Anleitung: Haare auf 6mm rasieren

Kurze Haare sind etwas Wunderschönes, würden sie doch nur nicht so schnell nachwachsen. Um stets in Form zu bleiben, müssen sie alle paar Wochen nachgeschnitten werden. Der ständige Besuch im Friseursalon kann auf Dauer allerdings ganz schön ins Geld gehen. Ein Dilemma, das viele kennen und für das wir eine wunderbare Lösung haben: Werde zu deinem eigenen Friseur oder der Friseurin deines Freundes.

Mit einer Extra-Portion Fingerspitzengefühl, hoher Genauigkeit und vor allem viel Geduld, kann die Idee, Männern die Haare zu schneiden, zu einer perfekten Lösung werden. Mit professionellem Werkzeug, den richtigen Techniken und ein paar wichtigen Tipps vom Profi, kannst du tolle Frisuren kreieren.

Ein wichtiger Hinweis jedoch gleich vorweg: Vom Haare selbst schneiden, rät dir eigentlich jeder Profi - wie auch ich selbst als gelernter Friseur - ab, denn wenn die Haare erst einmal ab sind, dann sind sie ab. Aber sie wachsen ja bei Kurzhaarfrisuren zum Glück schneller wieder nach. Nicht wahr?

Haare selber rasieren | #buzzcut | Fade mit Gummiband & Barttrimmer halb verkac** – GREY YOUNG

Das richtige Werkzeug

Neben Handfeger und Kehrblech oder einem Staubsauger, um die geschnittenen Haare nicht in deiner gesamten Wohnung zu verteilen, benötigt man folgendes Profi-Werkzeug um Männern einen Kurzhaarschnitt zu schneiden:

  • Haarschneidemaschine* (mit Aufsätzen in unterschiedlichen Längen)
  • Haarschneidekamm* (mit zwei unterschiedlichen Kämmstärken - grob und fein)
  • Haar-Clips* (zum Abteilen von Haar-Partien oder für längeres Deckhaar)
  • Frisierumhang* (damit die abgeschnittenen Haare nicht überall piksen), alternativ kannst du hier auch ein dünnes Handtuch nehmen
  • Effilierschere* (falls du die Haare nach dem Schneiden ausdünnen willst)

Auch wenn du bereits erprobt bist im Haare selber schneiden, weil du dir mit einer Haarschneideschere (bitte niemals, aber wirklich niemals Bastel- oder Nagelscheren verwenden) den Pony oder ganze Frisuren selbst geschnitten hast, solltest du bei Kurzhaarfrisuren unbedingt zur Haarschneidemaschine greifen. Es erleichtert dir die Arbeit ungemein und führt zu schönen Ergebnissen.

Das richtige Werkzeug ist wichtiger als du denkst. Denn am Ende wird der Haarschnitt nur maximal so gut, wie die Haarschneidemaschine, die du dafür verwendest. Es wird sich also mehr als lohnen, das vom deinen ausfallenden Friseurbesuchen gesparte Geld, direkt in einen Profi-Haarschneider zu investieren.

Schritt-für-Schritt-Anleitung: Haare schneiden mit der Haarschneidemaschine

Für den Haarschnitt selbst gibt es eine wichtige Grundregel, die du unbedingt im Hinterkopf haben solltest: Je kürzer die Haare und je weniger Übergänge die Frisur hat, desto einfacher ist das Haare selber schneiden. Wir erklären dir in unserer Anleitung für einen Herrenhaarschnitt (als auch Fassonschnitt bekannt) Schritt für Schritt, wie du zu einem tollen Ergebnis gelangst.

Das sind die wichtigsten Schritte fürs Haare selber schneiden bei deinem Mann, Freund, Kind, Mitbewohner & Co.:

  1. Der Nacken

    Tipp vorweg: Achte darauf, dass der Kopf stets gerade gehalten wird. Beim Haare selber schneiden solltest du am Besten im Nacken beginnen. Welche Länge soll das Ergebnis haben? Für einen klassischen Kurzhaarschnitt gilt es, den Nacken schön kurz zu gestalten. Am besten stellst du deine Haarschneidemaschine also auf 6mm oder 9mm ein. Einmal richtig eingestellt, kannst du damit beginnen, den Nacken auszurasieren. Wichtig: Die Haare werden immer gegen ihre Wuchsrichtung gekürzt, also ziehst du den Haar-Trimmer von unten nach oben durch die Haare. Beim Nachobenziehen hebst du die Maschine in einer leichten Bewegung aus den Haaren heraus in deine Richtung. Arbeite dich bis über den Atlasknochen, dieser markiert seine Stopplinie.

    Kleiner Tipp: Die Haarschneidemaschine verrät dir mit ihrem „Sound“, ob du noch Haare abschneidest oder die Partie bereits gekürzt ist.

  2. Die Seiten

    Hier gilt: Klapp den oberen Ohrmuschelrand immer mit der nicht schneidenden Hand ein wenig nach unten, oder bitte deinen Freund, dass er es mit den Fingern gedrückt hält. So geht ihr der Gefahr aus dem Weg, in das Ohr zu schneiden, bzw. zu rasieren.

    Einige dich auch hier zuvor auf einen Maschinenaufsatz mit der gewünschten Millimetereinstellung. Setz die Maschine ähnlich wie im Nacken nun auch an den Seiten an und arbeite dich sowohl von Gesichtskontur zu Gesichtskontur als auch von unten nach oben. Deine Stopplinie ist die sogenannte Hutlinie, sie markiert die weiteste Stelle des Kopfes. So garantierst du eine ausgeglichene Kopfform und eine schöne Frisuren-Silhouette.

  3. Deckhaar schneiden

    Hier ist das Haar typischerweise am längsten. Darum solltest du den größtmöglichen Aufsatz deiner Haarschneidemaschine wählen und das Deckhaar anschließend kürzen, fertig! Sollte das Deckhaar länger sein, kannst du hier zur Haarschneideschere greifen.

    Hierbei arbeitest du dich von der hinteren Kopfrundung nach vorne zur Stirn und kürzt dabei das Haar um die gewünschte Länge. Fang mit weniger Zentimetern an und schneide lieber noch einmal nach, wenn es zu lang sein sollte. Wichtig beim Haare selber schneiden mit der Schere ist, dass du die zuvor geschnittene Haarpartie mit in die neue noch ungeschnittene aufnimmst. Sie wird so zu deine sogenannten Führungslinie und zeigt dir an, wie weit du das Haar kürzen darfst. Ein Schritt, den du natürlich auch mit dem Haartrimmer machen kannst, den du an Stelle der Schere über den Kamm führst.

    Dickes oder lockiges Haar kannst du mit einer Effilier- oder Modellierschere noch zusätzlich ausdünnen.

  4. Übergänge vom Konturen- und Nackenbereich

    Da die meisten Haarschnitte aus mehr als eine Haarlänge bestehen, geht es nun darum, einen fließenden Übergang von dem Konturen- und Nackenbereich zum Deckhaar zu schaffen. Da kommt die Frage auf, wie man Haare mit einem Übergang schneidet. Es ist einer der kniffligsten Schritte, der anfänglich auch jedem Friseur-Auszubildenden mit größter Wahrscheinlichkeit den letzten Nerv raubt (Ich spreche da aus eigener Erfahrung). Aber keine Sorge, das wird klappen.

    Sollte es dein Mann, Freund oder Kind mögen, ist die einfachste Version ein harter Cut zwischen Seiten- und Deckhaar. Ein Haarschnitt, der vielen steht und einfach wieder nachgeschnitten werden kann.

    Entscheidest du dich für weiche Übergänge, verläuft dieser Schritt ähnlich wie der Nacken. Auch hier hebst du die Haarschneidemaschine nach und nach etwas mehr an und ziehst sie dabei aus den Haaren heraus. Alternativ kürzt du zuerst eine untere Stelle mit einem kleineren Aufsatz. Danach wählst du einen größeren Aufsatz und lässt zwischen der ersten und zweiten Haarpartie Platz für eine dritte. Nachdem du die längeren Haare nun auch etwas gekürzt hast, kannst du die ausgelassenen Stellen zwischen den beiden Haarpartien an die obere und untere anpassen. Klingt kompliziert, ist aber eigentlich ganz einfach.

    Tipp: Arbeite vorsichtig, langsam und geduldig, so erhältst du das beste Ergebnis.

  5. Konturen & Nacken rasieren

    Ganz zum Schluss widmest du dich den Feinheiten deines Haarschnittes: Den Konturen und dem Nacken. Damit diese frei von kleinen Härchen sind und eine schöne saubere Linie ergeben, greifst du hier am Besten zu einer Konturenmaschine. Alternativ kannst du selbstverständlich auch deine Haarschneidemaschine ohne Aufsatz hierfür einsetzen. Am Haaransatz und den Seiten des Nackens kannst du die Maschine angewinkelt direkt mit ihren Klingen ansetzen und nur an dieser Stelle kurz halten. Mit dem sogenannten Abstecken arbeitest du dich in einer schönen Linie bis zu den Ohren hoch. Um hier kein Dreieck oder Zick-Zack-Muster zu kreieren (außer es ist gewünscht), musst du die Maschine seitlich halten und einen Bogen zu den Koteletten zeichnen. Diese kannst du im Anschluss ebenfalls auf gleiche „Höhe“ bringen.

Fade Haarschnitte

Der Fade-Haarschnitt oder umgangssprachlich "Seiten auf 0" ist seit langer Zeit eine der beliebtesten Männerfrisuren. Ein Grund dafür ist die Vielseitigkeit, die ein solcher Fade bietet. Denn es gibt extrem viele Möglichkeiten, diesen Schnitt zu individualisieren und zu kombinieren: Angefangen von der Länge bis hin zur Art und Weise, wie du dein Haupthaar stylen möchtest

Bei einem Fade-Haarschnitt wird das Haar an den Seiten und am Hinterkopf, angefangen von oben nach unten, immer kürzer geschnitten. Dabei wird in der Regel eine Haarschneidemaschine (engl. Clipper, z.B.

Um sicherzustellen, damit dein Fade immer fresh aussieht, müsstest du alle 2-4 Wochen einen Besuch bei deinem Barber des Vertrauens einplanen.

Da sich die Barber-Branche ständig verändert und an neue Stiltrends anpasst, kann es schwierig sein, mit all den verschiedenen Fade-Typen, die man sieht, Schritt zu halten. Aber es gibt nur sieben Grundtypen von Fades, die all diesen modernen, trendigen Styles zugrunde liegen. Sie können bei verschiednen Haardicken getragen werden,

  1. High Fade: Ein High Fade ist ein moderner Fade, der weiter oben auf dem Kopf an den Schläfen beginnt und nicht in der Mitte über den Ohren. Die Haare an den Seiten und am Hinterkopf sind in der Regel sehr kurz, manchmal sogar bis auf die Haut rasiert (ein sogenannter Skin Fade, den wir ebenfalls weiter unten ansprechen).
  2. Medium (oder Mid) Fades: Medium (oder Mid) Fades beginnen tiefer als hohen Fades, in der Regel auf halber Höhe über den Ohren. Bei diesem Klassiker werden die kürzeren Haarpartien weiter nach unten verlegt, was für einen perfekt ausgewogenen Look sorgt.
  3. Low Fades: Während hohe Fades um die Schläfen herum beginnen und mittlere Fades in der Mitte über den Ohren beginnen, haben niedrige Fades eine niedrigere Fade-Linie, ungefähr auf der Höhe der Ohren. Low Fades können bei jedem Haartyp und jeder Haarstruktur getragen werden.
  4. Drop Fades: Drop Fades können weit oben, in der Mitte oder weiter unten am Kopf beginnen, aber sie haben alle eines gemeinsam: Die Fade-Linie am Hinterkopf wird niedriger angesetzt als an den Seiten. Das Ergebnis ist eine "Senkung" in der Fade-Linie, daher der Name "Drop Fade". Es gibt viele verschiedene Looks, die man mit Drop Fades erzielen kann.
  5. Skin Fades: Skin Fades werden oft auch als "Zero Fades", "Bald Fades" oder hierzulande als "Seiten auf 0" bezeichnet. Skin Fades können jede Art von Fade sein, aber sie haben alle eines gemeinsam: Das Haar wird an der kürzesten Stelle des Fades auf der Haut abrasiert = Länge 0mm. Wenn du einen kontrastreichen Look ausprobieren möchtest, solltest du dich für einen Skin Fade entscheiden. Die oben aufgezeigten Beispiele zeigen alle einen Skinfade, da hier bis auf die Haut herunter rasiert wird.
  6. Taper: Ein Taper hat das gleiche Ziel wie ein Fade: Einen nahtlosen Übergang von kurzem hin zu langem Haar zu erzielen.
  7. Burst Fades: Burst Fades nehmen die Form eines Halbkreises an, der das Ohr umgibt. Die Überblendlinie nutzt das Ohr als Mittelpunkt und bewegt sich kreisförmig darum herum. Sie ähneln den Drop Fades, weil die Fade-Linie am Hinterkopf abzufallen scheint.

Nachdem du die grundlegenden Fade-Typen kennengelernt hast, stellt sich die Frage, welcher der beste Look für dich ist. Im folgenden findest du ein paar Tipps, um den Fade-Haarschnitt zu finden, der dir am besten steht.

  • High Fades eignen sich am besten für Männer mit runden oder eckigen Gesichtsformen, vor allem, wenn du den Fade mit längerem Haar on top kombinierst. Den High Fade solltest du eher meiden, wenn du ein längliches, ovales oder herzförmiges Gesicht hast.
  • Medium/Mid Fades eignen sich perfekt für alle Gesichtsformen, da sie für Ausgewogenheit sorgen. Wenn du ein rundes, quadratisches, herzförmiges oder ovales Gesicht hast, solltest du mal den Mid Fade ausprobieren. - es wird großartig aussehen! Bleibt dann nur noch herauszufinden, was du mit dem Haupthaar anstellen möchtest!
  • Low Fades lassen den Kopf oben und in der Mitte optisch breiter erscheinen und sind daher für runde Gesichtsformen nicht geeignet. Viereckige, kantige Gesichtsformen sehen mit einem niedrigen Fade noch kantiger aus. Diese Art von Haarschnitt passt gut zu ovalen und herzförmigen Gesichtsformen.
  • Drop Fades können für jede Gesichtsform und jeden Haartyp verwendet werden. Kombiniere einen Drop Fade mit der Art von Fade, der am besten zu deiner Gesichtsform passt - hoch, mittel oder tief!
  • Skin Fades können mit jeder Art von Fade kombiniert werden, so dass sie für jede Gesichtsform und jeden Haartyp geeignet sind. Allerdings sehen Skin Fades bei Männern mit gleichmäßigem Hautton am besten aus, da sie große Teile der Kopfhaut zeigen.
  • Taper Cuts sehen am besten bei Männern mit ovaler Gesichtsform aus

Beim Burst Fade bleibt am Hinterkopf mehr Haar stehen. Der einzige Bereich, der "verblasst" ist, ist der halbkreisförmige Bereich um das Ohr herum.

Tipps und Tricks für den perfekten Haarschnitt

  • Haare nass oder trocken schneiden?

    Vor dem Haarschnitt stellt sich die Frage: Haare nass oder trocken schneiden? Beide Bedingungen haben ihre Vor- und Nachteile. Am Ende kommt dies tatsächlich auf Ihren eigenen Geschmack, Ihre Haarstruktur und auch ein wenig auf Ihr Können an.

    Wenn sich beim Haare selber Schneiden die Strähnen gut greifen und bändigen lassen, können die Haare ruhig trocken bleiben. Auf diese Weise sehen Sie direkt wie das Endergebnis liegen wird. Deshalb eignet sich ein Trockenhaarschnitt besonders gut für Anfänger.

    Sollte eine unregelmäßige Haarstruktur beim Haare selber Schneiden dafür sorgen, dass sich die falschen Haare unter den elektrischen Haarschneider mischen, kann das am Ende ärgerlich sein. In solchen Fällen sollten die Haare zumindest so weit angefeuchtet werden, dass Sie sie besser kontrollieren können. Aber Achtung: Im feuchten Zustand liegt die Frisur anders und wirken die Haare länger als im trockenen. Deshalb ist das Haare schneiden mit leicht angefeuchteten Haaren sehr viel anspruchsvoller.

    Grundlegend gilt: beim Haare selber Schneiden mit Maschine, sollte man sich vorsichtig herantasten und Schritt für Schritt vorgehen. Weiter kürzen können Sie später immer noch.

  • Feinschliff

    Vergessen Sie beim Haare selber Schneiden nicht den Feinschliff! Bei einem Kurzhaarschnitt meint dies in den meisten Fällen, die Haarkante mit dem Haarschneider für Männer noch zu verfeinern. Dazu zählen zum Beispiel der Haaransatz am Nacken oder die Ohrenpartie.

    Nehmen Sie auch hier wieder einen zweiten Spiegel zur Hand, damit Sie besonders im Nacken die Haare grade schneiden bzw. rasieren.

Mit ein bisschen Übung und den richtigen Werkzeugen steht dem perfekten 6mm-Haarschnitt nichts mehr im Wege!

tags: #haare #auf #6mm #rasieren #anleitung

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