Ursachen und Behandlung von Haarausfall bei fettiger Kopfhaut

Viele Menschen leiden unter fettigen Haaren, die schnell ungepflegt wirken. Oftmals steckt jedoch keine mangelnde Hygiene dahinter. Selbst tägliches Waschen kann extrem fettiges Haar nicht verbessern, und die Haare können direkt nach dem Waschen wieder fettig und strähnig erscheinen. Dieser Artikel beleuchtet die Ursachen für schnell fettende Haare und gibt Tipps, wie man dagegen vorgehen kann.

Was sind die Ursachen für fettige Haare?

Fettiges Haar entsteht durch eine Überproduktion von Talg in den Talgdrüsen der Haarwurzeln. Männer und Frauen sind gleichermaßen betroffen. Obwohl fettige Haare an sich gesund für die Haarstruktur und die Kopfhaut sind, kann eine übermäßige Talgproduktion verschiedene Ursachen haben:

  • Falsche Ernährung: Eine Ernährung mit zu viel Zucker, Fett und raffinierten Kohlenhydraten kann die Talgproduktion anregen.
  • Falsche Hygiene: Unsaubere Haarbürsten und Kissenbezüge können die Haare schnell wieder fettig erscheinen lassen.
  • Stress: Stress kann die Ausschüttung von Cortisol erhöhen, was die Talgproduktion ankurbelt.
  • Hormone: Hormonelle Schwankungen, wie sie in der Schwangerschaft, Pubertät oder während des Menstruationszyklus auftreten, können fettiges Haar verursachen.
  • Genetische Ursachen: Eine genetische Veranlagung kann dazu führen, dass manche Menschen von Natur aus mehr Öl produzieren.
  • Einnahme von Medikamenten: Bestimmte Medikamente, insbesondere Hormonpräparate, können die Talgproduktion beeinflussen.
  • Erhöhte Schweißproduktion: Je höher die Schweißproduktion, desto leichter verteilt sich der Talg über die Kopfhaut und die Haare.

Fettige Haare? Kein Problem! Wichtige Tipps für schönes und gesundes Haar

Was können Sie gegen fettige Haare tun?

Betroffene leiden oft stark unter fettigen Haaren und suchen nach Lösungen. Hier sind einige Methoden, die helfen können, die Haare wieder frisch aussehen zu lassen:

  • Verwenden Sie lauwarmes Wasser und ein mildes, entfettendes Shampoo zur Haarwäsche.
  • Kräuterextrakte wie Rosmarin, Kamille, Schachtelhalm oder Schafgarbe können die Fettbildung reduzieren und die Kopfhaut beruhigen.
  • Tragen Sie Kuren und Spülungen nur in die Spitzen und nicht direkt auf den Haaransatz auf.
  • Rubbeln Sie die Haare nicht zu stark trocken, sondern drücken Sie sie sanft aus.
  • Föhnen Sie die Haare nicht mit heißer Temperatur und lassen Sie sie im Idealfall lufttrocknen.
  • Bürsten und kämmen Sie die Haare nicht zu häufig, um das Fett nicht von der Kopfhaut in den Haaren zu verteilen.
  • Verwenden Sie Trockenshampoo vor dem Schlafengehen, um das Öl über Nacht aufzusaugen.

Hausmittel gegen fettige Haare

Es gibt auch verschiedene Hausmittel, die bei fettigen Haaren helfen können:

  • Babypuder: Saugt überschüssigen Talg auf.
  • Olivenöl: Beruhigt die Talgdrüsen und kann bei juckender oder trockener Kopfhaut helfen.
  • Apfelessig: Reinigt die Kopfhaut gründlich.
  • Backpulver: Saugt überschüssigen Talg auf.

Fettige Kopfhaut, Juckreiz und Haarausfall

In einigen Fällen kann eine juckende Kopfhaut, die mitunter zu Haarausfall führt, durch eine Pilzinfektion (Tinea capitis) verursacht werden. Spezielle Produkte mit antibakteriellen und antimykotischen Wirkstoffen können hier helfen. Es ist ratsam, eine Dermatologin aufzusuchen, um eine solche Infektion auszuschließen.

Haarausfall kann jedoch auch zu Juckreiz führen, da dem Haarausfall oft eine Reaktion der Haarwurzel vorausgeht, wie z.B. eine Entzündung. Dadurch wird die Umgebung der Haarwurzel gereizt, was zu Juckreiz führen kann. Bei manchen Menschen kann die Kopfhaut sogar bei normalen Berührungen oder beim Kämmen schmerzen. Dies wird als Trichodynie (Haarschmerzsyndrom) bezeichnet.

Zusammenhang zwischen fettiger Kopfhaut und Haarausfall

Fettige Haare und Haarausfall treten häufig gemeinsam auf. Zuerst bemerkt man eine erhöhte Talgbildung auf der Kopfhaut und stellt fest, dass man die Haare häufiger waschen muss. In dieser Phase kann auch Haarausfall auftreten, der zuerst am Scheitel, am Haaransatz und im Bereich der Geheimratsecken sowie auf dem Oberkopf bemerkt wird. Je früher man handelt, desto geringer ist das Risiko der Kahlköpfigkeit.

Seborrhoische Kopfhaut

Seborrhoische Kopfhaut

Eine seborrhoische Kopfhaut bezeichnet eine Talgüberproduktion, die zu einer öligen Haarstruktur führen kann. Die Kopfhaut ist dicker und weist mehr Talg- und Schweißdrüsen auf als die restliche Haut. Ursachen können genetische Veranlagung, Stress und hormonelle Schwankungen sein. Symptome sind eine stärkere Fettung der Haut und der Haare, die strähnig und flach wirken können. Die Therapie zielt darauf ab, die Talgproduktion zu reduzieren und überschüssigen Talg zu entfernen.

Ernährung und Haarausfall

Eine ausgewogene und abwechslungsreiche Ernährung ist wichtig für ein gesundes Haarwachstum. Das Spurenelement Zink ist an der Bildung der Haarstrukturen beteiligt, und Biotin ist Bestandteil des Eiweißstoffwechsels. Achten Sie auch auf eine ausreichende Eiweißzufuhr.

Wichtige Nährstoffe für gesundes Haarwachstum
Nährstoff Funktion Lebensmittel
Zink Bildung der Haarstrukturen (Keratin, Kollagen) Fleisch, Milchprodukte, Nüsse, Vollkornprodukte
Biotin Bestandteil des Eiweißstoffwechsels Milch, Eier, Vollkornprodukte, Hülsenfrüchte
Eiweiß Baustein für das Haarwachstum Fleisch, Milchprodukte, Fisch, Hülsenfrüchte

Wenn es im Zuge des Haarverlusts zu einem vollständigen Ausfall der Follikel gekommen ist, eignet sich ausschließlich ein Haarimplantat zur Behebung der Problematik. Für die Eigenhaarverpflanzung wird Ihnen im Spenderbereich am Hinterkopf die benötigte Menge an Grafts entnommen. Der minimalinvasive Eingriff ist schmerzfrei und führt dazu, dass sich nach der Heilungsphase zwischen drei und sechs Monaten neues Haar entwickelt.

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