Viele Menschen wünschen sich langes, kräftiges Haar. Doch wie schnell wachsen Haare eigentlich und was kann man tun, um das Haarwachstum zu fördern? Dieser Artikel gibt Antworten auf diese Fragen und beleuchtet den Haarwachstumszyklus, die Faktoren, die das Wachstum beeinflussen, und die besten Pflegetipps für gesundes Haar.
Um zu verstehen, wie Haare wachsen, ist es wichtig, den Haarwachstumszyklus zu kennen. Dieser Zyklus besteht aus drei Phasen:
Da sich alle Haare auf dem Kopf in unterschiedlichen Wachstumsphasen befinden, ist stets für einen gleichmäßigen Haarwuchs gesorgt. Jeder Mensch verliert auch ohne behandlungsbedürftigen Haarausfall täglich Haare. Ein Haarausfall von 60 bis 120 Haaren pro Tag gilt als normal.
Haare sind recht wachstumsfreudig. Die Wachstumsrate von Haaren ist erstaunlich konstant: Im Durchschnitt wachsen sie etwa 0,3 bis 0,5 Millimeter pro Tag. Das entspricht etwa 1 bis 1,5 Zentimetern pro Monat oder 12 bis 18 Zentimetern pro Jahr. Allerdings kann man mit der richtigen Haarpflege dafür sorgen, dass das Haar gesünder, kräftiger und voller aussieht:
Allerdings gibt es einige Faktoren, die diese Zahl beeinflussen können:
Männer haben im Vergleich zu Frauen meistens dichteres Haar und ein etwas schnelleres Haarwachstum. Der Haarwachstumszyklus verläuft im Sommer schneller als im Winter und während der Nacht langsamer als tagsüber.
Hier ist eine Tabelle, die das durchschnittliche Haarwachstum zusammenfasst:
| Zeitraum | Durchschnittliches Wachstum |
|---|---|
| Pro Tag | 0,3 - 0,5 mm |
| Pro Monat | 1 - 1,5 cm |
| Pro Jahr | 12 - 18 cm |
Auch wenn das individuelle Haarwachstum vor allem durch die Gene bestimmt wird, gibt es vielfältige Möglichkeiten, gesundes Haarwachstum zu unterstützen:
Da der „lebendige“ Teil des Haares, die Haarwurzel, unter der Kopfhaut verborgen ist, beginnt gesundes Haar vor allem von innen heraus. Wer sich gesund ernährt, liefert den Haaren vielfältige Bausteine, die für das Haarwachstum gebraucht werden. Proteine und Biotin beispielsweise sind für den Aufbau der Haarsubstanz Keratin essenziell, während Eisen den Sauerstofftransport unterstützt. Vitamin A und D wiederum sind für die Zellteilung und somit für die Aktivität der Haarmatrix von Bedeutung. Zink und Vitamin C unterstützen die Zellregeneration und helfen oxidativen Stress zu reduzieren. Eine gesunde Ernährung mit viel frischem Gemüse, Vollkorn, magerem Eiweiß und gesunden Fetten ist die Basis.
Wasser ist essenziell für viele Körperfunktionen - auch für das Haarwachstum. Eine gute Flüssigkeitsversorgung unterstützt die Zirkulation von Nährstoffen. Zudem unterstützt eine ausreichende Feuchtigkeitsversorgung die Kopfhaut und kann so Trockenheit und Schuppenbildung vorbeugen und die Haarstruktur stärken.
Alkohol und Nikotin können eine negative Wirkung auf das Haarwachstum haben. Alkohol kann dem Körper wichtige Nährstoffe entziehen, die für kräftige Haare essenziell sind, während Nikotin die Durchblutung der Kopfhaut verschlechtert. Eine schlechte Durchblutung bedeutet, dass die Haarfollikel weniger Sauerstoff und Nährstoffe erhalten, was das Wachstum hemmen kann.
Erkrankungen der Schilddrüse, die Einnahme bestimmter Medikamente oder Autoimmunerkrankungen können das Haarwachstum hemmen. Nutze daher Vorsorgetermine, um deine Gesundheit im Blick zu behalten und erkrankungsbedingtem Haarverlust vorzubeugen.
Hormone beeinflussen das Haarwachstum erheblich. Dihydrotestosteron (DHT), ein Abbauprodukt des Testosterons, kann das Haarwachstum bremsen und sogar Haarausfall verursachen. Vermutest du, dass hormonelle Störungen dein Haarwachstum hemmen, empfiehlt sich die Rücksprache mit deiner Ärztin oder deinem Arzt.
Eine gesunde, gut durchblutete Kopfhaut ist entscheidend für normales Haarwachstum. Sie bildet eine schützende Barriere gegenüber externen Einflüssen wie bspw. UV-Strahlung. Mit einer täglichen Kopfmassage kannst du die Durchblutung fördern und gleichzeitig Spannungen lösen und Stress mindern. Achte bei der Auswahl deiner Pflegeprodukte darauf, dass diese keine reizenden Inhaltsstoffe enthalten, welche die Kopfhaut unnötig belasten oder Schuppenbildung fördern.
Es hat sich bewährt, die Haare an der Luft trocknen zu lassen. Die heiße Luft des Föhns kann die Kopfhaut nämlich austrocknen. Ähnliches gilt für die Wassertemperatur beim Haarewaschen. Wer mit lauwarmem statt heißem Wasser die Haare wäscht, hilft die Feuchtigkeit und Fette der Kopfhaut zu bewahren. Diese sind wichtig, um die Haare vor Umwelteinflüssen zu schützen. Kontraproduktiv für gesundes Haar sind hingegen chemische Behandlungen wie Bleichen, Färben oder Dauerwellen.
Neben der Pflegeroutine kannst du auch durch die Wahl der richtigen Frisur das Haarwachstum unterstützen und Haarbruch sowie Haarausfall reduzieren. Locker sitzende Zöpfe stressen die Haare weitaus weniger als straffe Frisuren, die stark am Haar ziehen.
Chronischer Stress kann das Haarwachstum beeinträchtigen, da er hormonelle Ungleichgewichte verursachen kann, die die Wachstumsphase der Haare verkürzen und vermehrten Haarausfall auslösen können. Zudem kann Stress zu einer schlechteren Nährstoffaufnahme und Durchblutung führen, was sich ebenfalls negativ auf das Haarwachstum auswirkt.
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