Haarwachstum nach Chemo: Was Sie nach 6 Monaten erwarten können

Wer an Krebs erkrankt, muss sich häufig darauf einstellen, dass durch die Therapie die Haare ausfallen. Das bedeutet oft auch, eine gewisse Zeit mit einer Glatze zu leben. Chemotherapien, Bestrahlungen und Antihormontherapien sind häufig - aber nicht zwingend - mit Haarausfall verbunden. Selten tritt er bei zielgerichteten Therapien und Immuntherapien auf.

Ursachen für Haarausfall bei Krebstherapie

Eine Krebsbehandlung mit Chemotherapie zielt darauf ab, die sich schnell teilenden Krebszellen in ihrem Wachstum zu hemmen oder sie zu zerstören. Diese Form der Therapie wirkt auf den ganzen Körper und schädigt auch schnell wachsendes, gesundes Gewebe - wie die Haarwurzel-Zellen. In der Folge hören die Haare auf zu wachsen und fallen aus.

Neben dem Kopfhaar können Augenbrauen, Wimpern, Bart, Achsel- und Schamhaare verloren gehen.

  • Chemotherapie: Chemotherapeutika greifen sich schnell teilende Zellen an, zu denen auch Haarfollikelzellen gehören. Infolgedessen kann es innerhalb weniger Wochen nach Beginn der Behandlung zu dünner werden oder ausfallen.
  • Bestrahlung: Wird etwa der Kopf bestrahlt, kann das die Haarwurzeln schädigen und Haarausfall begünstigen.
  • Zielgerichtete Therapie: Es gibt jedoch Wirkstoffe, die sich gegen Strukturen richten, die auch bei gesunden Zellen vorkommen. Betrifft es die Zellen der Haarwurzeln, ist Haarausfall möglich.
  • Immuntherapie: Man vermutet, dass Entzündungsprozesse an den Haarwurzeln eine Rolle spielen.
  • Antihormontherapie: Was man weiß: Geschlechtshormone beeinflussen das Haarwachstum.

Da die eigentliche Haaranlage durch eine Krebsbehandlung meist nicht geschädigt wird, wachsen die Haare nach Ende der Therapie in der Regel nach.

Wie schnell fallen die Haare aus?

Bei einer Chemotherapie fallen die Haare üblicherweise ein bis vier Wochen nach Behandlungsbeginn aus. Manchmal fängt der Haarausfall erst nach mehreren Therapie-Sitzungen an. Bei Haarausfall durch eine Bestrahlung verhält es sich ähnlich.

Kommt es im Zuge einer zielgerichteten Therapie zu Haarveränderungen, treten diese indes erst zwei bis drei Monate nach Behandlungsbeginn auf.

Die erste Chemo wirkt sofort. Die Haarwurzeln sterben ab. Ihr werdet das ziemlich schnell bemerken, denn die Haare werden stumpf und glanzlos. Einige Tage später werdet Ihr mehr Haare als sonst in der Bürste finden. Je nach Chemo lässt sich der Tag, an dem sie büschelweise fallen, ziemlich genau vorhersagen.

Die Haare zu verlieren, verursacht meist keine körperlichen Schmerzen. Es kann etwas stechen, kribbeln oder warm werden, als hätte man eine beheizte Badekappe auf. Psychisch ist es für viele die schwerste Zeit der Chemotherapie, weil es die Erkrankung für jedermann sichtbar macht und man sich stigmatisiert fühlen kann.

Der Haarverlust erfolgt nicht gleichmäßig, manche kleinen Stellen bleiben lange behaart.

Wann wachsen die Haare wieder nach?

Ist die Behandlung abgeschlossen und sind die Medikamente im Körper abgebaut, wachsen die Haare wieder nach. Das passiert meist innerhalb von drei bis sechs Monaten. Bis das Haar vollständig nachgewachsen ist, kann es aber noch länger dauern.

Nachdem Ihr die Chemotherapie abgeschlossen habt - oder auch nur die Komponenten, die Haarwurzel-Zellen töten - dauert es etwa sechs bis acht Wochen, bis die Haare wieder zu wachsen beginnen. Sie wachsen zunächst ziemlich gleichmäßig und sind damit noch weit von einer klassischen (Kurzhaar-)Frisur entfernt, bei der das Deckhaar meist ja deutlich länger ist als die Haare im Nacken.

Oftmals sind sie zunächst recht lockig, aber das kann sich schnell wieder ändern. Die Farbe kann anders sein als bisher, graue Haare fallen mehr auf. Bestimmte Wirbel und Wellen, die Euch vielleicht auch genervt haben, können verschwunden sein oder an anderer Stelle entstehen.

Die ersten Haare sind noch ziemlich schwach. Es kann helfen, sie noch einmal abzurasieren. Oft brechen sie noch so häufig ab, dass Du das Gefühl hast, da wächst gar nichts.

Viele von uns werden mit dichterem, kräftigem Haar für die entbehrungsreiche Zeit belohnt. Manche von uns hingegen kehren leider nicht zu alter Pracht zurück. Bis zur ersten brauchbaren Kurzhaar-Frisur kann ein halbes Jahr ab Start des Haar-Wachstums vergehen. Für alles, was länger ist, musst Du schon mit einem Jahr rechnen.

Die Schamhaare brauchen länger, bis sie wieder wachsen. Vielleicht machst auch Du die Erfahrung, dass ausgerechnet an Beinen und Armen richtig Wolle wächst, aber auch das normalisiert sich in den meisten Fällen wieder.

Das nachwachsende Haar ist oft fülliger und lockiger. Zudem kann die Farbe der neuen Haare von der ursprünglichen Haarfarbe abweichen.

Der Zeitplan für das Nachwachsen der Haare variiert von Person zu Person und hängt von mehreren Faktoren ab, darunter die Art der Chemotherapie, der allgemeine Gesundheitszustand des Einzelnen und wie sein Körper auf die Behandlung reagiert. Der Haarausfall beginnt etwa 2-4 Wochen nach Beginn der Chemotherapie. Während dieser Zeit kann es hilfreich sein, Kopfbedeckungen wie Hüte, Schals oder Perücken zu tragen.

Das Haar kann anfangen, deutlicher nachzuwachsen. Es kann anfangs spärlich oder dünn sein, aber mit der Zeit wird es dicker und gleichmäßiger. Auf der anderen Seite. Nach 6 Monaten haben die meisten Menschen sichtbares Nachwachsen. Das Haar kann immer noch feiner sein als das Haar vor der Behandlung, aber es wird im Laufe der Zeit immer dicker. Veränderungen in der Farbe oder Textur können zu diesem Zeitpunkt noch erkennbar sein. Bei vielen wächst das Haar bis zur Ein-Jahres-Marke weiterhin normal nach. Es kann bis zu 18 Monate dauern, bis das Haar sein volles Nachwuchspotenzial erreicht hat, abhängig von individuellen Faktoren.

Es ist wichtig zu beachten, dass die Erfahrung eines jeden Menschen mit dem Nachwachsen der Haare nach einer Chemotherapie einzigartig ist.

Dauerhafter Haarverlust nach Chemotherapie

Dauerhafter Haarverlust ist keine seltene Folge einer Chemotherapie. Eine Zytostatikatherapie lässt bei vielen Patienten die Haare ausfallen - das ist eine der am meisten belastenden Nebenwirkungen einer Krebstherapie. Nach Behandlungsende wachsen die Haare in der Regel wieder.

Nach sechs Monaten berichteten knapp 40 Prozent der Frauen über dauerhaften Haarverlust; nach drei Jahren waren es 42,3 Prozent. Bei den meisten Frauen wuchs das Haar nicht mehr vollständig nach. Patientinnen, die eine Taxan-basierte CTX bekommen hatten, waren häufiger betroffen.

Dauerhafter CTX-induzierter Haarverlust sei eine häufige Nebenwirkung bei Brustkrebspatientinnen, folgern die Forscher um Danbee Kang. Die Ärzte sollten die Frauen vor der Therapie darüber aufklären und unterstützende Maßnahmen anbieten, um die Lebensqualität möglichst wenig zu belasten.

Haarausfall bei Krebs während der Chemotherapie und mein Haarwachstum nach der Chemo 👶🏼✂️

Wie kann ich mich auf den Haarausfall vorbereiten?

Ist bei der Therapie mit Haarausfall zu rechnen, gibt es verschiedene Möglichkeiten, sich darauf vorzubereiten.

Richtige Haarpflege

Einfache Pflege-Maßnahmen helfen, den Haaren und der Kopfhaut etwas Gutes zu tun. Dazu gehört zum Beispiel:

  • Haare mit einem milden Shampoo waschen
  • Haare trocken drücken und nicht rubbeln
  • Haare mit einer weichen Haarbürste kämmen
  • auf Styling-Produkte wie Glätteisen, Fön, Haarbänder und Haarspangen verzichten
  • möglichst kein Haarspray oder chemische Pflegeprodukte anwenden
  • Haare am besten nicht färben

Haare abschneiden oder rasieren

Manche Menschen entscheiden sich dafür, die Haare kurz zu schneiden oder abzurasieren noch bevor die ersten Haare ausfallen. Andere warten den Verlauf ab und entscheiden sich später. Wer lange Haare hat und sich langsam an die Veränderung gewöhnen möchte, kann die Haare stufenweise kürzer schneiden.

Kopfbedeckungen oder Perücke kaufen

Hüte, Tücher, Mützen sind ein hilfreicher Begleiter während der Zeit des Haarausfalls und für die Zeit, wenn die Haare nachwachsen. Fehlt das eine oder andere in der Garderobe, kann man es im Voraus nachkaufen.

Möchte man eine Perücke oder ein Haarteil tragen, ist es sinnvoll, sich vorab darum zu kümmern. Für den Haarersatz wendet man sich am besten an ein spezialisiertes Zweithaarstudio.

Sprechen Sie vorab mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt, ob Haarersatz notwendig ist und er oder sie ihn verordnen kann. Der Farbton einer Perücke lässt sich auf die gewünschte Haarfarbe abstimmen.

Was sollte man zu Perücken wissen?

Es gibt Perücken aus Echt- und Kunsthaar, die verschieden geknüpft sind. Im Tragekomfort unterscheiden sie sich kaum. Perücken aus Echthaar sind jedoch aufwändiger zu pflegen und teurer.

Die Preise für Perücken sind sehr verschieden. Manche kosten einige hundert Euro, andere mehr als tausend Euro. Erkundigen Sie sich im Zweithaarstudio zu den aktuellen Preisen.

Bei der Wahl des Zweithaarstudios ist darauf zu achten, dass es von der jeweiligen Krankenkasse als Anbieter zugelassen ist.

Damit die Krankenkasse die Kosten für eine Perücke trägt oder anteilig übernimmt, muss der Arzt oder die Ärztin den Haarersatz verordnen. Zudem muss die Krankenkasse die Verordnung genehmigen.

Bei gesetzlich versicherten Frauen, Kindern und Jugendlichen erstatten die Krankenkassen in der Regel die Kosten für eine Perücke. Bei Männern ist es mit der Kostenerstattung schwieriger. Der Grund ist, dass man bei ihnen annimmt, dass sie selten unter dem Haarausfall leiden.

Ob die Kosten ganz oder teilweise übernommen werden, hängt vom Perücken-Modell ab. Hat die Perücke Eigenschaften, die über die medizinisch notwendige Versorgung hinausgehen, muss man die Mehrkosten selber tragen.

Was gibt es bei der Haarpflege zu beachten?

Fallen die Haare aus, ist die Kopfhaut an den haarlosen Stellen sehr empfindlich und benötigt eine spezielle und schonende Pflege.

Allgemeingültige Pflege-Tipps

Solange die Haare ausfallen und nicht vollständig nachgewachsen sind, ist es ratsam:

  • den Kopf selten zu waschen und wenn, dann mit lauwarmem Wasser und mildem Shampoo.
  • die Haare an der Luft trocknen zu lassen und nur vorsichtig zu rubbeln.
  • die Haare mit einer weichen Bürste zu kämmen und am besten nicht zu föhnen und falls doch, nicht zu heiß.
  • möglichst kein Haarspray, Spülungen oder Gel anzuwenden.
  • auf Style-Prozeduren wie Färben zu verzichten.

Spezielle Pflege für die haarlose Kopfhaut

In dieser Zeit empfiehlt es sich:

  • die Kopfhaut mit einer fetthaltigen Creme oder Salbe ohne Duftstoffe einzucremen.
  • die Kopfhaut sanft zu massieren.
  • Tücher aus Baumwolle, Seide oder Viskose zu tragen. Sie halten besser auf dem Kopf als Tücher aus Kunstfasern. Auch Seidenkopfkissen können hilfreich sein.
  • eine weiche Kappe oder Mütze aufzusetzen, um die Kopfhaut warm zu halten. Man kann sie auch nachts beim Schlafen tragen.
  • die Kopfhaut vor der Sonne zu schützen, indem man den Kopf bedeckt oder Sonnencreme mit hohem Lichtschutzfaktor aufträgt.

Haarfärbemittel nach der Chemotherapie

Wenn Sie Ihre Haare kürzlich nach einer Chemotherapie gefärbt haben und Anzeichen einer allergischen Reaktion wie Schwellungen, Rötungen, Juckreiz oder Hautausschlag bemerken, ist es wichtig, sofort einen Arzt aufzusuchen. Eine Chemotherapie kann Ihre Haut empfindlicher machen, und Haarfärbemittel können eine allergische Reaktion auslösen. Ein Arzt kann Behandlungen für allergische Reaktionen empfehlen und vorschlagen, bestimmte Farbstoffe in Zukunft zu vermeiden.

Schwellung der Kopfhaut oder anderer Bereiche, die der Farbstoff berührt hat (z. B. Wenn Sie nach dem Färben Ihrer Haare Komplikationen bemerken, ist es wichtig, schnell zu handeln, um weitere Schäden zu minimieren. Wenn Sie eine allergische Reaktion auf Haarfärbemittel vermuten (z. B. Rötung, Schwellung, Juckreiz), spülen Sie das Färbemittel sofort von Ihrem Haar aus. Wenn Reizungen oder allergische Reaktionen schwerwiegend sind, suchen Sie sofort einen Arzt auf.

Führen Sie immer einen Patch-Test durch, bevor Sie Haarfärbemittel oder -produkte auftragen, um sicherzustellen, dass sie für Ihre Haut sicher sind. Erwägen Sie die Verwendung von Haarfärbemitteln mit weniger Chemikalien und mehr natürlichen Inhaltsstoffen.

Ja, Sie können nach der Chemotherapie Haarfärbemittel verwenden, aber es ist wichtig, dass Sie warten, bis sich Ihre Kopfhaut und Ihr Haar erholt haben. Achten Sie bei der Auswahl eines Haarfärbemittels nach einer Chemotherapie auf sanfte, ammoniakfreie und semi-permanente Optionen. Das Bleichen ist viel härter als das normale Färben und wird nicht zu Beginn empfohlen.

Haarfärbemittel nach einer Chemotherapie sind mehr als eine kosmetische Wahl - sie symbolisieren Widerstandsfähigkeit, Selbstfürsorge und die Rückkehr zu einem Selbstwertgefühl. Es ist zwar natürlich, dass Sie Ihr Aussehen durch Haarfarbe zurückgewinnen möchten, aber es ist ebenso wichtig, den Prozess mit Vorsicht anzugehen. Wenn Sie verstehen, wie sich die Chemotherapie auf das Nachwachsen, die Textur und die Empfindlichkeit der Kopfhaut auswirkt, können Sie sicherere Ergebnisse erzielen. Durch die Verwendung sanfter Produkte, die Durchführung von Patch-Tests und die Beobachtung von Anzeichen von Irritationen oder Schäden können Sie sichere, fundierte Entscheidungen treffen.

Kühlkappen zur Vermeidung von Haarausfall

Kühlkappen sollen helfen, Haarausfall zu vermeiden. Ärztinnen und Ärzte können sie anbieten, wenn mit starkem Haarverlust zu rechnen ist - etwa bei einer Chemotherapie über die Vene.

Man trägt die Kühlkappe einige Minuten vor, während und nach der Medikamentengabe. Das kann mit starkem Kälteempfinden und Kopfschmerzen verbunden sein.

Die Kälte bewirkt, dass sich die Blutgefäße zusammenziehen. In der Folge fließt weniger Blut durch die Kopfhaut. Dadurch gelangt auch weniger Chemotherapie-Medikament über das Blut in die Kopfhaut und schließlich in die Haarzellen.

Gleichzeitig drosseln die Haarwurzeln ihren Stoffwechsel und nehmen insgesamt geringere Mengen des Medikaments auf: Die Haare werden weniger geschädigt und können erhalten bleiben.

Der Einsatz von Kühlkappen eignet sich nicht für jede Krebsform und jede Krebsbehandlung. Zudem sind sie nicht überall verfügbar.

Sprechen Sie mit der behandelnden Ärztin oder dem behandelnden Arzt, ob eine Kopfhautkühlung infrage kommt. Fragen Sie zudem bei Ihrer Krankenkasse nach, ob die Kosten dafür übernommen werden.

Generell ist vorab der Nutzen von Kühlkappen gegenüber den Risiken abzuwägen. Bei Brustkrebs gibt es die meisten Studien. Sie weisen darauf hin, dass eine Kühlung der Kopfhaut bei manchen Menschen starken Haarausfall verhindern kann. Ihr Nutzen ist bislang aber nicht abschließend geklärt.

Hilfe bei emotionaler Belastung

Plötzlich und schnell die Haare zu verlieren, ist für viele Menschen ein einschneidendes Erlebnis.

Der Haarverlust kann dazu führen, dass man sich zum Beispiel traurig oder wütend fühlt. Auch fällt es manchmal schwer zu entscheiden, wie man am besten mit dem Haarausfall umgeht.

Dann kann es hilfreich sein:

  • sich der Ärztin oder dem Arzt, dem Partner oder der Partnerin, den Freundinnen und Freunden oder Familienangehörigen anzuvertrauen und um Rat zu fragen.
  • sich in Selbsthilfegruppen mit Menschen auszutauschen, die in der gleichen Situation sind oder waren.

Ist die emotionale Belastung sehr groß, bieten Psycho-Onkologinnen und Psycho-Onkologen therapeutische Hilfe.

Zusätzliche Tipps und Informationen

Weitere Informationen über Krebsbehandlungen, Haarausfall und was Sie dagegen tun können, finden Sie auch beim Krebsinformationsdienst sowie der Krebsgesellschaft.

Achten Sie darauf, besonders bei Kälte die Haut mit einer Mütze oder einem Tuch zu schützen. Auch eine gesunde Ernährung ist wichtig, wenn auch während einer Krebsbehandlung manchmal schwer umzusetzen.

Machen Sie sich nicht zu viel Stress, wenn es nicht immer klappt, eine vitamin- und nährstoffreiche Ernährung einzuhalten. Vielleicht sind vorübergehend Nahrungsergänzungsmittel hilfreich oder es reicht aus, wenn Sie nach der Behandlung wieder normal essen können.

Eine weitere Möglichkeit, die bereits oben unter dem Punkt "Stärkung der Haarwurzeln" beschrieben wurde, ist die PRP-Therapie. Diese Eigenbluttherapie kann auch nach Abschluss der Behandlung helfen, die Selbstheilungskräfte des Körpers zu aktivieren und ein gesundes Haarwachstum zu stimulieren.

Was können Sie bei Haarausfall während der Chemotherapie tun?

Es gibt keine Behandlung, die den Haarausfall durch Chemotherapie verhindern kann. Es wurden mehrere Pflegeprodukte zur Vorbeugung von Haarausfall untersucht, aber keine hat sich als 100 %-ig wirksam erwiesen. Sie können jedoch die Schwere des Haarausfalls verringern, wie z.B. der Kühlhelm: Ein Kühlhelm wird während der Chemotherapie-Infusionen auf den Kopf gesetzt, um den Blutfluss zur Kopfhaut zu verlangsamen und so die Wirkung der Chemotherapie-Moleküle auf die Haarfollikel zu verringern. Diese eher unbequeme Technik hat sich bei einigen Patient:innen als erfolgreich erwiesen.

Während der gesamten Dauer der Chemotherapie-Behandlung ist es wichtig, Ihre Kopfhaut und Ihr Haar zu pflegen:

  • Waschen Sie die Haare sanft. Es ist besser, von Beginn der Behandlung milde Shampoos zu verwenden, die für empfindliches Haar geeignet sind. Die Anwendung erfolgt durch sanftes Massieren der Kopfhaut mit den Fingerspitzen. Es wird empfohlen, die Haare am Tag vor einer Chemotherapie zu waschen und nach der Behandlung 3 bis 7 Tage zu warten, um sie erneut zu waschen.
  • Vermeiden Sie Schäden an den Haaren. Es ist wichtig, das Haar und die Kopfhaut, die durch die Behandlung bereits geschwächt sind, nicht weiter zu schädigen: Trocknen Sie das Haar, ohne es zu stark zu reiben, und vermeiden Sie die Verwendung von Haartrocknern, Glätteisen oder Lockenstäben, Färbungen, Dauerwellen und Lockenwicklern ...
  • Schützen Sie die Kopfhaut. Wenn das Haar ausgefallen ist, ist es wichtig, die freiliegende Kopfhaut vor äußeren Schäden (Sonne, Verschmutzung, Kälte, Wind usw.) zu schützen. Was das Gesicht betrifft, können Sie eine Sonnencreme auftragen, wenn Sie der Sonne ausgesetzt sind, und jeden Tag eine Feuchtigkeitscreme.

tags: #haare #wachstum #nach #chemo #6 #monate

Populäre Artikel:

Diese Website verwendet Cookies. Durch die weitere Nutzung der Seite stimmst du der Verwendung von Cookies zu. Weitere Informationen

Die Cookie-Einstellungen auf dieser Website sind auf "Cookies zulassen" eingestellt, um das beste Surferlebnis zu ermöglichen. Wenn du diese Website ohne Änderung der Cookie-Einstellungen verwendest oder auf "Akzeptieren" klickst, erklärst du sich damit einverstanden.

Schließen