Juckreiz nach der Rasur kann sehr unangenehm sein und viele Menschen betrifft er an verschiedenen Körperstellen wie Achseln, Beinen oder im Intimbereich. Es ist frustrierend, wenn allein der Gedanke ans Rasieren schon Juckreiz auslöst. Doch es gibt Lösungen, um Juckreiz nach dem Rasieren zu vermeiden und rote, trockene Haut zu verhindern.
Juckreiz ist lästig und kann regelrecht zur Qual werden. Er entsteht, wenn Nerven in der Haut gereizt werden, etwa durch einen Insektenstich. Der Stich bewirkt, dass Histamin freigesetzt wird, was den Juckreiz auslöst.
Wissenschaftler unterscheiden zwei Arten dieser Sinnesempfindung:
Biologisch gesehen ist Juckreiz durchaus sinnvoll: Er macht uns darauf aufmerksam, dass mit unserer Haut oder unserem Körper im Allgemeinen etwas nicht in Ordnung ist.
Haut kann zum Beispiel in folgenden Situationen zu jucken beginnen:
Seltener als Hauterkrankungen können auch innere Krankheiten oder psychische Erkrankungen der Grund für Juckreiz sein. Auf der Haut ist dabei - anders als bei den meisten Hauterkrankungen - nichts zu sehen, es entwickelt sich zum Beispiel kein Ausschlag. Trotzdem besteht mitunter Juckreiz am ganzen Körper.
Zu den häufigsten „systemischen“ Erkrankungen, die Juckreiz verursachen können, gehören:
Mitunter ist Juckreiz auch ein Symptom für eine neurologische Erkrankung, zum Beispiel für Multiple Sklerose oder Polyneuropathie. Auch Krebserkrankungen, zum Beispiel Leukämien oder Morbus Hodgkin, können Juckreiz am ganzen Körper auslösen. Manche Menschen verspüren Juckreiz am ganzen Körper, wenn ihnen ein Arzt für eine bildgebende Untersuchung ein jodhaltiges Kontrastmittel gespritzt hat.
Die Symptome klingen meist von selbst wieder ab und müssen nicht weiter behandelt werden. Juckreiz am ganzen Körper kann auch auf Eisenmangel hindeuten - um das festzustellen, ist eine Blutuntersuchung notwendig.
Bevor wir uns damit befassen, wie du Jucken nach der Rasur vermeiden kannst, lass uns erst einmal die Gründe dafür anschauen, warum es überhaupt zu einem Juckreiz nach dem Rasieren kommen kann. Diese können ganz unterschiedlich aussehen:
Wenn deine Beine nach der Rasur jucken oder du ein Jucken nach der Intimrasur verspürst, dann ist meistens dein Rasierer daran schuld. Eine stumpfe Klinge kann deine Haarfollikel während der Rasur verdrehen, was zu Hautreizungen, Schmerzen, und Jucken führen kann. Das Ergebnis ist der klassische Rasurbrand, und er ist genauso unangenehm, wie er klingt.
Manchmal kann man Jucken nach der Rasur vermeiden, indem man auf die Richtung achtet, in die man rasiert. Wenn du gegen die natürliche Richtung deines Haarwuchses rasierst, dann kann dies stärker an deinen Haarfollikeln ziehen, was zu Jucken und eingewachsenen Haaren führen kann.
Ebenso kann trockene Haut für Jucken nach der Rasur verantwortlich sein. Rasieren kann zu Hautreizungen führen, was wiederum für mehr Trockenheit sorgt, und schon befindest du dich in einem Teufelskreis, der zu juckender Haut führt.
Menschen mit empfindlicher Haut sollten darauf achten, sanfte Methoden zur Haarentfernung anzuwenden, welche die Haarfollikel nicht zu sehr strapazieren.
Mit dieser Schritt-für-Schritt-Anleitung musst du dir ab sofort keine Sorgen mehr um deine Rasur machen:
Du leidest unter Jucken nach der Rasur? Was tun, fragst du dich jetzt wahrscheinlich? Falls du ein Jucken nach der Intimrasur verspürst oder deine Beine nach der Rasur jucken, dann kannst du deine Haut beruhigen, um das Jucken zu lindern. Das hilft gegen Jucken nach dem Rasieren:
Diese Hausmittel helfen nicht? In der Apotheke erhältst du rezeptfrei Cremes gegen Juckreiz, welche schnell Abhilfe leisten, wenn die Haut juckt nach der Rasur. Greife zu diesen Mitteln, falls das Jucken nicht von allein weg geht.
Für viele Menschen gehört die regelmäßige Haarentfernung im Gesicht, unter den Achseln, an den Beinen oder im Intimbereich zu einem gepflegten Äußeren dazu. Die einfachste Methode ist es, die störenden Haare zu rasieren. Nicht selten ist die Haut nach der Rasur gereizt oder gerötet. Unter dem sogenannten Rasurbrand leiden nicht nur Männer.
Typisch sind vor allem Rötungen, die direkt nach dem Rasieren an den bearbeiteten Hautstellen auftreten. Darüber hinaus kann die gereizte Haut nach der Rasur auch brennen oder jucken. Außerdem können einige Tage später weitere Hautirritationen, wie etwa Pusteln oder kleine Pickel entstehen.
Ursache für diese Hautreaktionen sind kleine Mikroverletzungen, die durch die scharfe Klinge des Rasiermessers auf der Haut verursacht werden. Dort können Schmutz und Krankheitserreger besonders gut eindringen und so Entzündungen auslösen. Nach einer Rasur kann ein abgeschnittenes Haar außerdem wieder unter die Haut zurückwachsen und sich dort schmerzhaft einrollen. Man spricht dann von eingewachsenen Haaren.
Rasurbrand kann generell überall dort auftreten, wo rasiert wird. Besonders anfällig dafür ist aber die Haut im Intimbereich. Denn sie ist besonders zart und empfindlich.
Rasurbrand ist in der Regel harmlos. Normalerweise beruhigt sich die Haut nach ein paar Tagen wieder und Rötungen oder Pickelchen klingen ab. Im schlimmsten Fall können daraus aber auch Entzündungen entstehen, die sehr groß und schmerzhaft sind.
Rasurbrand muss nicht sein. Ein paar einfache Maßnahmen können dabei helfen, den Rötungen und Pickelchen vorzubeugen. Generell gelingt eine Rasur nach dem Baden oder Duschen besser. Das warme Wasser macht die Haare weicher, sodass sie sich einfacher abrasieren lassen. Ein spezieller Rasierschaum weicht die Haare zusätzlich auf und lässt den Rasierer noch schonender über die Haut gleiten. Darüber hinaus sind scharfe Klingen von Vorteil. Bei stumpfen Klingen braucht man mehrere Züge, um die Haare zu entfernen. Das kann die Haut zusätzlich reizen.
Auch die richtige Technik ist für eine glatte Rasur ohne Rötungen wichtig. Gut ist es, in die Wuchsrichtung der Haare zu rasieren, ohne dabei fest aufzudrücken. Dermatologen raten Menschen, die sehr empfindliche Haut haben oder zu Rasurbrand neigen, eher zur Trockenrasur. Diese ist zwar nicht so gründlich wie die Nassrasur, aber schonender. Am besten eignen sich dazu Elektrorasierer.
Das A und O, um Hautausschlag nach der Rasur zu vermeiden, ist vor allem Sauberkeit. Das gilt nicht nur für die Haut selbst, sondern auch für die verwendeten Rasierklingen und Handtücher. Dort tummeln sich oft besonders viele Keime, die über kleine Verletzungen in die Haut eindringen und Entzündungen fördern. Deshalb ist es wichtig, frisch gewaschene Handtücher zu verwenden und nach jeder Rasur die Klingen zu säubern und eventuell sogar zu desinfizieren.
Nach der Rasur ist die Haut angegriffen und braucht besonders viel Pflege. Gut dafür geeignet sind Cremes, die weder Alkohol noch Duftstoffe enthalten, da diese unangenehme Reaktionen wie Brennen noch verstärken und die Haut zusätzlich reizen können. Die Pflege sollte idealerweise nicht zu viel Fett enthalten. Das kann die Poren verstopfen und Entzündungen fördern.
Neben der richtigen Pflege nach der Rasur schont auch die richtige Kleidung die gestresste Haut. Vor allem im Intimbereich und an den Beinen kann man Rasurbrand damit vermeiden. Gut geeignet sind weiche Stoffe wie Baumwolle, Leinen oder Seide. Materialien wie Polyester oder Mikrofaser dagegen sind in der Regel nicht so atmungsaktiv und können das Abheilen kleiner Verletzungen erschweren.
Wenn du empfindliche Haut hast, dann können andere Methoden zur Haarentfernung für dich in Frage kommen, um Juckreiz nach der Rasur vorzubeugen. Falls du Jucken nach der Intimrasur verspürst, dir nach dem Rasieren die Beine jucken, oder dein Gesicht von Rasurbrand betroffen ist, dann versuche es einmal mit IPL (Intense Pulsed Light) dauerhafter Haarentfernung.
Es gibt auch Epiliergeräte, welche die Haare an der Wurzel herausziehen, anstatt sie zu schneiden. Dieses wirksame System, für deine Beine geeignet, hält deine Haut für Wochen geschmeidig und verkürzt somit die Zeit, die du zur Haarentfernung bei empfindlicher Haut aufbringen musst.
Weitere Alternativen sind:
In den meisten Fällen ist es nicht nötig, mit Juckreiz zum Arzt oder zur Ärztin zu gehen - zum Beispiel, wenn er von einem Insektenstich herrührt oder von zu trockener Haut. Tritt der Juckreiz jedoch zusammen mit unerklärlichem Gewichtsverlust, starker Abgeschlagenheit, nächtlichen Schweißausbrüchen, Taubheit der Haut oder Kribbeln auf, ist das ein Alarmzeichen und ein Arztbesucht ratsam: Dann kann eine schwere Erkrankung dahinterstecken.
Übermäßiger Durst oder eine Gelbverfärbung der Haut deuten ebenfalls auf behandlungsbedürftige Ursachen hin. Auch unerklärlicher Juckreiz am ganzen Körper, der nicht nach kurzer Zeit wieder vergeht, sollte ein Arzt untersuchen.
Mit diesen Tricks kannst du die Rasur für empfindliche Haut sanfter gestalten, um Jucken nach der Rasur zu vermeiden:
Abgestorbene Hautzellen zu entfernen ist ein guter Anfang. Alte Zellen verfangen sich in den Haarfollikeln auf deiner Haut und sammeln sich in deinem Rasierer an, wodurch eine Barriere zwischen der Klinge und den Haaren entsteht. Ein Peeling vor dem Rasieren entfernt abgestorbene Hautzellen und sorgt für geschmeidigere Haut. So kann deine Feuchtigkeitscreme auch leichter in deine Haut eindringen.
Wichtig ist es, dass du eine scharfe, saubere Klinge benutzt und in Richtung deines Haarwuchses rasierst, um eingewachsene Haare zu vermeiden. Verwende parfümfreien Rasierschaum, um die Rasur sanfter zu gestalten. Creme dich nach dem Rasieren mit einer Feuchtigkeitscreme ein. Um Pickel zu vermeiden, verwende eine sanfte, nicht-komedogene Creme, die deine Poren nicht verstopft.
| Problem | Ursache | Lösung |
|---|---|---|
| Juckreiz nach Rasur | Hautreizung, Rasurbrand, trockene Haut | Kalte Kompresse, Aloe Vera, Feuchtigkeitspflege |
| Rasurbrand | Mikroverletzungen, Entzündungen | Kühlen, Rasierpause, spezielle Pflege |
| Eingewachsene Haare | Falsche Rasurtechnik | In Haarwuchsrichtung rasieren, Peeling |
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