Für manche aufwendige Haarschnitte ist der Gang zum Friseur unausweichlich - andere lassen sich wiederum auch zu Hause ganz einfach in Eigenregie durchführen. Wenn du ein paar Regeln befolgst und die richtige Haarschneideschere zur Hand hast, kannst du dir auch die Haare kostengünstig selber schneiden. Mut zur Veränderung und eine Schere - das ist alles, was du für den Selfmade-Hairstyle brauchst... Oder? Fast! Ganz so einfach ist es natürlich nicht.
Es gibt einige Tipps und Kniffe, die du beachten solltest, damit du nach dem Haare selber schneiden nicht doch noch den Friseur aufsuchen musst. Im besten Fall steht dir eine tatkräftige Assistenz mit Fingerspitzengefühl zur Seite - vier Augen sehen schließlich mehr als zwei. Lade deine beste Freundin doch einfach zu einer Frisuren-Session mit Kaffee und Kuchen ein! Natürlich kannst du dein DIY-Projekt auch allein durchziehen. Doch gerade allein solltest du vor dem Haareschneiden die folgende Anleitung durchlesen.
Alle paar Monate steht eigentlich der Gang zum Friseur an. Kaputte Haarspitzen müssen getrimmt, der Pony mal wieder nachgeschnitten werden oder ein komplettes Make-over muss her.
Bevor du selbst Hand anlegst, solltest du dir in einem ersten Schritt überlegen: Welche Frisur möchtest du überhaupt am Ende haben? Blindlings drauf loszuschneiden ist nur in den seltensten Fällen eine gute Idee. Willst du lediglich deine Spitzen trimmen, soll ein Stufen- oder Pagenschnitt her oder strebst du eine Komplettveränderung in Form eines Pixie-Cuts oder raspelkurzen Buzzcuts an? In allen Fällen schadet es nicht, vor dem Haare selber schneiden ein paar Frisurenbilder zu studieren.
Es hilft ungemein, eine Vorlage parat zu haben, an der du dich beim Haare selber schneiden orientieren kannst - gerade, wenn du eigentlich kein Profi an der Haarschneideschere bist. Aufgepasst: Sollte deine Frisurenwahl auf einen komplizierten Hairstyle fallen, der deinem jetzigen nicht im Mindesten ähnelt, konsultiere doch lieber einen Profi oder zumindest einen Freund mit Haarschneideerfahrung, als dir die Haare selber zu schneiden und eventuell einen Frisuren-Fail zu produzieren.
Mit fiesen Ecken und Kanten sehen nämlich selbst frecher Pixie, hipper Longbob und cooler Undercut alles andere als stylisch aus. Beim Spitzenschneiden und Pony nachbessern kannst du aber auf Hilfe verzichten. Das bekommst du auch alleine hin!
Nachdem du dir eine genaue Vorstellung von deiner neuen Frisur gemacht hast, brauchst du nur noch das richtige Equipment und schon steht dem Haare selber schneiden nichts mehr im Weg. Besorge dir deshalb folgende Sachen:
Zur Schere ein extra Hinweis: Finger weg von Nagel-, Haushalts- oder Schneiderscheren! Diese sind meist zu stumpf und deshalb absolut ungeeignet, um deine Haare ordentlich zu schneiden. Sie schneiden die Spitzen nämlich nicht ab, sondern biegen und drücken sie nur zusammen, wodurch Spliss und Haarbruch entsteht. Bei ausgefallenen Frisurwünschen wie Under- oder Sidecut solltest du statt zur Schere lieber zu einem elektrischen Rasierapparat greifen. Dank genauer Voreinstellung kann dieser dir deine Haare akkurat auf wenige Millimeter trimmen.
Ganz grundlegend kannst du jetzt erst mal entscheiden, ob du deine Haare feucht oder trocken schneiden willst. Die einen Friseure empfehlen die eine, die anderen die andere Variante. Für das Spitzenschneiden eignet sich ein Nassschnitt besser. Die Enden lassen sich präziser schneiden, wenn die Längen mit ein paar Sprühstößen aus der Flasche etwas angefeuchtet und gerade heruntergekämmt sind. Sie sollten allerdings auch nicht klatschnass sein, also am besten ein gutes Mittelding finden. Jetzt kannst du dich zwischen folgenden drei Methoden entscheiden, mit denen du die Haare selber schneiden kannst.
Die Zwirbel-Methode eignet sich besonders für splissige Spitzen, weshalb sie auch Splissschnitt genannt wird.
So geht's:
Binde dein angefeuchtetes Haar zu einem Pferdeschwanz am Hinterkopf zusammen. Anstatt eines Haargummis benutzt du gleich mehrere, um deine Haare in die richtige Position zum Spitzenschneiden zu bringen.
In Zentimeterabständen bindest du dir so viele Haargummis wie nötig in den Zopf, bis am unteren Ende nur noch so viel übrig bleibt, wie weggeschnitten werden soll. Nun drückst du das Zopfende platt und machst einen geraden Schnitt mit der Haarschere.
Unser Gefühl trügt uns selten - das gilt auch beim Haareschneiden. Diese Methode eignet sich nur für sehr langes Haar, da du die Spitzen sehen musst, um sie nach Augenmaß zu schneiden.
So geht's:
Für den Pony gelten - wie so oft beim Hairstyling - andere Regeln. Deinen Pony schneidest du am besten im trockenen, ungeglätteten (!) Zustand und nicht unmittelbar nach der Haarwäsche, damit er möglichst natürlich fällt.
So geht's:
Unser Tipp: Eine spezielle Fransenschere, auch Effilierschere genannt, macht das Ponyschneiden leichter, weil kleine Ecken und Kanten beim Fransenlook erwünscht sind.
Beim Haare selber schneiden solltest du, zusammengefasst, diese No-Gos vermeiden:
Mit ein wenig Übung und einem Haargummi gelingt Ihnen der Bob-Klassiker Zuhause:
Soll Ihr Bob möglichst gerade sein, nehmen Sie einen Tütenclip zur Hand. Diese Methode eignet sich hervorragend, wenn Sie sich selbst eine neue Bobfrisur verpassen möchten.
Hinweis: Eine professionelle Frisur gelingt meist nur einem Friseur oder einer Friseurin perfekt. Wagen Sie sich selbst ans Haareschneiden, sollten Sie keine zu hohen Erwartungen an das Ergebnis haben.
Das Schneiden einer Bob Frisur ist eine grundlegende Fertigkeit im Bereich Friseurhandwerk. Du lernst hier die Techniken und wichtigsten Grundlagen kennen.
Die Bob Frisur ist eine vielseitige und zeitlose Frisur. Beim Schneiden eines Bobs gibt es einige grundlegende Techniken, die Du beherrschen solltest:
Bob Frisur: Eine Kurzhaarfrisur, die meist auf Kinn- oder Schulterlänge geschnitten wird.
Tipp: Achte darauf, dass Dein Kamm und Deine Scheren immer sauber und in gutem Zustand sind.
Folge diesen Schritten, um eine perfekte Bob Frisur zu schneiden:
Wenn Du eine Ausbildung im Friseurhandwerk machst, ist das Schneiden einer Bob Frisur eine wichtige Fähigkeit, die Du beherrschen solltest. Hier erlernst Du die Techniken und Schnittmuster, die speziell für diese zeitlose Frisur notwendig sind.
Das Erlernen der Bob Frisur Schnittechnik umfasst grundlegende Schritte, die sorgfältig beachtet werden sollten:
Textur: Durch Verdünnungstechniken wird das Haar leichter und beweglicher gemacht, was für einen natürlicheren Look sorgt.
Tipp: Halte Deine Scheren und Kämme immer sauber und in gutem Zustand, um präzise Arbeiten zu gewährleisten.
Das Verstehen und Anwenden der verschiedenen Schnittmuster ist entscheidend, um eine Bob Frisur erfolgreich zu schneiden. Zu den gängigsten Schnittmustern gehören:
Das Schneiden einer Bob Frisur Zuhause kann eine Herausforderung sein, ist aber mit den richtigen Tipps und Tricks durchaus machbar. Lies weiter, um alles zu erfahren, was Du für einen erfolgreichen Haarschnitt benötigst.
Eine gründliche Vorbereitung ist der Schlüssel zu einem gelungenen Bob Haarschnitt. Du solltest einige wichtige Dinge beachten:
Grundlinie: Die erste Linie, an der Du das Schneiden beginnst, normalerweise am Nacken.
Tipp: Verwende einen feuchten Kamm, um das Haar besser zu kontrollieren und gleichmäßige Schnitte zu erzielen.
Nun, da Du vorbereitet bist, ist es Zeit, die eigentlichen Schneidetechniken anzuwenden. Hier sind einige praktische Tipps:
Tipp: Wenn Du Dir unsicher bist, schneide lieber etwas weniger ab und passe die Länge nach und nach an.
Das Beherrschen verschiedener Schneidetechniken ist entscheidend für erfolgreiche Ergebnisse beim Schneiden eines Bobs. Im Folgenden werden die wichtigsten Techniken vertieft erklärt.
Für Auszubildende im Friseurhandwerk ist es wichtig, verschiedene Schneidetechniken zu kennen, um einen perfekten Bob zu schaffen. Hier sind einige gängige Methoden:
Point Cut: Eine Technik, bei der die Scheren senkrecht zum Haaransatz gehalten werden, um das Haar in Punktform zu schneiden und so Textur zu schaffen.
Tipp: Übe die verschiedenen Schneidetechniken an Puppenköpfen oder Modellen, bevor Du sie an Kunden anwendest.
Präzision ist beim Schneiden einer Bob Frisur unerlässlich. Durch regelmäßige Übung kannst Du Deine Fähigkeiten verfeinern und einen einzigartigen Stil entwickeln.
Tipp: Achte darauf, Deine Scheren regelmäßig zu ölen und zu schärfen, um saubere Schnitte zu gewährleisten.
Wasche Deinen Bob regelmäßig mit einem feuchtigkeitsspendenden Shampoo und benutze eine gute Spülung. Verwende Hitzeschutzmittel vor dem Föhnen und Glätten. Trimme die Spitzen alle 6-8 Wochen, um die Form zu erhalten.
Es gibt verschiedene Bob Frisuren, darunter der klassische Bob, der Long Bob (Lob), der kurze Bob, der gestufte Bob und der A-Linien Bob.
Ja, Du kannst Deinen Bob Haarschnitt selbst schneiden, aber es erfordert Geschick und Vorsicht. Es ist ratsam, sich Tutorials anzusehen und scharfe Scheren zu verwenden.
Der Bob - in seinen unzähligen Formen - ist gerade absolut überall. Tatsächlich haben genau deswegen auch diverse Magazine das Jahr 2023 zum „Jahr des Bobs“ gekürt. Zendaya trägt einen (hi, hair goals), genauso wie Hailey Bieber. Kein Wunder also, dass es ihnen viele direkt gleichgetan haben. Bisher machen deswegen online unter anderem der „Italian Bob“, der „Boyfriend Bob“ und der „Preppy bob“ die Runde.
Aber was steckt hinter dem aktuellsten Trend, dem „Choppy Bob“? „Choppy“ bedeutet so viel wie „abgehackt“ und verrät bereits einiges über den Style: Die Frisur lebt von ihrer Textur und ihrem Schwung und sieht weniger „ordentlich“ aus als andere Bob-Arten. „Du siehst damit nicht so ‚zurechtgemacht‘ aus“, erklärt auch der Londoner Hairstylist Ryan Wilkes. „Der Style wird eher grob geschnitten“, ergänzt er. Das heißt: keine Millimeterarbeit beim Schneiden der Spitzen; die sind hier eher luftiger und haben mehr Volumen. Wenn ich an den Choppy Bob denke, der auf Google aktuell immer häufiger gesucht wird, fällt mir dabei direkt die Queen der mühelosen Coolness ein: Alexa Chung.
Wilkes ist kein Fan davon, sich beim Schneiden des Choppy Bobs an zu viele Regeln zu halten. „Ich will eine Frisur erschaffen, die du easy waschen kannst, ohne sie jeden Tag stylen zu müssen“, erklärt er mir bei meinem Termin. Laut Wilkes sollten Friseur:innen den Choppy Bob an die Gesichtsform und Haartextur der jeweiligen Kund:innen anpassen. Dieser Bob ist zum Glück sehr vielseitig und kann so geschnitten werden, dass er wirklich jedem und jeder steht - sieh dir bloß mal die verschiedenen Beispiele von Kiyotaka Tsutsumi, Philip Johnson Salon und Amy Julliette Lefévre an.
Der Choppy Bob ist auch super, wenn du natürlich gewellte oder lockige Haare hast und deine Haarstruktur betonen möchtest, ohne dafür viel Zeit ins Styling oder Geld für Produkte investieren zu müssen. Nachdem er meine Haare also drastisch gekürzt hat, arbeitet er sich durch mit einer Effilierschere durch meine Spitzen, um sie auszudünnen und ihnen an Gewicht zu nehmen. Dadurch wirkt der Schnitt nicht so klobig, erklärt er, und gleichzeitig verleiht es dem Style mehr Textur. Trotz der „abgehackten“ Natur dieses Bobs verzichtet Wilkes darauf, mir irgendwelche Stufen zu schneiden, und setzt stattdessen darauf, den Bob mit einer vertikal gehaltenen Schere in Form zu bringen.
| Bob-Typ | Beschreibung | Geeignet für |
|---|---|---|
| Klassischer Bob | Gleichmäßige Länge, meist kinnlang | Viele Gesichtsformen |
| Long Bob (Lob) | Reicht bis zum Schlüsselbein | Runde Gesichter |
| A-Linien Bob | Vorne länger als hinten | Eckige Gesichter |
| Choppy Bob | Abgehackte, texturierte Spitzen | Gewellte oder lockige Haare |
tags: #haare #bob #schneiden #anleitung
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