Langes, gesundes Haar wie Rapunzel - ein Traum, den viele von uns haben. Doch nicht allen ist seine Erfüllung auch vergönnt. Du wünschst dir längere Haare, hast aber keine Lust, ewig darauf zu warten? Haarwachstum anregen - geht das?
Dieser Artikel zeigt Ihnen, wie Sie Ihr Haarwachstum auf natürliche Weise unterstützen können, um Ihre Traumhaare zu erreichen. Hier erfahren Sie, wie Sie das Haarwachstum anregen können, welche Rolle die Ernährung spielt und welche einfachen Tricks Ihnen helfen, eine gesunde und volle Mähne zu bekommen.
Das Haarwachstum ist genetisch bedingt. Im Durchschnitt wachsen die Haare ein bis eineinhalb Zentimeter im Monat. Daran lässt sich kaum etwas ändern. Um das Haarwachstum anregen zu können, muss die Kopfhaut stimuliert werden. Hier sitzen die Haarwurzeln, welche die einzelnen Haarfasern produzieren. Werden die Haarwurzeln stärker durchblutet, nehmen sie mehr Nährstoffe auf, was das Haarwachstum begünstigt.
Der sichtbare Teil eines Haares heißt Haarschaft. Er ist in den Haarfollikel eingebettet, der direkt unter der Hautoberfläche liegt. Im Haarfollikel liegen die Haarwurzel, -zwiebel und -papille. Letztere ist ein winziger gut durchbluteter Knoten, der entscheidend am Haarwachstum beteiligt ist.
An der Grenze zwischen Haarzwiebel und -papille werden ununterbrochen neue Haarzellen produziert. Die frischen Zellen verkleben untereinander und verhornen dabei. Daraus entsteht ein Hornstrang, aus dem sich das ganze Haar zusammensetzt. Unsere Haare wachsen deshalb, weil sich ständig Zellen an das Haar ankleben und verhornen. Dadurch schieben sie sich gleichzeitig aus der Kopfhaut heraus. Auf diese Art und Weise verlängern sich die Kopfhaare kontinuierlich. Damit sie so gut gedeihen können, ist es wichtig, dass sie stets gut mit essenziellen Nährstoffen versorgt sind.
Und wie schnell wachsen Haare? Im Durchschnitt werden sie monatlich einen Zentimeter länger - die restliche Körperbehaarung wächst langsamer!
Das liegt daran, dass die Wachstumsphase (Anagenphase) nur eine von drei verschiedenen Phasen darstellt, die jedes Haar im sogenannten Haarzyklus durchläuft. Nach ihr folgt die Übergangsphase (Katagenphase), in der sich die Wurzel von der Papille ablöst. Daran schließt sich die Ruhephase (Telogenphase) an, an deren Ende die Haare ausfallen. Schließlich startet der Kreislauf wieder von vorne, indem sich im nun „leeren“ Haarfollikel wieder neue zu vermehren beginnen.
Zu einem übermäßigen Haarausfall kommt es dann, wenn bereits während der Wachstumsphase eine Schädigung der Haarwurzeln stattfindet oder viele Haare gleichzeitig in die Ruhephase übergehen. Falls keine neuen Haare mehr nachwachsen, bilden sich nach und nach kahle Stellen.
Es gibt verschiedene Möglichkeiten, das Haarwachstum zu fördern. Hier sind einige der effektivsten Methoden:
Deine Haare können nur kräftig und schnell nachwachsen, wenn der Körper mit allen wichtigen essenziellen Nährstoffen versorgt ist. Logisch: Fehlen dem Körper die nötigen Bausteine, ist das Haarwachstum verzögert und die Haare wachsen dünn und kraftlos nach. Unsere Ernährung hat großen Einfluss auf das Haarwachstum. Ist der Körper mit allen wichtigen Nährstoffen versorgt, können auch die Haarwurzeln ganze Arbeit leisten.
Power-Food fürs Haar - Milchprodukte, Eier, Hülsenfrüchte - enthält unter anderem Eiweiß, Zink, B-Vitamine und ungesättigte Fettsäuren.
Wichtige Nährstoffe für das Haarwachstum:
Eine ausgewogene Ernährung mit diesen und anderen nährstoffreichen Lebensmitteln kann dazu beitragen, das Haar gesund zu erhalten und das Haarwachstum zu fördern.
Ein Vitaminmangel oder eine Unterversorgung mit anderen essenziellen Mineral- und Nährstoffen kann die Haarbildung beeinträchtigen. Dies zeigt sich beispielsweise durch ein verlangsamtes Wachstum der Haare und eine geschwächte Haarstruktur, was möglicherweise zu brüchigem Haar sowie Haarausfall führt.
Sie sind nicht nur unheimlich entspannend, sie regen auch die Durchblutung der Kopfhaut an: Sanfte Massagen fördern somit auch das Wachstum der Haare. Wunderbar. Lassen Sie Ihr Haupt also mit etwas Fingerspitzengefühl verwöhnen. Eine sehr einfache und schnelle Methode der Kopfhaut-Stimulation ist eine klassische Massage mit den Fingern. Wissenschaftler:innen fanden heraus, dass etwa vier Minuten Massage pro Tag ausreichen, damit die Haare schneller und dichter nachwachsen. Wer möchte, kann hierfür aber auch eine Kopfhautmassagebürste verwenden.
Um den Haarwuchs anzukurbeln, kann es helfen, die Durchblutung der Kopfhaut anzuregen. Gezielt kannst Du dafür Folgendes tun:
Die Maßnahmen sollen es den Haarfollikeln ermöglichen, die Mikronährstoffe, die über das Blut dorthin gelangen, besser aufzunehmen. Zudem können die Haarwurzeln besser mit Sauerstoff versorgt werden.
Nicht nur Koffein gilt als echter Haarwuchs-Booster. Auch ätherische Öle können deine Mähne schneller wachsen lassen, wenn du sie richtig anwendest. Bei ätherischen Ölen handelt es sich nicht um klassische fettende Öle, wie zum Beispiel Kokos- oder Olivenöl. Ätherische Öle sind flüchtige Pflanzenaromen, die aus einer Vielzahl von komplexen organischen Verbindungen bestehen. Um das Haarwachstum anregen zu können, eignet sich vor allem ätherisches Pfefferminz-Öl. Das konnten Koreanische Forschende im Jahr 2014 belegen.
Achtung: Ätherische Öle solltest du nie unverdünnt auftragen. Sie sind stark konzentriert und können Rötungen und Hautreizungen verursachen, wenn sie nicht verdünnt werden. Vermische vier bis fünf Tropfen des ätherischen Öls mit einem Esslöffel Aloe Vera-Gel oder Kokosöl (wenn es etwas pflegender sein darf). Diesen Mix massierst du dann auf die komplette Kopfhaut ein. 15 Minuten einwirken lassen und die Haare wie gewohnt waschen und pflegen. Eine ganz natürliche Art, um das Haarwachstum anzukurbeln. Pluspunkt: Wer mehrmals in der Woche Pfefferminz-Öl aufträgt, reduziert schnell fettende Haare.
Eine Studie von 2015 zeigt, dass sich Rosmarinöl durchaus positiv auf das Haarwachstum auswirken könne. Ausschlaggebend sei dafür aber eine kontinuierliche Anwendung und das über einen längeren Zeitraum hinweg. Wer Rosmarinöl auf die Kopfhaut aufträgt, kann ihre Durchblutung fördern und gesunde Haarfollikel begünstigen. Die antiseptische Wirkung des Öls unterstützt zusätzlich die Haargesundheit und eine gesunde Kopfhaut.
Wer die Haare schneller wachsen lassen will, sollte alle Faktoren eliminieren, die das Haarwachstum beeinträchtigen könnten. Und dazu gehören vor allem sulfatreiche Shampoos. Sulfate sind Reinigungstenside, die in vielen herkömmlichen Shampoos stecken. Sie sorgen dafür, dass das Shampoo schön aufschäumt und Schmutz, Fette und Styling-Rückstände entfernt werden.
Leider wirken Sulfate stark austrocknend, was die Haarfaser auf Dauer beschädigt. Die Spitzen brechen schneller ab, wodurch du niemals groß an Haarlänge gewinnen kannst. Sulfate stehen außerdem im Verdacht, Haarausfall zu begünstigen. Sie kommen den Haarwurzeln beim Shampoonieren sehr nah und stören das natürliche Gleichgewicht der Kopfhaut. Dadurch kann das Haarwachstum gestört werden.
Gehe auf Nummer sicher und setze auf eine sanfte Haarpflege. Greife zu einem Shampoo ohne Sulfate, das deine Kopfhaut und deine Längen gesund hält. Ein Naturkosmetik-Produkt ist empfehlenswert - es kommt nämlich ohne schädliche Inhaltsstoffe aus. Aber Achtung: Hier ist der Alkoholanteil oft höher, was wiederum austrocknen kann. Wirf daher einen kurzen Blick auf die INCI-Liste, bevor du das Produkt kaufst. Bio-Shampoos enthalten milde Reinigungstenside, zum Beispiel auf Kokosbasis, die Haut und Haar ganz sanft von Ablagerungen befreien. So kann das Haar kräftig nachwachsen und Haarbruch wird reduziert.
Damit die Haare beim Waschen auch sauber werden, sorgt ein Shampoo dafür, dass sich die Haarfasern öffnen. Sie stellen sich auf und Schmutz, Talg und Styling-Rückstände lassen sich lösen. Warum? Er glättet die Haaroberfläche und sorgt gleichzeitig dafür, dass die Haare kämmbar werden und nicht ziepen. Wenn du jetzt noch zusätzlich eine Haarmaske benutzt, verleihst du deinen Haaren beim Haare waschen die ultimative Pflege. Eine Haarmaske wird vor der Spülung aufgetragen und ausgewaschen.
Die Pflege des Haares spielt eine entscheidende Rolle für seine Gesundheit und sein Wachstum. Wie bei jedem anderen Körperteil hängt die Vitalität der Haare stark von der Pflege ab.
Tipps für die Haarpflege:
Mittlerweile gibt es viele Styling-Tools, die ein Haarstyling ohne Hitze ermöglichen. Zum Beispiel der Dyson Airwrap, Lockenwickler, Papilotten oder ganz schlicht und einfach: Socken. Trage immer einen Hitzeschutz auf. Außerdem: Um Haarwurzeln, Follikel und Co. zu schonen, solltest du ohnehin darauf achten, dass du die Haare nicht zu oft mit Stylingtools, wie Lockenstab oder Glätteisen, beanspruchst.
Damit die Haare unbeschädigt erhalten bleiben und neue gesunde Haare (nach-)wachsen, ist beim Föhnen, Glätten und Co. Vorsicht geboten. Genauso solltest Du aufpassen, wenn Du Dich im Sommer draußen aufhältst. Folgende Ratschläge helfen Dir bei der Vorbeugung von Hitzeschäden:
Wenn du deine Haare regelmäßig nachschneiden lässt, wachsen sie dadurch nicht schneller, aber gesünder. Denn Spliss verschwindet und Haarbruch wird vorgebeugt. Du verleihst ihnen mehr Sprungkraft und lässt sie schön fluffig und gepflegt aussehen.
Auch wenn es paradox klingen mag, die Schere darf kein Tabu für lange Haare sein. Damit der Schopf gesund und splissfrei glänzen kann, müssen kaputte Haarenden regelmäßig ab. Und wie viel? Etwa ein halber Zentimeter alle zwei Monate reicht völlig. Denn der Glaube, geschnittenes Haar wächst schneller, ist ein Mythos.
Stehen wir unter Stress, schüttet unser Körper bestimmte Botenstoffe aus, unter anderem Noradrenalin. Am Haarfollikel konzentriert, kann das eine Entzündung auslösen. Die Folge: Die Wachstumsphase des Haars wird vorzeitig beendet, es fällt aus.
Trinkst du Alkohol, verlangsamt das - unter anderem - deinen Stoffwechsel. Das rührt daher, dass der Körper den Abbau des Alkohols im Körper vorzieht. Bei Stress schüttet der Körper das Hormon Cortisol aus, was zur Folge haben kann, dass sich die Blutgefäße zusammenziehen.
Was du tun kannst, um deinen Haarwuchs anzuregen:
Im Durchschnitt wachsen Haare einen bis eineinhalb Zentimeter im Monat. Pro Tag sind es zwischen 0,3 und 0,5 Millimeter. Würde man diesem Durchschnittswert folgen, bräuchten die Haare also zehn Monate und kürzer, um zehn Zentimeter lang zu wachsen.
Es ist wichtig zu erwähnen, dass das Haarwachstum bei jedem Menschen anders ist und von verschiedenen Dingen abhängt. Das können zum Beispiel genetische und gesundheitliche Faktoren oder schlichtweg die Haarpflegeroutine sein. Genauso ist es mit Haarausfall, dessen Ursache du am besten ärztlich abklären lässt.
Mit diesen Tipps und Tricks ist Ihnen eine lange Haarpracht sicher. Probiere doch einfach mal unsere Tipps aus und beobachte selbst, wie und ob sich dein Haarwachstum verändert.
tags: #haarwachstum #kopf #anregen #tipps
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