Schuppen sind ein sehr häufiges und wiederkehrendes Problem der Kopfhaut, das viele Menschen betrifft. Die kleinen weißen oder gelben Flöckchen, die auf den Schultern landen oder im Haar kleben bleiben, können nicht nur unansehnlich sein, sondern auch juckende und gereizte Kopfhaut verursachen.
Aber was sind Schuppen, was sind die Symptome von Schuppen in Ihren Haaren und natürlich: Was können Sie dagegen tun? Zusätzlich zu Schuppen gibt es eine Reihe anderer Kopfhauterkrankungen, die Schuppen ähneln.
Mediziner unterscheiden zwischen trockenen und fettigen Schuppen, die vor allem aufgrund ihres Äußeren unterschieden werden können:
Diese Schuppenform zeigt sich als weiße, kleine Flocken, die vom Kopf rieseln und auf der Kleidung landen. In diesem Fall ist der Feuchtigkeitshaushalt auf dem Kopf gestört. Normalerweise produziert die Haut einen schützenden Lipidfilm, um nicht auszutrocknen. Ist dieser Vorgang jedoch gestört, entweicht Flüssigkeit aus der Haut und die Kopfhaut trocknet aus. Einhergehend damit kommt es oft zu juckender Kopfhaut und einem unangenehmen Spannungsgefühl. Wer die Schuppen beseitigen will, muss seiner Kopfhaut zum einen Feuchtigkeit zuführen und zum anderen die Ursache für die Schuppen klären.
Dieser Schuppentyp zeigt sich als plaqueartige, gelblich-ölige und relativ große Ablagerung auf der Kopfhaut. Fettige Schuppen bleiben eher am Haar und der Kopfhaut kleben, als auf die Kleidung zu rieseln. Bedingt wird diese Schuppenform von einer fettigen Kopfhaut, bei der die Talgdrüsen gestört sind und es zu einer Überproduktion von Talg (Fett) kommt. Grundsätzlich schützt Talg vor einem Feuchtigkeitsverlust der Kopfhaut. Zu viel hingegen wird zum Nährboden von Keimen und Mikroorganismen, wie dem Hefepilz Malassezia furfur, der eine der häufigsten Ursachen für Schuppen ist.
Aufgrund der hormonell bedingten Talgproduktion sind Männer deutlich öfter betroffen als Frauen. Der Talg führt auch dazu, dass die gelblichen Schuppen klebriger sind, was das übermäßige Wachstum des Pilzes Malassezia fördert - einer der häufigsten Ursachen für Schuppen.
Es wird allgemein angenommen, dass Schuppen das Ergebnis überaktiver Talgdrüsen auf der juckenden Kopfhaut sind. Aus diesem Grund entwickeln sich Schuppen (auch Seborrhoisches Ekzem genannt) normalerweise erst im Teenageralter, wenn all diese zusätzlichen Hormone in Ihrem Körper die Talgproduktion der Haut steigern.
Trockene Schuppen entstehen vornehmlich durch eine trockene Kopfhaut, u.a. durch trockene Heizungsluft im Winter, ein heißes Klima im Sommer, stark entfettende bzw. austrocknende Shampoos oder durch zu häufiges Haarewaschen und heißes Föhnen.
Fettige Schuppen entstehen durch eine verstärkte Talgproduktion auf der Kopfhaut, können auch durch eine hormonelle Veränderung begünstigt werden und treten häufig in der Pubertät auf. Sie sind häufig größer als trockene Schuppen und fühlen sich ölig an. Bei fettiger Kopfhaut sind die Schuppen außerdem klebriger, weshalb sie sich verstärkt in den Haaren verfangen und dort länger verweilen.
Gegebenenfalls können so Hefepilze besser wachsen, was zu einer entzündeten Kopfhaut führen kann, die wiederum die Entstehung fettiger Schuppen begünstigt. Teilweise können fettige Schuppen auch durch ein seborrhoisches Ekzem oder mangelnde Körperhygiene entstehen.
Eine sehr häufige Ursache von Kopfschuppen ist der übermässige Befall mit Malassezia - Hefepilzen. Männliche Geschlechtshormone können die Fettbildung (Lipidproduktion) der Haut ändern, wodurch Malassezia ideale Wachstumsbedingungen vorfindet. Am wichtigsten ist die Hefeart Malassezia globosa. Sie haben eine sog. erhöhte Lipaseaktivität, was die Neubildung von Schuppen auf das 4-5fache des Normalen erhöht.
Zur Behandlung und Vorbeugung von Schuppen gibt es einige einfache Selbsthilfemaßnahmen, die Du ergreifen kannst:
Dabei ist zu beachten, dass trockene Schuppen und fettige Schuppen aufgrund entsprechender Symptome unterschiedlich behandelt werden sollten:
Trockene Schuppen können aufgrund von trockener Haut oder einer Kopfhauterkrankung wie durch die atopische Dermatitis auftreten. Eine mögliche Behandlung umfasst die Verwendung von speziellen Haarpflegeprodukten (milde Shampoos und Conditioner) mit Inhaltsstoffen wie Glycerin oder Panthenol, die die Kopfhaut mit Feuchtigkeit versorgen und Schuppenbildung reduzieren. Es ist auch wichtig, regelmäßig eine milde Kopfhautpflege durchzuführen und nicht zu oft heißes Wasser zu verwenden, um die Kopfhaut nicht weiter auszutrocknen.
Ein Tipp wozu ein Gang in die Küche reicht: Massiere - bei einer trockenen Kopfhaut - einmal wöchentlich einen Tropfen Olivenöl in Dein Haar und lasse es auf der Kopfhaut einziehen. Zur richtigen Pflege sollte bei trockener Kopfhaut darauf verzichtet werden, die Haare täglich und mit zu heißem Wasser zu waschen.
Fettige Schuppen können durch die erhöhte Talgproduktion der Kopfhaut verursacht werden, die zu einer Ansammlung von öligen Schuppen führt. Eine mögliche Behandlung umfasst die Verwendung von Shampoos, die gegen Schuppen und fettige Kopfhaut wirken und Zutaten wie Salicylsäure, Schwefel oder Zinkpyrithion enthalten, um überschüssiges Öl und Schuppen zu entfernen. Es ist dazu auch wichtig, die Haare regelmäßig zu waschen.
Shampoos, die sich auch gegen den Hefepilz richten, können zusätzlich helfen. Auch eine ausgewogene Ernährung spielt bei der Schuppenbildung eine Rolle, sowie das Aufrechterhalten einer guten Hygienepraxis. Ein von uns erprobter Tipp: Fettiges Haar profitiert oft von einer Spülung mit frischem Zitronensaft oder in Wasser verdünntem Apfelessig! Dazu reichen 2 Esslöffel Apfelessig in einem Liter Wasser.
Um Schuppen zu bekämpfen und Juckreiz vorzubeugen, ist es am besten, nach einem hochwertigen Antischuppenshampoo mit Inhaltsstoffen wie Ketoconazol oder Piroctonolamin zu suchen. Es ist bekannt, dass diese Inhaltsstoffe Entzündungen reduzieren und die juckende Kopfhaut schonen.
Wenn Sie neben Schuppen oder Juckreiz auch an Haarausfall oder Haarausfall leiden, können Sie sich auch für ein Haarwuchs-stimulierendes Shampoo mit diesen Inhaltsstoffen wie dem Neofollics-Shampoo entscheiden. Auf diese Weise bekämpfen Sie Haarausfall, Juckreiz und Schuppen.
Wenn eine Entzündung die Ursache für Haarausfall (Alopezie) ist, ergibt sich häufig ein diffuses oder fleckenartiges Ausfallmuster. Die empfindliche Kopfhaut ist meist sichtbar angegriffen, eine Behandlung muss mit größter Sorgfalt erfolgen.
Die Gemeinsamkeit von entzündlichen Vorgängen an der Haut am Kopf: Die Haarwurzeln werden ebenfalls angegriffen. Bei Autoimmunerkrankungen richtet sich das körpereigene Abwehrsystem gegen Haarfollikel und Haarwurzelzellen. Sie werden „irrtümlich“ bekämpft wie gefährliche Eindringlinge. Die Symptome ähneln mitunter allergischen Reaktionen.
Bei manchen Ausprägungen spielen Viren, Bakterien oder Pilze eine Rolle. Sie besiedeln die Kopfhaut oder dringen in offene Haarwurzelkanäle ein. Der Körper reagiert darauf mit entzündlichen Abwehrvorgängen.
Ebenfalls kann ein aggressives Shampoo die Kopfhaut austrocknen und entfetten. Es sollte stets darauf geachtet werden, ein schonendes Shampoo für die regelmäßige Haarpflege zu verwenden.
Eine gründliche Diagnose ist Voraussetzung für die erfolgreiche Behandlung einer Kopfhautentzündung. Gewöhnlich dauert die Therapie längere Zeit, Rückfälle sind möglich. Die Behandlungsmaßnahmen richten sich nach dem individuellen Verlauf. Starker Juckreiz soll ebenso unterbunden werden wie optische Beeinträchtigungen.
Schuppen sind ein häufiges Problem, das durch verschiedene Faktoren verursacht werden kann, darunter trockene oder fettige Kopfhaut, Pilzinfektionen und Hauterkrankungen wie Psoriasis und seborrhoische Dermatitis. Die Behandlung hängt von der Ursache ab und kann milde Shampoos, spezielle Antischuppen-Shampoos und in einigen Fällen verschreibungspflichtige Medikamente umfassen. Eine gute Kopfhautpflege und die Vermeidung von Reizstoffen können ebenfalls helfen, Schuppen zu reduzieren.
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