Islam in Deutschland: Herausforderungen, Perspektiven und der Kampf gegen Radikalisierung

Welche Rolle Muslime in der deutschen Gesellschaft spielen, ist immer noch umstritten: Ausgrenzung auf der einen Seite, Angst vor Radikalisierung auf der anderen. Es ist wichtig, die verschiedenen Facetten des Islams in Deutschland zu verstehen und zu beleuchten.

Weltweite Verteilung des Islam (Quelle: Wikipedia)

Vielfalt des Islams und theologische Perspektiven

Prof. Dr. Mouhanad Khorchide sprach in seinem Redebeitrag über verschiedene Entwicklungen in der islamischen Religionsgeschichte und betonte eingangs, dass es „den“ Islam nicht gebe. Ein wesentlicher Gedanke im Islam sei freilich, dass alles dem Willen Gottes unterliege. Gott greife unmittelbar in die Entwicklung der Welt ein. „Eine Konsequenz ist ein autoritäres Gottesbild, das dadurch entstanden ist“, erklärte der Islamforscher.

Der Koran scheint dazu einzuladen, sich auf die Idee zu konzentrieren, dass Gott kein ferner Gott ist, sondern sich den Menschen zuwendet. Für Muslime durch das Wort des Korans, für Christen durch die Person Jesu.

Herausforderungen: Antisemitismus und Radikalisierung

Antisemitismus unter Muslimen

Gerade vor dem Hintergrund des Gaza-Krieges sollten Muslime ihre Feindschaft gegen Juden aufgeben. Das schreibt der Theologe Mouhanad Khorchide in seinem neuen Buch. Negative Klischees und antisemitische Stereotype verdecken, wie eng Islam und Judentum miteinander verwoben sind. Judentum und Islam stehen sich sehr nahe, ist Mouhanad Khorchide, Leiter des Zentrums für Islamische Theologie der Universität Münster, überzeugt.

Manche muslimische Antisemiten behaupten, der Prophet Mohammed habe sich angeblich negativ über Juden geäußert und mehrere jüdische Stämme in Mekka bekämpft und ausgelöscht. Darauf bezieht sich zum Beispiel die Hamas. Viele Islamwissenschaftler warnen aber davor, solche Berichte über Mohammeds Leben als historische Fakten anzusehen. Denn die Biografie Mohammeds wurde mit einem politischen Ziel geschrieben. Und zwar als Auftragswerk des Kalifen Abu Jaafar Al-Mansur (gest. 775) im achten Jahrhundert.

Radikalisierung junger Muslime

Eine neue Studie des Zentrums für Islamische Theologie in Münster zeigt: Ein Teil der muslimischen Bevölkerung in Deutschland fühlt sich nicht nur ausgegrenzt - sondern äußert auch gefährliche Feindbilder. Eine Studie der Uni Münster zeigt: Ein Fünftel der Muslime in Deutschland fühlt sich von der Mehrheitsgesellschaft gekränkt. Was hilft gegen Ressentiments und Radikalisierung? Kränkungen und mangelhafte Integration können die Radikalisierung von Muslimen befördern.

Islamisten und Hassprediger nutzen die Unsicherheit von Muslimen aus. Laut Professor Mouhanad Khorchide könne dies zu Radikalisierung führen. Es sei wichtig, Gefühle von Kränkung frühzeitig zu erkennen und Muslime in ihrer gesellschaftlichen Zugehörigkeit zu unterstützen. Khorchide schlägt vor, islamischen Religionsunterricht sowie Projekte in den Sozialen Medien zu stärken.

Religionspädagoge Khorchide: „Die jungen Menschen erreicht man hauptsächlich über Social Media mit einer stark emotionalisierenden Sprache, die sagt, wir müssen zusammenhalten, weil der Westen uns diskriminiert.“

Hassrede im Netz (Quelle: gegen-hass-im-netz.de)

Es gebe zwei islamistische „Großerzählungen“, sagt Mouhanad Khorchide, auch falsche Männlichkeitsbilder spielten eine Rolle.

Ansätze zur Prävention und Integration

„Kränkung allein führt nicht zwangsläufig zu Extremismus“, betont Studienleiter Mouhanad Khorchide. Doch sie schaffe Anfälligkeit für Radikalität. Die Forschenden fordern einen Paradigmenwechsel: Prävention müsse „positive Gegenerzählungen“ verankern - etwa durch Wertschätzung der Moscheegemeinden und Ihre integrale Aufgabe für das Zusammenleben und Frieden in den Stätten.

Mouhanad Khorchide, vom Zentrum für Islamische Theologie an der Uni Münster sagt: „Wir brauchen eine positive Gegenerzählung über die westliche Welt.“ Vom Islam hätten die jungen Terroristen wenig Ahnung. Ihnen wird online der Hass auf den Westen eingeimpft.

Interreligiöser Dialog

Mouhanad Khorchide war mehrfach in Mekka. Dann wollte er pilgern wie Christen - auf dem Jakobsweg. Der Leiter des Zentrums für Islamische Theologie an der Uni Münster, Mouhanad Khorchide, ist unlängst nach Santiago de Compostela gepilgert und hat über seine Erfahrungen ein Buch geschrieben („Ein Muslim auf dem Jakobsweg“).

Ein Oberrabbiner, ein Kardinal und ein islamischer Theologe kommen am Mittwoch nach Aachen, um im Krönungssaal über ihren Glauben, Gemeinsamkeiten und Differenzen zu sprechen. Die drei abrahamitischen Religionen haben gemeinsame Wurzeln und mehr Zusammenhalt als gedacht.

Islamwissenschaftler Mouhanad Khorchide wirbt für ein gemeinsames Engagement von Christen und Muslime gegen Radikale.

Islam und Moderne

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