Haare Lufttrocknen Lassen: Tipps für jeden Haartyp

Haare an der Luft trocknen lassen - eine echte Königsdisziplin, wenn es um Haarstyling geht. Entweder das Ergebnis sieht richtig gut aus oder einfach richtig schlimm. Denn wenn wir wollen, dass das Ergebnis richtig schön und vor allem wie vom Friseur aussieht, können wir das Haar nicht "einfach so trocknen" lassen. Je nach Haartyp gibt es nämlich keine Pauschalanleitung für das Lufttrocknen.

Haare lufttrocknen zu lassen ist mehr als nur eine Alternative zum Föhnen - es ist eine schonende Methode, die Ihre Haare vor Hitzeschäden bewahrt und ihnen die Chance gibt, ihre natürliche Schönheit zu entfalten. Immer mehr Menschen entdecken die Vorteile dieser natürlichen Trocknungsmethode für sich.

Warum sollten Sie Ihre Haare an der Luft trocknen lassen?

Das Haare an der Luft trocknen lassen bietet zahlreiche Vorteile gegenüber dem Einsatz von Hitze-Styling-Tools. Hier sind die wichtigsten Gründe, warum Sie diese Methode in Betracht ziehen sollten:

  • Schutz vor Hitzeschäden: Der offensichtlichste Vorteil des Lufttrocknens ist der Schutz vor Hitzeschäden.
  • Natürliche Textur fördern: Jeder Haartyp hat seine eigene natürliche Textur und Schönheit.

Föhnen oder Lufttrocknen, was ist besser für die Haare?

Vor- und Nachteile: Haare Lufttrocknen vs. Föhnen

Du fragst dich, was besser ist: Haare föhnen oder an der Luft trocknen lassen? Diese Frage stellen sich viele, und die Antwort hängt von verschiedenen Faktoren ab. Hier eine Übersicht:

Methode Vorteile Nachteile
Lufttrocknen
  • Schont die Haarstruktur
  • Vermeidet Hitzeschäden
  • Bewahrt den natürlichen Look
  • Oft mehr Volumen
  • Umweltschonend und spart Energie
  • Längerer Zeitaufwand
  • Frizz bei lockigem Haar möglich
  • Schwieriger, die gewünschte Frisur zu formen
Föhnen
  • Schnell
  • Mehr Kontrolle über das Styling
  • Gezieltes Volumen und Glanz
  • Reduziert Frizz mit speziellen Techniken
  • Kann Haare austrocknen und spröde machen
  • Risiko von Hitzeschäden
  • Verbraucht Energie und hat Umwelteinfluss

Sowohl das Haare lufttrocknen lassen als auch das Föhnen haben Vor- und Nachteile. Es hängt von deinem Haartyp, deinen Stylingvorlieben und deinem Lebensstil ab, welche Methode besser für dich ist. Wichtig ist, auf die Gesundheit deiner Haare zu achten und sie nicht unnötig zu strapazieren.

Wie man Haare ohne Föhn schnell trocknet

Da die trockene Hitze aber auch bei richtigem Föhnen dem Haar schadet, sehnen sich viele nach einer Alternative. Wie Sie Ihre Haare schnell ohne Föhn trocknen können und worauf Sie dabei achten müssen, erfahren Sie in diesem Magazinartikel. Als schonendste Methode gilt es, das Haar einfach Lufttrocknen zu lassen.

Wenn Sie Ihre Haare richtig trocknen wollen, sollten Sie sich allerdings nicht alleine auf das Lufttrocknen verlassen. Grund dafür ist, dass das Wasser Ihr Haar aufquellen lässt. Das schwächt es und die Haarstruktur bricht auf.

Statt Ihr Haar komplett an der Luft zu trocknen, können Sie selbstverständlich auch ein Handtuch zu Hilfe nehmen. Gerade lange Haare trocknen eher langsam, hier kann es helfen, überschüssiges Wasser zu entfernen. Wer alles richtig machen will, sollte das klassische Baumwollhandtuch liegen lassen. Greifen Sie lieber zu einem Mikrofaser-Modell.

Was ist eigentlich handtuchtrockenes Haar und wie funktioniert das?

Tatsächlich ist der Begriff wortwörtlich zu verstehen: Ihre Haare sind dann handtuchtrocken, wenn Sie sie mithilfe eines Handtuchs angetrocknet haben. Um diesen Zustand zu erreichen, gibt es zwei verschiedene Möglichkeiten.

Eine Methode ist es, das Handtuch als eine Art Schwamm zu nutzen, der das Wasser aus den Haaren aufnimmt. Hierfür drücken Sie mit dem Handtuch vorsichtig Ihr Haar zusammen und wringen es so aus. Dabei arbeiten Sie sich immer vom Ansatz aus nach unten zu den Spitzen vor und trocknen das Haar am besten Strähne für Strähne. Achten Sie darauf, nur zu drücken und zu starkes Rubbeln zu vermeiden, da die schützende Schuppenschicht der Haare dadurch zu sehr aufgeraut wird.

Die Alternative ist, das Handtuch als Turban für Ihre Haare zu nutzen. Dabei ist es egal, ob es sich um einen extra gekauften Haarturban oder ihr normales Handtuch handelt - auch ausgediente Jersey-Shirts eignen sich gut, da der Stoff viel Wasser aufnimmt, ohne das Haar zu strapazieren. In einen solchen Turban können Sie Ihr Haar einwickeln, nachdem Sie es gut ausgedrückt haben.

Übrigens: eine Sonderform des Haarturbans ist das sogenannte Plopping. Der Unterschied liegt hierbei in der Wickeltechnik. Statt einer Schnecke in der Mitte werden die Haare auf beiden Seiten am Hinterkopf eingedreht.

Wenn Sie möchten, dass Ihre Haare schneller trocknen, kann es helfen, sie zu kämmen. Doch Achtung: hier gibt es einiges zu beachten. Wichtig ist es, das Haar im ganz nassen Zustand nicht mit einer zu festen Bürste zu bearbeiten. Besser geeignet ist ein grobzinkiger Kamm, der Ihre Haare nicht strapaziert. Mit diesem können Sie Ihre Haare schon unter der Dusche kämmen. Fangen Sie immer in den Spitzen an und arbeiten Sie sich nach und nach bis nach oben zum Ansatz vor. Alternativ empfiehlt sich die Verwendung einer Mikrofaser-Haarbürste. Diese saugt durch ihre spezielle Beschaffenheit besonders viel Wasser auf und sorgt so ebenfalls dafür, dass das Haar schonend und schnell trocknet.

Wie lange Ihre Haare zum Trocknen brauchen, hängt von verschiedenen Faktoren ab. Entscheidend ist hier insbesondere die Haarlänge und -dicke. Unabhängig davon ist es aber immer besser, wenn sie Ihre Haare nicht zusammenbinden, sondern einfach offenlassen, damit Ihre Haare schneller trocknen. Denn in offenem Zustand bieten sie mehr Oberfläche, an der die Luft zirkulieren kann.

Für Haare, die lufttrocknen sollen, gibt es spezielle Produkte. Auch ein Conditioner kann helfen. Dadurch wird Ihr Haar nicht nur gepflegt und lässt sich besser durchkämmen, es trocknet zudem auch schneller. Wie funktioniert das? Die Silikone des Conditioners legen sich um die einzelnen Haare, versiegeln sie und machen sie so wasserabweisender. Dadurch kann die Feuchtigkeit nicht in die Tiefe der Haarstruktur eindringen, sie sitzt auf der äußeren Hülle und perlt von dort einfach ab.

Die richtige Produktanwendung

Die richtigen Produkte können den Lufttrocknungsprozess erheblich verbessern:

  • Leichte Leave-in-Conditioner für zusätzliche Feuchtigkeit
  • Anti-Frizz-Seren für widerspenstiges Haar
  • Salzsprays für mehr Textur und Volumen
  • Speziell für das Lufttrocknen entwickelte Cremes und Gele

Tragen Sie die Produkte auf das handtuchtrockene Haar auf und verteilen Sie sie gleichmäßig von den Wurzeln bis zu den Spitzen.

Styling während des Trocknens

Auch ohne Hitze können Sie Ihr Haar während des Trocknens formen:

  • Lockiges Haar: Drehen Sie einzelne Strähnen um den Finger oder verwenden Sie die „Plopping“-Methode
  • Welliges Haar: Flechten Sie lose Zöpfe für definierte Wellen
  • Glattes Haar: Kämmen Sie es in die gewünschte Richtung und fixieren Sie es bei Bedarf mit Haarklammern
  • Für mehr Volumen: Wechseln Sie den Scheitel während des Trocknens oder verwenden Sie Volumen-Clips an den Wurzeln

Tipps für verschiedene Haartypen

Je nach Haartyp gibt es spezifische Techniken, die das Lufttrocknen optimieren können:

  • Für lockiges Haar: Lockiges Haar neigt beim Lufttrocknen oft zu Frizz.

Spezielle Tipps von Celebrity-Stylistin Cynthia Alvarez

Die Celebrity-Stylistin Cynthia Alvarez hat im Interview mit Who What Wear dennoch ein paar super hilfreiche Tipps verraten - und die solltet ihr alle kennen!

  • Laut Alvarez tendieren die meisten Leute mit glatten Haaren dazu, sich zu oft ins Haar zu fassen, während diese trocknen, was zu Frizz führe.
  • Wer glattes und feines Haar hat, sollte definitiv nicht auf ein Volumenshampoo verzichten. Ein leichtes Stylingmousse am Ansatz sorgt für den extra Lift. Alvarez empfiehlt außerdem eine Blowout Cream, um fliegende Haare zu vermeiden. Jetzt kann das Lufttrocknen losgehen!
  • Normales und welliges Haar benötigt eher feuchtigkeitsspendendes Shampoo und Conditioner. "Feuchtigkeit ist essentiell, wenn man normales und welliges Haar lufttrocknen lässt", erklärt Alvarez. Um das Haar zu trocknen, rät sie zu einem Microfaserhandtuch, um Frizz zu vermeiden. Als zweiten Schritt empfiehlt sie ein Trockenöl für die Spitzen gefolgt von einer Leave-In-Stylingcream. Hier gilt: Je dicker das Haar, desto reichhaltiger und "schwerer" darf die Creme sein. Mit einem groben Kamm kämmt ihr dann durchs Haar, damit sich die Produkte gleichmäßig verteilen.
  • Dichte Locken brauchen viiiiiel Feuchtigkeit, damit sie ihre Sprungkraft behalten. Deshalb rät Cynthia Alvarez Shampoo und Conditioner ohne Sulfate zu verwenden. Danach kommen ein Leave-In-Conditioner und ein Curl-Enhancer in die Längen und Spitzen. "Bei lockigem Haar sollte man die Produkte immer layern", rät Alvarez. Außerdem solle man das Haar in einem 90-Grad-Winkel weg vom Kopf kämmen, so könnten die Locken perfekt trocknen.

Häufige Herausforderungen beim Haare lufttrocknen

Das Haare lufttrocknen lassen bringt auch einige Herausforderungen mit sich, für die es jedoch Lösungen gibt:

  • Lange Trocknungszeit: Eine der größten Herausforderungen ist die Zeit, die Haare zum Lufttrocknen benötigen.
  • Frizz und Undefiniertheit: Besonders bei lockigem oder welligem Haar kann Frizz ein Problem sein.

Mythen über das Lufttrocknen der Haare

Rund um das Thema Lufttrocknen gibt es einige hartnäckige Mythen, die wir hier aufklären möchten:

  • Mythos 1: Lufttrocknen ist immer besser für das Haar.
  • Mythos 2: Mit nassem Haar schlafen führt zu Haarbruch.
  • Mythos 3: Lufttrocknen funktioniert nur bei bestimmten Haartypen.

Das Haare lufttrocknen lassen ist eine Kunst, die etwas Übung und Experimentierfreude erfordert. Mit den richtigen Techniken, Produkten und etwas Geduld können Sie jedoch die natürliche Schönheit Ihres Haares zum Vorschein bringen und gleichzeitig Hitzeschäden vermeiden.

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