angewendet werden. Hautirritationen, Ausschläge oder andere Hautprobleme sollten vor der Behandlung vollständig abgeklungen sein.
Die Anzahl der Behandlungen ist von vielen Faktoren abhängig. Ein ausschlaggebender Faktor ist die Pigmentierung der Haare. Grundsätzlich eignet sich eine IPL-Behandlung insbesondere für dunkle Haare. Grund hierfür ist ein hoher Melanin-Anteil, der die Weiterleitung des Lichtimpulses an die Wurzel einfacher macht. Sind die Haare heller, sind mehrere Behandlungen notwendig. In der Regel variieren die Behandlungen zwischen sechs und zwölf Einheiten.
Bei Befolgung der Anleitung des Herstellers ist die Anwendung eines IPL-Lasers sicher. Das Schmerzempfinden ist von Person zu Person unterschiedlich und wird nach mehrmaliger Anwendung angenehmer. Ein IPL-Laser sollte vor allem keine Anwendung oberhalb der Bikinizone finden. Ein weiterer zentraler Punkt ist der Schutz vor Sonnenlicht: Die Haut sollte vor und nach der Behandlung keiner intensiven Sonnenexposition ausgesetzt werden, da sie durch das IPL lichtempfindlicher wird.
Personen mit bestimmten Kontraindikationen wie einer Schwangerschaft, einem Herzschrittmacher oder der Einnahme lichtsensibilisierender Medikamente sollten ebenfalls auf die Anwendung verzichten. Obendrein sollten Leberflecke, Muttermale, Sommersprossen und andere Pigmentflecken bei der IPL-Anwendung unbedingt ausgespart oder abgedeckt werden. Diese Hautbereiche enthalten eine höhere Konzentration an Melanin, das das IPL-Licht besonders stark absorbiert. Dadurch besteht ein erhöhtes Risiko für Hautreizungen, Verbrennungen oder eine dauerhafte Pigmentveränderung.
Generell darf die Anwendung nicht zu häufig erfolgen, denn zu kurze Abstände zwischen den Sitzungen können die Haut unnötig reizen und zu Nebenwirkungen führen. IPL-Laser sollten daher nicht häufiger verwendet werden als vom Hersteller empfohlen. Weiterhin ist es essenziell, Muttermale, Narben oder ähnliche Hautbereiche vor der Behandlung abzudecken. Diese sollten nicht mit dem Lichtpuls in Berührung kommen. Bei Unsicherheit vor möglichen Risiken und / oder Folgeschäden empfiehlt sich eine vorherige Beratung bei einem Arzt oder einer Ärztin des Vertrauens. Grundsätzlich besteht bei genauer Befolgung der beiliegenden Bedienungsanleitung keine signifikante Gefahr.
Für eine erfolgreiche IPL-Behandlung ist es wichtig, die Vor- und Nachbereitung der Haut nicht zu vernachlässigen.
IPL-Haarentfernungsgeräte können an den meisten gängigen Stellen am Körper, sprich an Beinen, im Gesicht, unterhalb der Wangenknochen, unter den Achseln und im Intimbereich angewendet werden. Aber auch auf der Brust oder auf dem Rücken kommen die Geräte zum Einsatz.
Gute IPL-Geräte wie der Beurer IPL-Haarentferner IPL 5800 Pure Skin Pro fangen bei circa 115 Euro an. Zu beachten ist, dass die eigene Behandlung mehrere Sitzungen mit sich bringt, da entsprechende Geräte weniger leistungsfähig sind als professionelle Geräte beim Dermatologen oder in einem Kosmetikstudio. Dies ist eine Sicherheitsmaßnahme, denn bei der Anwendung von IPL-Lasern mit hoher Leistung und wenig Erfahrung kann es zu Verbrennungen und Verletzungen der Haut kommen.
Braun und Philips sind beliebte und qualitativ hochwertige Marken für den Kauf eines IPL-Lasers. Wir haben 18 IPL-Haarentfernungsgeräte getestet, um diese Versprechen zu überprüfen. Dabei waren Modelle bekannter Hersteller sowie einige günstige No-Name-Produkte.
Ein beliebtes Produkt von Braun ist hier der Silk-expert Pro IPL-Laser. Er verspricht bis zu sechs Wochen glatte Haut und eignet sich auch bei empfindlicher Haut. Die Expert-Pro-Serie gibt es in drei unterschiedlichen Ausführungen für unterschiedliche Bedürfnisse.
Neben Braun kann auch Philips mit dem Lumea IPL Series 9000 punkten. Er garantiert eine glatte Haut von bis zu sechs Monaten. Mit unterschiedlichen Aufsätzen lassen sich individuelle Behandlungen durchführen. Preis: ab 350 Euro.
Hier ist so viel los, dass wir uns erst einmal sortieren müssen: Das Philips Lumea IPL 9900 Series BRP958/00 bietet etliche Funktionen, Extras, Intensitätsstufen und Aufsätze an. Erst einmal zur Optik: Wir haben hier ein sehr großes IPL-Gerät mit einem schmalen, langen Griff und einem großen Kopf, über den die Blitze ausgelöst werden. Das Lumea IPL 9900 Series liegt gut in der Hand, wobei wir erwähnen möchten, dass es ziemlich schwer ist. Dafür bringt es aber auch einiges an Leistung mit sich.
Obendrein wird es mit vier Aufsätzen geliefert und ist somit für Gesicht, Körper, Bikinizone und Achselhöhlen geeignet - also für eigentlich alles. Was für einige Nutzerinnen und Nutzer spannend sein könnte: die dazu passende App, die KI-gesteuert beim Behandeln unterstützen soll. Beim Testen konnten wir feststellen, dass die Extra-Funktion nett und hilfreich ist, aber kein nötiges Muss. Über die App kann etwa ein individueller Behandlungsplan erstellt werden. Dieser soll dabei helfen, ein perfektes Ergebnis zu erzielen, und natürlich dabei, keine Sitzungen zu verpassen. Wie gesagt: nett, aber nicht zwingend nötig.
Schön finden wir tatsächlich, dass wir uns in der App noch einmal vollumfänglich über den richtigen Einsatz von einem IPL-Gerät informieren können. Wenn man sich einen Moment mit dem Lumea IPL 9900 Series befasst hat, lässt es sich gut bedienen. Auf den vier Aufsätzen sind kleine Zeichnungen, sodass wir direkt erkennen können, welcher in welchem Bereich zum Einsatz kommt.
Insgesamt liegt das IPL-Gerät gut auf, und die Aufsätze erleichtern die Anwendung. Dennoch: Gerade in der Bikinizone ist es dann am Ende eben doch nicht so easy. Einfach, weil das Gerät selbst sehr groß und auch recht schwer ist. Super finden wir, dass wir das Lumea IPL mit oder auch ohne Kabel nutzen können. Die Akku-Funktion macht das Handling noch unkomplizierter, weil wir uns so frei bewegen können.
Wir haben ein gutes Gefühl bei der Anwendung. Der SmartSkin-Sensor analysiert per Knopfdruck den Hautton und schlägt entsprechend die optimale Lichtintensität vor. Wir haben uns am Ende an den Beinen auf Stufe drei eingeschossen - und sind damit absolut zufrieden. Das Gefühl ist angenehm, und unsere Haut reagiert nicht gereizt. Wenn der Flasher durchgehend gedrückt wird, sendet er regelmäßig Lichtimpulse aus. Für das Handling vergeben wir einen Pluspunkt, weil der Knopf super angebracht ist und ganz einfach beim Anwenden auf der Haut betätigt werden kann. Der Preis ist natürlich happig, das muss man sagen. Und tatsächlich haben wir IPL-Geräte im Test, die mehr Lichtimpulse abgeben können. Philips liegt hier bei 450.000.
Der Braun Silk-expert Pro 5 kommt in einem recht großen, edlen, rosafarbenen Koffer daher. Er hat neben drei Aufsätzen unter anderem einen Präzisionsaufsatz, auch drei verschiedene Modi für die Intensität zu bieten und kann sowohl im manuellen als auch im Automatik-Modus genutzt werden. Im Lieferumfang findet sich ein recht großer, heller Koffer, der Platz für das IPL-Gerät samt Zubehör bietet.
Das Silk-expert Pro 5 kann in drei verschiedenen Modi verwendet werden: extra sanft, sanft und Standard. Die je ausgewählte Stufe wird über drei Leuchten auf dem IPL-Gerät angezeigt. Auch dieses IPL-Gerät lässt sich im manuellen oder im Automatik-Modus nutzen. So kann man die Blitztaste entweder mehrfach betätigen, sodass einzelne Lichtimpulse abgegeben werden. Auch bei diesem IPL-Gerät mit seinen verschiedenen Energiestufen wird das Licht automatisch an den Hautton angepasst, der integrierte Sensor heißt hier SensoAdapt. Er liest den Hautton kontinuierlich und passt die Intensität der Lichtimpulse entsprechend an. Insgesamt gibt es für die Intensität zehn Stufen. Die jeweils eingestellte wird über einen Lichtstreifen seitlich am Gerät angezeigt.
Nach der zwölfwöchigen Erstbehandlung lässt sich bereits ein deutlich verminderter Haarwuchs feststellen. Um dieses Ergebnis zu halten oder den Haarwuchs noch weiter zu verringern, kann man dann in die Nachbehandlung übergehen.
Nicht nur optisch macht der Braun Silk-expert Pro 5 PL5347 in seinem edlen Aufbewahrungs-Case etwas her, die Bedienung ist dank SensoAdapt-Sensor auch denkbar einfach.
Mit einem gewaltigen Vorrat an Blitzen (eine ganze Million!) hat man mit dem IPL Hair Removal des koreanischen Herstellers Ulike lebenslang ausgesorgt. Das IPL-Gerät kommt in einer schlichten, aber schönen, mintgrünen Verpackung ohne viel Plastik an. Die Box mit grünem Leder lässt sich wunderbar als Reisebox verwenden und nimmt nicht allzu viel Platz weg. Auch wenn die deutsche Übersetzung der ausführlichen und detaillierten Gebrauchsanleitung nicht allzu gut ist, lassen sich die darin enthaltenen Anweisungen problemlos umsetzen.
Mit zum Lieferumfang gehören ein etwas unhandlicher Systemrasierer, eine Schutzbrille, die die Augen super schützt, sowie ein Netzteil mit Stromkabel. Der Hair Removal selbst macht auf uns einen sehr hochwertigen, robusten und vor allem stabilen Eindruck, sodass er nicht gleich zerbricht, wenn er einmal auf den Boden fallen sollte. Als Material wurde hochwertiges Metall verwendet, und er weist keinerlei Gebrauchsspuren oder gar Kratzer auf.
Die Bedienung läuft wie von selbst. Angeboten werden fünf Intensitätsstufen, die alle angenehm sind und keine Schmerzen bei der Behandlung verursachen. Die beiden Knöpfe regulieren einmal das Ein- und Ausschalten sowie das Einstellen der gewünschten Intensitätsstufe und wiederum einmal, um den Lichtimpuls auszulösen. Die Sicherheit ist dem koreanischen Hersteller ein wichtiges Anliegen, denn der Lichtimpuls kann erst dann ausgelöst werden, wenn das Gerät vollständig mit der Haut in Berührung kommt.
Es ziept dank der integrierten Saphire-Kühlfunktion selten während der Anwendung, sodass die Behandlung mit dem IPL-Gerät uns echte Freude bereitet. Der Hersteller empfiehlt in den ersten ein bis zwei Wochen eine dreimal wöchentliche, in den nächsten drei bis fünf Wochen eine zweimal wöchentliche und nach fünf Wochen eine einmal halb- bis monatliche Anwendung. Nach den ersten vier Wochen zeigte die Behandlung erste Resultate: Das Haarwachstum verlangsamte sich deutlich.
Wir sind daher voller Hoffnung, dass Ulike Wort hält und die ersten Härchen sich bei Fortführung der Behandlung erst wieder in einem halben Jahr zeigen werden. Zudem muss man sich mit einer ganzen Million Lichtimpulsen keinerlei Gedanken mehr machen, welches IPL-Gerät denn nachfolgt, sobald das aktuelle den Geist aufgibt. Auch wenn das Ulike Hair Removal noch immer kein Schnäppchen ist, so ist es doch - vor allem auf lange Sicht - deutlich günstiger als unsere restlichen Empfehlungen und büßt dabei überhaupt nichts an Effektivität, sauberer Verarbeitung und spielerischer Bedienung ein.
Das Lovedock D-1126 hat uns noch viel weniger überzeugt als das Schwestermodell, und das hat gleich mehrere Gründe. Das D-1126 wurde billig verarbeitet und sieht schon beim Auspacken nicht besonders stabil und robust aus. Mit im Gepäck hat er eine nicht besonders schicke und vor allem nahezu nutzlose Schutzbrille, die kaum verhindert, dass wir während der Anwendung geblendet werden - Zweck verfehlt! Daneben hat Lovedock einen Systemrasierer sowie zwei Aufsätze beigelegt, die der Anwendung und der anschließenden Kühlung dienen.
Oben auf dem IPL-Gerät sitzt ein kleines Display, das durchgehend darüber informiert, wie viele Blitze aktuell noch verfügbar sind. Es gibt lediglich zwei Tasten. Die erste reguliert das An- und Ausschalten und die Einstellungen, die andere wiederum die Lichttaste, die zum Blitzen gedrückt wird. Insgesamt ist alles selbsterklärend und übersichtlich aufgebaut. Die Bedienung selbst ist einfach, da der Hersteller die Funktionen und Knöpfe auf ein Minimum reduziert hat. Allerdings liegt das IPL-Gerät doch recht sperrig in der Hand und fügt sich trotz Rundungen nicht gut an die Hand an.
Während der Anwendung bleibt der Schmerz aus, die Hitze ist dennoch spürbar. Das Ergebnis bleibt vollkommen aus. Obwohl wir uns strikt an den Behandlungsplan halten, können wir nach zwölf Wochen noch immer keinen Unterschied feststellen.
Braun schickt mit dem Silk Expert Pro PL5140 ein IPL-Gerät ins Rennen, das sich sowohl für Männer als auch für Frauen eignet und gleich zehn Intensitätsstufen inklusive UV-Filter bietet. Es ähnelt seinem Schwestermodell sehr, stimmt aber in den wichtigsten Punkten nicht mit ihm überein. Die Blitztaste sitzt gut erreichbar mitten auf dem Gerät und lässt sich leicht bedienen. Integriert ist außerdem ein SensoAdapt...
Hier ist ein tabellarischer Überblick über verschiedene Braun Haarentferner, der ihre wichtigsten Eigenschaften und Funktionen vergleicht:
| Modell | Art der Haarentfernung | Anzahl der Lichtimpulse | Sichtbare Verminderung des Haarwuchses | Energiestufen | Präzisionsaufsatz | Geeignet für | Zubehör |
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Braun PL7387 | Laser | 400.000 | sofort | 3 Stufen | Ja | • Achseln • Beine • Gesicht • Bikinizone • Brust • Rücken | • Etui • Aufsätze • Aufbewahrungstasche |
| Braun Silk-épil 9 (9-011) | Epilierer | keine | sofort | keine | Ja | • Achseln • Beine • Gesicht • Bikinizone | • Aufsätze für Rasierer und Massage für Körper • Aufbewahrungstasche |
| Braun Expert Pro 5 PL5262 | Laser | 125 pro min | 3 Wochen | 10 Stufen | Ja | • Arme • Beine • Achseln • Bikinizone • Gesicht • Brust und Rücken | • Aufbewahrungstasche • Venus Rasierer • Standardaufsatz • Präzisionsaufsatz • breiter Aufsatz |
| Braun Silk Expert Pro 5 PL5157 | Laser | 125.000 | 4 Wochen | 10 Stufen | Ja | • Achseln • Beine • Gesicht • Bikinizone • Brustkorb | • Aufbewahrungstasche • Venus-Extra-Smooth-Swirl-Rasierer |
| Braun XT5200 | Trimmer | keine | sofort | keine | Ja | • Gesicht • Beine • Achselhöhlen | • Trimmkamm-Aufsatz • Aufbewahrungstasche • Gillette-Body-Rasierer |
| Braun Silk·expert Pro 5 PL5145 | Laser | 125.000 | 4 Wochen | 10 Stufen | Ja | • Achseln • Beine • Gesicht • Bikinizone | • 3 Aufsätze • Transportetui • Nassrasierer |
| Braun IPL Silk Expert Pro 5 | Laser | 125 pro min | nach 12 wöchentlichen Behandlungen | 2 Stufen | Ja | • Achseln • Beine | • Aufbewahrungstasche • Venus Rasierer |
| Braun Expert Pro 5 PL5159 | Laser | 125.000 | 4 Wochen | keine Herstellerangabe | Ja | • Achseln • Beine • Gesicht • Bikinizone | • Aufbewahrungstasche • Venus Rasierer |
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