Das Haarwachstum ist für viele Menschen ein wichtiges Thema. Während volles Haupthaar als Schönheitsideal gilt, kann sowohl zu wenig als auch zu viel Behaarung eine Belastung darstellen. In diesem Artikel konzentrieren wir uns auf die Ursachen für weniger Haarwuchs an den Beinen und mögliche Lösungen.
Wenn die Haare an den Beinen plötzlich nicht mehr nachwachsen oder die verbliebene Behaarung allmählich ausfällt, ist dies nicht immer ein Grund zur Sorge. Hier sind einige harmlose Ursachen:
Neben harmlosen Gründen können auch bestimmte Krankheiten mit Haarausfall an den Beinen einhergehen. In solchen Fällen ist es ratsam, einen Hautarzt zu konsultieren:
Eine häufige Ursache für eingeschränkte körperliche Mobilität und Durchblutungsstörungen ist die periphere arterielle Verschlusskrankheit (pAVK), auch bekannt als "Schaufensterkrankheit".
Die pAVK ist eine durch Verkalkung bedingte Verengung der Schlagadern in den Gliedmaßen, meistens in den Beinen. Ursachen für die Verkalkung sind Rauchen, Diabetes, schlecht eingestellter Bluthochdruck, erhöhtes Cholesterin oder eine familiäre Veranlagung.
Die pAVK verläuft in verschiedenen Stadien:
Betrifft die pAVK die Armschlagader, treten im Stadium II Muskelschmerzen bei Arbeit mit den Armen auf, insbesondere bei Überkopfarbeit wie Wäscheaufhängen oder Haare kämmen. Auch Schwindel kann bei diesen Arbeiten auftreten wenn der Arm das benötigte Blut aus dem Kopf abzieht. Stadium III und IV rufen die für das Bein beschriebenen Symptome an den Fingern bzw. Händen hervor.
Die Behandlung der pAVK hängt vom Stadium der Erkrankung ab:
Für alle Patienten mit pAVK und insbesondere für Diabetiker gilt: Achten Sie auf Ihre Füße! Verletzungen sollten unbedingt vermieden werden.
Neben zu wenig Haarwuchs kann auch übermäßiges Haarwachstum, insbesondere bei Frauen, eine Belastung darstellen. Dies wird oft als Hirsutismus bezeichnet.
Unter Hirsutismus versteht man einen sehr starken Haarwuchs bei Frauen, der eher dem männlichen Behaarungsmuster entspricht. Charakteristisch sind etwa ein „Damenbart“ oder Haare an Brust und Rücken.
Frauen mit Hirsutismus haben meist mehr männliche Geschlechtshormone im Körper als Frauen ohne Hirsutismus.
Es gibt vier Hauptursachen für übermäßiges Haarwachstum:
Es gibt verschiedene Möglichkeiten, übermäßiges Haarwachstum zu behandeln:
Kreisrunder Haarausfall zeichnet sich durch einzelne oder mehrere ovale bis runde, teils abgegrenzte kahle Stellen aus. Dieser Haarausfall verläuft häufig in Schüben und kann neben dem Kopfhaar auch die Haare am Körper betreffen.
Die Ursache für kreisrunden Haarausfall ist noch nicht eindeutig geklärt. In einigen Fällen scheint der kreisrunde Haarausfall innerhalb der Familie gehäuft aufzutreten. Nicht selten wird diese Art von Haarausfall in Zusammenhang mit Stress beobachtet.
Die genauen Ursachen sind für diese Form des Haarverlustes nicht geklärt, Forschende gehen von genetischen und Umweltfaktoren aus.
Außerdem wird vermutet, dass die Haarfollikel von einer Autoimmunreaktion betroffen sind. Die genetischen Zusammenhänge werden derzeit genauer untersucht.
Der Haarausfall beginnt plötzlich und oftmals mit einer Stelle oder wenigen etwa münzgroßen kahlen Stellen. Innerhalb weniger Wochen werden diese Areale größer. Betroffen sind zumeist die Kopfhaut oder die Körperbehaarung, aber auch Augenbrauen oder Bart können diese Form des Haarausfalls aufweisen. Häufig befinden sich noch sehr kurze Haare in diesen Bereichen. Die Haut sieht nicht verändert oder entzündet aus.
Bei mehr als der Hälfte der Betroffenen bildet sich der Haarausfall nach sechs bis zwölf Monaten von selbst wieder zurück. Es gibt einige Therapieansätze, die Menschen mit Alopecia areata individuell ausprobieren können. Allerdings ist die Datenlage noch nicht ausreichend, um abschließend die Wirksamkeit zu beurteilen.
Eine Änderung der Haarstruktur im Laufe des Lebens kann durch verschiedene Faktoren ausgelöst werden:
Kahle Beine und Unterarme können bei Diabetikern Hinweise auf eine Neuropathie sein. Nach langjährigem Diabetes mellitus führen Mangelversorgung und Nervenschädigung in der Haut und den Hautanhangsgebilden zu Ernährungsstörungen, unter anderem der Haarfollikel.
Diese trophische Störung bei Diabetikern kann sich außerdem als Brüchigkeit der Fuß- und Fingernägel und pergamentartiger Veränderung der Haut äußern.
Es ist wichtig, die Ursachen für veränderten Haarwuchs an den Beinen zu erkennen und gegebenenfalls einen Arzt zu konsultieren, um mögliche Erkrankungen auszuschließen und geeignete Behandlungen zu finden.
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