Mitesser auf der Nase: Ursachen, Behandlung und Vorbeugung

Sie sind klein, aber oft sehr lästig: Mitesser auf der Nase, Stirn oder am Kinn. Diese kleinen Pünktchen können besonders dann unansehnlich werden, wenn sie falsch ausgedrückt werden und sich in entzündete Pickel verwandeln. Dieser Artikel beleuchtet die Ursachen von Mitessern, gibt Tipps zur richtigen Behandlung und zeigt, wie man ihrer Entstehung vorbeugen kann.

Was sind Mitesser?

Jeder Mensch hat sie: kleine, oft dunkle Pünktchen im Gesicht, die sich besonders in der T-Zone (Stirn, Nase und Kinn) wohlfühlen. Dabei handelt es sich um Mitesser, die im medizinischen Bereich auch als "Komedonen" bezeichnet werden.

Wie sehen Mitesser aus?

Man unterscheidet zwischen offenen und geschlossenen Mitessern:

  • Offene Mitesser (Blackheads): Diese Komedonen sind zur Hautoberfläche hin offen und haben meist einen schwarz gefärbten Kopf. Die dunkle Färbung entsteht durch den Hautfarbstoff Melanin, der sich mit dem Sauerstoff der Luft verbindet.
  • Geschlossene Mitesser (Whiteheads): Diese Komedonen sind etwa 1 Millimeter groß, halbkugelig und verschlossen. Sie liegen tief unter der Hautoberfläche und sind weißlich bis hellgelb gefärbt.

Die Köpfchen der Blackheads sind nicht aufgrund mangelnder Hygiene und Schmutzrückständen schwarz verfärbt.

Übrigens: Im Mittelalter hielten Ärzte offene Mitesser für kleine Würmer, die sich in der Haut befinden und sich von ihr ernähren - daher der Name Mitesser.

Wie und warum entstehen Mitesser?

Eigentlich ist der Hauttalg unglaublich wichtig für gesunde, schöne Haut, da er sie geschmeidig hält, antibakteriell und antifungal wirkt und gleichzeitig wie ein Schutzschild gegen schädliche Umwelteinflüsse fungiert. Wird jedoch zu viel Hauttalg gebildet, vermischt sich dieser mit Hautschüppchen und Bakterien in der Pore und verstopft diese.

Es bildet sich ein winziger Pfropfen aus Talg, Hornzellen, Haarresten und Bakterien, der den Ausgang des Follikelkanals verstopft. Der Talgstau führt zu einem weißen Propf. Durch Oxidation entsteht der ungeliebte schwarze Punkt.

Welche Faktoren beeinflussen die Talgproduktion? Eine vermehrte Talgproduktion kann viele Ursachen haben.

  • Hormonelle Veränderungen (z.B. Pubertät, Menstruationszyklus)
  • Genetische Veranlagung
  • Falsche Hautpflege
  • Ernährung
  • Stress

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Männer neigen wegen der männlichen Geschlechtshormone, wie Testosteron, vermehrt zu Mitessern und Pickeln. Bei Frauen dagegen wirkt das weibliche Geschlechtshormon Östrogen wie eine Art Gegenspieler.

Wie kann ich Mitesser entfernen?

Im Gegensatz zu Pickeln sind Mitesser zwar weder schmerzhaft noch sind sie mit Eiter gefüllt, treten dafür aber meist in ganzen „Rudeln“ auf und lassen sich nur schwer abdecken.

Soll man Mitesser selbst ausdrücken - ja oder nein? Die Frage aller Fragen beantworten wir von Garnier mit einem ganz klaren Nein. Wenn es doch unbedingt sein muss, dann wenigstens richtig. Und auf keinen Fall mit den Fingernägeln.

Gesichtspflege-Routine: So hältst Du Mitesser im Schach!

Wenn du Deine Mitesser bekämpfen willst, solltest Du daher auf eine tägliche Anti-Mitesser-Routine setzen, die gleichzeitig auf die Bedürfnisse Deines individuellen Hauttyps abgestimmt ist.

  1. Reinigung: Reinige morgens und abends Deine Haut von überschüssigem Talg, Ablagerungen, Make-up-Resten und Schmutz.
  2. Peeling: Gesichtspeelings sind eine gute Möglichkeit, um abgestorbene Hautschuppen von der Haut zu entfernen. Zweimal pro Woche kannst du beispielsweise ein sanftes chemisches Peeling mit Salicylsäure verwenden, um die Haut erstrahlen zu lassen. Achtung: Wenn Du andere Produkte nutzt, die stark alkoholhaltig sind oder grobe Peelings enthalten, können diese den natürlichen Schutzmantel Deiner Haut angreifen.
  3. Serum: Im nächsten Schritt kommt das Serum gegen Mitesser zum Einsatz - idealerweise mit talgregulierenden, mattierenden oder antibakteriellen Inhaltsstoffen.
  4. Feuchtigkeitspflege: Deine Gesichtscreme gegen Mitesser sollte vor allem eins können: Intensive Feuchtigkeit spenden und schnell einziehen, ohne dabei einen Fettfilm auf der Haut zu hinterlassen.
  5. Gesichtsmaske: Ideal sind klärende, absorbierende Masken mit Aktivkohle, Heilerde oder Tonerde, die überschüssigen Talg aus Deiner Haut ziehen und sie tiefenwirksam reinigen.

Grundregel: Ob Hautpflege oder Make-up - achte immer darauf, dass Deine Produkte nicht-komedogen sind.

Wirkstoffe gegen Mitesser

Deine Produkte gegen Mitesser sollten einerseits antibakteriell wirken, andererseits Deine Haut mit Feuchtigkeit versorgen, um sie vor dem Dehydrieren zu schützen.

  • Alphahydroxysäuren (AHA): Wirken wie ein leichtes Peeling.
  • Niacinamid (Vitamin B3): Wirkt entzündungshemmend, antibakteriell und reinigend und mildert die Talgproduktion.
  • Aloe Vera: Ist ein natürlicher Moisturizer, antioxidativ und antibakteriell.

Hausmittel gegen Mitesser

Auch mit natürlichen Hausmitteln lassen sich Mitesser bekämpfen:

  • Heilerde: Mische einige Löffel Heilerde mit etwas Wasser, bis eine dickflüssige, homogene Paste entsteht.
  • Gesichts-Dampfbäder: Fülle einen großen Kochtopf mit ausreichend kochendem Wasser, setze Dich mit dem Gesicht direkt über den Topf und lege ein Handtuch über, damit der heiße Dampf nicht entweichen kann.
  • Teebaumöl: Ist aufgrund seiner entzündungshemmenden Wirkung sehr gut geeignet - allerdings nicht bei sensibler oder trockener Haut.
  • Honig: Wirkt antibakteriell und hilft, die Talgproduktion zu regulieren.

Während Du mit Heilerde, entspannenden Dampfbädern oder Honig nichts falsch machen kannst, ist bei Anti-Mitesser-Hacks mit Zahnpasta oder Backpulver Vorsicht geboten.

Professionelle Behandlungen gegen Mitesser

Stattdessen kannst Du Deine Haut ein- bis zweimal monatlich professionell bei der Kosmetikerin verwöhnen lassen.

  • Ausreinigung: Die Kosmetikerin behandelt Deine Haut zuerst mit Dampf oder heißen Kompressen, damit sich die Poren öffnen. Nachdem sie Mitesser und Pickel mit Hilfe von sterilen Werkzeugen entfernt, folgen klärende Seren oder eine beruhigende Pflegemaske.
  • Chemische Peelings: Die Kosmetikerin arbeitet mit chemischen Peelings gegen Mitesser, die höher konzentriert sind und somit viel tiefer in Deine Haut eindringen können.
  • Hydrafacial: Eine porentiefe Reinigung, bei der gleichzeitig auf Deinen Hauttyp abgestimmte Wirkstoffe eingeschleust werden. Das Gerät saugt Talgablagerungen, Mitesser und andere Unreinheiten aus den Poren heraus und versorgt Deine Haut im nächsten Schritt per „Dermalinfusion“ mit intensiv pflegenden Seren.

Wie kannst Du Mitessern vorbeugen?

Nun kennst Du jede Menge Tricks und Kniffe, um Mitesser zu entfernen und der Entstehung neuer Pünktchen vorzubeugen. Im Mittelpunkt sollte die Skincare gegen Mitesser stehen - talgregulierende, entzündungshemmende Wirkstoffe, wie BHA, AHA, Aktivkohle oder Niacinamid sind absolute Anti-Mitesser-Helden.

  • Hygiene: Sowohl auf Deinen Make-up-Pinseln und Schwämmchen, als auch auf Deinem Smartphone-Display, Handtüchern und Kissenbezügen tummeln sich schnell allerlei Bakterien.
  • Hautpflege: Übermäßige Pflege, zu häufige Peelings und dicke Schichten von Make-up können Deiner Hautschutzbarriere ganz schön zusetzen. Das wiederum kurbelt die Talgproduktion an.
  • Ernährung: Mit einer ausgewogenen Ernährung kannst Du Deinen Teint zum Strahlen bringen und Mitessern vorbeugen.
  • Lebensstil: Verzichte möglichst auf Alkohol- und Nikotinkonsum, da beides zu einer schlechteren Durchblutung führt und die Sauerstoff-Versorgung der Haut herunterschraubt.

Zusammenfassung

Mitesser sind ein häufiges Hautproblem, das durch verstopfte Poren entsteht. Eine sorgfältige Hautpflege, die auf die individuellen Bedürfnisse abgestimmt ist, kann helfen, Mitesser zu entfernen und ihrer Entstehung vorzubeugen. Hausmittel und professionelle Behandlungen können die Haut zusätzlich unterstützen. Wichtig ist, Mitesser nicht unsachgemäß auszudrücken, um Entzündungen und Narben zu vermeiden.

Behandlungsmethode Beschreibung Vorteile Nachteile
Tägliche Reinigung Reinigung der Haut morgens und abends mit milden Produkten. Entfernt überschüssigen Talg und Schmutz. Kann bei zu häufiger Anwendung die Haut austrocknen.
Chemische Peelings Regelmäßige Anwendung von Peelings mit Salicylsäure oder AHA. Entfernt abgestorbene Hautzellen und öffnet die Poren. Kann bei empfindlicher Haut Reizungen verursachen.
Gesichtsmasken Anwendung von Masken mit Aktivkohle, Heilerde oder Tonerde. Tiefenreinigung der Haut und Reduktion von Talg. Nicht für jeden Hauttyp geeignet.
Hausmittel Verwendung von Heilerde, Dampfbädern, Teebaumöl oder Honig. Natürliche und kostengünstige Alternative. Wirksamkeit kann variieren.
Professionelle Ausreinigung Entfernung von Mitessern durch eine Kosmetikerin. Sichere und effektive Entfernung. Höhere Kosten.

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