Ursachen für Haarausfall: Die Rolle von Wassermangel und anderen Faktoren

Haarausfall ist ein häufiges Problem, das viele Menschen betrifft. Es gibt verschiedene Arten von Haarausfall, die unterschiedliche Ursachen haben können. Bis zu 100 Haare am Tag zu verlieren, ist normal. Erst wenn es mehr werden, spricht man von krankhaftem Haarausfall (Effluvium). Dieser sollte behandelt werden, bevor noch mehr Haare verloren gehen, da Haarausfall, dessen Ursache in einer anderen Krankheit, Medikamenten oder Stress liegt, relativ gut therapierbar ist.

Einfluss von Wasser auf die Haare

Im Alltag denken die meisten Frauen über die pflegenden Eigenschaften von Wasser nicht nach. Es lohnt sich zu überprüfen, welchen Einfluss Wasser auf die Haare hat, um die häufigsten Haarprobleme (also trockene, strapazierte und brüchige Haare) zu vermeiden. Unsere Haare bestehen zu 10 Prozent aus Wasser, deswegen ist es wichtig, dieses Wasserniveau zu halten. Dieses anscheinend kleine Prozent ist unbedingt für die Gesundheit der Haare. Wasser verantwortet für die Eigenschaften des intrazellulären Zements, der hauptsächlich aus Ceramiden besteht, die an flüssige Kristallen erinnern.

Der Wassermangel in den Haaren kann zu dauerhaften und unumkehrbaren Folgen führen - Brüchigkeit, Steifheit, Spliss, Elastizitätsverlust, Mattheit usw. Die Kopfhaut wird in dieser Situation ebenfalls geschädigt - es kommt zu Reizungen und sehr oft zum Kopfschuppen. Es ist unbedingt, für die richtige Feuchtigkeitsspende immer zu sorgen. Der übermäßige Wasserverlust ist meistens eine Folge der Störungen im Funktionieren der Talgdrüsen - wenn sie zu wenig Sebum produzieren, werden die Haare ungenügend geschützt und verlieren schnell die Feuchtigkeit.

Es ist ungenügend, den Haare nur Wasser, ohne Kosmetikprodukte, zu liefern. Wasser wird zwar schnell vom Haar absorbiert, verdampft aber identisch schnell. Das hat zur Folge, dass die Haare trockener als vorher sind. Sie brauchen Feuchthaltemittel und Emollientien, also wasserbindende Substanzen, die an der Haaroberfläche eine Schutzschicht bilden.

Verschiedene Wasserarten und ihre Wirkung auf die Haare

Übliches Wasser kann mit anderen Wasserarten oder Hydrolaten ersetzt werden. Sie reinigen die Haare besser und spenden Feuchtigkeit, weil sie reich an pflegenden Inhaltsstoffen sind.

  • Birkenwasser: Erfrischt die Kopfhaut und verstärkt die Haarzwiebeln, deswegen wird zur Pflege der fettigen und ausfallenden Haare empfohlen. Wenn Birkenwasser regelmäßig angewendet wird, verringert es das Kopfschuppen und beschleunigt das Haarwachstum.
  • Reiswasser: Unterstützt die Haarpflege, verstärkt die Haarzwiebeln, verleiht mehr Geschmeidigkeit und Glanz, verbessert die Elastizität der Haarsträhnen. Es enthält Inosit, das die geschädigten Haare wiederherstellt und vor weiteren Beschädigungen schützt.
  • Rosenwasser: Sorgt für die richtige Feuchtigkeitsspende, beugt dem Elektrisieren der Haare vor, verleiht mehr Glanz, Geschmeidigkeit und Elastizität. Es gibt den Haarsträhnen zusätzlich einen schönen Rosenduft.
  • Thermalwasser: Mildert Kopfhautreizungen, beugt dem Kopfschuppen vor, verleiht den Haaren mehr Glanz und Elastizität. Es enthält viel Silizium und Zink, also Mineralstoffe, die bei Regeneration und Verstärkung der Haare unbedingt sind.
  • Kokoswasser: Liefert Nährstoffe und spendet Feuchtigkeit den sogar sehr trockenen Haaren. Es hat übrigens einen angenehmen Kokosduft.

Achtung: Eine Haarspülung aus Wasserstoffperoxid kann die Haare wirksam bleichen, macht die Haarsträhnen aber trocken, splissig, brüchig und matt. Auch Regenwasser beeinflusst die Haare negativ - es verschlechtert die Kämmbarkeit, verwirrt die Haare und hinterlässt den Regenduft.

Weitere Ursachen für Haarausfall

Neben Wassermangel gibt es noch weitere Faktoren, die Haarausfall verursachen können:

  1. Erblich bedingter Haarausfall (androgenetische Alopezie): Diese Form von Haarausfall ist die häufigste Art von Haarausfall bei Männern, die aber auch bei Frauen, wenn auch deutlich seltener, vorkommt. Die Ursache ist eine erblich bedingte Überempfindlichkeit an den Haarwurzeln gegenüber dem körpereigenen Hormon Dihydrotestosteron (DHT).
  2. Kreisrunder Haarausfall (Alopecia areata): Bei dieser Form des Haarverlusts entstehen auf dem Kopf (seltener auch im Bartbereich oder anderen Stellen des Körpers) kleinere, anfangs nur münzgroße runde kahle Stellen.
  3. Diffuser Haarausfall (Alopecia diffusa): Im Ergebnis schimmert immer mehr Kopfhaut zwischen den weniger gewordenen Haaren hindurch. Etliche Faktoren könnten für diffusen Haarausfall verantwortlich gemacht werden.
  4. Vernarbender Haarausfall (Alopecia cicatricalis): Es handelt sich hierbei um einen meistens langsam voranschreitenden Haarausfall, der zu asymmetrischen kahlen Stellen am Kopf führt. Neben dem Haarausfall kommt es zu Entzündungen und einer verstärkten Narbenbildung an den betroffenen Hautstellen.

Nährstoffmangel und Haarausfall

Sind Sie häufig müde oder Ihre Nägel brüchig? Dann könnten Sie einen Nährstoffmangel haben. Besonders wichtig für einen funktionstüchtigen Körper sind die drei Hauptnährstoffe Kohlenhydrate, Fette und Eiweiße. Ist die Zufuhr der Nährstoffe zu gering, hat das für unseren Stoffwechsel und die Organe massive Folgen.

Leider hat unser Körper keine Alarmglocke, die uns vor einem Mangel warnt. Aber durch kleine Anzeichen des Körpers kann man einen Mangel erkennen.

Anzeichen für Eiweißmangel

  • Heißhungerattacken: Bei mangelndem Eiweiß fällt es dem Körper schwer, den Blutzuckerspiegel konstant zu halten. Es kommt zu starken Schwankungen, die Heißhungerattacken auslösen.
  • Muskelabbau: Bei einer geringen Eiweißzufuhr holt sich der Körper die benötigten Proteine aus den Vorräten, die nicht lebenswichtig sind. Dazu gehört unter anderem die Muskulatur.
  • Wassereinlagerungen: Der Körper braucht Proteine, um Wasser in Blutgefäßen zu halten. Haben Sie einen Eiweißmangel, wandert das Wasser deshalb aus den Blutgefäßen ins Gewebe.
  • Haar, Haut und Nägel leiden: Für die Haarproduktion spielt Eiweiß eine wichtige Rolle, denn tatsächlich besteht unser Haar zu 90 Prozent aus Protein. Bei einem Mangel werden die Haare deswegen dünn und es kommt zum Haarausfall.

Was tun bei Eiweißmangel?

Sollten Sie all die aufgezählten Anzeichen bei sich wiedererkennen, stehen die Chancen, an einem Eiweißmangel zu leiden, leider gut. In nächster Zeit sollten Sie darauf achten, Ihre Ernährung zu optimieren. Es wird empfohlen, täglich etwa 2 Gramm Eiweiß pro Kilogramm Körpergewicht zu konsumieren. Ein Ei enthält beispielsweise 15 Gramm Eiweiß. Der absolute Spitzenreiter unter den Proteinlieferanten ist Käse. Allerdings enthält Käse auch viele Fette, die die Eiweißaufnahme beeinträchtigen können. Greifen Sie deshalb lieber zu Eiweißshakes - sie enthalten wenig Zucker und Fett, versorgen Sie jedoch dennoch mit den nötigen Proteinen.

Haarausfall adé: Effektive Wege, um Haarausfall zu stoppen und das Haarwachstum zu fördern!

Umweltfaktoren und Haarausfall

Immer häufiger wird von Patienten die Umwelt als mögliche Ursache für einen Haarverlust angesehen. Kritische Sichtung der medizinischen Literatur zeigt jedoch keine Daten, die eine Beziehung zwischen chemischer Belastung unserer Umwelt und vermehrtem diffusem Haarausfall belegen. Isolierte Analysen der Haare auf gefährliche Umweltsubstanzen sind in der Regel irrational und von keinem Nutzen, da meist exogen erworbene Kontaminationen wie kosmetische Produkte oder Badewasser gemessen werden.

Weitere Ursachen von Haarausfall bei Frauen

Ausgefallene Haare: Für so gut wie jede Frau ist der Schreck groß, wenn sie feststellt, dass ihr vermehrt Haare ausgehen. Jetzt sollte man einen Termin beim Haus- oder Hautarzt zur Abklärung der Ursache vereinbaren, um gezielt etwas gegen das dünner werdende Haupthaar zu unternehmen. Die medizinische Klärung ist gerade bei Frauen wichtig.

  • Hormonelle Veränderungen durch die Antibabypille: Die Wirkung der beiden Hormone Östrogen und Gestagen in Bezug auf die Haare ist gegenläufig. Derselbe Mechanismus, allerdings weitaus seltener als bei Männern, kann auch bei Frauen in Gang gesetzt werden, wenn ihre Haarfollikel überempfindlich auf steigende Gestagenspiegel reagieren.
  • Haarausfall nach der Schwangerschaft: Während der Schwangerschaft stellt sich der weibliche Körper zur Versorgung und zum Schutz des Fötus um. Dazu wird auch vermehrt das Hormon Östrogen produziert. Entsprechend reagieren viele Frauen nach der Schwangerschaft mit Haarausfall auf die verminderte Produktion von Östrogen.
  • Haarausfall in den Wechseljahren: Ähnlich wie erstmals in der Pubertät wird auch in den Wechseljahren der Frau ihr gesamter Hormonhaushalt auf den Kopf gestellt. Diese starke hormonelle Veränderung kann auch der Auslöser für Haarausfall sein.

Ausreichende Flüssigkeitszufuhr für gesunde Haare

Dass man über den Tag hinweg ausreichend Flüssigkeit zu sich nehmen soll, ist den meisten Menschen bewusst. Trotzdem trinken viele dauerhaft zu wenig. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung empfiehlt für erwachsene Frauen täglich etwa eineinhalb bis zwei Liter pro Tag, für erwachsene Männer sind es etwa zwei bis zweieinhalb Liter. Unser Körper besteht zu rund sechzig Prozent aus Wasser.

Muss der Körper für längere Zeit ohne Flüssigkeit auskommen, stellen sich schnell gesundheitliche Beschwerden ein. Bereits nach wenigen Stunden können Kopfschmerzen, Schwindel, Konzentrationsschwierigkeiten, Übelkeit und Erschöpfung auftreten. Diese Symptome verstärken sich, je länger die Dehydration andauert.

Um den Körper auf Dauer gesund zu halten, gilt es bei der täglichen Wasseraufnahme daher, die „goldene Mitte“ zu finden und auf die natürlichen Körpersignale zu achten.

Geeignete Getränke für eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr

  • Wasser: Es enthält keinen Zucker oder Zusatzstoffe und ist, zumindest in Westeuropa, meistens schnell verfügbar.
  • Ungesüßter Tee: Ungesüßter Tee enthält keine Kalorien und bietet zusätzliche gesundheitsfördernde Eigenschaften wie Antioxidantien.
  • Saftschorlen: Sie sind besonders bei Kindern beliebt, da der enthaltene Fruchtsaft eine natürliche Süße mitbringt. Genau deshalb sollte der Saftanteil jedoch auch relativ niedrig sein.

Manche Menschen haben Schwierigkeiten, ausreichend Flüssigkeit zu sich zu nehmen. Im Alter lässt das Durstgefühl häufig nach. Menschen mit Demenz vergessen oft zu trinken. Schluckstörungen oder Inkontinenz können ebenfalls ein Grund dafür sein, dass zu wenig getrunken wird.

Gerne helfen wir Ihnen in der Fontana Klinik in Mainz, Ihren Haarausfall wirksam zu bekämpfen.

Empfohlene Flüssigkeitszufuhr pro Tag
Altersgruppe Empfohlene Menge
Erwachsene Frauen 1,5 - 2 Liter
Erwachsene Männer 2 - 2,5 Liter
Kinder (1-3 Jahre) 1 - 1,5 Liter
Kinder (4-8 Jahre) 1 - 2 Liter

tags: #haarausfall #ursachen #wassermangel

Populäre Artikel:

Diese Website verwendet Cookies. Durch die weitere Nutzung der Seite stimmst du der Verwendung von Cookies zu. Weitere Informationen

Die Cookie-Einstellungen auf dieser Website sind auf "Cookies zulassen" eingestellt, um das beste Surferlebnis zu ermöglichen. Wenn du diese Website ohne Änderung der Cookie-Einstellungen verwendest oder auf "Akzeptieren" klickst, erklärst du sich damit einverstanden.

Schließen