Wenn die Haare nicht mehr richtig liegen oder die Spitzen langsam angegriffen sind, ist es Zeit für einen Haarschnitt. Doch muss man dafür jedes Mal zum Friseur gehen? Nicht unbedingt! Mit den richtigen Werkzeugen, Techniken und etwas Geduld können Sie viele Haarschnitte auch zu Hause selbst durchführen. Dieser Artikel bietet Ihnen umfassende Anleitungen und nützliche Tipps, damit Sie Ihre Haare ganz einfach selbst schneiden können.
Für einen erfolgreichen Haarschnitt zu Hause benötigen Sie das richtige Werkzeug. Verwenden Sie auf keinen Fall eine Küchenschere, da diese nicht für Haare geeignet ist. Stattdessen sollten Sie eine spezielle Haarschneideschere oder einen elektrischen Haarschneider verwenden.
Die Must-Haves für das Haare schneiden daheim:
Das Wichtigste ist jedoch Ruhe und Geduld. Wählen Sie einen Tag aus, an dem Sie keinen Zeitdruck haben und gut gelaunt sind.
Die Häufigkeit hängt von verschiedenen Faktoren ab, wie Haarstruktur, Zustand der Haare, Haarlänge und Schnitt. Als Faustregel gilt: Je gesünder die Haare, desto seltener, und je aufwändiger der Schnitt, desto häufiger ist das Spitzen schneiden nötig.
Hier sind einige Richtwerte:
Setzen Sie sich im Smartphone nach dem Spitzen schneiden einen kleinen Reminder im Kalender, um den nächsten Haarschnitt nicht zu vergessen.
Am einfachsten ist das Spitzen schneiden bei langen, glatten Haaren mit einem geraden Schnitt. Sie können Ihr Haar etwas anfeuchten, aber für Anfänger ist das Schneiden bei trockenem Haar einfacher, da es das Endergebnis weniger verfälscht.
So gehen Sie vor:
Um Ihre Locken zu schneiden, sollten Sie diese nicht vorher waschen oder anfeuchten. Schneiden Sie die Haare im trockenen Zustand, um das Ergebnis nicht zu verfälschen.
So gehen Sie vor:
Tipp: Schneiden Sie die Strähnen nach oben hin immer etwas kürzer als die Strähnen darunter, um mehr Volumen zu erhalten.
Es kann mühsam sein, für jedes Mal Pony nachschneiden zum Friseur zu gehen. Das Pony nachschneiden zuhause ist allerdings nicht schwer.
So gehen Sie vor:
Grader Pony:
Schräger Pony:
Tipp: Nehmen Sie besonders bei den ersten Schneideversuchen keine neuen langen Strähnen in den Pony auf, um beispielsweise mehr Volumen zu bekommen. Einen Pony zu scheiden ist nicht einfach und sollte besonders von Anfängern lieber den Profis überlassen werden. Den Pony nachschneiden können Sie hingegen ohne Probleme selbst.
Spitzen schneiden ist ein guter Anfang, doch was tun mit dem abstehenden Spliss? Repair-Shampoos & Co. versprechen zwar wundersame Heilung, die Wahrheit ist jedoch: Das abgespaltene Haar legt sich zwar teilweise wieder an, wird allerdings nicht repariert. Die einzige Lösung für kaputtes Haar ist tatsächlich dieses abzuschneiden.
So können Sie Spliss selber schneiden:
Tipp: Versuchen Sie alles, was Spliss verursacht auf ein Minimum zu reduzieren. Dazu gehört direkte Sonneneinstrahlung genauso wie das Färben und heiße Föhnen der Haare.
Es gibt nicht die eine Antwort darauf, was die richtige Vorgehensweise ist, um Haare langfristig gesund zu halten. Ein wichtiger Schritt bei diesem Vorhaben ist jedoch die Erkenntnis, dass Haare unterschiedlich sind. Je nach Haartyp sollten Sie eine individuelle Pflege anstreben. Hierbei kann eine Expertenberatung vom Profi sehr hilfreich sein.
Folgende Grundsätze können Sie im Alltag beachten:
Auch wenn Sie bereits im Haare selber schneiden erprobt sind, weil Sie sich mit einer Haarschneideschere (bitte niemals Bastel- oder Nagelscheren verwenden) den Pony oder ganze Frisuren selbst geschnitten haben, sollten Sie bei Kurzhaarfrisuren unbedingt zur Haarschneidemaschine greifen. Es erleichtert Ihnen die Arbeit ungemein und führt zu schönen Ergebnissen.
Das richtige Werkzeug ist wichtiger als Sie denken. Denn am Ende wird der Haarschnitt nur maximal so gut, wie die Haarschneidemaschine, die Sie dafür verwenden. Es wird sich also mehr als lohnen, das von Ihren ausfallenden Friseurbesuchen gesparte Geld, direkt in einen Profi-Haarschneider zu investieren.
Für den Haarschnitt selbst gibt es eine wichtige Grundregel, die Sie unbedingt im Hinterkopf haben sollten: Je kürzer die Haare und je weniger Übergänge die Frisur hat, desto einfacher ist das Haare selber schneiden. Wir erklären Ihnen in unserer Anleitung für einen Herrenhaarschnitt (als auch Fassonschnitt bekannt) Schritt für Schritt, wie Sie zu einem tollen Ergebnis gelangen.
Das sind die wichtigsten Schritte fürs Haare selber schneiden bei Ihrem Mann, Freund, Kind, Mitbewohner & Co.:
Tipp vorweg: Achten Sie darauf, dass der Kopf stets gerade gehalten wird. Beim Haare selber schneiden sollten Sie am Besten im Nacken beginnen. Welche Länge soll das Ergebnis haben?
Für einen klassischen Kurzhaarschnitt gilt es, den Nacken schön kurz zu gestalten. Am besten stellen Sie Ihre Haarschneidemaschine also auf 6mm oder 9mm ein. Einmal richtig eingestellt, können Sie damit beginnen, den Nacken auszurasieren.
Wichtig: Die Haare werden immer gegen ihre Wuchsrichtung gekürzt, also ziehen Sie den Haar-Trimmer von unten nach oben durch die Haare. Beim Nachobenziehen heben Sie die Maschine in einer leichten Bewegung aus den Haaren heraus in Ihre Richtung. Arbeiten Sie sich bis über den Atlasknochen, dieser markiert seine Stopplinie.
Kleiner Tipp: Die Haarschneidemaschine verrät Ihnen mit ihrem „Sound“, ob Sie noch Haare abschneiden oder die Partie bereits gekürzt ist.
Hier gilt: Klappen Sie den oberen Ohrmuschelrand immer mit der nicht schneidenden Hand ein wenig nach unten, oder bitten Sie Ihren Freund, dass er es mit den Fingern gedrückt hält. So gehen Sie der Gefahr aus dem Weg, in das Ohr zu schneiden, bzw. zu rasieren.
Einigen Sie sich auch hier zuvor auf einen Maschinenaufsatz mit der gewünschten Millimetereinstellung. Setzen Sie die Maschine ähnlich wie im Nacken nun auch an den Seiten an und arbeiten Sie sich sowohl von Gesichtskontur zu Gesichtskontur als auch von unten nach oben. Ihre Stopplinie ist die sogenannte Hutlinie, sie markiert die weiteste Stelle des Kopfes. So garantieren Sie eine ausgeglichene Kopfform und eine schöne Frisuren-Silhouette.
Hier ist das Haar typischerweise am längsten. Darum sollten Sie den größtmöglichen Aufsatz Ihrer Haarschneidemaschine wählen und das Deckhaar anschließend kürzen, fertig!
Sollte das Deckhaar länger sein, können Sie hier zur Haarschneideschere greifen. Hierbei arbeiten Sie sich von der hinteren Kopfrundung nach vorne zur Stirn und kürzen dabei das Haar um die gewünschte Länge. Fang mit weniger Zentimetern an und schneiden Sie lieber noch einmal nach, wenn es zu lang sein sollte.
Wichtig beim Haare selber schneiden mit der Schere ist, dass Sie die zuvor geschnittene Haarpartie mit in die neue noch ungeschnittene aufnehmen. Sie wird so zu Ihre sogenannten Führungslinie und zeigt Ihnen an, wie weit Sie das Haar kürzen dürfen.
Ein Schritt, den Sie natürlich auch mit dem Haartrimmer machen können, den Sie an Stelle der Schere über den Kamm führen.
Dickes oder lockiges Haar können Sie mit einer Effilier- oder Modellierschere noch zusätzlich ausdünnen.
Da die meisten Haarschnitte aus mehr als eine Haarlänge bestehen, geht es nun darum, einen fließenden Übergang von dem Konturen- und Nackenbereich zum Deckhaar zu schaffen. Da kommt die Frage auf, wie man Haare mit einem Übergang schneidet.
Es ist einer der kniffligsten Schritte, der anfänglich auch jedem Friseur-Auszubildenden mit größter Wahrscheinlichkeit den letzten Nerv raubt (Ich spreche da aus eigener Erfahrung). Aber keine Sorge, das wird klappen.
Sollte es Ihr Mann, Freund oder Kind mögen, ist die einfachste Version ein harter Cut zwischen Seiten- und Deckhaar. Ein Haarschnitt, der vielen steht und einfach wieder nachgeschnitten werden kann.
Entscheiden Sie sich für weiche Übergänge, verläuft dieser Schritt ähnlich wie der Nacken. Auch hier heben Sie die Haarschneidemaschine nach und nach etwas mehr an und ziehen sie dabei aus den Haaren heraus.
Alternativ kürzen Sie zuerst eine untere Stelle mit einem kleineren Aufsatz. Danach wählen Sie einen größeren Aufsatz und lassen zwischen der ersten und zweiten Haarpartie Platz für eine dritte. Nachdem Sie die längeren Haare nun auch etwas gekürzt haben, können Sie die ausgelassenen Stellen zwischen den beiden Haarpartien an die obere und untere anpassen.
Tipp: Arbeiten Sie vorsichtig, langsam und geduldig, so erhalten Sie das beste Ergebnis.
Ganz zum Schluss widmen Sie sich den Feinheiten Ihres Haarschnittes: Den Konturen und dem Nacken. Damit diese frei von kleinen Härchen sind und eine schöne saubere Linie ergeben, greifen Sie hier am Besten zu einer Konturenmaschine. Alternativ können Sie selbstverständlich auch Ihre Haarschneidemaschine ohne Aufsatz hierfür einsetzen.
Am Haaransatz und den Seiten des Nackens können Sie die Maschine angewinkelt direkt mit ihren Klingen ansetzen und nur an dieser Stelle kurz halten. Mit dem sogenannten Abstecken arbeiten Sie sich in einer schönen Linie bis zu den Ohren hoch. Um hier kein Dreieck oder Zick-Zack-Muster zu kreieren (außer es ist gewünscht), müssen Sie die Maschine seitlich halten und einen Bogen zu den Koteletten zeichnen.
Ich hoffe dieser Artikel hat Ihnen gefallen!
Eine äußerst kreative Anleitung zum Haareschneiden kommt vom Heimwerkerking und Youtuber Fynn Kliemann. Bei ihm werden die Haare mit einem Staubsauger angesaugt und einer Schablone geschnitten.
Joshua Otto aus Berlin hat es nachgemacht und ist begeistert: "So bekommt man gut alle Haare auf eine Länge, nichts juckt oder kratzt". Der 25-Jährige hat sich bereits mehrfach so die Haare geschnitten und will auch gar keinen Profi mehr ranlassen.
Viele Menschen greifen selbst zu Schere, Rasierer und Farbe, da die Friseure geschlossen sind. Anleitungen gibt es auf Youtube, Instagram und Co.
Wenn Sie niemanden haben, der Ihnen die Haare zu Hause schneiden kann, empfehlen wir einen Haarschnitt mit der Haarschneidemaschine, bei dem alle Haare auf die gleiche Länge getrimmt werden. Den Hinterkopf und die Ohrpartie selbst mit der Schere oder der Maschine zu bearbeiten, erfordert sehr viel Geschick und Übung. Zudem benötigt man vor und hinter sich einen Spiegel.
So schneiden Sie sich die Haare selbst:
Welche Länge ist die Richtige?
Tipp: Schneiden Sie sich die Haare möglichst über dem Waschbecken und tragen Sie am besten einen Friseurumhang oder arbeiten Sie oben ohne.
Von Corona jetzt mal abgesehen - warum nicht einfach zum Frisör gehen? Dafür gibt es - zumindest aus meiner Sicht - mehrere Gründe.
Im Laufe der Jahre musste ich mich der Realität fügen. Nun sage ich „Mit der Maschine 9mm hinten und seitlich, und oben so, dass es dazupasst. Verlaufend.“ Warum? Keine Ahnung, um ehrlich zu sein. Mit Trial&Error hat sich im Laufe von Jahren herauskristallisiert, dass das dann so halbwegs passt. Es sieht am Ende ohnehin nie gleich aus, sondern hängt immer von der Interpretation der Anweisungen durch den Frisör/die Frisörin ab.
Diese Probleme hat vielleicht jemand, der die angesagtesten Frisuren der Hollywood-Stars alle kennt und erklären kann, nicht. Aber ich?
Und wie soll ich denn dem Frisör in Sizilien, der wahrscheinlich noch dazu kein Englisch spricht, erklären, was ich haben möchte, wenn ich das schon in meiner Muttersprache als Herausforderung sehe? Da erscheint es mir einfacher, das Haare schneiden selbst zu versuchen.
Dazu kommt dann noch der Kosten-Aspekt. 25 Euro, für die erwähnten 15 Minuten Arbeit? 100 Euro Stundenlohn? Für einen Haarschnitt? Sorry, da passt für mich das Verhältnis nicht. Ich mache im Online-Marketing da teilweise Tätigkeiten für viel geringere Stundenlöhne.
Eine Haarschneidemaschine für 40 Euro ist da nach dem zweiten, eingesparten Frisörbesuch wieder „hereingespielt“.
Aber nur, wenn auch das Ergebnis passt. Tut es das? Das finden wir gleich heraus.
Ich gebe es zu: Ich hasse es, Frisörtermine ausmachen zu müssen. Das kostet Zeit, man hat einen Termin im Terminplan, und - da ich meist erst im letzten Moment den Termin vereinbare - bekomme ich fast nie einen Termin zu einer vernünftigen Uhrzeit. Frisörtermine liegen prinzipiell so, dass sie mir nicht wirklich in den Kram passen. Das mag nun meine eigene Schuld sein, aber Fakt ist: Mich stören Frisörtermine in meinem Tagesablauf.
Auf diese Termine verzichten zu können, ist für mich positiv. Wenn ich mir die Haare selbst schneide, kann ich das spontan machen, wann immer ich möchte. Und dann schiebe ich es auch nicht so lange hinaus, was uns zum nächsten Punkt bringt.
Aufgrund der besprochenen Terminproblematik (und auch aufgrund der Kosten) gehe ich so selten wie möglich zum Frisör. Meist denke ich mir „das wäre auch mal wieder fällig“. Nur, um danach das Thema nochmal 2-4 Wochen vor mir herzuschieben. Durchschnittlich gehe ich dann so alle 8 Wochen zum Frisör, mit dem Resultat, dass die Haare gegen Ende der Periode einfach wirklich zu lange sind.
Schneide ich aber selbst die Haare, kann ich das viel häufiger tun. Ich brauche ja keinen Termin, und es kostet mich nichts. Somit muss ich auch nicht mehr wie ein Pudel herumrennen.
Kurzhaarschnitte für Männer werden meist großteils mit der Maschine geschnitten. Selber Haare zu schneiden ist mit der Maschine auch nicht so schwierig. Mit der Schere wäre die Herausforderung sicherlich größer. Ich setze deshalb komplett auf die Maschine.
Haarschneidemaschinen gibt es in allen Preisklassen. Sie unterscheiden sich nicht nur in Sachen Qualität, sondern auch, was Features und Zubehör angeht.
Folgende Fragen sollten Sie sich bei Ihrer Auswahl stellen:
Meiner Haarschneidemaschine lag eine Anleitung bei, der ich großteils folgte. Grundsätzlich soll man die Haarschneidemaschine immer entgegen der Haarwuchsrichtung bewegen. Also beispielsweise am Hinterkopf und an den Seiten von unten nach oben, und am Oberkopf dann von vorne nach hinten. Zudem legt man die Maschine flach am Kopf an, damit die Haarlänge immer gleich bleibt.
Die Anleitung im Handbuch der Remington-Haarschneidemaschine sah folgendes vor:
Im Großen und Ganzen hielt ich mich beim ersten Versuch daran. Das Ergebnis wurde etwas kürzer, als ich es gewohnt bin, aber ich finde es nicht schlecht.
Die grundsätzlichen Haarpartien mit den entsprechenden Aufsätzen der Haarschneidemaschine zu schneiden, ist mal überhaupt kein Problem. Das ist wirklich einfach, und man bekommt es auch beim ersten Versuch hin. Schwierig sind lediglich die Übergänge und Verläufe, also wenn man von beispielsweise 6mm auf 18mm wechselt. Das ergibt logischerweise eine Stufe. Um diese Stufe jetzt wegzubekommen, muss man einen „Fade“, also einen „Verlauf“ schneiden.
Mit der Maschine macht man das mit einer einfachen Technik: Dort, wo der Übergang sein soll, hebt man die Schneidefläche während des Schneidens an, sodass sie sich weiter vom Kopf entfernt. Schneidet man beispielsweise nach oben, so drückt man den Griff der Maschine an den Kopf, sodass sich die Schneidefläche vom Kopf entfernt. Mit etwas Übung gelingt das.
Nachschneiden kann man immer. Verlängern geht nicht. Daraus folgt, dass Sie immer mit einem längeren Aufsatz beginnen sollten, wenn Sie sich nicht sicher sind, welche Länge die richtige ist. Nach ein paar Haarschnitten hat man sein Standard-Rezept heraus, und kann direkt danach arbeiten. Solange das nicht der Fall ist, schneidet man besser erstmal länger, begutachtet das Resultat, und schneidet danach kürzer nach.
tags: #haare #schneiden #mit #staubsauger #anleitung
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