Haarfarben-Anleitung: So mischen und färben Sie Ihre Traumfarbe selbst

Ob Teddy Brown, Butter Blonde oder Sunkissed Caramel: Aktuelle Trend-Haarfarben sucht man in der Drogerie oft vergebens. Umso besser also, dass Sie Ihre Wunsch-Haarfarbe einfach selbst mischen können. Es wird ernst: Die Haarfarbe selber zu mischen ist dank unserer L’Oréal Haarfärbe-Kits einfacher als gedacht.

Grundlagen der Farblehre

Ganz klares „Ja” - jedoch mit Bedacht. Richtig kombiniert, können kühle und warme Töne Ihr Haar zum Strahlen bringen oder unerwünschte Nuancen neutralisieren. Um die Nachteile schnell aus dem Weg zu räumen, tauchen wir als erstes in die Grundprinzipien der Farblehre ein.

Wussten Sie schon? Vielleicht ist Ihnen schon einmal aufgefallen, dass die unterschiedlichen Nuancen wie die unserer Excellence Creme-Farben immer durch Zahlen oder Buchstaben gekennzeichnet sind. Dahinter steckt ein ganz eigener Farbcode: Die erste Zahl (1-10) gibt dabei den Grundton an - von Tiefschwarz (1) bis Hellblond (10).

Das perfekte Mischverhältnis

Selber die Haare färben! 5 Tipps vom Profi

Nach der Farblehre wartet die Königsdisziplin auf Sie: das perfekte Mischverhältnis. Ob intensives Schokobraun oder zartes Pastell - das richtige Verhältnis entscheidet, wie intensiv oder sanft die Farbe am Ende wirkt.

  • Intensives Farbergebnis (1:1): Wünschen Sie sich ein intensives, sattes Farbergebnis, ist das 1:1-Verhältnis Ihr bester Freund.
  • Dezente Farbübergänge (2:1): Mögen Sie es etwas dezenter, eignet sich das Mischverhältnis mit zwei Teilen Entwickler und einem Teil Farbcreme perfekt für sanfte, natürliche Farbübergänge.
  • Pastelltöne (3:1): Mischen Sie drei Teile Entwickler mit einem Teil Farbcreme, schwächen Sie die Farbe stark ab - perfekt für trendige Pastelltöne und sehr zarte Nuancen.

Haarfarbe mit Pflegeprodukten mischen

Apropos zarte Nuancen: Selbst Profis schwören auf die Technik, Haarfarbe mit Spülung, Shampoo oder Haarmasken zu mischen. Die Methode zaubert Ihnen nicht nur sanfte Pastelltöne oder eine dezente Farbauffrischung ins Haar. Ihre Mähne profitiert außerdem in nur einem Schritt von Pflege und Farbe. Aber Achtung: Die Deckkraft bleibt hier eher sanft, also keine Option für dramatische Farbveränderungen.

  • Conditioner: Beim Mischen von Haarfarbe mit Conditioner verdünnen Sie die Farbpigmente - eine Art DIY-Hair-Gloss. So geht’s: Mischen Sie Conditioner und Haarfarbe wie unsere Casting Creme Gloss im Verhältnis 1:1 oder passen Sie die Menge des Conditioners je nach Bedarf an.
  • Shampoo: So geht’s: Mischen Sie ein möglichst transparentes Shampoo im Verhältnis 1:1 oder 1:2 mit Ihrer Haarfarbe und schäumen Sie die Mischung im feuchten Haar auf.
  • Haarmaske: Mit einer Haarmaske können Sie nicht nur die Farbe auffrischen, sondern Ihr Haar gleichzeitig intensiv pflegen und mit wichtigen Nährstoffen versorgen. So geht’s: Mischen Sie eine farblose Haarmaske im Verhältnis 1:1 mit Ihrer Haarfarbe.

Das richtige Kombinieren verschiedener Nuancen

Ob Sie unsere L’Oréal Paris Casting-Serie oder Préférence bevorzugen - jede unserer Serien zeichnet sich durch ihre einzigartige Formel aus. Wichtig: Öffnen Sie die Packungen erst kurz vor dem Färben und mischen Sie Entwickler und Farbcreme immer im empfohlenen Verhältnis an.

Geben Sie beide Farben im gewünschten Verhältnis in eine kleine Schale und mischen Sie diese gut durch, bis keine Klümpchen mehr vorhanden sind. Mischen Sie warme und kühle Farbtöne, entsteht oft eine fade, neutrale Nuance, die schnell langweilig wirken kann. Naturhaarfarben wie Henna reagieren häufig nicht gut mit chemischen Färbungen.

Selbst Profis schwören auf Teststrähnen! Teilen Sie daher vor dem eigentlichen Färben eine kleine Haarsträhne ab und färben Sie sie mit ihrer angemischten Haarfarbe ein. Haarsträhnen mit unterschiedlicher Struktur wie beispielsweise Naturhaar mit blondierten Strähnen, nehmen die Farbe oft unterschiedlich stark auf.

Die Farbe wirkt zu kühl? Verwenden Sie ein sanftes Tiefenreinigungsshampoo, um den Farbton sanft abzuschwächen oder setzen Sie auf ein warmes Farb-Glossing, um Ihrem Haar die gewünschte Wärme zurückzugeben.

Pflege nach dem Färben

Nach dem Färben ist vor der Pflege: Für das „Wie-frisch-vom-Salon-Gefühl” sind farbschützende Shampoos und Spülungen unserer L’Oréal Paris Haircare ein absolutes Must-have. Sie reinigen sanft, ohne die Farbpartikel aus dem Haar zu spülen und verlängern gleichzeitig die Farbbrillanz.

Zusätzlich zu farbschützenden Shampoos und Masken sollten Sie Ihr Styling anpassen, um die Farbe bestmöglich zu schützen. Ob Föhn, Glätteisen oder Lockenstab: Verwenden Sie immer einen Hitzeschutz, da Hitze Farbpartikel schneller verblassen lassen kann. Ein guter Hitzeschutz legt sich wie eine Art Schutzschild ums Haar und verlängert die Farbintensität.

Um nachwachsende Ansätze aufzufrischen oder kleine Farbunterschiede auszugleichen, ist das Magic Retouch ein genialer Helfer.

Vorbereitung und Durchführung des Ansatzfärbens

Hast du die perfekte Farbe gefunden, um deinen Ansätzen einen frischen Anstrich zu verleihen, solltest du sie zunächst an einer versteckten Hautstelle testen, um zu sehen, ob du die Formulierung verträgst. Treten innerhalb von 24 Stunden keine Irritationen auf, kannst du die Farbe bedenkenlos verwenden und es kann mit der Vorbereitung losgehen.

Benötigte Materialien

Folgende Dinge solltest du für deine Färbe-Session bereit legen:

  • ein altes Shirt, einen Friseurumhang oder ein altes Handtuch
  • Einweghandschuhe
  • Stielkamm
  • Haarklammern aus Kunststoff
  • Haarfärbemittel
  • Vaseline

Schritt-für-Schritt-Anleitung zum Färben des Ansatzes

Unser Färbe-Fahrplan verrät dir nun Schritt für Schritt, wie du deinen Ansatz selber färben kannst. Es spielt dabei keine Rolle, ob du eine Coloration, Tönung oder Intensivtönung verwendest - das Prozedere ist dabei nahezu immer das gleiche. Halte dich jeweils genau an die Packungsbeilage.

  1. Schützen: Ziehe ein ausrangiertes Oberteil an oder lege dir einen Friseurumhang um. Denn das Haarfärbemittel kann tropfen und permanente Flecken verursachen. Hast du beides nicht zur Hand, kannst du dir auch ein altes Handtuch um die Schultern legen.
  2. Haare abteilen: Bevor du mit dem Färben beginnst, solltest du deine Haare gut durchkämmen und sicherstellen, dass sie trocken sind. Am besten sind sie ein bis zwei Tage nicht gewaschen, damit keine Rückstände von Stylingprodukten wie Haarspray oder Haarpuder vorhanden sind, die das Eindringen der Farbe behindern könnten. Gleichzeitig bleibt so die natürliche Talgschicht der Kopfhaut erhalten, die vor Irritationen und allergischen Reaktionen schützen kann.

    Ziehe anschließend mit einem Stielkamm eine horizontale Linie von Ohr zu Ohr und stecke die obere Haarpartie am Oberkopf fest. Die unteren Haare bleiben offen, damit du die Farbe gleichmäßig und kontrolliert auftragen kannst. Trage an der Stirn etwas Hautschutzcreme oder eine fettigere Körpercreme auf, um die Haut dort vor Farbflecken zu schützen. Achte dabei darauf, die Creme nicht in die Haare, sondern nur auf die Haut zu geben.

  3. Farbe anmischen: Bereite die Farbe nach Gebrauchsanweisung des Herstellers zu und ziehe die Einmalhandschuhe an. Bei den meisten Haarfarben liegen sie der Packung bei.
  4. Farbe auftragen: Trage die Farbe nun mit einem (mitgelieferten) Haarfärbe-Pinsel auf. Das geht meist besser, weil Du die Haare nach oben weghalten kannst, um die Scheitel zu ziehen. Vertikale Scheitel sind da durchaus herausfordernder und ungenauer. Färbe Partie nach Partie. Hier ist Millimeterarbeit gefragt: Trage die Farbe wenige Millimeter über die Grenze zu den bereits colorierten Haaren auf, damit keine neue Linie entsteht. Ziehe die Farbe aber nicht weiter als nötig in die bereits gefärbten Längen, um diese nicht unnötig zu strapazieren.

    Am Ende sollte die ganze Kopfhaut voller Farbe sein. Wenn du die untere Partie fertig hast, löst du die Haarklammern und arbeitest dich genauso Scheitel für Scheitel vertikal durch die Haare am Oberkopf. Falls dir das alles zu tricky ist, kannst du auch eine*n Freund*in oder deine*n Parter*in um Hilfe bitten - gerade am Hinterkopf ist der präzise Farbauftrag manchmal schwieriger.

  5. Farbe einwirken lassen: Hast du alle Ansätze mit Farbe bedeckt, beginnt die vom Hersteller angegebene Einwirkzeit. Halte dich hier bitte genau an die Angaben und stelle dir dazu am besten einen Timer. In den letzten fünf Minuten der Einwirkzeit kannst du, wenn nötig, den Rest der Farbe auf alle Haare auftragen, um ein harmonisches Finish zu erzielen.

    Anschließend spülst du das Färbemittel gründlich mit lauwarmem, klarem Wasser aus.

  6. Pflegen: Nach der Färbe-Action brauchen deine Haare eine Extraportion Pflege. Verwende dazu - falls vorhanden - das beiliegende Pflege-Fluid oder eine Kur oder Spülung aus einer entsprechenden Farbschutz-Pflegeserie.

Wie finde ich die richtige Haarfarbe, um meinen Ansatz zu färben?

Ganz egal, ob du zum Haarefärben zuletzt bei deinem/deiner Friseur*in warst, oder ob du zu den passionierten DIY-Colorist*innen zählst - deinen Ansatz-Balken kannst du in jedem Fall selbst nachfärben. Das A und O für einen harmonischen Übergang zwischen Ansatz und colorierten Haaren ist das Finden der richtigen Farbnuance und des richtigen Färbemittels. Beides sollte genau dem entsprechen, mit dem der Rest der Haare gefärbt wurde.

Generell hast du die Wahl zwischen Coloration, Tönung und Intensivtönung.

Welches Färbemittel du letztendlich zum Färben deines Haaransatzes verwendest, hängt von der gewünschten Haarfarbe ab. Folgende Regeln können dir helfen, deine perfekte Ansatz-Farbe zu finden:

  • Falls die letzte Coloration ein*e Friseur*in vorgenommen hat, frag ihn/sie, welches Färbemittel er/sie verwendet hat.
  • Falls du deine Haare selbst gefärbt hast, benutzt du genau dieses Färbemittel auch für deinen Ansatz.
  • Bist du dir bei der Farbwahl unsicher, kannst du auch ein spezielles Ansatz-Set verwenden. Diese Formulierungen sind darauf ausgerichtet, einen harmonischen Übergang zwischen colorierten Haaren und neu gefärbtem Ansatz zu bringen.
  • Bei dunklen Naturhaaren, die du zwei bis drei Nuancen heller färben möchtest, ist eine Coloration sinnvoll. Denn sie hat die Power, die dunklen Pigmente aus den Haaren zu lösen.

Häufige Fehler beim Haarefärben und wie man sie vermeidet

Sich die Haare selber zu färben ist immer ein Experiment, wenn man keine gelernte Friseurin ist. Deshalb passieren dabei auch öfter mal Fehler:

  • Die richtige Haarfarbe finden: Sind deine Haare dunkelblond oder doch hellbraun? Für die meisten Frauen ist es schwierig, die eigene Haarfarbe zu definieren. Daher empfiehlt es sich, nicht nur die eigenen Haare mit der Farbe auf dem Färbemittel zu vergleichen, sondern auch den Friseur des Vertrauens mal ganz nebenbei, z.B. beim Haare schneiden, zu fragen, wie er deine Haarfarbe bezeichnen würde.
  • Zu wenig Färbemittel: Es passiert recht häufig, dass man sich mit der Menge des Färbemittels verschätzt. Merke: Ab schulterlangem Haar braucht man meistens zwei Packungen Färbemittel, damit die Farbe gleichmäßig aufgetragen werden kann.
  • Anleitung nicht genau gelesen: Auch wenn du dir schon zum gefühlt hundertsten Mal die Haare selbst färbst, gilt: Packungsbeilage genau lesen.

Tipps und Tricks für das Haarefärben zu Hause

Auch wenn Du schon ein Profi im DIY-Färben bist, verliert diese Step-by-Step Anleitung nie ihre Gültigkeit. Überlege genau, welche Haarfarbe zu Dir passt. Bist Du noch unsicher? Schau im Virtual Try-on oder im Color-Match-Verfahren wie Dir die unterschiedlichen Nuancen stehen. Die Auswahl ist riesig, deshalb lass Dir Zeit und prüfe genau, ob eine Haarfarbe auch zu Deinem Hauttyp und Deiner Augenfarbe passt.

  • Fettcreme auftragen: Erst die Fettcreme auf die Stirn direkt unter den Haaransatz auftragen. Auch die Ohren und den Nacken nicht vergessen. Die Creme verhindert dann ein Verfärben Deiner Haut.
  • Ansatz zuerst: Trage dann die Farbe zuerst am Ansatz auf, denn hier muss sie am längsten einwirken. Also immer vom Scheitel zur Spitze applizieren.
  • Pflege nach dem Färben: Da in allen Colorationen von Garnier intensive pflegende Inhaltsstoffe enthalten sind, brauchst Du die Haare mehrere Tage nach dem Färben nicht waschen. Das schont die beanspruchte Mähne und verlängert die Haltbarkeit der Coloration. Ab dem dritten Tag nach dem Färben eignet sich ein intensiv pflegendes Shampoo.

Bunte Haarfarben mit Haarspray färben

Bunte und verrückte Haarfarben sind auf Mottopartys und im Fasching angesagt. Mit farbigen Sprays können Sie Ihr Haar problemlos ein- und auch wieder entfärben. Ob Strähnen, Motive oder eine Komplettfärbung - wir zeigen Ihnen, wie Sie färbende Haarsprays am besten einsetzen.

Anwendung von farbigen Haarsprays

  • Strähnen färben: Setzen Sie sich eine Plastiktüte auf den Oberkopf. Schneiden Sie ein Loch an der Stelle hinein, an der Sie die Haarfarben auftragen möchten - am besten am Haaransatz. Dann ziehen Sie eine dicke Strähne heraus, um diese zu behandeln. Sprühen Sie die Haarfarbe direkt auf die Strähne und massieren Sie sie anschließend mit Handschuhen ein.
  • Aufhellen für dunkle Haare: Auf dunklen Haaren sind viele Haarsprays kaum wahrzunehmen. Sollte Ihre Wunschfarbe auf Ihrem dunklen Haar nicht zur Geltung kommen, hilft nur aufhellen. Tragen Sie auf die Strähne Blondiercreme oder spezielle Bleichmittel auf und massieren Sie das Mittel sorgfältig ein. Nach der vorgeschriebenen Einwirkzeit spülen Sie das Produkt aus.
  • Komplettfärbung: Um die Haare komplett zu färben, sind Gels oder Cremes besser geeignet. Es geht es aber auch mit Spray: Fassen Sie lange Haare am Oberkopf mit einem Gummi zu einem Pferdeschwanz zusammen, damit Sie beim Färben von unten nach oben arbeiten können. Ziehen Sie nacheinander dicke Strähnen aus dem Pferdeschwanz, um diese sorgfältig mit Spray benetzen zu können.

tags: #haarspray #haarfarben #anleitung

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