Die Frage, ob es im Islam erlaubt ist, die Haare schwarz zu färben, ist ein viel diskutiertes Thema. Es gibt unterschiedliche Meinungen und Interpretationen religiöser Texte, die zu verschiedenen Schlussfolgerungen führen. Dieser Artikel beleuchtet die verschiedenen Perspektiven und Traditionen rund um das Thema Haare färben im Islam.
Frau mit Henna gefärbten Haaren
Im Allgemeinen ist es verheirateten und unverheirateten Frauen erlaubt, ihre Haare mit jeder Art von Haarfärbemittel zu färben, sei es Henna oder etwas anderes. Dabei sollten jedoch einige Bedingungen beachtet werden:
Scheich Amjad Rasheed betont die Erlaubnis des Haarefärbens unter Einhaltung der genannten Bedingungen.
Imam al-Nawawi (ra) führt in al-Majmu an, dass der Hadith von Jabir (ra) als Beweis für das Verbot des Schwarzfärbens dient. Jabir (ra) berichtete, dass Abu Quhafa, der Vater von Abu Bakr (ra), am Tage der Eroberung Mekkas gebracht wurde und sein Kopf und Bart weiß wie die Thaghama waren. Der Prophet (sallallahu aleyhi ve sellem) sagte: „Ändert dies und vermeidet Schwarz.“ (Berichtet von Bukhari in seinem Sahih).
Die Begründung für dieses Verbot liegt darin, dass das Schwarzfärben der Haare einer Nachahmung der Juden ähneln könnte. Thaghama ist eine Pflanze, die weiße Früchte trägt.
Muslimische Frauen mit Hijab in verschiedenen Haarfarben
Einige Gelehrte vertreten die Ansicht, dass das Verbot des Schwarzfärbens nur für ältere Menschen gilt, die dadurch jünger aussehen möchten. Wenn man jedoch in jungen Jahren ergrautes Haar bekommt, sei es erlaubt, die Haare schwarz zu färben.
Es wird empfohlen, sich bei Gelehrten oder auf vertrauenswürdigen Seiten nach detaillierteren Antworten zu erkundigen, da es verschiedene Interpretationen und Meinungen zu diesem Thema gibt.
In Ländern wie Bangladesch ist das Färben der Haare mit Henna weit verbreitet, insbesondere bei älteren Menschen. Henna verleiht dem Haar einen orangenen Ton und hat sowohl ästhetische als auch religiöse Gründe. Es wird angenommen, dass sich der Prophet Mohammed selbst den Bart gefärbt hat, was Henna zu einem beliebten Mittel macht.
Einige Menschen in Gangachara vermuten auch, Kunstschwarz würde Unglück bringen. „Aber das Orange können wir einfach vom Wegesrand pflücken.“
Es gibt einen Unterschied zwischen Haare färben und Haare tönen. Beim Färben dringt die Farbe ins Haar ein, während sich die Tönung lediglich um das Haar legt. Das Färben ist mit Ausnahme der schwarzen Farbe erlaubt, während das Tönen gänzlich nicht erlaubt ist.
Färben: Die Haarfarbe bleibt dauerhaft im Haar. Der Nachteil ist allerdings, dass ein Ansatz entsteht.
Tönen: Die Tönung lässt sich nach ca. 6 bis 8 Haarwäschen wieder rauswaschen.
Bei der Frage "Färben oder Tönen - was ist besser?“ geht es nicht um richtig oder falsch. Vielmehr geht es darum, was dein persönliches Farbziel ist.
Die folgenden Regeln sollten beim Haarefärben beachtet werden:
Es gibt kein Verbot für künstliche Farben aus dem Markt. Man färbt sich die Haare ja für sich selbst und die eigene Familie, die es sehen dürfen. Vor Fremden muss das Haar eh bedeckt sein.
Die natürliche Haarfarbe wird durch Pigmente in der Faserschicht der Haare bestimmt. Eumelanin sorgt für dunkle Haare, während Phäomelanin für einen rötlichen Ton verantwortlich ist. Diese beiden Stoffe können alle natürlichen Haarfarben von Hellblond bis Schwarz bilden.
Beim Färben der Haare werden chemische Mittel verwendet, um die Schutzschicht der Haare aufzubrechen und die natürlichen Farbteilchen zu zerstören, um künstliche einzulagern.
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