100 Bürstenstriche am Tag zaubern schönes, gesundes Haar, so heißt es. Tatsächlich soll dieser Beauty-Tipp von Kaiserin Sissi stammen. Und die musste es doch eigentlich wissen, immerhin gilt sie noch heute als schönste Herrscherin, die Europa je hatte. Doch mit welcher Haarbürste kämmte sich die Adelige wohl einst? Sicher ist zumindest, dass es damals zu ihrer Zeit (Mitte 19. Jahrhundert) keine so große Auswahl an Haarbürsten wie heute gegeben hat. Wir haben deshalb 29 Haarbürsten getestet, um die beste zu finden. Die gute Nachricht vorweg: So richtig enttäuscht waren wir (fast) gar nicht. Die meisten Haarbürsten sind gut, viele sehr gut. Allerdings gilt es zu unterscheiden, für welchen Haartyp und für welchen Zweck eine Haarbürste überhaupt gebraucht wird.
Damit Haare gesund aussehen und glänzen, ist neben gesunder Ernährung und einer korrekten Haarpflege vor allem die Wahl einer geeigneten Haarbürste ausschlaggebend. Wir waren im Dezember 2025 insbesondere von den Charakteristika des Modells D3 Haarbürste von Denman überzeugt. Großes Augenmerk haben wir auf die Kategorien Bürstenform, empfohlene Haarstärke, Borstenmaterial und Gewicht gelegt.
Ob zu Hause oder beim Friseur: Werden die Haare mit der Hauruck-Methode gebürstet, ist es einfach nur unangenehm. Dank hochwertiger und innovativer Haarbürsten muss das aber niemand mehr ertragen. Entwirrbürsten sind so konzipiert, dass sie deine Haare besonders sanft und schmerzfrei entwirren. Das liegt an diesen besonderen Eigenschaften:
Ausgerissene Haarbüschel? Gehören dank Detangling-Bürsten endlich der Vegangenheit an.
Verschiedene Haarbürsten für unterschiedliche Haartypen
Haar ist nicht gleich Haar und Bürste ist nicht gleich Bürste. Deshalb sollten Sie beim Kauf einer Bürste zunächst auf die Struktur Ihrer Haare schauen.
Feine Haare sind oft sehr empfindlich. Deshalb ist es wichtig, sanft mit ihnen umzugehen - auch beim Kämmen. Am besten eignen sich hier Borsten, die weich und flexibel sind und möglichst weit auseinanderliegen. Feine Haare profitieren außerdem von Haarbürsten mit natürlichen, beispielsweise Wildschweinborsten. Bei feinem Haar kommt hinzu, dass es schnell zu einer statischen Aufladung kommen kann. Auch hier bringen unterschiedliche Borsten jeweils andere Vorteile mit sich.
Bei feinem, dünnem Haar, wenn Sie vielleicht denken: »Feines und dünnes Haar - das ist doch das Gleiche!« Tatsächlich gibt es wichtige Unterschiede. Während mit »feinen Haaren« Haare gemeint sind, die von ihrem Durchmesser sehr fein sind, ist bei »dünnem Haar« die Haardichte gemeint. Deshalb gibt es auch direkt einen Unterschied, welche Borsten sich hier empfehlen. Haarbürsten mit dicht aneinander stehenden Borsten sind ebenso geeignet wie Kämme.
Dicke Haare brauchen eine Haarbürste, die ihnen standhalten kann. Das A und O sind auch hier wieder die Borsten. Sie sollten stabil sein und sich möglichst nicht biegen. Demnach eignen sich hier Kunststoffborsten am besten.
Bei trockenen Haaren können Naturborsten Wunder wirken. Sie schenken erstens Glanz und verteilen zweitens - was noch wichtiger ist - das Sebum, also das ölige Sekret, das von den Talgdrüsen auf unserer Kopfhaut produziert wird - in den Längen des Haares und sorgen so für eine durchfeuchtete Struktur.
Bei normalem Haar ist die Haarpflege recht simpel - es geht allen voran ums Entwirren. Flexible oder feste Borsten - was Ihnen und Ihren Haaren mehr liegt. Was außerdem gut tut, ist eine Haarbürste, die Ihre Kopfhaut schön massiert. Dadurch wird die Durchblutung angeregt und das Haar wird in den Wurzeln mit Nährstoffen versorgt.
Lockige Haare sind tatsächlich eine spezielle (wunderbar schöne) Herausforderung. Viele empfehlen, lockige Haare nie mit einer Haarbürste, sondern nur mit den Fingern, maximal mit einem Kamm, durchzukämmen. Möchte man doch auf eine Haarbürste zurückgreifen, sollten die Borsten hier möglichst weit auseinanderliegen. Die beste Empfehlung wäre hier also eine sogenannte Skelettbürste mit starren Borsten. Locken sollten Sie übrigens stets nur im nassen Zustand kämmen.
Die wohl gängigsten Borsten-Varianten bei Haarbürsten sind Kunststoff und Wildschweinborsten. Wie so oft bringt auch hier jede Variante unterschiedliche Vorteile und Nachteile mit sich. Generell lässt sich sagen, dass Kunststoffborsten effektiver entwirren und die Kopfhaut angenehm massieren, während Naturborsten die Haare durch die Verteilung von Talg und Co. besser ins Gleichgewicht bringen.
Wildschweinborstenbürste für gesundes und glänzendes Haar
In allererster Linie soll eine Haarbürste natürlich die Haare entwirren und von allen Kletten befreien. Tatsächlich kann eine Haarbürste aber noch mehr. Zum einen massiert sie die Kopfhaut, zum anderen wird die Durchblutung angeregt und die Haarstruktur mit wertvollen Nährstoffen versorgt. Aber auch als Frizz-Gegner oder als Styling-Tool kann die Haarbürste zum Einsatz kommen. Für Letzteres eignet sich besonders gut eine Rundbürste, mit der Sie sich direkt beim Föhnen eine Frisur stylen können. Durch das Durchkämmen wird außerdem der Talg von der Kopfhaut in die Länge der Haare verteilt. Verfügt die Haarbürste über Naturborsten wie Wildschweinborsten, erfüllt sie noch einen weiteren Zweck: Sie befreit die Haare von Schmutz und Styling-Rückständen.
Auch wenn Kaiserin Sissi davon überzeugt war, sind 100 Bürstenstriche nicht unbedingt immer das Beste. Besonders lockige Haare profitieren von einer Behandlung in Maßen. Generell empfiehlt es sich, seine Haare morgens und abends durchzubürsten. Jedoch: Vermeiden Sie es, wenn möglich, Ihre Haare direkt nach dem Waschen zu kämmen. Shampoo, die Hitze des Wassers und Co. öffnen die Schuppenschicht der Haare, wodurch diese besonders empfindlich werden.
In der Ruhe liegt die Kraft gesunder Haare! Wenn Sie zu hektisch oder grob durch Ihre Haare gehen, reißen Sie erstens welche aus und zweitens könnten die Haare von der ruppigen Behandlung abbrechen. Und ebenso wichtig: Vermeiden Sie es, immer direkt vom Ansatz bis in die Spitzen zu kämmen. Besser ist es, in den Spitzen zu beginnen. Die Haare oben am Ansatz mit einer Hand stabilisieren und dann langsam von unten nach oben vorarbeiten.
Vielleicht kennen Sie den Trick, die Haare über Kopf zu bürsten? Tatsächlich ist das eine gute Variante, um einerseits den Haaren - wenigstens für einen kurzen Moment - mehr Volumen zu schenken. Aber auch die Durchblutung der Kopfhaut wird so andererseits intensiver angeregt, ebenso die Lymphen.
Wie bereits erwähnt, nimmt eine Haarbürste einiges an Schmutz aus Ihren Haaren mit. Ob das Reste von Haarspray, Haargel und Co. sind oder einfach die körpereigenen Fette oder auch Schuppen - schnell sieht eine Haarbürste schmutzig aus. Deshalb ist eine regelmäßige Reinigung wichtig.
Legen Sie Ihre Haarbürste oder den Kamm einfach mit ein wenig Shampoo in ein warmes Wasserbad. Wer es noch gründlicher haben möchte, fährt mit den Fingern und einer Portion Shampoo zwischen den Borsten entlang. Weichen Sie die Beauty-Tools für ca. zwei Stunden ein (Borsten zeigen dabei nach unten) und spülen Sie sie anschließend gründlich ab.
Auch in unserem Test haben wir bewertet, wie gut und unkompliziert sich eine Haarbürste reinigen lässt. Unser Testsieger, die Ninabella Bio Haarbürste, konnte in diesem Punkt sehr gut abschneiden.
Zugegeben, wir kannten die Ninabella Bio Haarbürste zuvor nicht. Aber wir wünschten, das hätten wir. Zunächst ist es natürlich die Bürstenform, die bei der Ninabella Bio Haarbürste ins Auge springt. Der Bürstenkopf ist beweglich und spiralförmig angelegt. Sieht abgefahren aus, fühlt sich wunderbar an. Insbesondere auf der Kopfhaut erzeugt die ergonomische Form ein herrlich wunderbares Gefühl. Aber auch beim Entwirren enttäuscht die Allzweckbürste nicht. Schnell, einwandfrei und ohne Ziepen werden Kletten und Co. aufgelöst. Dabei ist besonders schön, dass sich die schmalen, recht langen und doch weit auseinanderliegenden Borsten für alle Haartypen und alle Einsatzsituationen eignen, wie etwa zum Entwirren, Stylen und beim Föhnen. Die Bürste aus Bio-Kunststoff (29 % aus Stroh) ist superleicht, robust und unempfindlich, wodurch sich die Haarbürste simpel reinigen lässt. Der Bürstenstiel ist flach und mit einem Blumenmuster verziert - wodurch die Haarbürste nicht rutscht und gut in der Hand liegt. Die Ninabella Bio Haarbürste wird als die angenehmste Haarbürste der Welt angepriesen - und wir können diesem Urteil einfach nur zustimmen.
Bislang gibt es noch keine weiteren seriösen Testberichte zur Ninabella Bio Haarbürste. Weder Stiftung Warentest noch Öko Test haben die Haarbürste bisher getestet. Die Bürste bietet ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis und sorgt für knotenfreies, glänzendes Haar.
Ninabella Bio Haarbürste: Angenehmste Haarbürste der Welt
Unser erster Gedanke, als wir die Ebelin Pflege und Glanz Haarbürste in den Händen halten: Die ist aber schwer! Der Bürstenkopf bringt spürbares Gewicht nach vorn, was sie beim Bürsten leicht kippen lässt - nicht dramatisch, aber auffallend. Der Griff ist schmal und liegt dennoch angenehm in der Hand. Die Borstenkombination ist interessant. Zwischen den Wildschweinborsten sitzen sehr flexible Kunststoffborsten, die beim Durchziehen gut nachgeben. Hier ziept demnach gar nichts und dennoch wird zuverlässig entwirrt. Im trockenen Haar gleitet die Bürste angenehm gleichmäßig durch die Längen. Knoten werden gelöst, das Haar fällt danach weich, glatt und glänzend. Selbst kleine Verwirrungen werden zuverlässig erfasst, ohne dass man mehrfach ansetzen muss. Im nassen Haar braucht es ein paar Durchläufe mehr, bis alles vollständig entwirrt ist, aber auch hier bleibt das Gefühl angenehm - kein Reißen, kein Ziehen. Positiv fällt das Kopfhautgefühl auf. Die Bürste arbeitet intensiv, kratzt aber nicht an der Haut. Einzelne Haare lassen sich problemlos aus der Bürste ziehen.
Die kleine Tangle Teezer hat es echt drauf: Die unterschiedlich hohen Borsten entwirren Haare problem- und schmerzlos. Die Tangle Teezer Original ist angeblich die weltweit meistverkaufte Haarbürste. Als 2007 die erste Tangle Teezer auf den Markt kam, revolutionierte sie die Beauty-Welt. Jeder wollte eine haben! An diesem Trendfaktor hat sich bis heute nichts geändert. Allen voran liegt diese Beliebtheit an der patentierten Borstentechnologie. Erfunden wurde sie von Shaun Pulfrey, einem Stylisten aus Großbritannien. Die Borsten der Tangle Teezer Original sind leicht flexibel und unterschiedlich lang - so kommen sie problem- und tatsächlich auch schmerzlos durch nasse und trockene Haare verschiedener Haartypen. Auch in unserem Versuch funktionierte das Entwirren sehr gut, schnell und ohne ein Ziepen. Erneut sorgt dieses schonende Durchkämmen dafür, dass Spliss und Haarbruch möglichst weit minimiert werden. Uns persönlich kratzten die Borsten an der Kopfhaut ein wenig zu stark, aber das ist Sache der eigenen Empfindung. Die Haarbürste ist sehr leicht. Die Form dagegen ist recht gewöhnungsbedürftig. Es gibt keinen Griff, nur einen Bürstenkopf. Optisch bietet die Tangle Teezer Original eine große Vielfalt.
Das Besondere an der Beurer HT 10 ist ganz klar die Ionen-Funktion. Schöne, glänzende Haare wünschen wir uns doch alle. Doch oft ist die Mähne schlicht stumpf. Die HT 10 von Beurer soll das ändern. Dazu müssen Sie einfach auf einen Knopf drücken und die Ionen freilassen. Der Effekt kurz erklärt: Fliegende Haare sind, genau wie die sie umgebende Luft, positiv geladen. Wie gleichpolige Magneten stoßen sich nun Haare und Luft ab - alles fliegt. Tatsächlich erzielt die Beurer StylePro sehr gute Ergebnisse in unserem Kämm-Test. Sie entwirrt schnell, gut und ohne zu ziepen. Von der Optik erinnert die Ionen-Bürste irgendwie an die Original Tangle Teezer: Sie hat keinen Griff, eine leicht ovale Form und unterschiedlich lange Kunststoffborsten. Allerdings ist sie deutlich schwerer, besonders mit den zwei für die Ionen-Funktion nötigen Batterien.
Aus Keramik und mit Ionen-Funktion: Diese Rundbürste bringt ein innovatives Design mit sich. Allen, die mit einer Rundbürste umgehen können, empfehlen wir die Ceramic + Ion von Olivia Garden. In der Olivia Garden Ceramic + Ion steckt mehr drin, als man auf den ersten Blick vielleicht denkt. Zunächst ist da der Keramikkörper der Stylingbürste: Das Material ist sehr leicht und sorgt außerdem dafür, dass sich die Wärme stabil und schnell über den gesamten Bürstenkörper verteilt. Und dann sind da die Borsten aus ionisiertem Nylon. Sie verhindern fliegende Haare und sorgen für eine glänzende Mähne. Die Borsten sind extrem dünn und die Bürste hat echt viele. Damit gelingt das Entwirren sehr gut und ohne Ziepen. Die Rundbürste liegt gut in der Hand und ist schön ausbalanciert. Geeignet ist die Bürste für alle Haartypen, wobei Sie aus verschiedenen Größen für Ihre Frisur auswählen können. Zugegeben, es ist eine Kunst, mit einer Rundbürste umzugehen, ohne dass sich Haare in ihr verknoten.
Hier ist eine tabellarische Übersicht der Top-Haarbürsten, die im Artikel besprochen wurden, zusammen mit ihren wichtigsten Eigenschaften:
| Haarbürste | Borstenmaterial | Geeignet für Haartyp | Besondere Eigenschaften |
|---|---|---|---|
| Ninabella Bio Haarbürste | Bio-Kunststoff | Alle Haartypen | Beweglicher Bürstenkopf, spiralförmig, einfache Reinigung |
| Ebelin Pflege und Glanz Haarbürste | Wildschweinborsten und Kunststoff | Alle Haartypen | Gute Entwirrung, glänzendes Finish, massiert die Kopfhaut |
| Tangle Teezer Original | Kunststoff | Alle Haartypen | Patentierte Borstentechnologie, schmerzfreies Entwirren |
| Beurer HT 10 | Kunststoff und Naturborsten | Alle Haartypen | Ionen-Funktion für glattes Haar ohne Frizz |
| Olivia Garden Ceramic + Ion | Keramik und ionisiertes Nylon | Alle Haartypen | Rundbürste, ideal zum Stylen und Entwirren |
Diese Tabelle bietet einen schnellen Überblick, um die passende Haarbürste für Ihre individuellen Bedürfnisse zu finden.
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