Viele Frauen bemerken im Winter, dass ihr Haar dünner wird und vermehrt ausfällt. Dieses Phänomen ist weit verbreitet und kann verschiedene Ursachen haben. In diesem Artikel werden die Hauptgründe für dünner werdendes Haar im Winter erläutert und wertvolle Tipps zur Pflege und Vorbeugung gegeben.
Es gibt mehrere Faktoren, die dazu beitragen können, dass das Haar im Winter dünner wird:
Durch die fehlende Sonne im Winter sinkt der Vitamin-D-Spiegel im Körper. Als Gründe hierfür vermutet man u.a. einen niedrigen Vitamin D-Spiegel aufgrund der fehlenden Sonnenstrahlen, die normalerweise die Vitamin D-Produktion anregen.
Vitamin D ist wichtig für die Funktion der Haarfollikel und das Zellwachstum.
Im Spätsommer und Herbst kommt es zu einer Häufung von Telogenhaaren, weshalb einfach mehr Haare ausfallen. Im Sommer wird das Haar verstärkt produziert, um die Kopfhaut zu schützen, während im Herbst viele dieser Haare ausfallen, indem sie in die Ruhephase (Telogenphase) eintreten.
Der Grund für diese Häufung ist die intensive Sonnenstrahlung im Sommer. UV-Strahlen können die Haarwurzeln stressen und dazu führen, dass die Haare früher in die Ruhephase (Telogenphase) eintreten.
Bei Minusgraden ziehen sich nämlich unsere Gefäße zusammen, weshalb die (Kopf-)Haut schlichtweg schlechter durchblutet wird. Zusätzlich kann auch die mangelnde Durchblutung der Kopfhaut Schuld an vermehrtem Haarverlust sein, denn durch die Winterkälte wird nicht nur der restliche Körper weniger durchblutet, auch die Haarwurzeln können darunter leiden und somit schlechter mit Nährstoffen versorgt werden.
Nährstoffe haben es deshalb schwerer auf dem Weg zu unserer Mähne. Die wird dadurch kraftloser und dünner.
Im Herbst und Winter sind Haut und Haare besonderen Belastungen ausgesetzt. Trockene Heizungsluft, heißes Föhnen und der Kontakt zu synthetischen Materialien in Mützen und Pullovern können das Haar statisch aufladen und zu fliegenden Haaren führen. Der ständige Wechsel zwischen der Kälte draußen und trockener Heizungsluft drinnen entziehen den Haaren zusätzlich Feuchtigkeit. Sie werden matt, glanzlos und spröde.
Es gibt verschiedene Maßnahmen, die Sie ergreifen können, um Ihr Haar im Winter zu schützen und Haarausfall zu minimieren:
Eine nährstoffreiche Ernährung ist wichtig für gesundes Haar. Achten Sie auf eine ausgewogene Ernährung. Blattgemüse (z.B. Spinat oder Brokkoli) sind starke Eisenlieferanten und begünstigen ein starkes Haarwachstum. Lachs und Nüsse sind auch super für das Haar, denn sie enthalten wichtige essenzielle Fettsäuren, die dein Haar zum Wachsen braucht.
In den dunklen Monaten können Nahrungsmittel mit viel Vitamin D (bspw. Fisch und Meeresfrüchte, einige Pilzarten, Leinsamen, Milchprodukte, Avocados) helfen, dern Mangel vorzubeugen. Dies ist besonders wichtig, wenn die Sonneneinstrahlung unzureichend ist.
Nehmen Sie Vitamin D zusätzlich ein, um Ihren Spiegel zu optimieren. Natürliches Sonnenlicht ist nach wie vor die beste Quelle für Vitamin D. Spaziergänge an sonnigen Tagen, auch im Winter, können helfen, die Vitamin-D-Speicher aufzufüllen.
Massieren Sie Ihre Kopfhaut regelmäßig mit einem hochwertigen Öl. Mittlerweile gibt es Produkte für die Kopfhaut, die so clever wie Hautpflegeprodukte funktionieren. Wirkstoffe wie Kurkuma- und Ginsengextrakt stärken zudem den Haarfollikel. Auch effektiv für gesundes Haarwachstum: Produkte mit einem Power-Mix aus Zinksulfat, Vitamin B6 und Azelainsäure.
Reduzieren Sie die Häufigkeit des Haarewaschens. Die Devise heißt, lieber nur alle zwei bis drei Tage waschen. Denn häufiges Haarewaschen kann die natürlichen Öle entfernen und gerade Winterhaar besonders leicht austrocknen. Auch beim Föhnen sollte genügend Abstand gewahrt und öfter die Kaltstufe eingesetzt werden. Durch die Hitze wird andernfalls die Schuppenschicht aufgeraut, wodurch das Haar seinen Glanz verliert.
Nasses Haar ist brüchiger, da die Verbindungen, die dem Haar Kraft verleihen, durch Wasser gestört werden. Somit kann nasses Haar viel schneller beschädigt werden. Nach dem Waschen solltest Du Deine Haare nie grob durchbürsten. Die Haare sind durch das Wasser aufgequollen und extrem anfällig für Haarbruch.
Schützen Sie Ihre Haare vor den kalten Temperaturen und dem Wind, wenn Sie im Freien unterwegs sind. Hüte, Mützen oder Schals sind gute Helfer. Achten Sie jedoch darauf, dass die Kopfbedeckung aus weichem Material besteht, das die Haarstruktur nicht unnötig aufraut. Offenes Haar reibt sich schneller an Schal und Mantelkragen auf. Ideal sind daher lockere Zopffrisuren.
Während des Winters sollten Sie den Gebrauch von heißen Styling-Werkzeugen wie Glätteisen und Lockenstäben einschränken, da diese zusätzlich austrocknen können. Übermäßiges Hitze-Styling trocknet nicht nur die Haarfaser aus, es kann auch deine Kopfhaut schädigen.
Shampoo und Spülung sollten dem Haar ausreichend Pflege zuführen, um es so vor dem Austrocknen durch Kälte und Heizungsluft zu schützen. Öle, wie z.B. Arganöl oder Jojoba- oder Kokosöl, spenden Feuchtigkeit und sind gute Helfer, um Haare zu bändigen. Sie können als natürliche Barriere dienen und die Haare vor dem Eindringen der Kälte schützen.
Organisieren Sie Ihren Tagesablauf daher so, dass angemessene Ruhepausen möglich sind. Auch sollten Sie eine wirkungsvolle Methode zur Stressbewältigung, wie Meditation, progressive Muskelentspannung oder Yoga erlernen und regelmässig ausüben.
| Ursache | Maßnahme |
|---|---|
| Vitamin-D-Mangel | Vitamin-D-reiche Ernährung, Nahrungsergänzung, Spaziergänge im Freien |
| Saisonale Häufung von Telogenhaaren | Geduld, unterstützende Pflege |
| Schlechte Durchblutung der Kopfhaut | Kopfhautmassagen, wärmende Kopfbedeckung |
| Trockene Luft und Heizung | Feuchtigkeitsspendende Haarpflege, Luftbefeuchter |
| Stress | Stressbewältigungstechniken, Ruhepausen |
Wenn Sie jedoch übermäßigen Haarausfall bemerken, der über mehrere Monate hinweg anhält oder mit anderen Symptomen einhergeht, ist es ratsam, mögliche zugrunde liegende Ursachen ärztlich untersuchen zu lassen. Hält der Haarausfall über einen längeren Zeitraum (mehr als 8 bis 12 Wochen) bis zum Frühjahr/Sommer an, kann dies auf eine ernste Ursache hinweisen, insbesondere wenn täglich mehr als 100 Haare ausfallen. Auch Begleiterscheinungen wie Juckreiz, Rötungen, Schuppen oder sichtbare kahle Stellen sind ein Hinweis darauf, dass der Haarausfall behandlungsbedürftig sein könnte.
Der saisonale Haarausfall ist in der Regel temporär und das Haar wird in den meisten Fällen nach einer gewissen Zeit wieder nachwachsen. Der saisonale Haarausfall im Herbst dauert in der Regel etwa sechs bis acht Wochen.
Denken Sie daran, dass Haarausfall in den meisten Fällen kein Grund zur Beunruhigung ist und sich mit den richtigen Maßnahmen gut in den Griff bekommen lässt.
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