Die Versorgung von pflegebedürftigen Menschen stellt im Alltag oft eine Herausforderung dar, besonders wenn diese bettlägerig sind. Die liegende Haltung erschwert die Körperpflege erheblich. Vor allem das Haarewaschen im Bett kann sowohl für Patienten als auch für pflegende Angehörige eine Herausforderung sein. Glücklicherweise gibt es hilfreiche Tipps und Tricks, die diese Prozedur erleichtern können.
Auch die Haare von bettlägerigen Senioren müssen regelmäßig gewaschen werden, damit sie gesund und sauber bleiben. Gepflegtes Haar ist ein wesentlicher Faktor für das Wohlbefinden. Empfohlen wird, die Haare mindestens einmal pro Woche zu waschen. Ist eine Haarwäsche unter der Dusche oder vor dem normalen Waschbecken nicht durchführbar, muss sie im Bett oder Pflegebett durchgeführt werden.
Eine gute Vorbereitung ist die Basis für reibungslose Abläufe beim Haarewaschen. Vor Beginn der Wäsche sollten alle benötigten Utensilien bereitgelegt werden. Um die Wäsche leicht und angenehm zu gestalten, sollten u.a. ein mildes Shampoo, das nicht in den Augen brennt, bereitliegen.
Da viele bettlägerige Menschen empfindlich auf Kälte und Zugluft reagieren, sollten bei Pflegemaßnahmen mit Wasser zunächst Fenster und Türen geschlossen werden. In kühlen Räumen kann zusätzlich die Temperatur für die Dauer von Haar- und Körperwäsche etwas erhöht werden.
Es sollte durch Umlagerung oder Verstellen des Bettes und ggf. der Stirnseite Platz für die Haarwäsche geschaffen werden. Lässt sich die Stirnseite des Bettes entfernen, lässt sich bei erhöhtem Kopfteil ein Tisch mit Haarwaschwanne platzieren. Ansonsten sollten bettlägerige Pflegebedürftige durch Kopfkissen so gelagert werden, dass ihr Kopf weit genug über die Bettkante hinaus ragt. Hierbei kann auch ein aufgerolltes Handtuch helfen, den Nacken bequem abzustützen.
Etwas anderes gilt bei aufblasbaren Waschbecken: Diese sind speziell für den Pflegebereich ausgelegt und weisen eine Aussparung für den Nacken auf, wie viele sie vom typischen Friseur-Haarwaschbecken kennen. Das mit Luft gefüllte Material ist häufig so beschaffen, dass es sich zwischen Körper und Bett flexibel anpasst und trotzdem gut abdichtet. In diesen Fällen kann unter Umständen auf zusätzliche Kissen und Lagerungshilfen verzichtet werden.
Die saugfähige und wasserundurchlässige Unterlage muss unter dem Oberkörper und Kopf ausgelegt werden, damit das Bett vor Feuchtigkeit geschützt wird. Bei allen Vorbereitungshandlungen ist es sehr wichtig, dass der Kopf des Pflegebedürftigen stets mit einer Hand abgestützt wird, um Verletzungen zu vermeiden.
Pflegepersonen haben es etwas leichter, wenn das Bett höhenverstellt werden kann. Auf Hüfthöhe lässt es sich einfacher arbeiten. Das Bett ist im Oberkörper-Bereich durch die wasserundurchlässige Unterlage gesichert und der Pflegebedürftige über dem Haarwaschbecken oder der Schüssel möglichst bequem platziert.
Hier ist eine einfache Schritt-für-Schritt-Anleitung, die diesen Prozess so angenehm und effektiv wie möglich gestaltet:
Prüfung der Wassertemperatur: Durch eine „Wasserprobe“ mittels angefeuchtetem Lappen oder mit dem Becher sollten Pflegebedürftige vorab entscheiden dürfen, ob ihnen die Temperatur angenehm ist. Zu kaltes Wasser kann erschrecken, während zu warmes Wasser als schmerzhaft empfunden werden kann. Jeder Mensch hat eine individuelle Vorstellung von angenehmen Temperaturen.
Damit kein Wasser in die Augen gelangen kann, wird der trockene oder ausgewrungene Waschlappen über dem Augenbereich platziert. Jetzt wird mit dem Becher etwas Wasser vom Haaransatz im Stirnbereich nach hinten in die Haarspitzen gegossen. Sofern das Wasser nach dem Einshampoonieren noch immer ausreichend warm ist, wird das Haar mit Hilfe des Bechers gründlich ausgespült.
Es ist wichtig, das Shampoo richtig auszuwaschen. Nach der Haarwäsche wird die Feuchtigkeit vorsichtig mit den Händen ausgedrückt. Anschließend wird der Kopf angehoben, das Haarwaschbecken oder die Schüssel entfernt, um ausreichend Platz für das Frottieren mit einem Handtuch zu haben. Mit dem Handtuchturban ist es möglich, die Haare sanft massierend vorzutrocknen.
Um das handtuchtrockene Haar dann richtig zu trocknen, sollten Pflegebedürftige (wieder) in eine erhöhte Position gebracht werden. Es ist wichtig, das Haar von bettlägerigen Pflegebedürftigen komplett zu trocknen, um Erkältungskrankheiten vorzubeugen.
Nach dem Föhnen sollten die Haare mit einer Bürste gekämmt werden. Für verworrenes Haar gibt es spezielle Entwirr-Bürsten oder grobzinkige Kämme, die Knoten schmerzfrei entwirren. Das Kämmen kann gleichzeitig als Kopfmassage dienen, die die Durchblutung fördert.
Bei bettlägerigen Pflegebedürftigen sollte bei der Pflegeroutine darauf geachtet werden, ob eine Haarwäsche aus medizinischen Gründen unterlassen werden muss. Dies kann bei Erkrankungen im Ohr oder nach Operationen der Fall sein. Wie oft Haare gewaschen werden, sollten Betroffene selbst entscheiden.
Zusätzliche Tipps:
In der 24 Stunden Betreuung der SHD Seniorenhilfe Dortmund sind die Betreuungskräfte entsprechend geschult und wissen, wie das Haarewaschen im Bett reibungslos abläuft. Sie kennen die erforderlichen Handgriffe beim Lagern, Stützen, Waschen, Trocknen und Pflegen. Die Betreuungskräfte erledigen in der 24 Stunden Betreuung sowohl hauswirtschaftliche als auch grundpflegerische Aufgaben, wozu auch die gesamte Körperpflege gehört.
Insbesondere bettlägerige Pflegebedürftige empfinden eine regelmäßige Haarwäsche als sehr angenehm. Durch das viele Liegen können die Haare verknoten oder liegen platt am Kopf an und werden strähnig. Am besten wird die Haarwäsche mit dem Duschen oder Baden verbunden. Falls das nicht möglich ist, kann sie auch im Bett durchgeführt werden.
Vereinbaren Sie für ältere Frauen Termine für Frisörbesuche oder lassen Sie einen mobilen Frisör ins Haus kommen. Wenn der Pflegebedürftige noch selber etwas zur Haarwäsche beitragen kann, gewähren Sie ihm diese eigene Aktivität. Kann er sich beispielsweise noch selber die Haare kämmen, geben Sie ihm einen Kamm und halten Sie ihm einen Spiegel hin.
Wer unsicher mit der Haarwäsche, Bartpflege, Hautpflege oder Rasur in der Altenpflege ist, kann einen Pflegekurs belegen. Dort gibt es wertvolle Tipps und Hilfestellungen zum Thema Körperpflege bei Männern und Frauen, die dann im Pflegealltag angewendet werden können. Entscheidend sind immer Verständnis, Geduld und Einfühlsamkeit.
Nicht jeder Mensch ist in der Lage, seine Haare kopfüber im Waschbecken zu waschen. Der Einsatz eines Haarwaschbeckens ermöglicht dieses im Sitzen mit zurückgelegtem Kopf durch eine Pflegeperson (ähnlich wie beim Frisör). Das Becken ist mit einer Ausbuchtung für den Hals ausgestattet, damit der Kopf besser abgelegt werden kann.
Einige Kopfwaschbecken (freistehend) sind im Hilfsmittelverzeichnis der Gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) aufgeführt. Bei Vorliegen einer ärztlichen Verordnung (Privatrezept) können die Kosten für das Hilfsmittel von der Privaten Krankenkasse (PKV) erstattet werden, wenn dies im Versicherungsvertrag vereinbart wurde.
Die Haarwäsche gehört zur Beauty-Routine dazu: Haare nass machen, aufschäumen, ausspülen, abrubbeln. Doch auch wenn das Waschen der Haare eine der alltäglichsten Sachen der Welt ist, machen viele dabei haarsträubende Fehler.
Hier sind einige häufige Fehler, die Sie vermeiden sollten:
Hast du schon mal von Reverse Washing gehört? Die meisten Menschen verwenden ein Shampoo und anschließend eine Spülung bzw. einen Conditioner. Doch was soll der Vorteil davon sein?
Von Expertin Lynne gab's folgende Antwort: "Vor allem feine, dünne oder auch besonders widerspenstige Haare profitieren von der umgekehrten Waschmethode. Herkömmliches Shampoo und Wasser tragen dazu bei, dass sich die Oberflächenstruktur unserer Haare öffnet - die pflegenden Inhaltsstoffe einer Spülung dringen in die geöffnete Keratinschicht ein und legen diese wieder an, so dass unsere Haare besser kämmbar sind und geschmeidiger fallen. Heißt also: Gerade feines Haar hängt bei der herkömmlichen Anwendung oft strähnig herunter. Wird hingegen erst die Spülung einmassiert und nach kurzer Einwirkzeit wieder rausgewaschen, bekommt das Haar ausreichend Feuchtigkeit. Das anschließende Waschen mit Shampoo reinigt das Haar und spült auch noch die Reste des Conditioners heraus.
Auch das Beauty-Care-Unternehmen Schwarzkopf empfiehlt Reverse Washing auf seiner Webseite. Auch bei Haarmasken lässt sich das Reverse-Washing-Prinzip anwenden. "Also: erst Maske einwirken lassen, dann das Haar mit Shampoo reinigen. Eine haselnussgroße Portion Shampoo reicht im Anschluss aus.
Insofern ist der beste Tipp an alle, die sich von Reverse Washing einiges versprechen: am besten ausprobieren und sehen, ob es für die eigene Haarstruktur geeignet ist. Das Gute ist ja: Es kann nicht viel passieren - außer, dass der gewünschte Effekt ausbleibt und die Haare eher den gegenteiligen aufweisen.
| Methode | Reihenfolge | Vorteile | Geeignet für |
|---|---|---|---|
| Konventionell | Shampoo → Spülung/Conditioner | Reinigt und pflegt | Die meisten Haartypen |
| Reverse Washing | Spülung/Conditioner → Shampoo | Mehr Volumen, weniger Beschwerung | Feines, dünnes oder widerspenstiges Haar |
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