Wer kennt es nicht? Man möchte den neuen Pullover anziehen, aber sobald er auf der Haut liegt, klebt er an einem. Zieht man dann noch eine Mütze auf, stehen die Haare zu Berge. Elektrische Haare sind nicht nur lästig, sondern können auch das Styling erschweren. Doch was sind die Ursachen für dieses Phänomen und was kann man dagegen tun?
Die Ursache für elektrische Haare liegt in der Physik. Das Haar besteht aus mehreren Milliarden von neutral geladenen Atomen. Jedes Atom enthält Protonen, also positiv geladene Teilchen im Atomkern und genau so viele Elektronen, also negativ geladene Teilchen in der Atomhülle. Durch Reibung, beispielsweise beim Kämmen, An- und Ausziehen von Kleidung oder durch trockene Luft, kommt es zu einer Ladungsverschiebung. Dabei werden Elektronen von einem Material auf ein anderes übertragen. Die Haare nehmen zusätzliche Elektronen auf und laden sich so statisch auf. Da gleichnamige Ladungen sich abstoßen, stehen die Haare ab.
Das typische Experiment, um die Haare aufzuladen, ist das Reiben eines Luftballons am Haar. Dabei erzeugt man viele Kontaktstellen zwischen den Atomen des Ballons und denen der Haare, die dabei Elektronen aus der Atomhülle austauschen. Es gibt sogenannte Isolatoren, das sind Stoffe wie z.B. Gummi, aus dem Luftballons gemacht werden, die eine geringe elektrische Leitfähigkeit besitzen. Das bedeutet, dass der Ballon im Gegensatz zum Haar keine lose gebundenen Elektronen auf der Atomhülle hat und somit weniger Elektronen abgibt. Die Folge ist, dass die Atome des Haars weniger Elektronen enthalten als der Ballon. Zudem wandern die ausgetauschten Elektronen beim Trennen nicht gleich wieder zurück zu den Atomen, zu denen sie gehören. Das führt dazu, dass die Haare kurzzeitig mehr Protonen als Elektronen enthalten und positiv geladen sind.
Elektrisch geladene Atome nennt man Ionen. Weil sie alle dieselbe Ladung besitzen, stoßen sie sich ab - sie „fliegen“. Der Ballon ist negativ geladen, weil er die fehlenden Elektronen aus dem Haar aufgenommen hat und zieht die Haare zusätzlich an. Dieselbe Wirkung entsteht beim Kämmen der Haare oder beim Streifen eines Pullis über den Kopf.
Es gibt verschiedene Möglichkeiten, elektrische Haare zu verhindern oder zu reduzieren. Dabei geht es vor allem darum, die Haare mit Feuchtigkeit zu versorgen und die statische Aufladung zu minimieren.
Hier sind einige Produktempfehlungen, die bei elektrischen Haaren helfen können:
| Produkt | Beschreibung |
|---|---|
| Tame Wild Cream von Schwarzkopf | Spendet Feuchtigkeit und macht das Haar schwerer. |
| Schwarzkopf SILHOUETTE Super Hold Pumpspray | Flüssiges Haarspray für starken Halt. |
| Stielkamm aus Karbon | Leitfähiger Kamm, der die statische Aufladung reduziert. |
| Kérastase Nutritive Shampoo | Feuchtigkeitsspendendes Shampoo für trockenes Haar. |
| Dream Coat von Color Wow | Anti-Frizz-Spray, das die Haare vor Luftfeuchtigkeit schützt. |
Mit den richtigen Tipps und Produkten lassen sich elektrische Haare gut in den Griff bekommen. Wichtig ist, auf eine ausreichende Feuchtigkeitspflege zu achten und Materialien zu vermeiden, die die statische Aufladung begünstigen.
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