Nach dem Färben der Haare ist die Enttäuschung groß, wenn die neue Haarfarbe am Ansatz nicht hält. Der ungeliebte Ansatz blitzt hervor, und der Versuch, ihn nachzufärben, scheitert. Es gibt verschiedene Gründe, warum das passieren kann. Hier sind einige der häufigsten Ursachen und wie man sie behebt.
Es gibt mehrere Faktoren, die dazu führen können, dass Haare die Farbe nicht richtig annehmen:
Wer regelmäßig silikonhaltige Shampoos, Spülungen oder Pflegeprodukte verwendet, riskiert einen sogenannten Silikon-Build-up. Dieser sorgt zwar für Glanz und Geschmeidigkeit, verhindert aber, dass die Schuppenschicht der Haare frische Farbe aufnehmen kann. Die Lösung ist ein Tiefenreinigungsshampoo vor dem Färben, um den Build-up zu entfernen. Waschen Sie die Haare danach ein weiteres Mal mit einem silikonfreien Shampoo, bevor Sie den Ansatz nachfärben.
Silikon Build-up kann verhindern, dass Haare Farbe annehmen.
Ob die gewünschte Haarfarbe am Ansatz hält, hängt auch von der Beschaffenheit der Naturhaarfarbe ab. Es kann sinnvoll sein, den Ansatz leicht zu blondieren oder vorzupigmentieren, bevor man ihn in der Wunschfarbe nachfärbt. Auch Produkte, die den Ansatz vorpigmentieren, können dafür sorgen, dass die Haarfarbe am Ansatz besser hält.
Wenn die Haarfarbe am Ansatz nicht hält, kann das auch an einer zu geringen Farbintensität der Coloration liegen. Eine hochpigmentierte Färbung mit Farbentwickler ist die Lösung. Verteilen Sie die Coloration gleichmäßig und in ausreichender Menge über den gesamten Ansatz und lassen Sie die Farbe intensiv einwirken.
Vielfach hält sich das Gerücht, dass Schwankungen im Hormonhaushalt - zum Beispiel während einer Schwangerschaft oder der Periode - verhindern, dass die Haarfarbe am Ansatz hält. Dafür gibt es jedoch keine wissenschaftlichen Beweise. Klar ist aber, dass die Talgproduktion während der Periode zunehmen kann, wodurch der Ansatz fettiger wird. Hormonveränderungen können aber auch langfristig die Struktur der Haare ändern, insbesondere wenn erste graue Haare auftreten. Mit zunehmendem Alter werden die Haare gröber und feuchtigkeitsärmer, was die Farbaufnahme beeinträchtigen kann.
Hormonelle Veränderungen können die Haarstruktur beeinflussen.
Stark geschädigte Haare, die durch häufiges Blondieren, Glätten oder andere Strapazen in Mitleidenschaft gezogen wurden, können Farbpigmente schlechter halten. In solchen Fällen ist es wichtig, die Haarstruktur mit intensiver Pflege wieder aufzubauen. Im schlimmsten Fall hilft nur das Herauswachsenlassen und Abschneiden der strapazierten Haarpartien.
Naturbelassene, nicht blondierte Haare können eine Haarfarbe manchmal schlechter annehmen. Die meisten Farbpigmente halten auf leicht blondiertem Haar am besten, da beim Blondieren die Schuppenschicht des Haares leicht aufgeraut wird und offen für Pigmente ist.
Wenn alle Stricke reißen, können Ansatz-Retoucher wie die von Syoss helfen, einen hartnäckigen Ansatz in wenigen Sekunden verschwinden zu lassen. Der präzise Sprüh-Applikator verteilt die Farbpigmente direkt am Ansatz. Diese Produkte sind in verschiedenen Nuancen erhältlich.
Mit zunehmendem Alter und dem Auftreten grauer Haare können sich auch die Bedingungen für die Farbaufnahme ändern. Graue Haare haben oft eine dickere Schuppenschicht und weniger natürliche Fette, was die Aufnahme von Farbpigmenten erschweren kann.
Hier ist eine Tabelle, die einige der Ursachen für das Nicht-Annehmen von Haarfarbe und mögliche Lösungen zusammenfasst:
| Ursache | Lösung |
|---|---|
| Silikon-Build-up | Tiefenreinigungsshampoo verwenden |
| Beschaffenheit der Naturhaarfarbe | Ansatz blondieren oder vorpigmentieren |
| Unzureichende Farbkraft | Hochpigmentierte Coloration verwenden |
| Hormonelle Veränderungen | Strukturveränderungen berücksichtigen, ggf. professionelle Beratung |
| Geschädigte Haarstruktur | Intensive Pflege, Aufbau der Haarstruktur |
| Naturbelassenes Haar | Leichtes Blondieren vor dem Färben |
Graue Haare können eine andere Behandlung beim Färben erfordern.
Die Farbe unserer Haare wird durch das Pigment Melanin bestimmt, das von spezialisierten Zellen, den Melanozyten, produziert wird. Mit zunehmendem Alter lässt die Aktivität der Melanozyten nach, was zu einer geringeren Melaninproduktion und schließlich zu grauen Haaren führt.
Es gibt Hinweise darauf, dass Stress eine Rolle beim Ergrauen der Haare spielen kann. Chronischer Stress kann die Produktion freier Radikale erhöhen, die die Melanozyten schädigen können.
Einige Menschen schwören auf Hausmittel wie Apfelessig oder Reiswasser, um grauen Haaren entgegenzuwirken. Es gibt jedoch keine wissenschaftlichen Beweise für die Wirksamkeit dieser Methoden. Eine ausgewogene Ernährung und die Vermeidung von Stress können jedoch dazu beitragen, das Ergrauen der Haare hinauszuzögern.
Eine Funktionsstörung der Schilddrüse kann ebenfalls zu Haarausfall führen. Sowohl eine Unterfunktion (Hypothyreose) als auch eine Überfunktion (Hyperthyreose) können das Haarwachstum beeinflussen. Bei Haarausfall aufgrund einer Schilddrüsenerkrankung sollte ein Arzt konsultiert werden, um die zugrunde liegende Störung zu behandeln.
Spezielle Haarpflegeprodukte für graue Haare können helfen, dem Haar Feuchtigkeit und Elastizität zurückzugeben. Graue Haare an sich benötigen keine besondere Pflege, aber mit zunehmendem Alter wird das Haar oft trockener und brüchiger. Produkte mit UV-Filtern können helfen, das Haar vor Schäden durch Sonneneinstrahlung zu schützen.
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